Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 23 (18.8.1939)
- Date
- 1939-08-18
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 3× ep/1047930
- Beirut 2× ep/1047833
- Safed 1× ep/1046078
- Wrocław 1× ep/1002369
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PALÄSTINA BLATT Ergänzungen zum Weissbuch? Bericht* in der ägyptischen und ar;>bi«rh«n Prerse beichäftigcn sich mit einrr angeblichen F. r si ä 11 z u n g c - w i i 9 c r Stellen des \V e i s s b u c h es. <iie durch die Kreise des Obersten Arabischen Komitees ni hf angenommen worden sind. Nach Berichten au« Kairo .sollen diese Ergänzungen im Geiste der Forderungen der arabischen Staaten gehalten sein und «ich mit der Zusammensetzung der Konstituierenden Versammlung, dem Datum für ihre Wahlen und Ihren Funktionen beschäftigen. Die Versammlung1 soll u.a. auch den Verkauf von I«r»nd verbieten und regulieren können. Nach der gleichen Quelle heilst es. das« der Kolonialminister mit dem High Commissioncr neue Verhandlungen führen wird, wobei aiuii die Frage der arabischen Verhafteten und einer Amnestie für die Vorbannten erwogen worden soll. Sobald die Ergänzungen zum Weissbuch publiziert sind, beabsichtigen die arabischen Nachbarstaaten Baiästinas angeblich ait die palästinensischen Araber zu appellieren, dass sie zu einem „normalen Leben" zurückkehren. Andererseits berichtet der Londoner Korrespondent de« ..Falastin", dass nur geringe Aussicht auf Änderungen in dem Weissbuch bestehe, MURI PASCHA ALS VERMITTLER Der irakisch? Premierminister Nuri Pascha es Said besuchte den jungen irakischen König Feisnl IT., der zur Erholung im Libanon weilt, und führte Besprechungen mit den Mitgliedern des palästinensisch-arabischen Obersten Komitees. Er »uchte weiterhin A m m a n auf und kehrte sodann nach Beyruth zurück, um seine Besprechungen fortzusetzen. Es heisst, dass Nur; Paschas Verhandlungen in Ara.nan in , /.u.s.-uc.mcnhstng mit d-r p*p!.u>t.» n Einführt»»!,; einer syri- *- c h r n Mo n » t c h i c stehen. Fr s«>U sich ferner bemuhen, f'if nrabisch-pula'Uincnsis'- hen Führer zur Annahme des* W e i s s b u c h e s zu veranlagen. Nach einer Meldung von „AI Jilmd" aus Beirut werden neue Vorschläge von arabischer Seite nicht vor Ende September gemocht wet den, wenn die Entscheidung des Völkerbundes bekannt gegeben werden wird. Eine der Hauptpunkt« der in Aussicht genommenen Vorschlüge soll die imro;^/- liftir Einher ulvmj ciiur kr»t,*tituirretuicn Vrrmmmlutuj sein, die einen Schritt vorwärts zur Autonomio Palästinas darstellen würde. fn Beyrut wird offiziell vom französischen Oberkommis* snriat ein Bericht der „New York Times" dementiert, wonach beabsichtigt sei, Emir Abdullah zum König von S y r 1 e n zu mach<»n. Ferner wird dementiert, dass sich eine französische Delegation nach Amman zu Verhandlungen mit dem Emir begeben habe. NEUES MINISTERIUM IN TRANSJ0RD4NIEN In T r a n s j o r d a n i e'n ■ wurde ein neues Ministerium unter der Führung von Te w f l k P n s c h a A b u v i U u d a ernannt. Tcwfik Pascha war bereits im vergangenen Ministerium Ministerpräsident und wurde erneut von Emir Abdullah mit der Bildung des Ministerium« beauftragt Das neue Ministerium soll: die Phase der politischen Entwicklung Transjordaniens. die durch die vor einiger Zeit er» folgte Gewährung höherer Smiveränltätsrechtc eingeleitet wuri de, realisieren. SCHWERE BOMBENEXPLOSION \H JERUSALEM Am Sonntag, den 1"?. August, wurde in. Jerusalem um 8 Uhr abends in der Chancellorstrasse in der Nähe der Kreuzung mit der Prophetcnstrasse eine Bombe geworfen. 