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Jüdische Weltrundschau · 1940-01-29 · 4 (29.1.1940) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
2 (1940)
Issue
4 (29.1.1940)
Date
1940-01-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU 29. Januar 1040 Woche in Palästina verloren haben, wahrend über 400 im Traufe der I zwei Jahre vor dem Krieg entlassen worden seien. Die Gesamtzahl der arbeitslosen Mitglieder des! Verbandes betrage jetzt 1000 in Palästina. Nach | r^iuf de* Jahre betriebenen Verfahren schwebten I Krlegiwu»bnich traten ungefähr 200 neue Mitlam Iii. Dezember noch 3* Fälle, während in den | «,,eder dom Verband b<M- Jerusalem. 2*5. Januar I M 1)1E AKKEITS-KEZIEMI JNGEN j anderen Fällen die .Schuldner ganz «der' teilweise t palästinensische Fluggesellschaft »Pales- Der Wa ad Leumi beschäftigt «ich jetzt mit j die Schulden bezahlt hf.tten. i>ie Ziffern der Be- | tine Airways) hat den regelmässigen F" 1 u g v e rder überaus wichtigen Frage der Regelung! leihungen etc. gehen au» der an andrer Stelle ver- [kehr zwischen Jerusalem. Tel-Aviv. Haifa und der Art) e i t .«< v e r h ii I tri i n h e in Palästina.; öffentlich ten Bilanz hervor, j Beyruth wieder aufgenommen. FiS Ist bekannt, da«« in den letzten Wochen die Arbeitskonflikte insbesondere in den Pflanzungskoloriien «ehr zahlreich waren. Kh handelt sich nicht nur um Lohnfragt'n, sondern auch um die Art der Arbeitsregelung' durch die sogenannten Arbeits b o s. Der Waad Leumi hat nunvwvf %.'*•«'■,« utrm irvrt-v i Anläswlich de.«« 70-jährigen Bestehens der Landow M!>Mt MMIIX^tiM (wirtschaftlichen Schule in Mikweh Israel Zwei neue Siedlungen wurden von dem Keren sandte Dr Rupp'in namens der Exekutive der Hajes.sod im nördlichen Teil des Huleh-Bozirkes j Jewush Agency an den Direktor der Schule, Herrn errichtet. Eine der Siedlungen, Sehcur-Ja-Hchuv:, j Krause, einen Grat u lation sbrlef. worin er »eine | wird von einer Jugendgruppc der Allgemeinen 'Bewunderung für die Voraussicht der Gründung ' mehr eine Kommission eingesetzt, die ein neues j Zionisten besetzt und au« kleinen Pachtgutcrn ■ von Mikweh Israel ausspricht. Die Schule in A r b e i t h s t. a t u t ausarbeiten soll. | auf insgesamt 2000 Dunani Boden des Keren .' Mikweh. Israel hat besonders in den letzten Ta- Dio Regelung der Arbeitsbeziehungen ist eine j Kajemeth bestehen. Zwanzig Siedler beginnen \ gen unter I^citung von Direktor Knause einen der .schwierigsten aber auch der brennendsten Fraj die Arbeit, später »ollen siebzig Familien in der | grossen Aufschwung genommen Auch die Jugen des Jlschuw, die auf beiden Seiten mit; Siedlung \wohnen. Schcar-Jaschuw ist die vierte j d e n aus Deutschland haben einen be- ,.-gn>»Bor-Lei^er.8chfift diskutiert wird. Ks handelt | Siedlung, die von dem Keren Hajc.ssod mit Grupj sonderen Grund zur Dankbarkeit gegenüber die- Hlch um sehr komplizierte Probleme, da neben den { pen der Allgemeinen Zionisten errichtet wurde. (sein Institut, wo sehr viele Jugendliche aus den auch anderswo vorhandenen Dohnfragen in Pn- S Das zweite neue jüdische Dorf ist Meuchele l Hitler-Uindern ihre landwirtschaftliche Auslästina noch nationale Fragen .sowie die Tatsache | IfatiicMchutaf, das aus