Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 22 (11.8.1939)
- Date
- 1939-08-11
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2424658-2424659-2424680--291-2425056- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seit« I JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nr. «i, ii. VIIL ••)« Während der Bcrichtsperiode sind folgende Zertifikate ar die nachstehend verzeichneten Länder von der Labour Scheduh gegeben worden. i 1 t i 5 _te c i £ I)!tv<in in kl (,r.s! s 1 c S< beilule i c - Apr. 37-Sppt. 37 400 | 400 400 Okt, 37..Miir/ 38 1 375 16 58 8! 457! MIO Apr. 3S-Bf-pi.:JS , 178 262 : 18 4 | 4V2 1000 Okt ,38-M;ir/. 30 )! Vn 20ft! . 3 j 5,3 1000 Palästinensische Lehrbetriebe h.iben in dieser Zeit t))j Schüler aus diesen .Ländern aufgenommen, In dieser Pertode und für den Sommer 1939 sind 6$ Sondcr/.ertifikatc für Rabbiner bewilligt worden. Die Jugend-Ali jah ist bedeutend gewachsen. Insgesamt wurden 19)7, j</j8 und biv März 1939 3,(72 Zertifikate für Jugendliche bewilligt. Die palästinensischen Lehranstalten nahmen Hundertc von Schülern und Studenten aus Deutschland auf. Diese I in Wanderung hat dein wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit bedeutenden Nutzen gebracht. Die wissen und Tatkraft mit. Die I jetzt aus der Tschechosluvakei fügte de zweige hin/u. Die Einwanderer bewei keit. Ihr Anteil an der Okkupation rifhtung neuer Siedlungen, ihre Roll. Siedlungen, ihr Anteil in der Polizei Lande gebildeten Wehrkräften ist bvträ Verteidigung jüdischer Positionen auf ande trotz der ungeheuren denen .sie zu kämpfen hat, Linwauderer brachten Fachderung aus Oesterreich und r Wirtschaft weitere Gewerbcsen eine grosse Arbeitsfähigneuer Hoden und der Aufe bei der Verteidigung der und den neuen jüdischen im Jülich. Manche sind bei der ihrem Posten gefallen. II. IIJNANZl'N Der Council for German jewry in London war dir wichtigfte I inanzquelle für die Arbeit des Zcntral-Burcaus in diesem Jahre. 1 Der Council bewilligte teilweise aus den' Ergebnissen der Sammlungen in England und teilweise zusammen mit der Jewish Agency die folgenden Budget«.: Kolonisationsbudget . «► . £ 1 JO.OCO Trainingbudgct . . ..j, . . ,, OO Kredite........ „ 2 j.OÖO Kolonisationsbitdgct A . . . V J O.OOO „ . B . . ff' I2.JOO Trainingbudget A .... ., 1 8.000 „ B . ... . M 7.JOO } 1 .OOO Für Einwanderer aus Oesterreich M 1&.100 Für Jugendliche aus Oesterreich ,, 10.000 Trainingbudget (Deutschland) „ J9-000 Für Verwandte ..... n- Kolonisation*- und Training- Budget ...... . . 5.903 „ 5.000 Kredite und soziale Hilfe . . ,. 1 5.000 Eür Administrative Ausgaben „ 6.700 Zur Ausführung des Budgets haben Abeige tragen: der Council LP 377.200, die Jewish Agency LP 178.000, und andere Stellen LP 38.000. Für Rechnung dieser Budgets zahlte der Council for German Jewry früher und während der Berichtsperiode tP. 236.400. Die Jewish Agency trug aus Mitteln des Keren llajessod einen Betrag von i'P. 72.533 bei. Der bei der Reichsvertretung der Juden in Deutschland bestehende Ähren-Fonds bewilligte im Frühjahr 193« zur Ermögiiehung zusätzlicher Einwanderung aus Deutschland iür 1005 Einwanderer je fP. )v-, insgesamt also £P. 33.000. Auf Grund dieser Zusage wurden vom Altreu-F'onds tT\ ij.193 überwiesen. Da die Mittel des Ahmi-Fonds jedoch gänzlich erschöpft sind, kann nicht damit gerechnet werden, dass die restlichen U'. 