Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 23 (18.8.1939)
- Date
- 1939-08-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2424658-2424659-2424681--309-2425075- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Kr. 23 1«. VIII. 193* JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Seite 5 SCHANGHAI GESPERRT! MITTEIU SC* DI ROI IHK KONZESSIONSbi;iiord»:\ In Schanghai wurde vnn den japanischen Behörden mitgeteilt, das« ab 2t. August keine w< i>ren jüdischen Flüchtlinge in den Teil der Internationalen Zone eingeladen werden, der von den Japanern besetzt ist. Diejenigen Flüchtlinge, die sieh bereits dort befinden, müssen min eine Genehmigung zusb Aufenthalt nachsuchen, boi eterca Verweigerung sie das Gebiet verlassen müssen. E< befänden sieh jetzt WMO indische Flüchtlinge in Shanghai, und weitere 5000 werden bis Ende dieses Jahres erwartet I 1 Ansehluss an die Massnahme der japanischen .Behörden hat mieh die Verwaltung der internationalen KonücMinn bekannt gegeben, das» keine witrren eurnpiii- JUDEN-AUSTREIBUNG AUS DEM „PROTEKTORAT4 «NKOHOIOUNQ DER OESTUPO KONZENTMTION IN PRAG T1QLICH 200 AUSWANDERER sehen VliirhtUnfie in Zukunft in der Konzession erhalten w französischen Komp,'.« ehende Massnahme. Man hofft. de« wenigstens noch die 4000 bis 5000 Flüchtling* zulassen Werden, die auf dem Wege nach Sehanghai sind Die Krinnaiität der polnischen Joden Orr f»r«it!»|K>-l?eam(e f, I e h m a n n teilte einer zu ihm befohlenen jüdhr ben Delegat Ion, die «deh mit dem SVii- «hlerlm der ragrr jüdischen 'Gemeinde!>r. ftnil Kafkn, dem <»<• ne rn he Uret >i r «Vr Gctnclnde?>.. W cidmann nnt! dem Präsidenten <'c«* /Jor<Mrnvermiw!rM )r. rrnntiaek r'ricdmann /.wsumwten^r'n.^Jri; £tB. tt*.««• er, «lein die AngelcKOfih<M(en der .Ititfeit Wien* nrtfpr-tefien.. mmmehr auch niH der I.rHutiij der jüdischen Aandern««4! »um dem t « r h e e h I h c h e n Protektorat het raut i wurde. r>r werde künftig drei Tage der tV»cbr in H e»,; die restlichen tler Tws;e in Pra.ii zubringen. Weher teilte! He NiederlaMsvm^erlaubnis; fr rfpr HfleK&tioii mit, <fn»M beab*!ehtlRt nel. 7 0 00» ""! 4 «de a Innerhalb rinrH Jahre» aus dem tschechischen Protektorat n u «♦ /. 111 r e I h e n. Ans Präger tleiit sehen Kreisen wird mitgeteilt, da** Kirhmann der jüdischen Ileletjatlon /u »erstehen gegeben hat. da»*, fall* die „Au-.Wanderung" nicht In dem von den Deutschen cewlinschen Te m p o vor «sich gehen wird, er »Ich gezwungen .Helten könnte, zu Mitteln zu greifen, die man Im Kelch und besondere In Wien mit Erfolg anangewandt hat. inr.wi<u-hen haben bereits die jüdischen Einwohner in den; «.»ffentilchi h il •den unerwim«. hl'" Meh« hoben Auf-ich ritten erbiet« u. Die Juden 1 unter ihrer Würde und unerwünschte < Ju.«te »tu rhrUw» M)in, daas sie trotfcrden. Die Verwaltung der i o n erwagt eine entspre das«, die j/innnischen Behör- GB. Wunchati, im August. Di« mustergültig genauen Untersuchungen von Professor Lt eh mann Kersch (Genf) über die Kriminalität «I«?r Juden in Polen erfahren durch die soeben veröffentlichten «untJichen Statistiken ein« interessante Ergänzung und Bestätigung. Bei einem altgemeinen Rückgang der -Strafsehen Gemeinde für ihre Unterbringung und Erhaltung bis zu Protease »unk nicht nur die absolute Zahl der rechtskräftig { ihrer Zwangsauswanderung zu sorgen haben wird. Verurteilten Juden, sondern auch ihr relativer Anteil, und «war; Dj« „Auswanderung" wird so vor »ich gehen, da*» tagvon 8.7 <l*M) auf «,5 Pro«, (im), wahrend sie an der Be-mco 100 Jud,„ ÄUil d<n Provinzorten nach Prag ziehen vükenifK mf etwa 9.