einer Gruppe von Hi.stader jüdischen Einwanderung berücksichtigt werj druth-Arbeitern bestellt. Diese neue Siedlung den müssen. Die palästinensischen Zeitungen J soll auf ein neues System basiert werden, nämlich sind in den letzten Monaten voll mit Polemik, [ auf einer Kombination von kollektiver Arbeit und wobei auch das Parteiwesen eine grosse Holle; individuellem Eigentum. Der Boden, auf dem da» spielt, da neben der grossen, die Mehrheit um-! Dorf errichtet wird, wurde erst in der vorigen fassenden Arbeiterorganisation < Histadruth > jede! Woche von dem Keren Kajemeth erworben. Partei noch ihre Arbeitergruppe hat, sodass schon j pje folgenden sechs neuen Kibbutzim Messen bei Verteilung der Arbeit eine Art Parteij sich kürzlich in den verschiedenen Kolonien nle- »chlüssol angelegt wird, gewiss eine Anomalie, die j der; „Gazith" (Haschomer Hatzain in Magdiel, beseitigt, werden muss und die «ich nur aus der j Meduroth (Chewer Hakewuzoth» inChedcra, Goreigontümlichen Verquickung von zionistischen j donia-Busselia (Chewer Hakewuzothi in Pctach Partei fragen mit der palästinensischen Realität j Tikwah, eine Gruppe des Kibbutz Hameuchad in R e c h o - in deerklärt. Jedenfalls ist die Regelung der Arbeitsverhältnisse durch ein Arbeits-Statut eine Sache, mit der man sich bereits seit Iß Jahren ergebnislos befasst heute dringlicher denn je weil .sie die Voraussetzung für eine weitere Entwicklung der Industrie und für eine Betätigung dos privaten Kapitals Ist. Es ist also zu hoffen, — tila«» Ruthenberg mit .seinen Bemühungen Erfolg haben wird. Die Entwürfe werden jetzt in den zuständigen Gremien beraten, aber die Plenarsitzung des Waad leumi. die diese Woche einen Deschings fassen sollte, musste verschoben werden, weil die Vorverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. MOKTGAGE BANK 1939 In der Sitzung des Direktoriums der General Mortgage Bank of Palesiinc Ltd, am 21 Januar J9I0, wurde der Geschäftsbericht für dwta Jahr 1930 zusammen mit der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 1989 be- -"Ti ändert. Das Direktorium beschlo?«*. «Me General- Versammlung zum 4. Februar 1940 einzuberufen, tun ihr die gleiche Dividend*« wie i m Vorjahre vorzuschlagen, nämlich insgesamt (n% nni die Vorzugsaktien und li% auf die Stammaktien Auf diese Dividende wurde bereits eine Zwischen-Dividende von 3% für die Stammaktien wie auch für die Vorzugsaktien ausgezahlt. Im Geschäftsbericht der Bank wird auf die durch, den Krieg entstandener! ausserordentlichen Verhältnisse hingewiesen. Auf dem Pfandbriefwirkt trat bei Kriegsbeginn eine Verkaufsneigung und Unsicherheit ein. aber nach einigen Schwankungen haben sich die .V, -igen Pfandbriefe bei Kursen, die zwischen 85 und 90s liegen, ausbalanciert. Von dem Angebot der Bank, Pfandbriefe zur Rückzahlung von Hypotheken anzunehmen, machten 82 Schuldner mit einem Betrug von LP. 47.230. Gebrauch. In dieser kritischen Zeit kam das Vertrauen des Publikums »um palästinensischen Pfandbrief deutlich zum Ausdruck. Die Nachfrage besonder;-! nach modernen Wohnhäusern hat sich nach Kriegsausbruch vor-j »cheinung des Kriegsjahres ist die Inaugurierung stärkt, infolge des Wunsches nach Anlagen in j des „Freiheilswaldes", den