1S.000 eingehen werden. Die obigen Budgets wären ebenso entsprechend zu verkleinern. Der Keren Kajemetb gab zusätzlich zu den Geldmitteln, die er als Sonderspenden aus der Aktion des Council for German Jewry erhielt — ca. t'P 195.000 — weitere IP 50.000 für den Kauf von Boden für deutsche Juden aus. Der Centr.il R>ili>h Fund for German Jewry, der in den Jahren 19n/36 ungefähr t'P Sc.occ für die Unterbringung, Berufsausbildung und Ansiedlung von deutschen Juden in Palästina ausgegeben hat, konnte neue eigene Mittel nicht mehr bewilligen, da seine Sammlungen nach der Gründung des Council for German Jewry eingestellt wurden. Avis den Rückzahlungen jedoch, die der Central British Fund aus den in Palästina bewilligten Anleihen (t'P 85.000) hatte, konnten in der Berichtsperiode fast t'P 14.000 neu bewilligt werden, der gtösste Teil davon für die Errichtung, von Gebäuden für neue Einwanderer, die bis dahin in Zelten leben mussteii. Da*. American }<nnt Diuiibuiinn C.iunmistee und ein holländisches Komitee überwiesen einen Bettag von IP 2130 für die An- Modlung von 7 jüdischen Familien am dem Burgenland, die monatelang auf einem Kahn auf der Donau verbringen mussten, da sie aus dem österreichischen Gebiet ausgetrieben waren und \-on_ keinem Lande aufgenommen werden wollten. Sie erhielten Einwaiuierungszertifikate von der Jewish Agency. r Die Sammlungen für die Jugend-Alijah wurden ausserordentlich verstärkt. Zwar war die Tätigkeit der Zentrale der Arbeitsgemeinschaft in Berlin eine Zeitlang unterbrochen, sodass" in mehreren europäischen Ländern die Sammlungen nicht immer mit voller inieusiiat betrieben werden kommt». Die SamnHuHi,en der iiaclassah in Amerika für die Jugend-Aliiah dagegen stiegen von Jahr iu Jahr, bis <>u im Jahre 193$ 39 eine Rekordziffer von tP. n0.000 erreichten. Die glanzende und erfolgreiche Tournee von Fddie Cantor in England (der schon in Amerika der Jugend-Alijah- . Sammlung wesentlich geholten hatte) führte gleichfalls zu den» erstaunlichen Ergebnis von fa>t t'P 100.000, das jedoch nicht gänz- - lieh von vornherein für die Einwanderung von Jugendlichen nach Palästina bestimmt worden ist. Während die Budgets des Council for German Jewry sowie die anderen erwähnten Sondersammiungcn bestimmten, von vornherein festg« leffen Zwecken dienen, verfügte das Zentral-Bureau ir» den früheren Jahren auch über Einnahmen, insbesondere aus den Sammbingen des Keren Haifssod in Deutschland, die zu jmirr freien \''rrfugung standen, Dicw Finnahmen sind durch die Entwicklung der Verhältnisse in Deutschland ausserordentlich zurückgegangen. Aus dieser Einnahmequelle konnte das Zentral-Bureau in früheren Jahren die Kosten der sozialen Fürsorge, der kulturellen Arbeit unter den Einwanderern (Erlernung der hebräischen Sprache), eines lnsmiktiomdienstcs für neue landwirtschaftliche Ansiedler u. dgl. mehr unterhalten. Diese Zwecke mussten entsprechend dem Ausfall a\ l innahmen im Veilaufe der Beiic'mpcriode leider radikal abgebaut werden. Das Zentral-Bureau setzte die iretihhiderinlie Verwaltung der Tramfergfldcr von Juden aus Deittiehfond und Oesterreich fort. Es übernahm auch die Verwaltung der Gelder, die bisher im Rahmen des IP 5oc.ooc-Tra«isfcrs aus der Tscbecboslovakei nach Palästina üb'.'i'wi'.-sen werden konnten. Psr; Ende 1938 betrugen die vorn Zentral-Bureau verwalteten Budgets ungefähr / A/i//io«-P/««i/r--(U6ber-. die Ver.venviurr^ die**:? Gelder gibt eine spezialisierte Tabelle des Berichtes Anfschluss). Seit Beginn des Jahres 1939 wnrden weitere erhebliche Mittel für die Einwanderung vorv deutschen Juden nach fala&tina?„ur Verfügung gestellt: die oben erwähnten neuen Budgets des Coutn.il for Germ.