Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 22 (11.8.1939)
- Date
- 1939-08-11
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 11. VIfl. int JUDl SO r F. W I LI - R UNDSCH A U Seit« f £«m Andcnncn an mren verstorbnen Mann hat Fnu Gertrud femcTrin% einen Betrag von £ to.000?u Gunsten einer Siedlung gestiftet. Die Siedler sollen au* diesem Betrage Kredite für ihre Ansiedlurig erhalten und es soll cm Jtjthak Feuemn%-H,tMi errieh Ut werden, das als Volkthau» und Schule dtenen soll. b) L»n- Ra«sco bereifet dtp Frrichtun« einer turnen landwirtschaftlichen Siedlung auf Keren Kajemeth-Boden vor, an der Strasst, die nach Natbjnta führt, l km von der Chaussee Haifa — T«l Aviv entfern«. c) Die Rasuo erruhtet Hilfswirnchaften des gleichen Typ* •ie in Kirjath Bialik bei Kfar Aiar, u km von Tel Aviv. Durch Beuhluisi des letzten Kongresses ist die Rasteo alt die mittelständiicbe StedUngsgeselltchaft der Jcwish A^emy anerkannt und ihr die Aufgabe auferlegt worden, ihre Siedlungstätigkeit auf Einwanderer und Interessenten aus allen ( andern auszudehnen. Im letzten Jahre hat die Ra*seo eine systematische Arbeit im Gebiete des früheren Oesterreich, der Tscheche! und Slovakei, Rumänien «ind Jugoslavicn aufgenommen In Prag und Wien wurden Zweigstellen der Rassco errichtet. Sie hat in der letzten Zeit Siedler auch .....#tt« Pölert Jugoslawien, Rumänien, der Tscheche! und Slovakei, towic aus Sudafrika angesiedelt. b) Einzel siedlet Ausserhalb der selbständigen Siedlungen deutscher Juden und ausserhalb der oben erwähnten Gruppe von Moschwe Owdim befinden sich weitere 600 Familien aus Deutschland als Linzelsiedler in allen Teilen des Landes, von Migdal am Tibenassce bis nach Beer Tuwia im Ne*»ew. Diese Ansicdlung war bisher darauf ba aicrt, dass die Siedler im erheblichen Umfang eigene Mittel mi Bach Palastina bringen konnten. Mit den wachsenden Schwierigkeiten des Kapitaltransfers ist jedoch die Zahl der selbständigen neuen Einzeisiedler nicht mehr in dem gleichen Tempo wie in früheren Jahren gewachsen; daher musste besonders auch die Zahl der selbständigen Siedler aus Oesterreich geringfügig sein. Die in den Jahren 1933/37 gegründeten Siedlungen haben günstige Fortschritte gemacht. Besonders hervorzuheben sind Ramot H au ha w im, Naharia, Gan Haschomron, Kfar Jedidja, Meged, Kirtath Bialik. Die Wirtschaften wurden weiter ausgebaut, und die «inzelnea Siedler konnten ihre Wirtschaften konsolidieren. Das Zentral-Bureau hat diese Siedler und die im Lande zerstreuten ein* telnen Siedler wahrend der Berichtsperiode durch die Hergabe von Krediten im Gesamtumfange von t.P 40.000 weiter gefördert. Besonderer Wert wurde in dieser Periode auf die Entwicklung der kooperativen Einrichtungen der Siedlungen gelegt. l«Len tfes! amlei c-inzuvh.tlten. In virhn F ilb'n Kei.imv es, I m Wanderern Beträge zu bewilligen, mir denen sie Teilhaber in begehenden Betrieben werden konnten. Besonders erwähnt u*i hierUi die Unterbringung von Linwandercrt*, in handurrklnhen Kooperativen und in Verkehrt^ besonders Autonudnlkonpefattven. BVw.uLn. Mittel wann t1 h-rd.:rk.h gewesen, um eimr R' th-, von besonders qtt.ilij'inerten Einwanderern tut* Oetterrekk die Möglichkeit zu geben, Betriebe m den ihnen vertrauten Ge werbe /.»-eigen des Modefaches und der kunstgewrrbliclie« ■ Industrie zu eröffnen. Vir hatten jedoch nur in beschranktem Umfange die Möglichkeit hierzu. Mit Hilfe eines vom Zentral Bureau bei der Indmlrithank geschaffenen Fonds konnten industrielle Kredite in durchsehnirtli eher Hohe von i'.P io-ö.