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Neue Nationalzeitung · 1908-09-25 · Heft 38 (25.9.1908) · p. Seite 12

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
X (1908)
Issue
Heft 38 (25.9.1908)
Date
1908-09-25
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Seite 12. ,Neue National-Zeitung' Nr. 38. gibt. Nach Eingang dieses Berichtes will das Grossrabbinat an die Israeliten von Yemen eine Delegation entsenden. — Dem Chacham Baschi Nahouin ist vom Sultan der Medjidjeorden dritter Klasse verliehen worden. Ein antisemitischer Handelskommis in Mannheim hat jün&st einen 'nuis-me-n Kunden besehimptt und wurde dafür entlassen. l".r s-Ia^tf seine ii (jüdischen) Chef und das mermht rral> ('ix-.-i; Ke. lit I *iT Fall war k>J<<end<-i 1><-r k-mwiis eint-s lütli-eiin. Prni/ap.ds!iat, niclt! ue&eruiber diesem, sondern mit La-.rn.-_ .ml' einen juclisi heu Kunde :i des CeschaHo a r. üm m; t i s < Ii c Aoussemn<;eii getan \\ •:. mnd <\>v Kunde. r:r:: d> m de r Handlungsgehilfe in einen aut s.ndilic!i<• Meii;un.i*>vvr>- nn-denkeiten zuriiekzuf iihnaid« n Wort »vc »;-» I geraten w.tr. ran.ais.giug', äusserte let/n ami, dass er sieh doch von der. ju-.h ni-uh (oder Dreelcjud-anbüb) jii< fitgefallen lasse. Spater kam it r .viidcr, um nw.> ander" /n holt n. und rmisste 7U4-•.•};••:!. wi>- der Kmninis einen nach ilini gekommenen Kiinde:i .r.t-.-r-t ix-diente und ihn selbst v'anen liess. Aai -einen. Vornan, erkkate ihm d< r Kommis, ei sei Autisi mit und gehöre de:.. 1 >»-utsbnationaieü Uamllungsgeltilfcnverl'.'Wide an, er heda aaa mm naht. Hieraus entstand ein Wm twehse I y.<as< hen beid.-n. :ü d--mm Verlauf dei Prinzipal hinzukam. Von dem Vorau--mgam'nen unten iahtet, eröffnete er den, sauheucn Vcikauler »eine sofortige Entlassung. Pen wo!It< M«. i; die Ktitkessuag m in gefallen lassen und \erklagu die irma aut Weit« rzahiung seines Cehaltes für die Zeit bis. zum Ablauf der geset/le hen Kündigungsfrisl Das Kaufrnann.sgern lit hat die Klage a!>•_. ,\ lesen mit folgender Begründung : „L>a& Wort .Judenbub" oder I )i»nk jiulenbub". we-mies Kläger dem Salomon A. gegenüber gelaaucht hat, hat sah zwar nmht direkt gegen die Inhaber dei beklagten Firma, die Prin/ipaaa des Klagers, gen. htet. .Aber es hegt aut der Hand, dass Kiiiyer d •.:»•. h diese Aeussei ung sieh einen M i-me litung der mdis aeii K<.nfessi-mi überhaupt schuldig gemaeilt hat. Damit -tmantm.herein seine späterhin ci folgte Aeusserung, er sei Anns«, mir. J kis. (haa. ht ist der Meinung, da-s die Inhaber der beklagten 1irma sa h derartige, gegen ilue Kon/e^sum sieh, richtende Aeasse rangen eines Angestellten nicht gefallen zu lassen;-rauhte-m dass man ihnen im In /uinufeu kennte, einen AngesV Ilten r, dnen in.nsten zu heh.illen, der m ihimu CtCsrha*'. A.....■•■•',<•■<> v>.> K'imdeo und <-.>r d>->--. -m; deren Persona'!' s1 -;. antisetnitischei Tendenzen gei uhtut hatte" i.s >: .levulings merkwürdig, dass ein jueh-mher Chef Mitglieder em r antn,enuiise!i-:u C.elulten Oigain-.Uien bei sieh besrhani_a. ^■■> m; nicht sieh iiiiimr. JfftepahiF. Dr. Wolf Misehel, Rabbiner in Kjmpohing : 1> j v r e (."ha c h a m i m (Worte der Weis« im Kiakau 1908. ' er geaehrt Vei f.:ssert der in seiihaa Werke d.o sa liwifrigs'"-! ])h:!