Neue Nationalzeitung
- Journal
- Neue Nationalzeitung
- Volume
- XI (1909)
- Issue
- Heft 25 (3.12.1909)
- Date
- 1909-12-03
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2425679-2425773-2425799--1529-2427894- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite reichhaltiges, hervorragend künstlerisches Programm ist bos'.e.ns gesorgt. Karten ä 1 K. Faniilionka'rO-n (-{• Personen) h 3 K sind erhältlich: Cafe City, IX., Porzellangasse; Saln Ellner. I., Wipplingerstraßo (Verkehrshank): X. Zuidwor. 11., Malzgasse 14. Wien (.Indischer Vorein „Einheit-". Euter grotier Beteiligung fand Sonntag den 28. November 1!)(>!). tun 10 dir vormittags, die Einweihung der rituellen Speiseanstalt des Vereines „E i n 1/ e i f" in ihrem neuen, den modernsten Anforderungen der Hygiene entsprechenden Heim, II., Malzgasse V2. statt. Obmann Herr Bernhard Hof bau er eröffnete die Eoier und begrülite die Erschienenen, unter welchen sich befanden : i>io Iva binnen J)c. Sclnniedl, Dr. Feuchfwung, die Oborkantoron kais. Hat Singe/-, S c Ii n r r und Hauer, die Vorstandsmitglieder des poln/schen Tempels, ferner die akademischen Vereine und Verbindungen u. s* w. Herr llofbauer schilderte in seiner Hede, unter welchen schwierigen Einstünden es dem Vereine gelungen ist, dieses neue Heim zu errichten und sprach die Hoffnung aus, d;i/.; os dem Vereine, der nur im (leiste der Einheit zu wirken bestrebt ist, gelingen wird, sich die Sympathien aller zu erwerben. Oberkante»/- Schonsang sodann mit Chorbegleitung den EinweihungspsaJm, worauf die Habbinen Dr. Schnüedl und Fürst dem Vorstande dafür dankten, dai.i es ihm eine solche segensreiche Institution ins Eeben zu rufen gelang. Mediziner Ha um versicherte die Vereiusleitung der Sympathie der jüdischen Studentenschaft. Mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser und unter Alisiugung der Yolkshymne schloll die erhebende Eeier. Wien. iV er band der isr. R e i 1 i g i o n s 1 e h r e r a n d e n ö stör r. Mittelschulen.) D i e n s t a g, den 2H, bezoin her l!)Oi», ov. auch Mittwoch, den --Mb Dezember, vormittags 10 Ehr. tindet im Sitzungssaale der israel. Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4. der Yerbandstag mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bericht des Obmannes über die abgelaufene l'unktioiisperiode. •2. Hericht des Kassiers und der Kassarevisoren. :-{. Heferat des Obmann-Stellverlreters Prof. Dr. A. Weil.!, über ..Standesehre1-. 4. Wahl des Obmannes und des Schriftführers. ."). Wahl der übrigen Ausschulimitglieder und Hevisoreu. t?. Vortrag des Ausschulimitgliedes Herrn Habb. Dr. Eudwig L Ii z :i r ii s. (Cöding:: _Das Buch Hiob auf der Oberstufe der .Mittelschule". 7. Eventuelle Anträge. %ß ALIEN W2bUw3iL5S Der Genieinderat von Lemberg hat das Gesuch des „Vereines jüdischer Rigorosanten" um Subventionierung nach heftiger Deballe mit der Motivierung abgelehnt, daß der Verein zionistische Ziele verfolge. Daß dieser von den allpolnischen Hetzern vorgeschützte Abweisungsgrund nicht zutrifft, haben selbst die assimilalorisch gesinnten jüdischen Gemeinderäte zugegeben; sie sind auch für die Subventionierung einge'reten. Geradezu empörend hat sich der Gemeinderat Feldstein benommen, der, obwohl selbst Jude, die allpolnische Majorität gegen die Subventionierung haranguierte. Diesem Herrn Feldstein wird von mehreren Blättern vorgeworfen, daß er sich als Sekretär des „Baron Hirsch'schen Wohllätigkeitsbureaus" und später als Oberbeamter der Hypotheken-Anstalt in unehrlicher Weise bereichert hat, daß ihm wohl ein Platz im Zuchthaus, aber nicht im Gemeinderat gebühre. Die Allpoien befinden sich also in einer netten Gesellschaft. Wohltätigkeits-Stiftungen. Der jüngst verstorbene Rentier Wilhelm F r o y b e r g in Wien hat für W o h It;i t i g k o i t s - S t i f t u n g e n 178.500 Kronen hinteilassen. Hievon sind Legate per 53.500 Kronen sofort fällig und entfallen auf nachstehende Institutionen: 50.000 K dein Kaiser Franz Josefs-Ferienheim zur Gründung und Erhaltung des Seehospizes in Grado. 