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Neue Nationalzeitung · 1908-09-25 · Heft 38 (25.9.1908) · p. Seite 11

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
X (1908)
Issue
Heft 38 (25.9.1908)
Date
1908-09-25
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 38. ,Neue National-Zeitung' Seite 11. funlden, einzig und allein — der junge Anwalt niclü. Liegt nach der gegebenen Motivierung nicht die berechtigte Vermutung nahe, dass seine Eigenschaft als Jude die Ablehnung herbeigeführt hat? Hiezu bemerkt die ..Frankfurter Zeitung'": ,,Wie wäre eine solche Ausschliessung in Einklang zu bringen mit dem jüngst bekanntgegebenen Erlass des Kaisers, wonach künftig die konfessionelle, Zugehörigkeit bei der Auswahl der Reserveoffiziere keine Rolle mehr spielen soll? Und wenn schon dieser Erlass Unbeachtet bleibt, mit welchem Recht erlaubt sich ein Oberst, den Ausschluss eines tüchtigen Soldaten und in seiner bürgerlichen Stellung angesehenen Mannes mit (Gründen ::u v ergehen, die der unverdienten Zurücksetzung obendrein auch noch schwere persönliche Kränkungen hinzufügen? Andere Menschen brauchen hestenf:il!s nur keinen Mangel an gesellschaftlichem Taktgefühl gezeigt zu habe!:, de r Jude wird disqualifiziert, weil er nicht den ..genügenden Beweis" erbracht int. dass er das Taktgefühl hat. Wo das ..gesellschaftliche Taktgefühl" in der hier gegebenen Begründung einer Ablehnung liegt, die sich sachlich nicht hat rechtfertigen lassen, entzieht sich unserer Beurteilung. I'nd dass es. .so ist. dass i^t ganz s.-!bstversuindlich. denn es gibt zweierlei gesellschaftlich.'I aktgefühl. ein. ärgerliches, dawir kenn.-r.. und »-ir. p.nlitaris-.'h.e-;, das wir nicht kennen G£MSiN02=üNj VSR&NSNGUiRiUWW Zur Minjanimfrage. Wien. <\<n-~h TT Dr Tosef Zin=f!' o:no,'rM!i'iV' K-.n ' \ .-e n;-. ■ '< l>ir< Ii die W'-'-r il: ihrfn atr.; ~ : M im '.'erlauf. •Lende \''T.'ii!.- ri treten . ierem: derjenigen;>;-rtnu-e: : jüngst«.-;) Ma»r<vii"! <I: r Kuir-isgen-emu Rc -ht.-n b.-tr.'ft'i.-n •••l-*- '••••'tr-.-h: 'vur.it.-i:. "Kaffee Se-tan:-- s«:ir und nahm «nyr - \-: nnep-ss «i i.s v.-..r.-:-;!i; dm i< -nb- ,\,-r Ki.-inZ'-w-rH'arfiiieniliT.. Yere-r. i:.mes wo Kai-aae-..-;. Verein Ohawv Israel /aoniste r. Mari»e Lafene~. h. Wa-üi Lmatli - ■;■ \ ,■<. ■'■■ ' ,\;• w.-u\ i i I>s.- -i ii-v:tu- '!--r I-'.r-. Uieneneu •<. K.id'ührl: Ivr. R.-f'.-v.m- <-m, in .'; ' •'. •-■•ei-itf.- i.'b.-f Wi.-tv- ..-litis<:lK-u :;!)!•; frag«- gerii.gr v.;.ei-< und auf .Statu«.'.-« aus dem J.dire i xi<)o hm- \uer nüt. dass .-<_•!!!.•!'>--imdHingeii, .- - :•> ih.in:-'- hadath :ns->P-i ri<- Erfolg ir per \ Schok-m. \'.-i-eii fache- Iamde-knnme.'-. V- Hazedek. Verein <\- r }l. 1 ».-. /ijer: mit«-" die Tag.:sr>iv\|-iung nvu welche',!', in-b.--. .nd"'- ' <i. Kulrnsgenu-ind.- in u--r - die uii/ählig.-n Man,:.''' . .gewiex-n wurde. Fern--' in An.,. :.-g>-nii.-n de- V •hatten, aldie pa'ini: veranlasse- S|>.-rrnug Durrhfuhrung deferner seitens d - Ke; betreffende Zirkular we!.:h'-ii: Mitglieder e-_. tussteu.-r ihre« Wahlr i Eiatreibmm d- S'.-".-e Ferner w;;vd. •(■•; liste mir in d-->- >,■■• n,. memdeimts a'-d.-rn ..:■'!!■■/< ihre- Rekiamaimn-e 1. - .-■•!'...;.■ iia-raMf ■.■.■:rd" d: :' '• :-ai- - und ann-;« g.-Lmr iet. I; b a u in. i e . I ' r u .■ k e /. i. :;! ,. \ ■ und F' a (']••• n Ii : v.< •n..ii-a--. -r. S.«hin v\'ird-- nah-e-le.avl.-t A!it -,\ .-r.j-- --in-- l' eueniari b.- wühlt. we!<!••.• in. Magistra'. bei d •;• - ministeriuin «.-ni .M'-morandur:; /i: v in diesem M.-m. «randum ee^-r der Mir.janinU'r i->- ait-'h aut >\\.: ,e Stimmungen der Siatut..-r. hinzuweisen. Wien. Jüdischer .s.aa.ilvereiu für d«-n IX. Berirk, Grüne Torgas.se io. T;ie Em-, hre-bunuen für die > imi-- i:.ibeu bereits begannen un-i frnd<.