13 jüdische Passanten wurden ve ritzt, darunter fünf schwer. Die Bombe wurde von einem vorüberfahrcoden Wagen geworfen und explodierte in der Nähe des Bikur Cholim-Hospita!«. Polizei sperrte den Ort des Attentats ab. Am schwersten verwundet sind MalUa Sehuste aus Na* thanja und Sonja Haus. Sie wurden in das Hadissah-Hospital auf dem Skopus überführt und sogleich operiert. Ferner wurden Batja Yatom, Ester Gut h mann und Benjamin Moschiah schwer verwundet. In der Nähe d-is Polizeipostens, der sich bei dem palästinensischen Radio in Jerusalem befindet, explodierte «ine Bombe, ohne Schaden anzurichten. 4 jüdische Hilfspolizisten getötet Zwischen Akron und Chulda explodierte eine Land« min« unter einem Patrouillenwagen, wobei vier j ü d i - «che Hilfspolizistengetötet und ein fünfter ichwer verwundet wurde. Die Getöteten sind: Gerschon Marmorstcin, Moshe Vaiger, Josef Ripstein und Chanpoch Broth. Schwer verwundet wurde Jizchak Feldmann. Patrouillenboot gesunken Das Küsten-Patrouillenboot Sindbad IT, das im Patrouillendienst gegen illegale Schiffe eingesetzt war, sank infolge einer Explosion an der Küste zwischen Chederah und Nathania. Hierbei wurde ein britischer Sergeant getötet und ein jüdischer und zwei britische Polizisten verwundet. Das Boot war vor kurzer Zeit in den Dienst der Palastina-Polizei gestellt worden. Die Ursache der Explosion ist bisher noch nicht aufgeklärt worden. Das Schiff ist vollkommen verloren, der Schaden beträgt £ 10,000. In Haifa wurde ein arabischer Dorfbewohner auf dem arabischen Hühnermarkt von einem arabischen Terroristen getötet. In Hsita wurden 3 Araber bei einer Razzia der Polizei gegen Terroristen verhaftet. Bei Haifa wurde in der Gegend des Neubaus der Raffinerie ein Araber von arabischen Terroristen erschossen. In Safed wurde ein christlicher Araber von einem arabischen Terroristen getötet. In einem arabischen Dorf in der Nähe von R a ma 11 a h wurden drei arabische Terroristen von den Dorfbewohnern vertrieben. In der Nähe von Jericho kam es zu einem Gefecht zwischen Polizei und einer arabischen Bande; ein Terrorist wurde gefangen genommen, ein zweiter verwundet. Ein britischer Korporal wurde in der Nähe von Hebron tödlich verletzt. Daraufhin wurde als Straflutitnahme der arabische Verkehr von und nach Hebron gesperrt. In Jaffa wurde ein Sergeant der städtischen Polizei In der Davidstrasse erschossen. Daraufhin wurde die Sehliesaung aller Geschäfte In der Nähe des Tatortes für 2i Tage angeordent. OME WOCHE Der High Commissioncr empfing den Jerusnlemer Bürgermeister.» Khnldi und den Town Clerk Mr. B a d c o c k vor stincr Abreise nach England. Unter den Angelegenheiten, die dabei erörtert wurden, befand sich ein Memorandum der nra- -bifefchen Stadträte, in welchem die Ernennung eines siebenten arabischen Mitglieds des Stadtrats gefordert wurde, um die Bcschlussfähigkcit des Stadtrat» auch für den Fall herzustellen, dass die Jüdischen Stadträte an den Sitzungen nicht teilnehmen. Der High Commiusioner, Sir Harold MacM i c h a e 1 verlies« Palästina am 13, August, um zwei Monat«• in England zu verbringen. In seiner Abwesenheit wird er vom Chefsekretär H. S. M a c p h e r s e n vertreten. Zum Kommandanten der Britischen Luftstreitkräfte in Palästina und Transjordanien wurde Air Commodore J o h n Henry DI A 1 b 1 a c ernannt. Die Geschäfte der Exekutive derJewish A g c n - c y während der Zeit des Zionisten-Kongresaes werden von einer Kommission wahrgenommen, die aus J. Ben Zwi nis Vorsitzenden sowie den Herren A, Elmaleh, Dov Ho«, Dr. M. Soloweitsehik und Rabbi OKtrowaky besteht. Die Zahl der jüdischen