Mannheim
Compact Memory

Neue Nationalzeitung · 1909-12-17 · Heft 26 (17.12.1909) · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
XI (1909)
Issue
Heft 26 (17.12.1909)
Date
1909-12-17
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2425679-2425773-2425800--1546-2427912
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 26 .Neue National-Zeitun^" Seite \o (Berich w -iinlo, xtlutc l'lifspf 1 ist — ii I) o r s e i n i S C11 »M1 Urteile haben" t gehaltenen Bode zu einem .lahre Gefängnis verurteilt und in der Erkenntnis, daß jeder Angriff auf die ab- Froiheit des Advokaten bei der Ausübuiiu: seiner Beicht eine Bedrohung der Grundrechte der Verteidigung I» r o t e s t i e r t aufs s c h ii r f s t e g e g e n d a s II i 1 1 e r s o n g e f ii 1 I t e U r t e i 1. s p i i c h t i h an 8 y m p a t Ii i e a u s und begrüßt kollegial die russi- Ad\okatenkoiiiorationen. welche die Gefahren dieses für die gesamte Krchtspeehimg richtig erkannt Zeitschriften-Hundschau. Seit 1. d. M. erscheint in C z e r n o \v i t /. dreimal wöchentlich eine neue Zeitung „Die Volkswehr", Organ der jüdischen Volksrartei der Bukowina. Das bereits in .mehreren Nummern vorliegende Blatt verspricht eine Bereicherung der leider noch sehr spärlichen jüdischen Volkspresso in Oesterreich zu werden.. Bus D e z e in 1> e r - lieft der „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden" hat nachstellenden Inhalt: 1. A b h a n d 1 u n g e n: 1. Dr. Sara Ii a 1) i n o w i t s c hi\l a r g <> 1 i n St. Petersburg): Die Heiraten von .Inden im BuropäisclMMi Rußland vom .lafire 18(57 Iiis 1902. (Schluß.) 2. Dr. Bruno Blau. Berlin: IVhleniuellen in der Statistik der Juden.. Der Jahresbericht für 11)08. Statistisches A r c h Kliescheidlingeii von Juden in Eheschließungen in Baden. - herzoghun ließen im Schuljahr Juden in b'uland im Jahre 18' des I liltsvereine> der Juden i v: Eheschließungen und Charlottoubut-g I9(H> -1008. - Zahl der Schüler im Groß- 1907 -11)08. — Die Zahl der 17. Zahl der Juden in Costarica im Jahre 1892. -- Zahl der Juden in Barbados im Jährt» 1891. ----- Verteilung der Konfessionen in Venezuela. 8. Lite r a t u r. La /. a r u s. Die Erneuerung des Judentums. -- ilorwitz. Die Verwaltung der .judonschaftdichon Angelegenheiten im ehemaligen K urhessen. --: Kraus. Sittli/hkeit und Kriminalität. für üsiorrcichischc Verhältnisse i.-t besonders lehrreich der Artikel von Dr. Bla u: Die Fehlerquellen in der Statistik der Juden. Der Verfasser führt bezüglich Oesterreichs an: „VI. Maximilian P a u 1 - S c Ii i f f hat darauf aufmerksam gemacht, daß die Statistik der Konfessionsäuderungen in Oesterreich ein gnz anderes Bild haben muß als in Deutschland. Hier ist es zulässig, daß jüdische Eltern ihre Kinder dein Christentum zuführen, ohne selbst ihren (ilaubon zu wechseln —- ein KV cht. von dem neuerdings mit Vorliebe (iebrauch ge-macht wird —. während in Oesterreich Kindertaufeii nur in der Weise möglich sind, daß die Eltern oder wenigstens e i n Elternteil übertreten, wobei dann die Kinder unter sechs Jahren eo ipso dem (Hauben der Eltern folgen, und zwar Knaben dem (iluuhen des Vaters und Mädchen dein Glauben der Mutter; da min gewissen Kreisen beider Länder in gleichem Maße die Neigung bestellt, die Kinder von den ..Ketten" des Judentums zu befreien, so ist die notwendige K.ilge d> r («esetzesversehiedeuheit. daß die Austritte aus dem Judentum in der österreichischen Statistik viel zahlreicher sind als in Deutschland, obwohl an sich die Verhältnisse ziemlich die gleichen sein durften." i „Ost und West" für den Monat Dezember w-ird eingeleitet mit dem Vortrage des Justizrates YV o 1 f (Lissa) über „Die Juden in den Osbnia.Tken". Dann folgen ein Artikel über L o Jii b r o s, über Felix Saiten (aus der Feder des Herrn Max SchacherS) mit zahlreichen Illustrationen usw. Die Auf.nerksa.inkeit der Leser wird besonders angeregt durch das „II e b r ä i s oh e Seh a c h g e d i c h t". Dasselbe hat folgenden Wortlaut: „Nicht erst in unseren Tagen, schon in fernen Jahrhunderten haben die Juden sich dem Schachspiel mit besonderem Eifer zugewandt. Während Würfel- und Kartenspiele verpönt, waren, stand bei den Juden das Schachspiel als eine