>s e :a- ' •] Ficbleme;dua und neuer Zeit m!m inflie-svnder '}■/■ •',r.- her Spi aHubehandelt, hat sich hu r au hl die AuTga'm irgend ein neu« s philosophisk< s System aufzubaiu c .),, im :n \:t hegende in Werke die Pliiiosophia nicht Selbsizk Fr trat hier vielmehr als KmimamMmi der rabbirv» am: .\gadas auf, etitpuppt sali dann als ean :>n- <Ien.<a- S/.zi.th.-thfk.a x.iui S.'hla.ue (iy:'-jrki- und J'.uilse:j-. Im (iciste die-T I '!i:!'iM •]ihe:i ■amiail er \ e> se.'ncdcne s« hv.;arige rabb!üi..<-he Aganias <.v -Id mit grosse m < h-sehick. mit '•■C P>elesen;.< :t :n <l-r p!;ii.»s •]••!•?>• nan Fiteiatar vei>-!ii<-ile:,.. •- / .atalter and mit v.\;v«-r«i::er K-di an?a Ini'-g def almud:-' ndraseh'seh,., Lehret. m;-, \"on h.-t a,- k ra i-c a m Slaadiee 'ae |edo<!i ]•« t,.:. Inet, wird man dm:. Verl. --ei aa ht .astaae. ai darfen. V-. ie -mner Koiikiu-ioi,.. r. -am? :u<-'r ia Fegelmi-. d v Tendeazsma ifi-:mlers, als (h -;a:: k:-n" :-;;-krHi-''lKrii Scha.tsinn begabten < h.->'"hichtsschr' ibei> N'an tritt ab< r aia'h der \'/Ha«,-{ i im'i t als Historiker auf. Fr -ma m; .ua h dajudisch-hista.av li«-n S> in ifts'a. ii -v bei seine. Ari.aa ^.a ni.au benutzt zu hah a M,e und da sparte ich den b.Tiihm'a-'t! 11. Weiss Ilaraa,, hrend ikilm.; gar nicht zu W-e<e kommt, \v;i? auch in der Absieht de- \'evfa>ser« nicht gelegen;-• Sehr klar and der Waiu aat ganz eaiisi" liend ist das. was der Verfasser m der Fm.Fitung über den i :m«tsehied zwi>. hvn Haggada und Halae i;a sagt, um mdes 'he-ei Fehrg' laete inri> htige Lieht zu setze n. ' '<-b> r La he. (madv. Keeht, Raelv maa ierechtigkeit als religiös-sittliche ilegritfc <ler jüeii-chen ia-hre. sprieht der Verfasser goldene Weirte, die jeder gelehne und denkende Jude geine untcrs<'hre iben aird. Die Traume a der J)jbai »vejden agaihseh-ratietnahstis. h erklärt. Mehr P.;ralleistellen aus Tahimd und Midrasch hatten diese' interessante K.ipite! nr-,. h interessanter genau fa. zumal bezügiieh dieses Punktes aus Talnuul und Midra.sch selb.-r Beweise pic und e<:atra erbracht werden können. Sehr interessant isi der Verfasser, wenn er einen zu hohen philosophis-dien Gedankenflug" nimmt. Es muss zu seinem Lobe besonders vermerkt werden, dass er. um diesen Gedanken dann folgerichtig auszufuhren, auch diejenigen Stellen aus der rabbimst hen Literatur anfuhrt, welche gegen die Richtigkeit die» Gedanken- -preehe::. S-> z. I>. ist dies der Fall, '•vi! der Verfasser aber die optant-rhe Weltanschauung des .'• > er di Lehre v m dar Askese mehr }U(1< MIMaiS s])]-)' ht mal Au1 merksamke:'. s, henk». Ma •ea-e. Worte, gesagl em Koiia:a'it.a" .a Form \v;ei 1 ''<.■:■■■ '■■ r i 'ha!,.eo;:;V lae'. t. i-t!■ nun_. I v.y h. a In ruf-p: di. Kanzelred |>rak; i^.ma Puel-, d;; Ms. hei- W a...aiilies Bach oder richtiger ii.■; ai'bin;.- 'he .Agada in dieser ÄP-. ]-[■■■] sie uns in -einem ..Divre aktaga; );;• literarische Frseheia ..