-r. ■jv.i M-;ntag und. Mittwo<:li von 7— c; Uhr Abendv.nd nr. S .''":nt:-.gt v>r. to—12 Uhr vorrtutt i.gs seit.r. ii.-honle die v ,n der KüHu-cmeind« Ii: thnuse- S Immr*"- luid-id' bis ,:./en,:ugea u f s r h o i> E., wurde e nten auf' dajungsie die Wahl Ku]tu.>gi-ir.einde hingewiesen, laut :. ht re« htzeitiger Zidaung «ler Kule-, verlusti,' werden., wie-void tut' die «.iniiei;.,v. •riil'.rt da-s .|..- Wahl -I' istan. e. e, lie-r- •.•rreielien . -- --ii ( •.- e;au : ie.nu - ir lebladt , k i •i.4--n .aarn-n i!enea j;e -! m Kubus he mul sei <-ieeuheiten aJn^e-n Bc --------------- - ■- -- —- :r- .-■ -^.«S^, ^LL'S WECLCIilSN Der Tempelplatz mit der Omarmoschee in Jerusalem wurde von den Griechen und Lateinern anlässlich der Konstitution am 9. August den Juden zum Besuche freigegeben. Bisher war es den Juden unter keinen Umständen gestattet, diese Stätten zu betreten, sie waren gezwungen, sich auf die bekannte, historische Klagemauer zu beschränken. Der Jubel der Juden über diene Bewilligung war einfach unbeschreiblich. Scharenweise pilgerten sie zur Grabeskirche und nahmen in der Omarmoschee an den von den Moslirns veranstaltetan Dankgottesdiensten teil. Eine ehemalige Kapella als Synagoge. Am verflossenen Sonntag wurde im Herzen des Eastend von London eine neue Synagoge eingeweiht. Das Gebäude war früher eine Ivapelle, die seit 18 Monaten lejr stand, da die meisten Mitglieder dor Gemeinde, die sie errichtet hatten, aus dem Bezirk verzogen sind. Ehe die Kapelle in eine Synagoge umgewandelt werden konnte, mussten zunächst 80 Leichen ausgegraben werden, die in der Krypta der Kape le bestattet waren. Die neue Synagoge, die ein breites, grosses und luftiges Gebäude darstellt, und einen sehr hübscheu Eingang besitzt, hat bequem Platz für 1( 00 Personen. Sie ist die gröss^e Synagoge, die den Russen des Eastends gehört. Die Kosten der Erwerbung uud Umänderung betragen Mk. 60.000, wovon Mk. 20.000 ausschliesslich durch Sammlungen aufgebracht wurden. Die Synagoge wurde formell durch Lord Swaythling eröffnet, dem ehemaligen Sir Samuel Montagu, dem ein goldener Schiüssel überreicht wurde und der Mk. 4000 für den Baufonds spendete. Der Einweihung wohnte ein glänzendes Publikum bei, die Zeremonien wurden vom Rev. Avigdor Chaikau vorgenommen. Sanitätsrat Dr. Salomon Neumann, der im Alter von 89 Jahren in Berlin starb, war das hervorragendste Mitglied dieser jüdischen Gemainie aus der alten Zeit. Dr. N e u m a n n war Mitbegründer iJder Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, fr des Hilfsvereins für jüdische Studierende, stand in den 80er Jahren mit Justizrat Makower an der Spitze der Russeukomites, die nach den ersten russischen Pogroms die Auswanderung nach Amerika leiteten. Er war ferner das älteste Mitglied des Zentral-Komiles der Alliance Israelite Universelle in Deutschland, Ehrenmitglied der Deutschen Konferenzgemeinschaft der Alliance Israelite Universelle etc. etc. Die Juden von Yemen haben an den Chacham Baschi telegraphisch die Bitte gerichtet, er möge dem Sultan gegenüber der Dolmetsch ihres innigsten Daukes für die Verleihung der Konstitution sein uud für die möglichst beschleunigte Durchführung der Reformen eintreten. Dieses Telegramm stellt die ersten Beziehungen dar zwischen den Israeliten von Yemen und dem Grossrabbinat und den anderen Israeliten der Türkei überhaupt. Der Chacham Baschi hat dem Kultusminister von jenem Telegramme Kenntnis gegeben und gleichzeitig telegraphisch an den Vorsteher der Israelitischen Gemeinde in Sanaa (Yemen) die Aufforderung gerichtet, ehestens einen ausführlichen Bericht einzusenden, der über die Zahl der Israeliten in Yemen, über ihre Tätigkeit und über die Organisation ihrer Gemeinde Aufschluss

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