-— gegeben werde». Die im Jahre 1914 geschaffenen gemeinsamen Fonds mit ande- U«f,L.»v« Mi«Urt«AH.I..f^^ n\',+ Lrvtlli(rtfil/tfrt IIihU Vf'ITII^^I^^I*' urden! Unternehmungen ötfentlu h,«n und privaten Charakters inveiti>#t I wurden. Im ein/einen verteilen sich die obigen Transfrrsummen "~"'e folgt: und mit den Darlebcnskas« auf gelöst. 1 ine besondere Rolle spirU,................ ,.. k-er, Aerzte, wissenschaftliche Arbeiter in den Lehr- und Forschung anstaiten des Landes. Bibliothekare, Archivare und Lehrer erhielten Sei pendien, um «ich für bestimmte Arbeitsplätze vorzubereiten. Für diesen Zweck wurden mehrere tausend l'lund vcrau-gabt, Arbeiter-Organisation wiederum die Hilfe für Akade. 3. HILFS WIRTSCHAFTEN ts wurde erwähnt, welche Bedeutung es für den Neueinwandtaer bat« wenn er xur Ergänzung seines Einkommens einen land wiroduillichen Ncosu* enieb, eine sogenannt« Hilf »Wirtschaft, er warben kann. Diese Form der Verankerung von Menschen am Bande der Städte und den grösseren Kolonien ist von immer grösserer Bedeutung angesichts der Kapitalknappheit der Einwand« Ter geworden, die kaum mehr in der Lage waren, »ich aus eigenen Mitteln etW selbständige Existenz auf dem Lande oder in der Stadt su schaffe«. Die früher gegründeten Hilfswirtschaftssiedlungen, Kfar Sirkin, wurden vergrößert und neue Siedlungsdieser Art angelegt. Hervorzuheben sind: ScWchnnaeh Hwsfr bei Kfar Sab*. Scbecbwiatb Beiiintcn bei Kfar Stekk«, Sehe cfcwaath fasr Mafdiei, Kirjath Biaitk (mit HUfe des Central British fwad). Neveh Chaim bei Chcderah, JUmataim, Gan Jawne und andere. Das Zentral-Bureau hat mit relativ «ringen Krediten — durchschnittlich £P io.— pro Hilfswimchaftitiedlcr — mehrere hundert Familien im dieser Form auf dem Boden verwurzelt. Im letzten Jahre allein wurden 175 neue Hüfswimehaftsstellen gegründet. Diese Tatigkti wurde häufig zusammen mit änderet: Fonds, besonders dem „Keren Beilinson" und der Gesellschaft JUwimt", ausgeübt. Das Zentral-Bureau setzte seine Gemeinschaftsarbeit mit der Central Bank for Cooperative Institution* fort. Besonders hervorgehoben sei die Gemeinschaftsarbeit des Zentral-Bureau mit dem Kolonisaiiom-Departcmciii und dem Technischen Departement der Jewrsb Agency. , ' t DIE WASSLRGESKLLSCHAFT ües Zentral-Bureaus wurde während der Berichtsperiode mit dj«r neu gegründetea Bcwaikerungs-Gcselischaft „Mckoroth" fu- 7 HT1 RN AUF DEM LANDE Im Winter 19)8/39 nach den November-Ereignissen ir Deutschland wurde von den schon io Palastina befindlichen Ein ^anderem aus Deutschland mit besonderem Nachdruck der Regte rung gegenüber die Forderung vertreten, ihnen die Möglichkeit zi geben, ihre tu Deutschland zurückgebliebenen Verwandter», insbesondere Ehern, nach PaUuioa zu bringen, Das Zentral-Burcac lies« es iich besonders angelegen sein, die Unterbringung von Litern s« die iaodwinschaftiichen Siedlungen zu fördern. Auf diese Wtiw werden die Sscdicr von unproduktiven Zahlungen ins Ausland ent lastet, die Eitern können in den Wirtschaftsbctricben der Kinder kitig sein und diese von der Beschäftigung von Hilfskräften befreien; sie bedeuten keine Belastung der jüdischen Bevölkerung ir dew Städten. " Der Council for German Jewry bewilligte in diesem Wintet |um ersten Mal für diesen Zweck ein Budget, namÜch £P 14.000 fyr Kredite an landwirtschaftliche Siedler, die ihre Eltern nach Pa läscina bringen und in ihren Wirtschaften aufnehmen. Die ik villignng für eine Einzelperson betrag* iP 4».