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Blau-Weiss-Blätter · 1923-01-01 · 1 (1923) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
1 (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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bis zu den Kleinen. Der Zugführer wird einem der Aelteren die Leitung einer solchen Gruppe übergeben. Hier handelt es sich nicht um eine starke in sich geschlossene Einheit einer Generation, die eine ganz besondere Eigenart aufweist und der Durchführung der Erziehungsarbeit auf Heimabenden dient, sondern mehr um eine willkürlichere Zusammenfassung der Menschen. Eine solche Gruppeneinteilung basiert im wesentlichen auf dem Gedanken, die Verantwortlichkeit der einzelnen Jungen für einander zu stärken. Das bunte Bild eines Zuges ordnet sich hier von oben nach unten, wobei jeder eine besondere Verantwortung für die jeweilig Jüngeren seiner Gruppe empfindet. Nach unserer Generationeneinteilung ist der Aeltere für den jüngeren Aelteren, der jüngere Aeltere für den Mittleren usw. verantwortlich. Diese gestaffelte Verantwortlichkeit des einen für den anderen, läßt eine engere Fühlung der Jungen untereinander entstehen. Es wird Aufgabe des Führers sein, die Einteilung der Gruppen und bisweilen eine Verschiebung vorzunehmen. Durch den Ausbau der Generationen besteht keine Gefahr, daß „Züge im Zuge" entstehen. Auch bei dieser Schichtung setzt ein „edler Wettbewerb" ein, besonders was das "Werben neuer Menschen betrifft. Wenn erst einmal ein „Gruppengefühl" entstanden ist, ist die Freude der „Expansion" sehr groß. Noch eine wichtige Funktion fällt den Gruppen zu: Die völlige Gewinnung der neuen Menschen. Ist doch mit der ^Expansion" allein nicht viel geholfen. Nur wenn es der Gruppe gelingt, den neuen Jungen menschlich zu gewinnen, ist Gewähr gegeben, daß er nicht über kurz oder lang dem Zuge wieder verloren geht. Dieser starke persönliche Konnex, der durch den Ausbau der Gruppen entsteht, bindet die Menschen aneinander. Generation und Gruppe formen beide auf ihre Weise Bild und Leben eines Zuges. Doch seine Stärke beruht nicht nur auf gerade so gearteter Organisation, sondern auf den Menschen, die vom Jüngsten bis zum Aeltesten mit ganzer Kraft am gemeinsamen Werke mitarbeiten: Am Aufbau des Zuges, und die jeden Tag mit Frische und Freude daran gehen, sein Leben neu' zu gestalten. Auszug aus Materialien für Heimabende für Mittlere. Die Berliner Führerschaft hat sich auf ihren letzten Sitzungen mit der Gestaltung der Heimabende für Mittlere besphäftigt. Jeder Führer hat eine Disposition seiner Heimabende des letzten Kalbjahres eingereicht. Folgendes stellt einen Auszug aus den Materialien dar. Erster Bericht. An den Mittleren-Heimabenden nahmen teil die Jungen von 13—15 Jahren, wobei das Schwergewicht des Stoffes mehr bei den 15 jährigen, zum Teil schon bald 16 jährigen lag, während von den 13 jährigen nur die Reifsten auf dem Heimabend ver- 9

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