« Proi. beteiligt »ind. luitfleI*n auf 1 WÄhrend g|eichf«itig 200 lutlen täglich Prag verladen, um Iß,*» Kiiiwohner im I,ande»durchschnitt 106 Verurteilungen, j tich n||ch dcm AuaJan<le xu begeben. Bei einem solchen Tempo — kamen auf 10,000 Juden nur 72. Noch geringer ist Uirjwurd#.dM prot«ktorat innerhalb ein.» Jahres ju Anteil an den rückfälligen Stra/tätern, nämlich nur «3 | dinf sin die juden in Brunn, Mähxiaeh-Oatrau Pro«., und auch von diesen war mehr als die Hälfte nttr|tttw. werden ihre Auswanderung nicht von ihren Jetzigen 1 n m a I voi bestraft, also weder Berufsnoch Gewohnheit»-! vVohnstätten au, organisi«- können, auch sie werden »ich Verbrecher. Die Zahl der Verurteilungen ist ae1 sich allerj zanäehBt in Prng xu konzentrieren haben, Dan jüdische Au» daaga nicht aufachlusareich genug, da sie das Straf roass. - WÄI,dtrungÄamt in Bpiinn wurde d0mg,mi« aufgelöst also die Schwere des Vergehen« nicht berücksichtigt. Bemerj in znkun(t wird ,icn Auswan.lerung.iamt der Prager Jü hasiawvrter ist der jüdische Anteil an den G e f a n g n l - | di9chen Gemeinde ausachüeselich mit diesen Problemen der lasassca : Er ging gleichfalls erhehiieh «urück. und xwar Ausw sderung zu befaMen haben. von 7,3 (l. 1. IM») auf 6,3 Pro*. (1. 1. 1939). In Untersuchungshaft waren t <im Vorjahr sogar fast 11) Prot. Juden. In Straft**'t dagegen nur 5,6 Prot An den Verurteilungen atat Grund eine* privaten Straf an trag» (bei Beleidigungen u. a.) waren Juden 7.u ',1 Prozent beteiligt. Dass dabei die Jüdisch« Bevölkerung, die zu neun Zehnteln in den Städten wohnt, dadvreh wie durch ihr« Berufsgliederung weit stärker kriminell gefährdet ist als der DurschniU der Ein wsshner, wird in der einschlägigen Literatur übereinstimmend hervorgehoben. Mit dieeen amtlichen Ziffern »ind jene phantastiachen lablenangaben eindeutig widerlegt die kürzlich durch die antiaaaiitisrhs Prease die Rund« machten. Die Kriminalität der pahttoche» Jude. Ist weit geringer als die Ihrer Umwelt «ad fast verschwindend zu nennen im Yaegteieh an anijsniiaa dar- > den gleichen sozialen Bedingungen lebenden Schichten. hm Tede von hüM Utpp EINE CESCHICHTL^Hr: KRSNNfcÄUNQ OB. Warschau, Im August. In der Bischofsgruft der Posener Kathedrale wurde kürzlich der im 88. Lebensjahr verstorbene letr,te römisch-katholische Erabischof von Mohilew und Metropolit vrm Russland und Sibirien, Eduard Baron Kopp, beigesetzt, der etwa » Jahren in Polen, der Heimat seiner Mutter, gelebt hatte, während er väterlicherseits einer deutachbalüschen Familie aus Livland entstammte. Auk Anlas.? seine« Ablebens veröffentlichte der polnische Schriftsteller Melchior Wan~ kowtez Erinnerungen a« den greinen Kirefcenfürsten, der ihm reifet viel aus seinem lieben eranhlt hatte. Auf einen solchen Bericht geht auch die historische Episode zurück, die im Folgenden festgehalten wrden «oll. Es war im Jahre 1Ö06, Ropp war damals Bischof von Wilna. Um von der militärischen Niederlage im russihehjepanischen Krieg und von den revolutionären Spannungen im I^nde abzulenken, griff ma ... 