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Neue Nationalzeitung · 1910-04-15 · Heft 8 (15.4.1910) · p. Seite 10

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
XII (1910)
Issue
Heft 8 (15.4.1910)
Date
1910-04-15
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 „Neue National-Zeitung" Nr. 8 All dies hat die „Neue National-Zeitung" schon längst konstatiert. Allein das Lemberger „Tagblatt" wußte am 9. März unter dem geschmackvollen Titel THunde bellen" zu erwidern, daß „Dr. Landau nur deshalb kritisiert, weil er nicht selbst im Parlamente sitzt und jede Politik, die ohne ihn gemacht "wird, sehlecht ist.u *; . ■ „Trybnna Kupiecka." In Lemberg erscheint seit Neujahr eine den Interessen des jüdischen Handelsstandes gewidmete Monatsschrift : *Trybnna Knpieeka", welche von zionistischer Seite herausgegeben wird. Die Zeitung ist sehr instruktiv und hätte einen großen Wirkungskreis, wenn sie deutsch geschrieben wäre. Eine polnische Zeitschrift für den jüdischen Kaufmannsstand in Galizien halten Avir derzeit für verfehlt. Jedenfalls sollten die Herausgeber wenigstens von Zeit zu Zeit wichtige kaufmännische Themen in deutscher Sprache behandeln. biste der Ausgetretenen. Vom 29. März bis 12. April 1910. (Nr. 122 bis 128.) Gutttnann Armin, geb. 3. Juli 1859, Versicherungsbeamter. Uidas Nemeti, III., Hießgasse 8. Schönfeld Dr. Bruno, Advokaturskonzipient, IX., Müllnergasse 33. Sulzer Sofie, geb. 6. April 1879, Linz, Verkäuferin, IX., Müllnergasse 16. Trostli Valerie, Private, geb. 26. März 1881, Wien, II., Leopoldsgasse 6. Feld mann Nathan, Goldschmiedgehilfe, geb. 9. Februar 1885, Wien, IL, Novaragasse 51. Szalagyi Frau Dr. Josefa, geb. Fohn, geb. 30. August 1867 in Budapest, Inspektorsgattin, Wien, II., Valeriestraße 44. Ulrich Josef Hermann, geb. 15. August 18S8, Wien, XVI., Neulerchenfelderstraße 25. jSlotizen. K. k. priv. Assicurazioni Generali. Aus dem am 17. März 1910 der Generalversammlung erstatteten Berichte der Zentraldirektion der k. k. priv. Assicurazioni Generali zu den Rechnungsabschlüssen pro 1909, dem 78. Berichtsjahre, geht hervor, daß die Garantiemittel der Gesellschaft im abgelaufenen Jahre um K 20,678.370 26 gewachsen: sind und am Jahresschlüsse die Höhe von K 366,829.741*68 erreicht haben. Auch im Jahre 1909 hat sich der Lebensversicherungszweig der Anstalt in sehr erfreulicher Weise erweitert. In der Feuerversicherung und dem mit dieser vereinigten Geschäftszweige der Einbruchsdiebstahlversicherung war die Geschäftsentwicklung gleichfalls eine anhaltend günstige. Den Rechnungsabschlüssen sind im Wesentlichen folgende Daten zu entnehmen: Die Prämienreserven der Lebensversicherungsabteilung betragen K 304,144.877"43, d. i. um K 20,902.175-14 mehr als im Vorjahre und beziehen sich auf K 1.034,103.236-09 Kapital und auf K 1,955.478-64 Rente. Die Reserve für schwebend gebliebene Schäden beträgt K 5,870.197*40. Zur Deckung der am 31. Dezember 1909 laufenden Risken wurde für die Feuerversicherung eine Prämienreserve von K 13,658.715-83 (gegen K 13,079 112*08) und für die Transportversicherung K 190.073 55 zurückgestellt Die Prämienscheine und die in nachfolgenden Geschäftsjahren einzuhebenden Prämien aus den Feuer- und Einbruchs Versicherungsbranchen betragen K 127,799.977*76 gegen K122,089.054-94 am Schlüsse des Jahres 1908 und blieben aus der bilanzmäßigen Abrechnung gänzlich ausgeschieden. Die Gewinnreserve beträgt K 6,300.000*-, die Reserve für Kursschwankungen beträgt K 14,920.830-43, die Immobilienreserve beträgt K 1,413.602-84. Unbeschadet der alljährlich zu Lasten des laufenden Geschäftes bewerkstelligten Abschreibungen von Verlusten auf uneinbringliche Ausstände, besteht ein abgesonderter, bisher noch nicht in Anspruch genommener Reservefonds von K 160.000*— für dubiose Ausstände. Die Gesellschaft gewärtigt an jährlichen Prämien nebst Zinsen über K 95,000.000 — aus sämtlichen Zweigen. Durch die im Jahre 1909 für Schäden bezahlten K 38,550.375*41 erreicht die Summe der seit Bestehen der Gesellschaft vergüteten Schäden die Höhe von K 977,344.967-32. * Maeben Sie eine Frtthlingskur! 