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Blau-Weiss-Blätter · 1924-02-01 · 7 (2.1924) · page 14

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
7 (2.1924)
Date
1924-02-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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die Sprache nur aus jenen zweckhaften Gründen, um in Palästina die herrschende Sprache zu verstehen. Aber auch gegen die Vorstellung, Hebräisch so zu lernen, wie man Latein oder Griechisch lerne, um der antiken Lektüre willen, müsse man sich wenden: Hebräisch sei unsere Sprache und als solche auch im Leben des Galuth zu fordern, weil nur auf dem Weg über die Sprache Kultur werden kann. Man hört oft, daß es schwer sei, in das Leben <es Bundes dieses „Fernstehende", die Sprache, hinein zu tragen, aber geride hieran, wie der Blauweiß sich die Sprache erobern wird, kann sich ehes erweisen: seine wirklich revolutionäre Kraft. Hier sei das Objekt einer Aufgabe, die einer Jugendbewegung würdig sei; in der Jugendbewegung, inder es nichts Unmögliches geben dürfe, sei auch die schwierige Besitzergreiüng der Sprache erreichbares Ziel. Vielleicht sei sogar die Sicherung der Spriche die größte Leistung, die die Jugendbewegung erzeugen könne. An Beispeien aus diesem Chajim chadaschim, aus dem Leben der palästinensischen Jugend der Vorkriegsjahre wurde diese Behauptung illustriert, an dem Kampf, den die palästinensische Jugend für die hebräische Sprache führte, der sie dsnals in Bewegung versetzte und den sie siegreich durchführen konnte. Auer das Beispiel des Haschomer-hazaYr zeige, welche Bedeutung die Eroberungi d^r Sprache für das Leben einer Bewegung haben könne. * \ Zweifelsohne sind diese Gedanken, gerade weil sie in der Porm deri jenigen Kritik, die immer erwünscht sein wird und dazu von einem Mensches ausgesprochen wurden, der dem Leben des Bundes unmittelbar nahe steht über die Debatte von Leipzig hinaus als Probleme des Blauweiß, denen e] begegnen muß, von hohem Wert. In den Auseinandersetzungen der Führer-, tagung selbst sind diese wesentlichen Fragen wenig mehr geklärt worden;! ihre Abgrenzung, Vertiefung und Beschwerung bleibt der Zukunft vorbehalten.!, Wohl wurde versucht die hebräische Rede in einigen wichtigen Gedanken zu! interpretieren, wohl hat man einige der aufgegriffenen Fragen mit vorläufigen! Bemerkungen versehen und klar ausgesprochen, daß es im Osten ein wirkliches! Leben des Volkes gibt, dessen Realitäten man nicht leugnen könne und dessen j Besonderheiten zu kennen eine Aufgabe sei, aber im Großen und Ganzen 1 werden alle diese Fragen nicht im Eifer der Tagungen, sondern nur aus dem Leben des Alltages heraus ihre Entscheidung finden können. Die Debatte fand in einem Resume ihren Abschluß. Es wurde noch einmal herausgearbeitet, wie allmählich und langsam sich große1 historische Entwicklungen vollziehen und aus welcher Fülle von Kräften, Beziehungen und Werten heraus das bleibend Neue allein entstehen könnte. In welchem Verhältnis auch immer die Dokumente der vergangenen jüdischen Kultur zum Aufbau der neuen in Erez Israel stehen werden,! es steht fest, daß sie als Fundamente einer umfassenden Bildung mit Recht zu gelten haben. Der Nachmittag brachte die Sitzungen, der Gaue und der Praktikantenschaft. Die Gaue, als eine engere Zusammenfassung der einzelnen Bünde, bedeuten in bestimmtem Sinn die Erweiterung der Möglichkeiten des kleineren Einzelbundes. Die Schaffung von regelmäßigen Gauführersitzüngen entspricht diesem Bedürfnis, die vereinzelt lebenden Führer und 54

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