7v dem beliebten Mittel der Judenpogrome. B i einer Versammlung, an der zahlr«iche russische hohe Würdenträger teilnahmen, darunter der Generalgouverneur vnn WH-; na, zog Bischof Ropp aus der Tasche »einer Soutane ein 1 Zetteichen und (iberreiphte es dem Polizei meist er: Darauf war; säuberlich verzeichnet, aus weichen Städten, mit weichen! Zügen und In welcher Zahl dia Mitglieder des „Verbundes der russischen Nation" nach Wilna kommen nollten, um -dort : eine Judenverfolgung: z\x inszenieren. „leh r;:U* Ihnen." zeigte der Bisehof, „die Sache lieber ob-; zustellen, denn in Wilna wird sich die Volkämaase auf den; Strassen nicht rühren." ..Woher sind Ew. Eminenz dessen [?;o »icher? Zur Volkpma&se gehören doch nicht nur die Katho- I hken; und wer «ollie die Maasen uufhalten?" „Ich!" Am «iichston Tage wurde die Polizei tatsächlich von Ihren! Posten zurückgrt-'^ogen. D«sn GecTEjewski-Prospekt hinab; wälzte «ich trage eine Menschen welle, dabei ein Haufe der | , Sehwarzftn Hundert" mit Zaunpfählcn in der Hand. Noch j stand da.-} Volk bev,'egungaios abseits, aber aufgewiegelt und \ m Gefahr, mitgerissen zu werden von dem allgemeinen j Magenkrampf Da vortrat der Bischof dem Zug den Weg, im langen j Meßgewand, die Mma auf dem Kopf, den Kruminstnb in der j Hand. So atatul er hochau/geriehtet' auf der MUteistraaee,; auf dem schlechten Wünaer Stra*scnpfla8ter. w^iss und vio letz sich von der {-rau.$chwar*en Meng«:* abhebend Sein Anblick genügte, einige r.^-.end.- N<» '•or.' Ho'efi und K i^cch;-.u.*.'r in liru iv^>hvnrh*, d;,- >! JmUm dt-n Km«ritt hnben pnh'isc Platje zii meid« n, wrii 1?. 'iei vi wo immer, als «nge»>etene .•r:ichein<*n.;.tolhi?n Juden jedoch dem solche Plat7.e aufsuchen, dann müssen mIo die Koiiscqucn-;'<?« trfij-cri und d^mit rechnen, t\mn »in hinaufgeworfen wrrden". Das Ittm fügt dieser Notiz eine lange M»tc von Hotel«, KaffeehHiusern, Badennstalten usw. bei, in denen Jude« „nicht crwiin:u hf." «ind Tn pitter von d«r Polissel In Ölmutz erlassenen Kundlüp.t'hung wird den Jmien da« Betreten der öffentlichen Pade-;.nj;taltcn vcrlwlcn. Das Poltzelpräeidium in Prix* hat eine Verfügung erlassen, wonarh den Juden der Mnup^tadl dc«j Protektorats der Besuch öffentlicher Badeanstalten verböte« tat. In Prag mimen die KeAtaurani* und Lädon In jüdischem Behitz SchllrJcr mit der Atifwehrift ..JüiHmcIk? Firma" tragen. Durch eine Verordnung den f'hefs der tacticclioaluvaklachen f'o!i«ei werden die Juden in Prag von den wiehtlg.'dtm Bcitauran'.», Cafen, Parkanlagen und M;irkt|dat/.«-n ausglichlonaen. SA-I^ut« drang*»« tn Prag in eine Anzahl Kaffeehäuiier ein und forderten die auweiendcn j(atij<cheii GUste unter Drogrösserer. und kleineren Orten Böhmen* und Mahren» vonjhungen zum Verlassen der Ix.ka!« auf. Die tschechischen der Gealapo einen vom 10. August datierten Befehl erhalten. Besitzer der Kaffeehäuser entschuldigten Mich »päter bei ihren gruppenweise innerhalb eines Jahres ihre Heime zu verlanden j jüdischen Gästen und versicherten, da,™ die SA-I^eute ohne und nach Prar; xu ziehen, wo das Präsidium der Jüdi-jihre Zustimmung gehandelt hätten. In Ig la u (Thlnva) kam es zu Demonstrationen der t»che' chischen Bauern, dt« in Hympathie-Kundgrbungen für die Juden bestanden. Die DemonstratIonen trugen so #ind«utig deutschfeindlichen Charakter, da*s sie sefort Gegendemonstrationen der Deutschen hervorriefen. Schliesslich verhaftete die deutsche Polizei eine grössere Anzahl t»chechbcher Bauern, unter ihnen Frauen. Die „Zeit ', da* Organ Konrad Ffonlein*, schreibt in einem „Babylon ohne Juden" betitelten