Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 2 (1925)
- Issue
- Editorial
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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tt^$" heißt „der Mann" und . jf^njt «der Augapfel", so genannt wegen. des Männchens, das sich im Augapfel wiederspiegelt. Wer diesen Zusammenhang kennt, wird diese Vokabel sicherlich so leicht nicht vergessen. Auf solche Zusammenhänge und auf die Entstehungsgeschichte von Ausdrücken und Gleichnissen weist H. Torczyner in einer kleinen Schrift hin, die „Vom Ideengehalt der hebräischen Sprache" betitelt und als eine kurze Broschüre in Wien beim Verlag „Institut für Kulturforschung" erschienen ist. Darin macht Torczyner, den wohl viele von euch als Uebersetzer Achad Haams kennen, u. a. auf die Herkunft des Wortes p.?- „Jordan44 „ Fluß" von -p; „ herabsteigen" aufmerksam und erinnert an die griechische Sprache, die in gleicher Weise Potamos „Fluß" von piptein „fallen" bildet. Der Aufsatz bietet eine Fülle von Anregungen dieser Art. Der wichtigste. Faktor für die Bildungsformen der Sprache ist das Land des Volkes und .seine Umgebung. Umgekehrt gibt demzufolge die Sprache auch am besten Einblick in die Eigentümlichkeiten des Landes und Aufschluß über die Umgebung, den Vorstellungskreis und die. Sitten des Volkes. So weist der Stamm c?tp_ in seinen mannigfachen Formen solche landesüblichen Vorstellungen auf. Das Verbum heißt „vorangehen, zuvorkommen, begrüßen"; oip. wird euch in seinen Bedeutungen „die Vorderseite, der Osten, die Vorzeit" bekannt sein. Der Begriff C5py-\n wird für die östlich Palästinas wohnenden Völker gebraucht. Dip/-pit* ist „das Ostland", in das Abraham kurz vor seinem Tode seine Söhne schickt. — Bei Jesaia nimmt D«jpr ferner den Sinn von „Zauberei" an, und zwar deshalb, weil die erwähnten Begriffe die Sitten des Mo rgenlandes nahelegen. Auch DnpT heißt „ Osten" und entwickelt sich zu der Spezialbedeutung „Ostwind", der nach Palästina bekanntlich aus der Wüste kommt, heiß und sengend ist und als Strafe Gottes gilt. Endlich wird. onpT allgemein „Wind", und stellt das Bild der Eitelkeit und Nichtigkeit dar. . Aehnlich ergeht es dem Wort psx„Norden, Nordwind*. ^Idx bezeichnet den mit ihm einherkommenden „Heuschrecken- : schwärm" als den gefürchteten Vernichter der Ernte. 3t