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Neue Nationalzeitung · 1908-03-13 · Heft 11 (13.3.1908) · p. Seite 9

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Journal
Neue Nationalzeitung
Volume
X (1908)
Issue
Heft 11 (13.3.1908)
Date
1908-03-13
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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ft. 11. „jSfeue Nationai-2!eituiig'' Seite Ö. haben sehr grosse Ausgabeü für die Israeliten von, lVizäb, weil wir ihre Führer und ihren 1 ransport von Mzab nach .C,asablanca bezahlen müssen. Glücklicherweise haben wir die iLilaubnis erhalten, zu diesem' Zweck aus dem von l anger geschickten Eonus zu schöpfen. Alte 115 Israeliten haben Wasche erhalten; sie werden untergebracht und auf unsere Kosten ernährt werden, bis wir sie 111 der Stadt verteilen können. ls. Pisa. GFOssbFifanwii. Knie jüdische liuivei'sität iii Jerusalem. London, den 1. März. (Origi. Korr.) Der l'la.i der LuriCniung einer jüdL-cnen 1 ni\ ersitat 111 Jerusalem, uer .\ or JaJireu als pnantastisen \erkui\t wurde, sclieint denn cum kern solches 1 tirngespinnst zu sein, beweis üessen, uass ,mau sich \ >n >elir seriusi 1 :->eiic mil (iii-7.1T iiU'e i'je:->chd tilgt und he. ireunuet, im „Jewisii u Iiioüh:le ' \ ermu-min in Ali . Israel Abrahams, Dozent tur 1 ubui.ns» ne l.ih.ia tur in Cambridge, aer inctUb weniger ai^ i.-in Aiomst ist, die an ihn aui <.«runü tiner Kuiuiiragr \..u \ ii icn juuiscnen, LersoiiiiciiKeiteii über dieses 1 Mein 1 einge langten Antworten. Ali . A b 1 a h a m s s>clbM aussen m< h über Unsen flau u. a.: „Iis gibt cm: grosse Zahl jucli:,< hei S.iiitnai <• m ifn< Im- Jenen u.anueiii, uüei im .tinliuss j^i diucnwegs i.ikaler An Ls gab ein: z.eit, wo das seim/iai in Breslau studier iidc aii5 jedem 1 ciic uer Bevölkerung anzog. Lei Kul von v rankei and Ciuetz waren zum 1 eil dann uie L^aaiu, auc tuuibu uücü <icr L instand, dass dai Xncsluuci öcnunui, da.» 1Ö54 yc gl und Li »uia-, uaa eiste seiner .U'i und längere Zeit auch urfs, cnitiov.ai. Anninulihcli inucs,i,cn errichteten imuapest, i>tuui, \>i 11, i.oiiüun, LiiicniaLi, r.ji<_n/, Ae.v uii; uiki a/iucic staute nne eigenen oemmare, und seit euerer z.en isi kuühi menr \_111es \ .,u innen international, Die otudent» u jeuer einzelnen .-\nsia.i genoren durchweg einer i\atroiiaiitai an. ^:) ivenre von innen Stent an der spitze und uuerragi die andern,, ...visuell Keinerlei Hegemonie, sie ade blauen v .eimeiu uuier üiiu^iucii ^ei.iicn einer icspektwitcu .vrnieiinassigKeii. \veiin nit^-ssen iure gemeinsame iMiizeiaroeu 111 einem Zenuuin ivunk^ntnert werden Konnte,' weicne runnnone Laste von niunen Käme da zusammen! Ls wurde Goch eine giosse .-viizieuungsKian aut ai^ öiUdierenaen ausüben. I101.1 emei rvnsiait iu icm, an u^i ».in üaener, em bcmeeiuer, 1neu inauii, Luchici, naika\ y, lioiimann, ein Israel Levi, ein bann, um nur wenige -Namen *.u nennen, uie einem zunächst ein tauen, gemeinsam am \» tiKe Waren, um" gross.-n hjassen \ .n imuLüiai mr Jaesiea zu gecen, uie aus aneii iinuen der ju ujacneh W elt zusammenkamen. Las wurde der eiste \ enteil sein. Wn wurden eine tatsächliche AiacntKanzentiatun haben, jetzt ist unsere intei.eKtueiie Schlachtreine schwach, weil sie "Oer ein zu gi ossus v da v erstreut ist. Ju'azu Koiiinu eine ärmere l^rvvagung. Jeiusalem ist ein idealer natz im eine juuiscne Universität. Wie UllUiei die politische Meinung ues ^uitans der 1 urkei ist, ei ist durch 1 raditioii ein v 1 eund des Untefricnts. 'Oer .\loiiammeümusinus ist allezeit 'für uas Lernen eingetreten. Darum wurde unter einer monammeuanisenen Regierung eine judische Universität jede Unterstützung erfahren und jedenfalls nicht in ihrer Lnt wicklung gehemmt werden. Und obgleich der Jude eigentlich kein Orientale ist, doch ist seine Religion semitisch, und es würde sich vielleicht herausstellen, dass jüdisches Leinen am besten in einer semitischen Umgebung gedeiht.