Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 1 (1923-1924) Neue Folge
- Issue
- 4 (6.1923)
- Date
- 1923-06-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Raffballspiek weil sich hier Mut, Geschicklichkeit und Geistesgegenwart am schönsten vereinigen, und der ganze Körper in Anspruch genommen wird. Vor allem aber erfordert das Ratfballspiel eines, und das bringt es uns so besonders nahe: daß jede/ an seinem bestimmten Platze steht, den er am besten ausfüllen kann und dort nach besten Kräften zum Gelingen des Ganzen beiträgt- Das harmonische Zusammenspielen der Zugsmannschaft ist dann das Schönste, was bei diesem Spiel erreicht werden kann, und führt zum Siege gegenüber einer noch so guten Einzelleistung einiger Mitglieder der Gegenmannschaft der das Zusammenspiel fehlt. Wiederum bedeutet die Aufstellung einer Zugsmannschaft für das Sichtbarwerden des gemeinsamen Lebens des Zuges unendlich viel. Und, so ist es kein Zufall, daß einzelne Züge, oder einzelne Bünde eine gemeinsame Kleidung ihrer Spieler geschaffen haben. All dieses: Wandern, Kochen, Singen und Spielen trägt in gleicher Weise zur Gestaltung der Fahrt bei. So bildet die Fahrt in ihrer Ganzheit den Höhepunkt des Blau-Weiß Lebens, am reinsten und schönsten in Erscheinung: auf der großen Fahrt. Handelt es sich doch hierbei nicht mehr um die schöne Ausnahme eines Tages in der Woche, sondern das gemeinsame Leben mehrerer Tage oder gar mehrerer Wochen schmiedet den Zug auf das festeste zusammen. Und erst dort erhalten all die kleineren Tagesfragen eine besondere Bedeutung, wenn die Jungen vollkommen auf sich selbst gestellt für sich und ihren Zug sorgen müssen. Vor der großen Fahrt in den Sommerferien wollen wir ein Rundschreiben über eine große Fahrt an Euch gelangen lassen und uns bemühen, eine Darstellung zu geben, die wertvoll sein kann für Eure eigenen großen Fahrten. Bericht über einen Aelterenheimabend. I. Eine anspruchslose und auf nackten Bericht zugeschnittene Darstellung von Heimabenden für Aeltere eines Zuges, d. s. 18jährige und darüber, ist beinahe unmöglich. Das Beste und Eigentliche der Heimabende liegt weit mehr als bei Heimabenden der jüngeren Mitglieder eines Zuges im Persönlichen. Wenn auch für keine Arbeit im geistigen Leben eines Zuges allgemeine Anweisungen genügen können, wenn selbst die im Bundesblatt bisher veröffentlichten Heimabend-Berichte höchi'. stens Anregungen und niemals Rezepte bedeuten sollen, so scheint von vornherein ein Heimabend für Aelteste bei der größeren Reife und geistigen Selbständigkeit seiner Menschen jener allgemeineren, über den ursprünglichen Kreis hinaus wirksamen Geltung zu spotten. In jeder Situation des Bundes wird es auf Grund der von ihr gelieferten Fragen bestimmte Inhalte, selbst einen bestimmten T v p u s von Heimabenden für Jüngere, Mitt^ lere und Aeltere geben. Einen Typus von Heimabenden für; 50