die englischen Juden Sachwerten. Dies und die Steigerung der Mäjn Palästina zu Ehren der hier befindlichen Streit- Nathania, Hadass (Noar Owed -Chewer Hakewu zothi in Chedera, und eine neue Gruppe des Kibbutz Hameuchad in Kaanana. Alle diese Orte waren früher von Kibbuzim besetzt, die sich in neuen Punkten angesiedelt haben. Die Jewish Agency will für ihre Landwirtschaftliche Experimentier-Station in woth drei tion Gc Winde baue-n La: neu die Departements für gemischte Landwirtschaft, Obstplantagen und Korn und Samen untergebracht werden sollen Am 3»>. Januar wurde der Grundstein zu diesen neuen Gebäuden gelegt, deren Errichtung f IO.(KK) kosten wird. MEHR ORANGEN-VERSCHIFFUNGEN | In der lezten Woche haben die Verschif-! f ii n g e n v o n O r a n g e n und Grapefrucht f in den Häfen von Haifa, Tel-Aviv und Jaffa ausj serordentlich stark zugenommen. Besonders her-;' vorzuheben ist, das» der Hafen von Tel-Aviv. der j tine Zeitlang fast verödet dalag, jetzt in vollem i Betrieb isi. Im Ganzen wurden ia dieser Saison i bisher ca. drei Millionen Kisten expediert, mehr j als ursprünglich in dieser Saison erwartet wurde, i VERMISCHTE NACHRICHTEN Das Militärgericht in Jerusalem verurteilte einen Araber aus Lydda wegen der Ersrhiessung eines Palästinensers und eines Ägypters zum Tode. Ein Zeichen der wiederkehrenden R u h e i m L a n d e, über die wir in der vorigen Nummer bildung finden und zu nützlichen Bürgern des palästinensischen Gemeinschaftslebens werden In Haifa fan die erste Versteigerung von K o ntrtr bände statt, die bei dem Transport nach Deutschland, beschlagnahmt worden war. Es handelt sich um 800 to Ölkemc und Erdnüsse Ein in USA lebender Jude hat aus Amerika dem Präsidenten des Waad. Leumi. Pinkas Rutenberg $ 5 000 zur Verfügung gestellt. Ein anderer Jude aus Las Angeles .sandte $ 25 mit der Bemerkung, dies sei sein „Galuth-Steuer". AUS DER ZEIT BAR KOCH BAS Die Zionistische Exekutive gibt bekannt, dass sie von dem Dormition-Kloster auf dem Berge Zion eine Reihe von Altertümern erworben hat, die vor 35 Jahren in der Nähe des arabischen Dorfes Bettir gefunden wurden, der Stätte der letzten Festung, die Bar Koehba im Jahre 135 n. Ch. verteidigte. Die Erwerbung ist auf eine Forschungsarbeit von Dr. Bruno K i r s c h n c r zurückzuführen, der nachwies, dass es sich teilweise um Geräte handelt, die der alten Münze des Rar Kochba entstammen, wo jüdische Münzen geprägt wurden. Dr. Kirschner ist der Meinung, dass all die Geräte, einschliesslich landwirtschaftliche Werkzeuge, und Schmietiewerkzeuge, jüdische Arbeit aus der Zeit des Bar Koehba sind und dass es sich daher um eine jüdisch-historisch hoch bedeutsame. Sammlung handelt. (Dr. Kirschner ist aus «einer zionistischen Tätigkeit in Deutschland, als Mitbegründer des Jüdischen Lexikons" und aus zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten den deutschen Juden bekannt». DIE GELDSAMMLER-FLAGE Die Zionistische Organisation in Äustra- J J i e n und Ne u Seeland veröffen,licht eine j Mit teilung, worin darüber geklagt wird,, dass Australien und Neuseeland i'fln Delegierten flu* Pttj liixtinn iiberschuHmnnt ist. die Gelder für verj schiedene palästinensische Institutionen samj mein. Wenn