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Blau-Weiss-Blätter · 1923-01-01 · 1 (1923) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
1 (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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haben, daß eine fruchtbare Erziehung der Jungen auf Heimabenden nur möglich ist, wenn man die Heimabende nach Altersstufen teilt, während auf der Wanderung gerade das Leben durch Vorhandensein der verschiedenen Altersstufen an Frische und Buntheit gewinnt. (Ueber das zweite soll in dem nächsten Rundschreiben mehr gesagt werden.) Diese Teilung der Heimabende bedeutet schon die Grundsteinlegung einer Gliederung, die dann mehr als zweckmäßig ist. Muß man doch zu der Ueberlegung kommen, daß diese horizontale Schichtung nicht nur Mittel zum Zweck'sein muß, sondern in der Tat in ihr selbst ein Eigenwert ruht. Was kann ein Zusammenschluß gleichaltriger Menschen an sich bedeuten muß die Frage lauten, die zu beantworten ist. Wer sich an den Beginn unserer Ausführungen erinnert, wird noch wissen, daß der starke Zusammenschluß der Einzelnen Haupterfordernis für den Aufbau des Zuges ist. Für einen neuen Menschen stellt nun der Zug auf den ersten Blick ein buntes Bild dar. Langsam muß er die verschiedenen Steine ordnen, um ein ganzes Gebäude zu erkennen. Er beginnt mit seinen Altersgenossen und findet hier den ersten Kreis von Menschen, der etwas in sich Geschlossenes darstellt. Denn jede Generation muß das Bewußtsein ihrer besonderen Aufgabe im Zuge verspüren und jede muß von sich aus das Bild des ganzen Zuges am stärksten beeinflussen wollen. Wiederum ist keineswegs die Altersstufe maßgebend für wirkliche Intensität einer Generation. Die Mittleren mögen häufig von größerer Bedeutung für die Gestaltung des Zuges sein, als die Aelteren. Aber daß jede Generation von sich aus am stärksten dem Zuge dienen will, läßt einen „edlen Wettbewerb" entstehen, der die einzelnen Generationen noch enger zusammenfaßt. Jede wird am besten sein wollen und so wird sie auch eine starke Werbekraft entfalten, um quantitativ und qualitativ die beste zu sein. (Was für Wege beschritten werden müssen, um die Generationen aufzubauen, bleibt den Rundschreiben über Heimabende vorbehalten.) Für die Entwicklung des ganzen Zuges ist eine horizontale Schichtung lfoch aus einem anderen Grande bedeutsam. Die Einteilung in Generationen gewährleistet eine kontinuierliche Entwicklung des Zuges, da immer eine Generation der anderen folgt und sich nach 1—2 Jahren die Generationen nach oben verschieben. Heute wird es wohl nur die 5 genannten geben, in einigen Jahren werden neue hinzukommen und dann werden vielleicht auch neue Formen für die Generationen der „Aeltesten" erwachsen. Die Gruppe. Die Gruppe ist gerade entgegengesetzt aufgebaut, wie die Generation. Menschen verschiedenen Alters sind zusammengeschlossen. Die vertikale Schichtung geht von den Aelteren 8

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