-' Von den eingelangten Antworten seien die markantesten zitiert : Chief Rabbi A d 1 e r (.London) begrüsst den V orschjag einer jüdischen Universität in Jerusalem, von der er glaubt, dass sie^ einen hohen Grad der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit einnehmen würde. Indessen verkennt er nicht die grossen Schwierigkeiten, hauptsächlich materieller Natur, die der Ausführung der Idee entgegenstehen. Kr bezweifelt die Möglichkeil der Sammlung der nötigen Mittel und weist darauf hin, dass es sehr s< hwer sein wird, in einer Umgebung der chronischen Armin em solches wissenschaftliches Institut zu unterhalten. Auch winden sich nicht so Jeiciit Schüler finden, die die Kosten und (iefahren der weiten Reise auf sich nehmen. (irand Kabbin iJreyfiis , Paris) ei Klärt das Projekt für sehr interessant, kann aber kein Urteil abgeben, so lange ei die Frage nicht eingehend und gründlich studiert hat. I iutcsvn S. o c h e « h t v 1 iNnvWMkl hält die Einrichtung emer Jüdischen Universität in Jerusalem ' so lange für unmöglich, ais dort kein.' suirke jüdische Ansiedelung bestem. Sir F r a n c 1 AI 1» n t c f i o r e , London 1 sympathisier.. au>s. rorci._ntlieü ,mit ii< r Inee, von der er niciit zweifelt, daa^ sie du Unterstützung aller guten Juden finden wird. Israel /angwiij -.chi.-ibi: ,.l>ie Erhaltung des juihsv li. ii \ .>lki\s in der Dias]-ora ist weder erwünscht noch möglich, es sei denn auf einer 1 ehgi<>-..-n Basis. Es würde darum logisch -*ein, 111 Jerusalem entweder ein Seminar oder ein autoritatives Zentrum jüdischen Religionsunterrichtes zu errichten. Ab. 1 keine Universität oder >ine andere weltliche Institution, wenn sie incht einen .Schutt zum palästinensischen Ter 11 101 1 a 11 b in u s bedeuten soll." ^minigU Staaten. VVilliaui J. Bryan tur die Judeu. New-York. Jüngst hat Mr. Brya n, der bc rüliinie l'rasidentsctiafts - Kandidat und geleierte \ üfksredner |der lMiiiadung der hiesigen loung .Mens. ricDrew Associativ-n (Verein jüui^clier Jun^ linge) 1 oige geleistet und ihre Unterhaltung um einer guossartigen Rede eingeleitet. Ea ist dies eine jener merkwürdigen Reden, die man am Kontinente \ on einem so hervorragenden btaatsnianne gewiss seit Jahrzehnten nicht gehört hat. Nachdem die liauskapelie des jüdischen \\ ai- -senasyls das .musikalische l'rogramm absolviert hat, wurde ßryan, unter sturmischem Applaus vom Vorsitzenden Strauss begrüsst. „Es freut mich, zu den Repräsentanten einer J^a^sft 2U sprechen," begann ßryan, „welche eine solche Geschiente hat, wie die hebräische Kasse. Ich schmeichle Ihnen nicht, ich mache Ihnen auch keine obertlächhcnen Komplimente, wenn ich hier erkläre, dass die Universalgeschichte kein Beispiel einer Rasse kennt, welche der hebräischen übeiiegen war*. Sie hat von aiien den grössten Einfluss auf das Menschen geschick und den VV eltgedanken ausgeübt. Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit nur kurz auf einige der grössten 'Charaktere in der frühesten Geschichte der hc oräischen Rasse lenken. Gegenwärtig zeichnet sich der Hebräer besonders in jenen Dingen aus, uie mit kommerzielUin und geschäftlichen Angeiegenneiven zusammenhängen. kann hingehen, Mro man will: man wird ihn in jedem Zweige vertreten finden. Er ist im Bankwesen hervorragend und steht in allen merkantilen Lächern an der Spitz-e. Aber in früheren Jahrhunderten ware^n die Hebräer haujptsächlich eine religiöse Kasse, und sie haben der Welt j^he grossen .Lehrer gegeben, deien Gedanken die Gedanicen der VVelt beeinflusst naben. Alle zivilisiertun i-«ationen finden die Basis ihrer Grundgesetze in den 10 Geboten, mit deinen. 4er Name Moses, des grössten Gesetzgebers der Welt, vorknöpft ist. Sie bilden die Basis des moralischen Gefühles der \V «lt, denn sie enthalten Prinzipien, welche nicht nur unsere Nachkommen betreffen, sondern auch unseren Zusammenhang mit dem Schöpfer. Ihre Rasse hat auch den höchsten Typus eines Weisen, S a 1 o m-o p, hervorgebracht. In deji SprüQj%«n fin^efl wir jqpe

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