auch, so heisst es in der Notiz, die | Zwecke dieser Instiiutionen in den meisten Fäl- . . . . . ,. .... . . Ä, .! len di-r Unterstützung wer; alnd. erzeugt doch beric hteten ist die Wiedcreroftnung von sechs > anitrcnUche und ungeordnete Art der Geld- Eisenbahnstationen an der Hauptstrecke zw.sel en SummJungen Unwillen in der jüdischen Bevölke- PahWtma und Appten Ebenso wurde das l e-; ru f ü^()n h im Eh(Verneh. lefonsystem in der arabischen Stadt Beersheba im Süden des Landes, das 1937 zerstört worden war, wieder eröffnet. Der 15. S c h w a l, das „Neujahrsfest der Bäume", (25. Januar) wurde von den Juden Paläman mit dem Rat der Jüdischen Gemeinden beschlossen, derns jede palästinensische Institution, die in Australien Geld sammeln will, sich erst an ein bei der Jewish Agency errichtetes Dreier- Icomitee wenden muss, und dass nur diejenigen stinas auch in diesem Jahre in der üblichen Weise; Sammlungen von der Zionistischen Organiitation begangen. Die Schulkinder in allen Orten zogen ins Freie und pflanzten Bäume. Eine neue Er- Au-straliens unterstützt '•Beim: gebilligt sind. verden, die von diesem teriftlpreise führte zu einer fühlbaren Wertsteige rung des Hausbesitzes. Ein Problem bilden die beliohenen Häuser, deren Eitientütnvr im feindlichen Ausland wohnen; nach der Kriegsgesetzgebung -sind Zahlungen zugunsten dieser Besitzer verboten. Die Bank hat in solchen Fällen, wenn Zinsrückstände die Handhabe boten, Zwangsverwalter eingesetzt, die die Mieten zugunsten der . Bank einziehen. Der „Verwalter für feindliche» Eigentum" wurde auf die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regelung dieser Frage aufmerksam gemacht. Im Berichtsjahr sind 5 ZuHintJsvtTsfH- (jorungen durchgeführt worden, wobei die Forderungen der Bank voll gedeckt wurden. Von Hl im Die offizielle Zeitschrift der amerikanischen Zionisten „The New Paiestine" veröffentlicht einen Die 3*,;-ige Steuererhöhung für Tel-Aviv, über; Artikel zur Begrüssung von SaIman Schoc ken, kräfte anpflanzen wollen. die wir voriges Mal berichtet haben, wurde bei der Abstimmung mit sechs Stimmen zu drei (der Hausbesitzer) angenommen. Die Vertreter der Arbeiterpartei enthielten sich der Stimme. Abgeordnete aus allen Teilen des I^Hndes mindern Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Uni* vc-t-silai. der in Begleitung von Dr. Werner Senatur in Amerika eingetroffen ist. Herr Schocken gab Informationen über die Entwicklung der Uni« rsität sowohl in Bezug auf die Lehrtätigkeit, men an der jährlichen Generalversammlung des i das Anwachsen der Studentenschaft und schliess- Zentrnlen Arbeiterverbandes für B ü r o a n g e - j lieh der Erweiterung der Anlage durch die drei stellte teil, die hier in der Kupath Milweh-Konj neuen Bauten, die jetzt im Entstehen sind. Die aerthaile abgehalten wurde. Der Vorsitzende, j Zeitung widmet bei dieser Gelegenheit der Per¬ Herr Globmann, führte in seinem Bericht aus, j sönlichkeit von Herrn Schocken eine eingehende dass 300 Büroungestellte .die Mitglieder des Verj Würdigung, auch seiner verlegerisehen Tätigkeit bände* sind, ihren Posten seit Kriegsausbruch ] und der Jerusalcmer Schocken-Bibliothek.

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