-iirnng-wea-e für den jüdischen rk na in mir em nützliches und a ..'.a n Sae-K nuenuss bereiteiuk'S ■ - :)■ ■: Il.eal '■>:. Nachum Hamaschgiach. >5 OTIZEN. Für Wohltätigkeiiszwecke ifer k merie. W:c b.-iamitg -te*h ' - . | ii i) : : a a :n s i -m ■ /mek' ci< r k .k. I. Ziehuii,- diesr La! Ausser r ])atr;oTzu ,\\ nb ' i.iSs (-. nesoneh rs gimstiga waisu- >n barem ', darunter - in Hann Das kos ke-stvf a'; ■h-h k. Landwehr und Gendara ., , \eam-ialtet im Auftrag eles i*-d:r--ktioK .-;ne aii-<ei ordentliche n Reitaatrag für Wohhatigkeifs- •ai ' ianda:ara rie bestimmt ist. Die den < »kt.iber d. j. anberaumt. : Wieimung verdient iter\-orgehoben .< Jentii iie .Staatsa-'tterie auch ganz iiaia an aufweist, 'indem 17.984 Gesamtbeträge von;.f y7',(j Kronen, i 200.000 Kronen, aUsg».-setzt sind.!\.r<-ra-n. JJricfyastcn dci3 f^cdal<iion. Hochzeitsgast, ia,-1 .nr II-., hzei: <1< r To« du er des Kultus- Yi/ejirasidemen L-- ' hisiav Kehn d-.-r Kultus-Präsident Doktor Stern »ro;.< Anv,es« n;; a; V. ::i h: ..•!>• hienen ist. hingegen) der Gegenkandidat das Im. Ko'nn bei der Keichsratswahl, Dr. Ofm r, am Dim r 'e;in.;)j-a.;-t :--denfalls ein jakantes Detail aus fh-r Kamihejv hr».mk des Wimier Kahals. — Allg. Jüdische Zeitung in Budapest. W ir habe?» .m wisnichts dagegen, wenn Sie unsere \rtik»! at-sin;b» n; l--w.dir»'n Sie jedoch wenigstens «it 11 jouniahstis1 he n .An-mnci. m- <,'ne-le zu zitieren. — S. R. in P- At.twort de inami-t b;-i«-fii- L. in F. Perichte erwun-a;'. Dr. Z. in N. Der Mann hat si< h von der jüdischen Politik .".ina k •.< /».. •>: :r : ,v. n n;!a. ihn in Anspruch zu 11. hm«, n. 1 'äs. : ' ia. ti l i! enill.ieii w ir mit einer glän- /.vntlfii i i un 1.arr-Ke aus rlcfn amt-rik.mischen (ihetto- Icbcn von i> -au:- m _. betitelt „I)it g'rösste S c Ii m u 1 / i a?V. x.essi ig' ist unseren Lesern bereits bekann: durch seine feine Beobachtungsgabe und -e'iwen bei-senrlen Sarkjsmiis. Kr \'er.stelit es ■.■■ortrett'lit'h. ' i!iettot\pt-n ia ihrem 1 reiben plastisch :u s.-hilfie-rn. .v:ihrc:r! er im Hintergründe das jüdisoli - ameakani-. ])(■ Leb'-.a karrikaturartig malt. Linea >:»!< hen ni-.-rkwür.ligcn Typus führt uns Les- <in'j' in se-in'-ii: ..»grossten S« hmut/ian'" \or Von dem Heimgang unseres treuen Freundes und Beraters, H-jrrn Sanitätsrat Dr. Salomon Neumann Mitulit1«! «ii'8 * »'litiitladinilev. der Deutsrlien Confereiiz-Gemi-iiiscliaft und KliO'iiiiriiviilcntt'H dt's Local-( »iniitt'-s llt-rliii, gehen wir unseren Mitgliedern in schmerzlicher Ergriffenheit Kenntnis. Der Entschlafene, ein treuer Sohn unseres Glaubens, ein Helfer und Mahner in Zeiten der Bedrängnis, war bis in seine Patriarchentage hinein ein sorgsamer Hüter unserer Grundsätze, ein standhafter Förderer unseres humanitären Werkes. Sein Name wird in unseren Annalen eingeschrieben bleiben; sein Andenker. das Andenken des Gerechten, sei zum Segen. BERLIN, 21. September 1S08. Alliance Israeüte Universelle. Paris: Narcisse Leven. Berlin: Ludw. Max Goldberger.

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