Zertifikats-Einwander im Juli, die über Tel-Aviv und Haifa eintrafen, betrug 590. Darunter befanden sich 39 Kapitalisten, lWt Schulkinder, 89 Arbeiter und 261 Angehörige von in Palästina lebenden Personen. S A S NUR ECHT IN DER FIASCME MIT RING DIE KEIMFREIE HOCHWERTIGE LIMONADE V0LKSHAUSER UNO SYNAGOGEN Rabbiner Dr. P. Lazarus (früher Wiesbaden) tritt in einem Artikel dafür ein, in den neuen grösstenteils von Juden aus Deutschland bewohnten landwirtschaftlichen Siedlungen Volkshäustr und Synagayrn zu schaffen, um dort ein kulturelles Gemeinschaftsleben zu ermöglichen. In diesen Orten, m schreibt Dr. Lazarus, entsteht ein tiefer Bruch zwischen «her und neuer Generation. Die alte Generation kann nicht mehr die hebräische Sprache vollständig erlernen, die Jui gend wächst in hebräischer Umgebung auf, aber ohne jeden j Zusammenhang mit den Traditioner der sus Deutschland Ge» | kommenen. Man müsste, so meint er, in diesen Gemeinj Schäften die Tradition berühmter Gemeinden, wie Frankfurt, \ München, Worms, Nürnberg, Breslau, Wi n, Prag lebendig! erhalten. D.eskohnv«;:b*r nur durch Schaffung 'geeigneter i Räumlichkeiten für kultui-elies Leben erzielt worden, Jeder , 'derartige Siedlungspunkt .-.©Ute nach Meinung von Dr. La*aj wm LP. 500......... erhalten, im ganzen würde man LP. 4OO0, ■- ] brauchen. Diese Gelder sollten von den ehemaligen Ange-! hocigen der betreffenden Gemeinden iri der ganzen Welt anfj gebracht werden. » In der Nähe des Klosters Latroun zwischen Jaffa und Jerusalem wurden auf ein Auto, in weichem sich der französische Konsul In Haifa, Grlsart, und denscn Gattin befanden, 6 Gewehrschüsse abgegeben. Verletzt wurde niemand Vor dem Haifaer Gericht wurde der Kapitän des Flüchtlingsschiffes „Las Perlas" zu einem Jahr G e f ä n g - In is, die 13 Mitglieder der Besatzung zu je drei Monaten verurteilt und die Konfiskation des Schiffes angeordnet. Der Kapitän eines griechischen Schoners wurde zu neun Monaten Gefängnis und die Mitglieder der Besatzung zu 3 Monaten Gefängnis wegen Transports Illegaler verurteilt Das Schiff wurde konfisziert. .In einem dritten Fall erhielt der Kapitän die gleiche Strafe und die Mitglieder der Besatzung 5 Monate Gefängnis. - Zwei Todesurteile, die gegen arabischen Bandenführer vom Jerusalemer Militärgericht ausgesprochen worden waren, wurden bestätigt. In Akko wurde ein Todesurteil an einem Araber vollstreckt. Das Haifaer Militärgericht verurteilte einen Araber wegen Besitzes einsr Pistole zu lebenslänglichem Gefängn i s. Sechs R e v i s i o n i sten aus Tel Aviv und Umgegend wurden zu drei bis sechs Monaten G e f ä n g n l s verurteilt. Als Ergebnis von Besprechungen zwischen den Citrus- Produaenten und dem Wirtschaftsberater der Palästina-Regierung. Mr. Walsh, besieht die Aussicht der Beharrung e'w* C itrus --K o n t r o I I a u s e h u s s e », der noch vor Beginn der neuen Saison in Aktion treten soll. Über die Kontrolle «»es Citrus-Export«.v.urde eine Verordnung der Palästina-Regierung veröffentlicht*. Die Verordnung regelt die Einzelheiten der Durchfuhrung der Kontrolle und der Verschiffung. Die palästinensische Au s s t n h a n d e I s s t r. - crossk \mj:iiik FÜR H l-AVIV Die britishe Regierung hat endgültig der An!, .so in he von t CT0,00 0 zugestimmt, die die Stadt Tel Aviv uufgwnommen hat, um den Pinn der Kanalisation durchzufuhren. Diese Anleihe war längere Zeit hindurch Ue^'enr.tnnd von Verhandlungen zwischen Tel Aviv und den Rejfie-^erstellen in Jerusalem und London. Die Anleihe ist lan-fn«tlg ' Gleichzeitig wird gemeldet, da*s das H a 1 b m I Ii i ö » c n Budget von