—, für ein LiternfNsaf tp 9»— Auch diese kleinen Krcdiie waren von Wkbütfkeit im Siedler. Erwähnt sei noch, dass den städtischen Elementen eine besondere Hilfe durch die Förderung der vorsiädtachen Siedlung gewährt wurde. Das Zentral-Bureau stellte Mittel für zweite Hypotheken bei vorstädttschen Wohnungen *ur Verfugung. b) Da» Zeutril-Burc.ui ba-nte wahrend tler ßerirhtszeit die Nupath Milte thel Olc; Germania, die im De/ember lyjj gcgründei wurde, weiter aus und stellte dieser Kasn* im allgemeinen die Mittel zur Verfügung, die ei für ge^b*rte Kredite — im Umfange von tP fö,— bn foo.— pro Fall — auszugeben in der Lage war.!m Sommer 193! wurde die Tätigkeit der Kupath Milve auch auf die 1 inwanderer aus Oesterreich und im Frühjahr 1939 auch auf die Einwanderer aus der Ts<.hechoslovakei ausgedehnt. Mit Hilfe der seit ihrer Gründung Isis 3c. April 1939 ausgegebenen f 1/3 Darlehen im Gesamtbeträge von £P £1.000 {Wechseldiskont und Kredite gegen lombardierte Wechsel und' Effekten nicht eingerechnet) wurden zahlreiche Existenzen begründet oder neu fundiert. c) Kttpath Eier. Eine besondere Hilfskasse mir dem Namen „Kupath E»er", die ihre Tätigkeit in erster Linie in Tel Aviv, Flaifa und Jerusalem entfaltet, wurde gegründet, um in Not geratenen l inwanderern auch kleinere Kredite, die als nicht ausreichend im bankmäßigen Sinne gesichert gelten müssen, zu gewahren. Das Zentral-Burcau hat der Kupath F.scr bisher iP j 1.000 für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Es sei erwähnt, dass in dieser Anstalt die Rückzahlungen der Kreditnehmer in durchaus zufriedenstellender Weise erfolgen. Wenn wir den grossen und konstruktiven Aufgaben, die eine verarmte Einwanderung in schwieriger Zeit an uns sfeüt, auch nur einigermassen gewachsen sein sollen, werden wir Summen benötigen, die die bisherigen für diese Zwecke zur Verfügung gestellten Budgets um ein Vielfaches übersteigen. VII. KAPITALTRANSFER A) HAAVARA fj Von Nnvewsber t«t> bis \o. Juni 1939 wurde durch die Haavara ein G#saasrtW«g von /ojr Millionen Mark nach PttÜttina trmntffriert, der sich zusammen mit den von der Reichsbank den jüdischen Auswanderern aus Deutschland nach Palästina zur Verfügung gestellten Devisenbeträgen auf insgesamt 139 Millionen Mark belauft. Dies entspricht einen Gegenwert von % Millionen iP i. p-r Betrag von ioj Millionen Mark verteilt sieb auf den obigen Zeitraum wie folgt: In bar sin Ttansferenten taufende Transfericrungen in bar für Pension* und Rentenempfänger sowie für Schüler Transfer der nationalen Fonds und Institutionen in bar Investitionen in Siedlung*ge<ellscnaften in Form von Obligationen und Aktien (Keren Kajemeth Lejnrael. Pasa, Nir, Mekoroth u. a ) Investitionen bei Siedlungsgesellsehaften für Mittelstand (u, a. Raueo, Naharia, Ramoth 9 Haschawtm) Investierungen in Industrielsetriebrn, Handelsunternebmungen und /weiten Hypoiheken £P 4.960.000.— ) 60.000-*— 590.000.— 890,000,— »90.000.— 9io.ooo.-~» £P 8.^00.000.— 6 Aus dem eben angeführten Grunde vergrösserten »ich die Kosren für die Transferenten» So erhielten die Transferemen durctaehnittlich: In den Jahren 1934/35 im Jiibre J<);(» im Jahre 1937 im |. Halbjahr l«)39 im 2. Hulbjahr l<)38 im J. Halbjahr 1930. 80-85 °/0 i n % 63.5 % 62-"» %* 4S b o;0 313 % ire« Unich.suintligulhabenn Vcfplrteht mar? diese Ziffern mit drm Knn der S^errntatk, durch deren Verkauf allein die nach anderen Ländern als nach Palästina auvgewarulerren Juden ihr Vermögen retten konnten, so sieht man erst, wie günstig im Vergleich hierzu die nach Palästina eingewanderten Transferenten gestellt waren. Im Jahre 10J5 betrug der H|>erruiark.Durch»eitnitt»kiir» 37.7 % , 2fcS o/0 ., 20.3t % . h „ IÄ8J% . . , ' 6.