1! mit dem Klösterle natürlichen Sauerbrunn. .Klösterle* hat sich als reichhaltige, natürliche Lithion- und Natronquelle einen Weltruf erworben. Die mit .Klösterle" erzielten Heilerfolge bei Gicht, Rheumatismus, Zuckerharnruhr, Harngries, Nieren- und Blasenleiden werden von vielen Aerzten durch freiwillig abgegebene Atteste bekundet. In tausenden von Aerztefamilien ist „Klösterle Sauerbrunn* im Haushalte ständig eingeführt. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die exorbitante Wirkung des ..Klösterle Sauerbrunn" der geradezu idealen Zusammensetzung und dem richtigen Mengenverhältnisse der einzelnen darin enthaltenen medizinischen Bestandteile zuzuschreiben, so daß „Klösterle" den Vorzug vor vielen anderen Heilwässern verdient. „Klösterle" ist zugleich ein köstliches natürliches, erfrischendes Tafelwasser und eignet sicli — nicht trübend — hervorragend zur Mischung mit Wein. „Klösterle" ist heute fast in allen einschlägigen Geschäften in ganz Oesterreich und Deutschland erhältlich. Für ihre im Insel-Verlag zu Leipzig erscheinende Ausgabe von Heinrich Heines sämtlichen Werken wünschen Professor Dr. Oskar Walzel in Dresden und Dr. Jonas Frankel, Privatdozent an der Universität Bern, die Handschriften von Heines Schriften, die sich zahlreich in Privatbesitz befinden, zu verwerten und auch bisher unveröffentlichte Verse Heines möglichst, vollständig zu sammeln. Sie wären daher den Besitzern von Heines Handschriften dankbar, wenn sie ihnen diese zur Kollation oder Abschrift freundlichst überlassen oder ihnen von ihrem Besitz Nachricht geben würden. ••» Schöne Klassiker-Ausgaben. Im Tempel-Verlag in Leipzig, den S. Fischer, Diederichs u. a. zwecks Herausgabe künstlerisch ausgestatteter Klassiker begründet haben, beginnen jetzt die ersten Bände zu erscheinen, von Goethe die Wahlverwandtschaften und Kleinere Erzählungen sowie der Faust und Urfaust, von der Kleist- Ausgabe die vier Bände der Werke (Gedichte, Dramen, Erzählungen), von der Heine- Ausgabe die Gedichte und die Tragödien in zwei Bänden. In der Weißfraktur und in der gleichfalls von dem berühmten Buchkünstler E. R. Weiß besorgten Gesamtausstattung lassen die Ausgaben die entsprechende qualitative Gediegenheit und Vollkommenheit in trefflichster Weise erkennen. Auch als Einzelausgaben, präventieren sich die Bände sehr hübsch. . Nachtrag. Der Mugdanismus in Wien, Wien, den 14. April. Die Noininierung zweier fahnenflüchtiger Juden als Gemeinderatskandidaten hat in der jüdischen Wählerschaft der Inneren Stadt eine unglaubliche Erregung hervorgerufen. Mehrere Mitglieder des Zentral-Wahlkomitees wie kaiserlicher Rat Anninger, Kultusvorsteher Dr. S amue 1 y u. a. haben deshalb ihre Mandate niedergelegt. Es hat sich bereits ein unabhängiges Wählerkomitee gebildet, welches die Aufgabe hat, die Wahl dieser beiden Kandidaten in schärfster Weise zu bekämpfen und für diese Mandate eigene Kandidaten aufzustellen. Uebermorgen findet eine große Wählerversammlung statt, in der Oberrabbiner Dr. Gü d e mann und Kultuspräsident Dr. Stern sprechen dürften. Es war die höchste Zeit, daß sich die jüdischen Wähler von der Vormundschaft der Pseudo-fortschrittlichen freimachen. Hochfeines natürliches Tafelwasser IT 1 L - 1 #» Natürlicher iilnwnPSauerbrum J %lV*#lvllV Lifhion-Quelle. von Klösterle bei Karlsbad. ■— Ueberall zu haben. Niederlage: Wien, I., Sonnenfelsgasse 4. Die Rubrik „Die jüdische Emigration** erscheint in dem dritten Hefte dieses Monates, vom 29. April.

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