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Blau-Weiss-Blätter · 1923-07-01 · 5 (7.1923) · page 13

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
5 (7.1923)
Date
1923-07-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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2. Wo schlägt man ein Lager auf? In unmittelbarer Nähe des Lagerplatzes (nicht weiter als 2—300 m entfernt) muß Holz und Wasser in genügender Menge vorhanden sein. Ein Lager, von dem die Trinkwasserstelle zu weit entfernt ist, hat unter den größten Schwierigkeiten beim Abkochen und bei Aufrechterhaltung der Sauberkeit zu leiden. Holz darf nicht nur als Reisig, sondern muß auch in größeren Kidben vorhanden sein. Durch große Holzstücke erspart man beim Kochen das dauernde Anfachen der Flamme und häufiges Nachlegen von Holz. Vor allem sind beim Lagerfeuer am Abend große Holzstücke unentbehrlich. Die nächste Ortschaft soll auch nicht weiter als 2 km vom Lager entfernt sein, da man bei etwaigen Unglücksfällen oder bei Einsetzen eines Dauerregens auf menschliche Behausungen angewiesen ist. Falls man nicht für die ganze Dauer des Lagers genügend Lebensmittel mitnimmt, ist die Nähe einer Ortschaft nicht zu entbehren. Zu große Nähe ist nicht zu empfehlen, weil man sonst mit häufigen Besuchen der Dorfbewohner zu rechnen hat. 3. Der Untergrund: Ungeeignet ist: Grasboden, da zu feucht; Sandboden, da schlechter Wärmespeicher; Steinboden, da die Heringe in ihm nicht befestigt werden können. Geeignet ist: Trockener Waldboden (außerhalb des Waldes); Steinboden, mit einer etwa 30 cm dicken Erdschicht. Am besten eignen sich große Lichtungen im Walde (mindestens 1 ha groß), oder Kahlschläge, aus denen die Baumstümpfe bereits entfernt, die aber noch nicht angeschont sind. Ein Waldmuß wegen Feuersgefahr mindestens 50—100 m vom Lagei entfernt sein. Boden mit schwachem Gefälle ist ebenem Boden vorzuziehen. Auf schrägem Boden läuft die Feuchtigkeit nach einem Regen schneller ab, außerdem schläft man besser, wenn sich der Körper in schräger Lage (der Kopf an der erhöhten Seite) befindet. Die Längsrichtung der Zelte muß senkrecht zum Bodengefälle liegen, so daß die Zeltoberkante (beim Sechserzelt, siehe III) horizontal verläuft. III. Das Aufschlagen des Zeltlagers. Die nachstehend angegebenen Zeltformen haben sich gut bewährt. Abarten davon und völlig andere Zeltformen sind mit Leichtigkeit aus den vorhandenen Zeltbahnen zu bilden. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Zeltformen sind unter dem Abschnitt „Zeltformen" angegeben. Zeltformen. 1. Das Dreier zeit (Abb. 4). Material: 3 Zeltbahnen: 5 Stäbe; 7 Heringe. Bauvorgang: 3 Zeltbahnen mit je 2 anstoßenden Seiten aneinanderknöpfen. Einen Zeltstab etwa zur Hälfte mit der Spitze nach oben in den Boden graben (vorher das Loch im 77

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