Artikel, das« nunmehr fa*t sämtliche Städte und Städtchen im Sudetengebiet, In denen Juden „uiiverschämterwei«# Jahrhunderte lang gelebt haben", „judenrein" sind. Au« Prag kommt die Nachricht, daas dort Kommer/Jcnrat David W»in»tii«, einer der bedeutendsten Unternehmer in der ehem. Tschechoslowakei, gemeinsam mit «einer Gattin Selbstmord begangen hat. Weinetein war u. a. Besitzer der Firma Breda a? Weinstein in Troppau, eine» der graasten Kaufhäuser des Landes, sowie Vorsitzender des Verwnltungsrate« des bekannten Priessnitz-SanatorkimA in Gretenberg toi Freiwerden, Der Uchecrmeh-arUcbe Kulturbund nai an die Leitung des Sokol die Aufforderung gerichtet, die nichtarischen Mitglieder atisauschliessen. In der böhmische« Bergwerk)»tadt Pribram »■•>l«n J* Faschisten, die gegen jüdischen Besitz vorgehen wollten, verhaftet. Mit Zustimmung der Gestapo beginnt Ende August In Prag ein jüdische« Nachrichtenblatt zu erscheinen, welches sich haupUächhch mit Fragen der jüdischen Auswanderung zu befassen haben wird. Eine jiidisehe Deiegatio 1 bestehend aus dem Präsidenten der Prager Jüdischen Gemeinde Dr. Emil Kafka, dem Generalsekretär der Gemeinde Dr. Weidmann und der Führcrin der WIZO Frau Marie 3 c h m o I k a wird sich nach Part« und wahrscheinlich auch nach London begeben, um die Hilf« der grossen jüdischen Organisationen für die Juden des Protektorat« zu erbitten. Di« deutsche Presse berichtet, dass die Filmunter- B« h m nagen Im Protektorat Böhmen-Mähren angewiesen wurde* ihre jüdische» Angestellten Mg «ans 15. August ZU entlassen und durch arisch« Arbeitskraft« zu ersetzen. Alle bei uer Filmerzeusung oder im Filmhandel Beschäftigten müssen bi» zum %\. August ihren Ariernachwei» erbringen. Au« Pra* wird berichtet, dam» die Leitungen der Effektenbörse und der Börse von der Gestapo gezwungen worden sind, unverzüglich sämtliche jüdischen Ange*tetit«r. zu entlasaen. .JDcr Neue Tag", das Organ des Reichsproteklors von Neurath, verlangt auch d«n Ausschluss der jüdischen Makler und Besucher von der Prager Börse, Aus Brünn wird gemeldet, dass dar dort «rscheinend« .Hadoar". die bisher einzige jüdische Zeitung im „Protektorat", AUS OER U0VAKE! Das in Preeov erscheinende offizielle Organ der »lovafclschen Regierung ,.81over»»ka Svoboda" sehretbt. Jä*k unter der neuen ak>vakis<;hen Verfassung jeder Jude in der 3lovaKf;i gezwungen sein wird, seine Zugehorigkett zur judi»c.hen Nationaliti.e bzw. Haas« arizumeUien. Da« Blatt fugt hinzu, dsss die Schaffung besonderer H e g t * 1 e r i-m möglich machen werde, die genaue Zahl der Juden in der ,Sk>vak»i festzustellen. In Press bürg kam es zu «chweren anti jüdischen Au»- achrcitungen, Jüdische Hauacr und Synagogen wurde« demoliert und zahlreiche jüdische Laden vollkommen geplündert. an. die Knüppelminner wurden rasch und unauffällig abgedrängt. „Und nun geht in die Kathedrale," rief Ropp, „und betet und dankt der Jungfrau Maria, dass sie euch und die Stadt vor einem Verbrechen bewahrt hat!'