gute Verstandesübung in hohem Ansehen, so zwar, daß es sogar am Sabbat gestattet wurde. Das Spielen um einen Einsatz freilich war verboten, auch wurde vorgeschrieben, daß man am Sabbat sich künstlerisch wertvoller und aus edlem Material hergestellter Figuren bedienen «olle. Selbst die Gegner, des Schachspiels verkannten seinen Wert nicht, sondern besorgten von ihm nur eine Ableitung vom Thorastudiuin. Eben hieraus ist zu erkennen, daß die Neigung zum Schachspiel sehr verbreitet gewesen sein muß. Ob bereits der Talmud das Schachspiel gekannt hat, ist ungewiß. Die im Talmud erwähnten Spiele lassen wohl die Vermutung zu. daß das Schach genieint sei, doch ist ebenso gut möglich, daß die Babbinon des Talmuds andere zu ihrer Ze:t gebräuchliche Spiele im Auge gehabt haben. Wer an die Geschichte des Schachspiels, namentlich an dem Anteil der Juden am Schachspiel Interesse hat. den verweisen wir auf die „Geschichte und Bibliographie des Schachspiels" von Dr. Antonius v. d. Linde (Verlag von Julius Springer in Berlin (873) und auf das darin enthaltene Kapitel „Schach bei den Juden" von Dr. Moritz Steinschneider. In diesem gelehrten Werke ist ein Gedicht über las Schachspiel angeführt, als dessen Verfasser Abraham Ihn Esra. (gest. 11(57) gilt. Ob er sdcher Urheberschaft sich rühmen darf, mag dahingestellt Ideiben. Steinschneider bezweifelt e,s in Uehereinstiiniuung mit Dr. Egers. Jedenfalls enthält das Gedicht, mag es nun Abraham Ihn Esra zum Verlasser haben oder minder erlauchten Ursprungs sein, die älteste S c h a c h Y e gel i n E u r o p a." „Die Strahlen" betitelt s c h e s Wochenblatt, welches zn ersch'ciiion beginnt. sich ein illustriertes j ü d iiin Jänner 1910 in Warschau Hotizen. K:ilender1ieil;igc. Der heutigen Gesamtauflage unseres ülaltes liegt der von dorn Mankhause Eduard Urban, 15 r ii n n. herausgegebene Vorlusungskalender pro 1910 hei. und empfehlen wir dieses sehr schon ausgestattete lüiclilein der besonderen Aufmerksamkeit unserer verehrten Leser. Dasselbe enthält viele, für Jedermann wissenswerte Daten über die Wielings fen haiikgeschäftlichen Zweige, unter besonderer Hervorhebung der für Sparer nützlichen Momente. Das Bankhaus Eduard 1' r b a n besteht seit 18H9 und erfreut sich durch die kulante Bedienungseiner Kunden des besten Kufes, so dal.i dasselbe dem I'. T. I'ublikuni für seine finanziellen Transaktionen bestens empfohlen werden kann. Ein venen Palästina-Handbuch. Die neue, wesentlich vergrößerte Ausgabe des Palästina-Handbuches von Davis T r i 0 t s c Ii bietet in einem bequemen Bündchen von Bädecker-Format auf zirka H<H> Seiten alles, was man in einem Handbuch suchen kann. Das Buch will auf jede Frage Auskunft geben, die einen Freund der modernen jüdischen Entwicklung des Landes interessieren kann, und in der Tat enthält es eine reiche Fülle von informativen Materialien über Zustände und Möglichkeiten des Landes und seiner Bewohner. Das Palästina-Handbuch kann jedem Interessenten auf das wärmste empfohlen werden. Die Ausstattung ist vorzüglich, der Preis iMk.H. - für das gebundene Exemplar) sehr niedrig. Vereine erhalten bei gröLierer Abnahme entsprechenden K'abatt unter vorheriger Einsendung des Betrages zuzüglich .*{0 pf. Porto. Bestellungen sind zu richten an die „Zionistische Vereinigung für Deutschland", <'hurlottenburg '2. Bleibtreustr. 40. Briefkasten der Redaktion. Dr. E. C. Kreuz. Wir haben Ihre Karte wohl erhalten, doch müssen wir Sie ersuchen, uns Ihre genaue Adresse anzugeben. B. G. in Berlin.. Auch wir finden es reeht merkwürdig, daß der Berliner ..G e n e r a I a u z e i g e i" nicht nur Notizen und Korrespondenzen, sondern selbst Bücherb e s p r e c h u n g e n unserem Blatte entnimmt und die Quelle verschweigt. Das ist nichts weniger als loyal. S. L. in Krakau. Unser Referent verweist auf seine frühere Mitteilung und ist nicht in der Lage, etwas noch beizufügen. Versuchen Sie mit einer Anfrage beim ..Berliner Tageblatt". Dr. P. in M. Längst getauft. Hochfeines natürliches Tafelwasser Klösterle _ Natürlicher Sauerbrunn Lirhion-Quelle. von Klösterle bei Karlsbad. — Ueberall zu haben. Niederlage: Wien, I., Sonnenfelsgasse 4.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.