Tel Aviv für 1930/10 von der Regierung sc. rehmlgt worden ist. Der JSus'ahuss der Regierung vvurd« von C lfi.000 auf i 2tHM erhöht. Das Projekt nicht vor, dass 1000 Arbeiter drei Ja'.rc hin durch beschäftigt werden. Die Arbeit wird In etwa reche Monaten beginnen, sodass beim Ende der niichMtcn Citrus- Ernte diese Arbeit zur Erleichten ig de* Arbcitsmarlite» dienen wird. Dir Kanalisation soll die ganze Stadt umfassen. Di« Hauptlink- «oll durch die Allenby« und die King George Strasse gelegt werdfi. Stadtinsenieur Schiffmann hat sich nach London begeben, um Beratungen über die technischen Pläne zu (Uhren. Er wird vor Heiner Rückkehr nach Palästina Ü.S.A. zur 'Ser iUmg mii dortigen Architekten und Ingenieuren aufsuchen, Das Londoner Kolonialamt hat zugestimmt, das» der Stadtverwaltung von Tel Aviv ein Gebiet von 300 Dunan» n 6 r d 1 i ch d es Jarkon für 'JU Jahr« verpachtet wird.; tihtik für das erste Halbjahr vm zeigt, dass die Importe gegen um 20% und die Exporte um 24.«';-; ,,e,M liegen *ir>d. Sie betrugen in diesem Halbjahr £ 7.701.500 mif der Importscite (gegen «.01 ».433 in der gleiche« Zeit 1Ö38) und £ 4.060.058 auf der?:xport«eitc «gegen 3.250.257 ..n Vorjahr). Die Steigerung geht in der Hauptsuche auf erhöht« Ausfuhr •,on Citru«-Krüchten und potaarhe zurück. Die Frist, innerhalb deren p c r •« u n I i c h « G e I r a u c h » g e g v n a t ä n d e von Einwanderern zollfrei eingeführt v.erdßn können, lat von W Tagen auf ein Jahr hu»- gedrtsnt worden, Die Deklaration der Gegynatände rnus» binnen 14 Tagen nach Ankunft d»» Einwundercrs erfolgen. Die arabische Preise meldet, da»« die I'alä»tinuregierung »'in Kommissar für spezielle Angelegenheiten Harri» bevollmachligt hat, 15.000 Dunam Boden im H nie- G e b 1 c t untef Arahtrr aus dem Norden de« Landes zu verteilen. Das Palästina-Orchester voianstaltft in Tel Aviv Nach« m ilUgH'Konzert* ( ü r M u 11 e r u n d Kir.d. In Jerusalem fand eine Konferenz de« J Ü d i » c h e a Lehrerverb an d e s »talt. { Unter dem patronat des armenischen Patriarchen in Je» nisaiem wurde ein. Hilfskomitee gebildet, da« den A r W rneniern, die das Hatai-Gebiet verlassen, zu Hilfe komme« will, i Anlässlich de« Zionisten-Kongresses in Genf wird ein P»-*' I ä h t i n a - F i I m, der ausgewählte Teile au» d(jr (Marmel- Wochenschau enthält, vor den Delegierten aufgeführ werden. Ein anonymer jüdischer Spender in Nord-Europa hat dem Jüdischen National-Fonds l 10,000 als Lebendlegat geschenkt. Die arabiKche Primae meldet aus Beirut, da.ss die syrische Regierung angeordnet hat, dass in Zukunft Verkauf erabischen Bodens an Juden in Syrien nicht mehr stattf i n d e n d ü r f e. Anlas« zu die'.er Anordnung gab der Transfer von Boden in Tel Schabab, nahe der Grunze Palästinas,; n ein« Gruppe Juden aus Tel Aviv. Dieser Transfer, >o meldet die arabl»<he Presse, wird jetzt untersucht und hol! rückgängig gemacht werden. Die Rededes Vorsitzenden fies Executive Councils der Hebräischen Universität, Haimar» Schocken, die dieser anlasslich de» bei der Eröffnung des Medizinischen Zentrums auf dem Skopus gegebenen Empfange» gehalten hat, i«t jetz' in "hebräischer und englischer Sprache als Broschüre erschienen. Dr. Alfred Marru*. Ramath-Gan, Zollreferent der .Tewish Agency. bittet uns um' die Feststellung, dass er mit Herr» Alfred Markus, Haifa, dem Verfasser des Artikels „Von der Haifaer Raffinerie" in Nr. 2<> unseres Blattes nicht identisch ist HAIEN SIE SCNON Ihre Glütk-.vur.^eh-Anieige für die Bosch Ha*'„fca:ta- Nurnr.ur der .Jud. \Vei'.- Hundich;.'i ' btsteiitT Ai'.zesgefi-Srhiys».' 2». AI HV*T i»3r>