*% 1936 m 1937 , „ , 1. nn»y. J930 , Jahr Mark tiegenwert in 1933 1,254,955 — 96,515 - 1934 8,895,1X38. — 657,430.— 1935 17,103,153.— 1,082,145».— 1936 19,958,645.— 1,095,539.— 1937 31.407,50!.— ..M61.638,-~ 1938 18,853,911.— 795,120.— 1939 (I. Halbjahr) 6,443,912.— 225, WZ. V!. STAKDUSCHF- KRKfJlTE a) Daj Zentral Bureau hat mehr als tP 50.000 für Eimelktedne im den Städtern ausgegeben, davon iP 4C.000 während der Berichts EstHxie. Diese Zaifer zeigt die grossen Schwierigkeiten, denen d-r inwandet er in der gegenwärtigen Wir tuhaft »läge de* Landes be* (;egnet; sie zeigt auch, wie sehr die Anzahl der Fälle geWichx.it $t, in denen die Linwanderer nicht mehr über Eigenkapital ver- Hgta. '* Die von uns gewährten Kredite konnten nicht auireichen, um gröiicre Betriebe, die selber wieder der Arbeii>be>chaffung bitten dienen können, *U begründen. Sie waren jedoch in den meuten ^tler» auirvivhcnd, ans den» Einwandert* ielhit Über die er*«e ach Wierthe Zeit hinwegzuhelfen und ihm eine Möglichkeit zu geben, skn auf be>chetdtfaer (iVai-Jlage *eibii4fbeiteiid in du WiriWhait»- Dem besseren Verständnis dieser Ziffern mögen die folgenden 'iläuteruflgen dienen: a) Die grosse Steigerung der Tramferumiäue n den Jahren 19)*, 1956 und 1937 führte nicht zu einer enuprehenden Li höhung der Trarnferumsäi/e. in Pfunden, denn in diever Zeit waren die Preise für die au» Deutschland bezogenen Waren zeeenüber den a,H anderen l andern eingeführten Waren erheblich gestiegen und die Haavara mus*te die« Preisdifferenzen den paiä- $tini.-niiu'heo Importeuren vergüten, um dv-n Transfer überhaupt we-terführen zu können. b) Di\ Sinken des Transfers im Jahre 19)'* iu damit zu erklären, da« die deutsche Regierung zu jenem Zeitpunkt den Umfang der bis dahin /um Palästina'Tramfer zugebisenen V^'aren einschränkte. Der oben genannte Betrag von toj Millionen Reichsmark setzt «ich aus folgenden Pouen zusammen; Varentransfer nach Palästina (durch Haavara) RM 92.ij7.r44. Zusätzliche Ausfuhr deutscher Waren nach den Nachbarländern Palästinas (durch die Tochtergesellschaft der Haavara „Ncmico") Tran*fer von Unter»tüt/un^srnark {durch die Tochtergesellschaft der Haavara „Imrta") Andere Tramfergeschäfte Besondere Aufmerksamkeit verdient der Transfer auf dem Ct •»Kte der Unit* uiiuun&imatk, weil durch ue eine Erweiterung dt Transfers uartfand. ohne ciais der unirang uei diüi^hcn l.Tjpcr erhöht wurde. Das bedeutet: Im Jahre erhielt ein ßnwjndcrcr nach Palauina mehr ab da» Doppelte dessen, was ein nadi anderen Ländern ausgewanderter Jude bekam; im Jahre 19)6 i,j mal soviel: im Jahre '9-37 mehr ah da* Dreifache: im Jahre i9>H fa*t das Fünffache und im Jahre 1919 sogar mehr al. da* I ürtUaebc. Nur der Abzüge entfielen auf die Adminiitratiomiaeten der Haavara in Palästina und im Ausland«; 1% auf Admmutrationsspesen der Sehwestergescllsehaft der Haavara in Detmchbnd. der Paltreu (Patästina Treuhand StclU: der Juden in Deutschland); wurden für Bank-Speun und Provitionen in Abtun gebracht und der Rest wurde als Preisauftrieb an die palästinensischen Importeure abgeführt. Die Haavara trägt Sorge dafür, das« durch ihre Tätigkeit die Interessen von „Vanreth Haaret," und die der palästinensischen Industrie nicht berührt werden. Es bestehe bei der Hm»y*(» eine Kontrollstelle, die darauf jeu achten hat, dass durch die Haavara keine Waren importiert werden, die man im Lande herstellt. Dieie Stelle erhält ihre Weisungen von der Jewish A^eney und arbeitet z usammen mit dem Industriellen verband. Die Haavara untersteht einem- Board, dem Vertreter der J«^ wtsh Agency, des Waad Leumi, der früheren