Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1923-1924) Neue Folge
- Issue
- 5 (7.1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2425321-2425322-2425326--1247-2425423- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Vorteil gegenüber gewöhnlichem Dreierzelt: Der Stab in der Mitte fällt fort dadurch bessere Raumausnutzung: 2 Aeltere und 1 Jüngerer oder 1 Aelterer und 3 Jüngere. 2. Das Viererzelt (Abb. 5). Material: 4 Zeltbahnen. 4 Stäbe, 9 Heringe. Bau Vorgang: 4 Zeltbahnen mit je 2 anstoßenden Seiten aneinanderknöpfen, dabei jedoch auf die Ueberschneidung der Zeltbahnenden achten (siehe Abb. 5). Durch die Ueberschneidung werden aus den quadratischen Zeltbahnen trapezförmige: sonst ist der Bau eines Viererzeltes unmöglich. Man stellt die Ueberschneidung her. indem man (theoretisch au allen 4 Seiten, in praxi werden 2 Seiten genügen, da die Bahnen dehnbar sind: eine der Seiten mit Ueberschneidung bildet wie beimDreierzelt denEingang) nicht die vorgesehenen Knopfreihen benutzt, sondern das unterste Knopfloch der oberen Bahnen auf den nächstfolgenden Knopf der Unterkante der unteren Bahn knöpft. Häufig wird sich zeigen, daß man infolge der Dehnbarkeit der Bahnen die vorgesehene Knopfreihe oder der Zeltspitzc bis etwa zur Mitte der Knopfreihe benutzen kann und man dann nur die untere Hälfte der oberen Bahn nach dem nächsten Knopf der unteren Bahn zu ziehen braucht. Zu empfehlen ist auch, einige Bahnen mit einer schrägen Knopfreihe (in Abb. 1 gestrichelt eingezeichnet) zu versehen. Sonst Bauvorgang wie beim Dreierzelt. Höhe 1.1 m. Länge einer Kante der Grundfläche 3,2 m. Bodenfläche annähernd quadratisch. Raum für 4 Aeltere oder für 2 Aeltere und 4 Jüngere. Schwieriger als das Dreierzelt zu bauen, dafür aber gute Raumausnutzung: sehr gut als Schlafzelt geeignet. Es kann wie das Dreierzelt auch an einem Baumast aufgehängt werden. 3. Das Sechserzelt (Abb. 6a u. b). Material: 6 Zeltbahnen. 8 tSäbe, 12 Heringe. Bauvorgang: Das Sechserzelt stellt ein in zwei Hälften geteiltes Viererzelt dar. bei dem zwischen die beiden Hälften auf jeder Seite noch 1 Zeltbahn eingeknöpft wird. Die Abwickelung des Zeltes zeigt Abb. 6b. Zuerst werden die Bahnen zusammengeknöpft (auf die 4 Überschneidungen achten!) (Abb. 6b: c an c\ d an d1 knöpfen), dann 2X4 Stäbe im Abstand von einer Zeltbahnlänge aufgerichtet. Die zusammengeknöpften Bahnen werden auf die Stäbe gelegt (ein Mann zum Festhalten der Stäbe wieder unter das Zeit) und nun zunächst die Mittelpunkte der Schmalseite (a u. b) festgepflöckt, so daß dadurch die Mittellinie des Zeltes festgelegt ist. Die Oberkante des Zeltes muß zwischen den beiden Stäben straff ausgespannt sein. Dann werden die Punkte c, d, e, i festgelegt; die beiden mittleren Bahnen müssen dadurch völlig straff werden; erst nachdem das geschehen ist, Befesti- 79