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Blau-Weiss-Blätter · 1924-02-01 · 7 (2.1924) · page 15

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
7 (2.1924)
Date
1924-02-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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verantwortlicheren Älteren zu einem Kreise zusammen zu fassen, der in den Funktionen etwa der Führerschaft der größeren Bünde nahe kommen könnte. Die Gausitzungen zeigten kein gleichmäßiges Bild. Einige dieser Untergruppen sind' sehr rege und ihre Aktivität resultiert aus der Stärke der Einzelbünde. Es ergab sich aus den Besprechungen der Gaue nicht das Bild einer übermäßig starken Position des Blauweiß in den Provinzbünden. Die Konzentration der Kräfte in den größeren Bünden und der Mangel an nachwachsenden Menschen werden als die Hauptgründe dieses Zustandes genannt; trotzdem gibt es immer wieder auch junge Einzelbünde, die sich lebhaft mit ihren primitiveren Fragen auf diesen Besprechungen äußerten. Im wesentlichen gehörten Berichte der Einzelbünde und die Fragen ihrer Zusammenfassung, der Leitung der Gaue und der Arbeit dieser Unterformen zu den Themen der Sonderbesprechungen. Die Praktikantenschaft, Landwirte und Handwerker, hatten am Nachmittage zunächst eine gemeinsame Sitzung. Auf dieser sprach Heini Nagler über die Stellung der Blauweiß-Praktikanten und Handwerker zum Hechaluz. Als die beste Beteiligung wurde die Förderung und Kräftigung einer starken Praktikantenschaft bezeichnet.Später tagten die Handwerker und Landwirte getrennt. Bei den Unterredungen der Landwirte gab zunächst der bisherige Leiter des Praktikantenamtes, Hans Sternberg, einen ausführlichen Bericht über den Stand der Praktikantenschaft; die wichtigsten Mitteilungen seines Referates sind an anderem Orte veröffentlicht. Festgestellt wurde vor allem das erfreuliche Anwachsen der Praktikantenschaft und die stärkere Zusammenfassung. Besonders zeigte sie sich in gemeinsamer Erörterung der Stellung zum Gesamtbund und namentlich zur Älterenfrage. Die Informationen der einzelnen Siedlungen und Ausbildungsstätten über die letzten Monate ihrer Arbeit ergaben ein schönes Bild des dort herrschenden Lebens. Auch über alle Fragen der Hachscharah und die verschiedenen möglichen Wege für Landwirte wurde gesprochen; bestimmte Erfahrungen wurden fixiert, so namentlich Uber die Reihenfolge der Ausbildung in Siedlung, Bauernzentrum und im Spezialfach. Auch für die gärtnerische Ausbildung wurden Richtlinien aufgestellt in denen von zweijähriger Lehrzeit auf einer Stelle und nachfolgender Gehilfenzeit an mehreren Ausbildungsstätten die Rede war. Die Stellung zu der Debatte des Vormittags, namentlich zum Hebräisch, spielte noch eine gewisse Rolle. Schließlich wurde einem kleineren Kreis die Aufgabe der Vorbereitung der Frühjahrsbesetzung und der Verteilung der Kräfte übergeben. Am Abend hatte der Leipziger Bund eine öffentliche Jugendversammlung einberufen; sie war als Werbeveranstaltung gedacht, blieb aber als solche leider ergebnislos, trotzdem muß sie als erster Versuch einer derartigen gemeinsamen Wirksamkeit des Bundes nach außen mit einigen Bemerkungen festgehalten werden. Erschienen waren neben den Blauweißen, ein schwaches Häuflein Leipziger Zionismen verschiedenster Schattierungen. Gedacht war an eine wirksame Propaganda unter westjüdischer Jugend. Werner Bloch versuchte, indem er das Thema „Jüdische Jugend auf dem Wöge nach Erez- Israel" in seiner Rede behandelte, die Kräfte aufzuweisen, die „Jüdische 55

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