* Die Ite Kathedrale war raj»;h übsrfülll. Das geschah Im Jahre H»0S.. Die jüdischen Gemeinden in Polen Die wirüschafUstatistiJiche Abteilung des Jiddischen Wisin Russiind wieder einmal aenschafüichen Institut» hat auf Grund der Ergebnisse der DIE LAGE DER FLW.HTIJNCK BKKICHT WM \ <HJif KBl NÜ.VKOMMISSAfCS Da» Geperal»ekretarlat des Völkerbundes hat so*-b< « den Berich? veröffentlicht, den der VölkerbundslM.Kihkfrt'iimlasar für die Flüchtlinge und Direktor des fntersta/itlichen Koswitee« Sir Herbert. Emerson der 2«V Seanio« der Völkerbunds- Versammlung über die I»age der Flüchtlinge in den verschiedenen lündern unterbreitet hat. In dem Bericht .uhmt Bte Herbert: die „großartigsten I^eisturtgen" der Juden in der Wtdt, dk4 zugunsten ihrer verfolgten Brüder viele Millionen Dollar an dt« verschiedenen FlüchtlingKfonda abg«führt 'iiaben. Sir Herbert Emerson schätzt, <i*£M von den J40.Ü0« Personen, die I. J. 19.18 Deutachland verlaaaen haben, mlndaiten« 60.000 eine neue Heimat gefunden haben; der grt^ate Teil ton dienen fiOJJOO Flßchtiingen fand in den V^rglnigtr-n Staaten, Palästina. Au»ffalten und »rtdamerjkanl^he« Ländern Aufnahme. .............. t ........ STKFJCIIERS „FOK.SCH V'SHHßKAl>WHAGTIJta Nach Prcazemeldungen au» Wkn weilt der „Fora<:hungHbeauftragte" <!> de» Frankenführer* Juliu« Streicher.,. Dozent Dr. Peter D e e g, augenblicklich in 'Vien. Dr. DecK i»t der Verfastter <!ea Buches ,.Hofjuden", da« im Stürmer- Verlag ersehienen ist. Die Auswanderungs-abteilung der »sr*elithuiheo Kttituag«*". meinde WUn-teilt auf Grund von Nachrichten, die vom jüdi- »ehen Hii^komiteß in Mailand elngetrofTan *»»d\ mit. drt*» sämtliche b der Pre*** erschienenen Meldungen Uber Deviaen« befrage, die für die Unterstützung von Auswanderern in TtalUtn I zur Verfügung «ttwhen »ollen, jeder Grundlage entbehren. Das I Komif-e in Mailand ist ledigUch in der Lage, In den aller- | dringlichsten ^alkn die Au.ü.peisung zu bieten und kann fast Die australische Regierung hat" dringend verlangt, das» die { gar keine. BargeiduntcratüUung gewähren. Die Kultusgeroeind« in den ländlichen Ort-'Wien warnt, daher vor lib«r*türzt«r und unbegründeter Au»- Bevälkerungszählung I. J. 1939 festgestellt, du»s in zwei Gemeindon mit mehr al« 100.000 Juden (Warschau und Lodz) 17.8'^ aller in Polen lebenden Juden konzentriert «ind. In woteren drei Gemeinden mit je ao.onn bis t(Xi.(/i0 Einwohnern (Lemberg. Wilna und Krakau) leben 6.8$; der Judenheit Polens. .Somit «ind in den fünf grossten jüdischen fiemeinden de» Land«;« S4.ß^ aller Juden Polens konzenti.ert. der jÜdlMchen Bevölkerung feb^-n In Gemeinden mit weniger als 10.000 Juden, 8,4",; in Gem^Uic'en mit 50.000 bis 20,000 Juden und ö.l % in Gemeinden mit 20.WJ0 bis 50.000 Juden. Inagesamt gibt es ' - Polen W. Gemelnd«m, die mehr als 10.000 jüdische Einwohner zahlen, davon fünf Gemeinden mit mehr ala 50.000. elf Gemeinden mit 20.000 bis fiO.000 und 19 Gemeinden mit 10,000 bis 20.000 Juden. Tn diesen 35 Geraeinden sind 42,1% »amtlicher Juden Polens konzentriert. Jüdische Flüchtlinge aus Europa, die jetzt In Sydney einreiben, erhalten bei ihrer Landung vob der Jüdischer. WohlfahrWfceacihicha/t in Australien eine Karte, in der «te u. a. ersucht werden, an der Entwicklung der u n b e b a u l e n O e ♦ biet* des Landes mitzuwirken. Es gib*, heitvvt es in der Karte, nicht genügend Beschä/Jigung /iir aiie in den Htädtcn. Mehrzahl der Einwanderer «ich JfcUt Männer stimmten ein frommes Lied 1 »chatten und Diatrikten anzusiedeln versuche. reifM? naeii Italien H, G. O LLENDORFF IXTKHJVATIOKALK SPtl»ITI€».\ & c o.* 19 WEST, 44th STREET, NEW YORK, N. Y. TELEGR. ADR. AMERCONNEX ÜSgene Vertretungen in tamtm — hrti — Amtwttvm — Huws — NUmjt — «h—«til und nll« wichtigen Stidten von VUA. IÜfM>«>. Vn>thmlem-La0rruQ «Nler Mlv»rmrklmmat