1000 K der Versorgungsansta.lt d<er israelitischen Kultusgemeinde. 1000 K iprozentige ()esterreichische Kronenrente der ( hewra Kadischa in Wien. 1000 K •£"/» oesterr. Kronerente der israelitischen Volksküche in Wien, XX. Bezirk. 500 K dem israelitischen Bltudoniu.-tiuit in W ien. Dagegen substitutionswciM' m i t e i n e m s p ä t e r e n Fälligkeit s t. e r in i n e 125.000 Kronen, und zwar: 13.000 K der Versorgung-ansa i; der israelitischen Kultusgemeinde. 6000 K dem Vereine zur Beförderung der Handwerke unter den inländischen Israeliten in Wien. 10.000 K dem Vereine für das israelitische Blitnleninsiitiit auf der Hohen Warte. 10.000 K dem Allgemeinen österreichischen Tauhstuimmeninsütut. 12.000 K die in Siechenhause der israelitischen Kultus- Gemeinde. 7000 K dem GJeichenlierger israelitischen Spital. 10.000 lv dem Asyl für mittellose kranke .Juden in M -c r a n. 10.000 K dem Kaiser Franz .E>s:>fs-Fori>enheim in Wien für Tischiunviiz. 10.000 K dem Vereine KindiM-schutz in Wien. 8000 K dem Vereine für unentgeltlichen Arbeitsnachweis in Wien. 12.000 K dem Vereine Kaiserin Elisabeth-Lehrmädehenuud Arbeiterinnenheim in Wien. {',00 K fprozentige Oesterreichische Krononronte dein Vereine „Nächstenliebe". Verein zur Enterstützung verschämter israelitischer Hansarmer in P v a g. 44)00 K 4prozentige Oosterreichischo Kronenrente dem I'rivat-Frauenvereine zur Erziehung armer isniolitis« her Waisenmädchen in P r a g. 4000 Ii -i'prozentigo Oesterreichische Ivronenrente dein Kaiser Franz .Josef I. israelitischen Knaheuwaiseiihause in l'm g. 3000 K iprozentige Oesterreichische Kronenrente dem Kreuzer-Vereine zur Enterstützung armer israelitischer Waisenmädchen im Königreiche Böhmen, 1' r a g. 3000 K iprozentige Oeslerreichische Kronenrente der ( hewra Kadischa in Ii e i c, Ii e n b e r g. D:>r am 30. September d. .1. verstorbene Herr Dr. Moriz Adolf hat testamentarisch Folgendes vermacht: 2 0.0 0 0 K dem neu gegnindelen J^onde zur Errichtung eines jüdischen Waisenhauses in Wien. 3 0.000 K für sechs jüdische Wohltätigkeitsanstalten, von denen eine vom Erblasser bestimmt ist: während die übrigen fünf Anstalten der Erbe des Verewigten im Einvernehmen mit dein Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde Wien zu bestimmen hat. Graf Karl Chotek, der Vater der Thronfolgersgattin, Eiau Herzogin von II o Ii »> n b <> r g, hat. was wohl wenig bekannt sein dürfte, eine S t i p e n d i e n - S t i f t u n g f ü r j ü d i s c Ii i! 8 t ii d e n t e n begründet. Den Vorschla.tr für die Verleihung erstattet die jüdische Kultustepräseiitanz von Prag: die Besetzung g'schiebt auf Grund eines Ternavorschlages durch die Nachkommen des Stifters. Der Prager Kultusvorstaiiid hat auch in >einer letzten Sitzung unter acht Bewerben nachstehenden Tema verschlag beschlossen: Prini" loci : Techniker Viktor K a t z, socundo h:<-o: Rudolf R a u dn i t z k y (Oktavaner am Grabner (iyuuiasium) und tertio loco Viktor F 1 u ß (Septinianer im Altstädter Gyninasiu.ni). 300.000 Mark für wohltätige Zwecke hat der verstorbene Schachmeister Arnold S c h o t l 1 ä u d e r in Breslau testamentarisch hinterlassen mit der Maßgabe, daß seinem überlebenden Bruder die spezielle Verwondungsbestiminung überlassen bleiben solle, wenn er das Stiftungskapita.l auf eine halbe Million Mark erhöht. Nachdem nun sein Bruder Hermann fliese Bedingung erfüllt hat, soll das Kapital zum Bau zweier Sieebenhäuser verwendet werden, eines f ii r J u d e n unter Verwaltung der jüdischen Ivrankenhausverwaltung, und eines für Christen unter Verwaltung der Stadt Breslau. „Wozu in die Ferne schweifen?" Wir werden vom Herrn Abgeordneten Dr. M a h 1 e r ersucht, zu kons(atierei). daß er von seinem am 29. November;n Berlin abzuhaltenden, vi in Berliner Ziunistenorgan angekündigten Vortrag nichts weiß und einen solchen auch nicht in Aussicht gestellt hat. Reichsdiima-MUglled Hrodsky wurde endlich am vorigen Freitag vom Senat für gewählt anerkannt. Damit tritt er in Besitz seines Mandates. Die lluligans von Odessa und an ihrer Spitze der Stadtpräsidout, haben also protestiert und denunziert.