Zionistischen Vereinigung für Deutschland, der Anglo-Palcsnne Bank und der Hitachduth Olcj Germania angeboren. A. DSTLRRLICH Wie schon erwähnt, konnte keine allgemeine K apnalt ran tfec orgamsation für Oeiterreich eingerichtet werden. Die deutschen Behörden lehnten die Ausdehnung de« Haavara-Syuems auf Oesterreich ab. Jedoch wurde gettanet, dass Unterstützungen, die as» devisejiwirtschaftsfreien Ländern an ö,ucrreichische Juden gegeben Wurden, in Reichsmark an die Unterstüt/Ungsernpfänger in l)eut;cbland ausgezahlt wurden. Wohlfahrti-Devisen wurden in einem gewissen Ausmasse auch für den Kapitaltransfer nach Palästina Ire» gegeben. ' . Die Verwaltung dieser Devisen lag in den Händen der Israel. Xuhusgemeinde Wien. 1 mige Personen erhielten die Möglichkeit, kteii etwa £P je—40, xts srsnsfericrer erdr. f*S0.)9t.- 4.017419,- t.Üii.iil 4- Die Haavara kann zur Z«.u keine genauen Angaben über die Höbe der Reichsmarkbeträge machen, die sieb noch im Besitz von Juden in Deutschland befinden und tum Transfer nach Palästina bereit stehen. Auf Grund des Vormerkungssys{ems, das bei der „Paltreu" in Deutschland besteht, und unserer Schätzungen dürfte sich zur Zeit der noch zum Transfer durch die Hjavar-t verfügbare Betrag auf etwa 60— /j Millionen belaufen, j". Die Summe de» Ccsamttransfers enthalt Beträge, die. den einzelnen Transferenten in bar ausgezahlt v/urden, ferner solch«?» die für die nationalen Fonds iranslcriert wurden, und solche, die durch dt« Transfcrenufft in landwirt-scbafiUcliea uxui iodg?{fielkrs den monatlich Immigranten der Kategorie A II) je £P 1000 iür Verlügung gcfteÜL zuerst für H Lalle monatlich," sodann für to—ii. Diese Auswanderer hatten für £P icoo den 'Gegenwert von ca. RM fio-cos"an die Kultusg^meinde zu entrichten. Ca. »40 Fälle dieu-r Art sind bisher bestätigt worden. Die Devisen enistarnmen den Urttcr.<tütztm^en, die dci Council for German Jewry und da» Joint Diitributon Commitu-e für Wohtfabm*wecke der Wiener Kuhusgememde bv/i|Ugt haben. Die Gelder der Transierenten werden vom Zeutral-Bureau treuhänderisch verwairet. Die Israebnwhc Kuhutgemetnde in Graz bearbeitet ein Sondtrprofekr für die Aollcktivj;nswartdcrunj< emev erheblichen Teilet der Gemcindcmitglicdir. 'Die Kassoo übernahm die VorWreuung de« Amiediung dieser Gruppe au*' dem lande. Sie erhielt eine Sonder ^.-nehmigum;, für RM 7-50.000 Waren naeh der Liste, wie sie von d«*n deutschen Behörden für den Warentransfrr durch die Haavara festgelegt worden ist, zu transferieren. Die Haavara hat et ifctrnomtwi, dit-K* Sonderaktion durchzuführen. Nationale Gel«k*f, irisbesondere der Londs, die Gebühren der Palästina wandere r und Gelder der Jugend -Ahjab konnten nicht transferiert werdcav C TSCHECHOSLOVAKr.l .Ei wurde schon berichtet, das» die Britische Treasury, die W» ständigen ttchechoslovakbchen Ministerien und die Nationaihank in Prag im janwar dieses Janre» ihre Zu^tirunung dazu gab«n, da« aus der 4 Miiüont-n Pfund-Spende der englischen Regie-rung für r'lüchtHngjhilfe in der Tscliechoslovak<?i ein Betrag von tP {00.000 für den Kapitaltransfer von jüdischen Huchtiingen bewil!i:-;t wurde. D.cser Betrag sollte der Autwanderung von sudetendeutsehen Juden dienen, d> - mch dem Münchener Abkommen durch die Abtretung ds Süden-nbndes an Deutschland /u I luihflingen grword--n wart-». :.}:'& d*T li-^t'/ung von Böhmen und M-thren erklärten mV!) zwar die zuständigen Behörden damit einverstanden, dass der bis dahin gemachte Unterschied zwischen iudcfenlindiichcn und anderer, im Gebiete der Tschccboslova^i lebenden Juden fallengelaycn yii/de«