Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1923-1924) Neue Folge
- Issue
- 5 (7.1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Boden mit einem Hering vortreiben), dann auf diesen Stab die 4 nächsten Stäbe aufstecken. Niemals die 5 Stäbe erst zusammenstecken und dann durch Schläge auf den obersten Stab, in den Boden treiben, weil man dann die Stäbe nicht mehr auseinander bekommt. Auflegen der Ecke, in der die 3 Zeltbahnen zusammenstoßen, auf den obersten Zeltstab. Dabei muß ein •Mann unter dem Zelt bleiben und den Stab in senkrechter Lage festhalten. Dann die 3 äußersten Ecken der Zeltbahnen gleichzeitig spannen und mit Heringen im Boden befestigen, so, daß sämtliche Flächen straff gespannt sind. Die Grundfläche muß ein gleichseitiges Dreieck bilden. Dann Festspannen der Seitenmitten der Unterkanten. Den Eingang stellt man her, indem man auf der einen Seite die Knopf reihe von unten bis zur Mitte der Bahn aufknöpft. Sollten nicht alle Flächen straff gespannt sein, so kann man die 2 Ecken rechts und links vom Eingang, von der 3 .Ecke ausgehend, nachspannen und beim Zuknöpfen des Einganges das eine Ende der oberen Zeltbahn über das Ende der unteren Zeltbahn herüberziehen (Ueberschneidung) und jedes Ende mit einem besonderen Hering festpflöcken. Die obere Bahn muß aber fest auf der unteren aufliegen, um das Eindringen von kalter Luft in der Nacht zu vermeiden. Höhe 1,5 m Länge einer Kante der Grundfläche 3,2 m Abstand einer Ecke der Grundfläche von der gegenüberliegenden Seite 2,7 m Raum für 2 Aeitere oder für 1 Aelteren und 2 Jüngere. Diese Zeitform ist schnell zu erbauen, der Materialbedarf ist gering; dagegen schlechte Ausnutzung der Bodenfläche, da diese ein gleichseitiges Dreieck mit 3 spitzen Winkeln darstellt. Der Stab in der Mitte stört bei der kleinen Bodenfläche außerordentlich. Dieses Zelt ist besonders zur Aufbewahrung von Material und Lebensmitteln geeignet, weniger zum Schlafen. Abart des Drei erzeltes. Der Stab in der Mitte fällt fort, die Spitze des Zeltes wird an einem bevorstehenden Baumast aufgehängt. Bauvorgang: Zusammenknöpfen der 3 Bahnen wie beim gewöhnlichen Dreierzelt. Dann die zusammengeknöpften Bahnen mit dem Mittelpunkt senkrecht unter den Ast eines Baumes, an dem das Zelt aufgehängt werden soll, legen und jetzt sofort die 3 äußersten Ecken, von einer Ecke ausgehend, als Ecken eines gleichseitigen Dreiecks festpflöcken. Die Unterkanten der Zeltbahnen müssen dabei straff gespannt sein. Ueber den Baumast eine genügend lange Schnur werfen, an dem einen Ende, den Mittelpunkt des Zeltes befestigen und am anderen Ende hochziehen, bis alle Flächen straff gespannt sind. Die Elastizität des Astes muß dem Zelt die Spannung «geben. Das Ende der Schnur wird gleichfalls an der Zeltspitze befestigt. Sonst wie gewöhnliches Dreierzelt. 78