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Blau-Weiss-Blätter · 1923-01-01 · 1 (1923) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
1 (1923-1924) Neue Folge
Issue
1 (1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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solche Symphonie ergibt, desto reichhaltiger ist das Zugsleben So kommt es darauf an, nicht das Wesen eines Einzelnen zugunsten eines Anderen zu vergewaltigen, sondern jeder trägt mit seiner ganzen Person zur Gestaltung des Zuges bei. Tendenzen der Einzelnen werden nun aber gelenkt und bestimmt von einem „objektiven Dritten", das. da es immer als Aufgabe gesetzt ist die einzelnen Individuen immer mehr wachsen läßt: dem „Zuggeist.44 Die Summe der Energien der Jungen bilden Richtschnur und Ausgleich für jedes Zugsmitglied. Hier entsteht die „öffentliche Meinung" eines Zuges, die sowohl dem Zuge ein besonderes Gepräge gibt, als auch jeden Einzelnen in das Ganze sich einordnen läßt. Für den neuen Jungen aber gilt es. die „öffentliche Meinung" zu bestehen. Erst wer siegreich bestand und eine neue Saite anschlagen läßt, wird als vollgültiges Mitglied der Zugsgemeinschaft anerkannt. Das Hinzukommen neuer Menschen belebt und gestaltet die „öffentliche Meinung" neu. Das Werben neuer Menschen ist Voraussetzung für die Zielsetzung des „Zuggeistes", da er immer Aufgabe bleiben muß, und niemals in einer „Kliquenbildung" stehen bleiben darf. Je verschiedenartiger und bunter die Kräfte und Fähigkeiten der Einzelnen sind, um so stärker und reicher ist das Leben des Zuges. Der Zug wird in gleicher Weise von dem jüngsten bis zum ältesten Wanderer gestaltet. Eine größere Schar Jungens, die eine Zugsgemeinschaft bilden, läßt eine Gliederung innerhalb eines Zuges eintreten. Je zahlreicher und je verschiedener — nach Art und Alter — die Mitglieder eines Zuges sind, um so reicher wird seine Gliederung sein. Eine solche Gliederung kann eine horizontale und vertikale Schichtung im Zuge entstehen lassen: horizontal, indem Menschen gleichen Alters und gleicher Entwicklung zu einer „Generation", vertikal, indem Menschen verschiedenen Alters zu einer „Gruppe" zusammengefaßt werden. Beide Arten der Zusammenfassung haben ihren besonderen Sinn. Die Generation. Eine Generation wird also von Menschen gebildet, die im wesentlichen v~auf einer gleichen Entwicklungsstufe stehen. Wenn sich auch selbstverständlich die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation nicht schematisch nach der Zahl der Jahre richtet, so kann man in dem gegenwärtigen Blau-Weiß ungefähr 5 Generationen unterscheiden. 1. Die Kleinen (10 bis 12 Jahre), 2. die jüngeren Mittleren (13—14 Jahre), 3. die älteren Mittleren (15—^16 Jahre). 4. die jüngeren Aelteren (17—18 Jahre) und 5. die Aelteren (über 18 Jahre). Von zwei Gesichtspunkten aus kann die Einteilung der Jungen in Generationen berücksichtigt werden. 1. Von der zu leistenden Erziehungsarbeit auf Heimabenden und 2. von der Entwicklung der einzelnen Jungen selbst. Der erste Punkt bedarf nicht vieler Worte. Die Erfahrung wird jeden einzelnen Führer gelehrt 7

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