-.n Jewry (IP 132.000) und aus den Sammlungen der Ju ccnd-Aiijah ('P 1 j0.000), sedass die vom Zentrai üurcau verwalteten Fonds zur Zeit der Abfassung des Berichtes \V% Millionei. Pfund betragen. Es ist erfreulich festzustellen, das, ..ms den verausgab.cn Geldern schon in J -» venigen Jihrcn seit der Bewilligung von Anleihen erhebliche Rückzahlungen erfolgt sind. Diese betrugen: a) aus Anleihen des Central British Fund i'P 13.686.408; bi aus Anleihen des Council for German Jcv.y tP 5.740.243; c) au« freien Mitteln des Zentral-Bureaus £P 6.310.088. JH. KMPKAiNG UND BtiKATUNG «ler Kinwiifidt'rer. - Dir Mituchdut OI<*j (»rrmania Das wichtige Instrument 7iim Empfang und zur Beratung der I'.in-vandeiei war die Hitachduth Olej Germania mit ihrer. Ortsgruppen . und Bureaus in den Städten und den grossen Kolonien. Infolge der verstärkten Einwanderung aus Oesterreich im Laufe des Jahres 1938 kam es zu einer Fusion zwischen der Hitachduth Ol , Germania und der schon von früher bestehenden Hitachduth Olej Auiti*i zur Hitachduth Qiej Germania we Austria. Ein Teil der Hitachduth Olej Austria jedoch blieb selbständig. Die Hitachduth Olej Germania stellte auch eine engere Arbeits- und Bureaugemein schaft mit der Hitachduth Olej Czechoslovakia und dem frgun Olej Danz.ig her, so dass heute eine Art Dachverband der Einwanderer-Verbände aus dem Deutschen Reiche besteht. Der radikale Wandel der Verhältnisse in Deutschland, die Verarmung der Judenheit, die Transferschwierigkeiten für Besitzende und die sich dem Gesichtspunkte einer strengeren Auswahl entziehende Zusammensetzung einer sich fluchtartig nach Palästina ergiessenden Einwanderung, alles dies stellte auch die Ffitachduth Olej Germania vor neuartige und schwierige Aufgaben. Wie im Jaiire 1933, nach der ersten Katastrophe des deutschen Judentums, so unternahm auch im Jahre 1938 die jüdische Bevölkeung Palästinas eine grosse Anstrengung, um Geldmittel zur Aufnahme von mittellosen Einwanderern, insbesondere aber für Kinder, aufzubringen. Unter den Auspizien der Ffitachduth Olej Germania wurde der „Pidjo:: Sch'^'nje ,AttHria ive Germania", eine Sammlung für die beiden erwähnten Zwecke, ins Leben gerufen. Diese Sammlung wurde vom Waad Leunii übernommen. Bisher hat die Sammlung rund £P 30.000 erbracht. Die Geldmittel werden von einem besonderen Treuhänder-Komitee verwaltet. Der Bericht schildert sodann die ein/einen Arbeitsgebiete der Hitachduth Olej Germania we Olej Austria in organisatorischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Beziehung. / •) In dieser Halbjahrsperiode hat die Jewish Agency nur Sondeizertifikate für Deutschland angenommen und die allgemeine LaboufSchedul« wegen ihre*' ausjea>rderjt|j>hea Geringfügigkeit t jturücksewiescü. IV BERUFSAUSBILDUNG Eine Einwanderung wie die jetit aus Zentraleuropa nach Palästina strömende Massenimmigration muss einen Prozess gründlicher Berufsurnschuhtung durchmachen. Es ist wichtig, den Einwanderer so früh wie möglich für seinen neuen Beruf vorzubereiten. Die Bedeutung der Jcigciid-Alijah liegt gerade darin, dass sie den jungen Menschen frühzeitig in eine landwirtschaftliche oder handwerkliche Ausbildung bringt. Dies war der Grund dafür, dass das Zentral-Bureau besonderen Nachdruck auf die Ucbcrsiedlung von Schülern nach Palästina legte, die in palästinensischen Lehrbetrieben ihre eigentliche Spezialausbildung erfahren sollen. Während der Berichtsperiode wurde auch in .stärkerem Masse als früher der Ausbildung von Frauen z\ulmer'ksamkeit zugewandt. Etwa 1:00 Ausbildungsplätze wurden teils durch subventionierte Schülerzertifikate, teils durch Einrichtung von Lehrplat/en für schon im Lande befindliche Schüler eingerichtet. Der Bericht erwähnt unter dtn Ausbildungsplätzen, für die das Zuitral-Rurcau Beihilfen an Studenten bzw. Schüler zur Verfügung stellte, die Hcbrainbe Universität nx Jerusalem, das Konservatorium m Jerusalem, das Technikum in Haifa, die Ludwig "fietz - Handurrli riehuk »n jägUf und die K UiistgvWerbcsthule „Neuer Besaht in Jerusalem. Durch Hergabe von kleinen Datlehen an Eimelpersonen wurde es zahlreichen Einwanderern ermöglicht, Unterricht in privaten Gewerbebetrieben aller Art zu nehmen. Besondere Bedeutung h.u die landu innhajiliehe Ausbildung in unseren Siedlungen. Neben den oben erwähnten landwirtschaftlichen Ausbildungsstatten für Mädvhen werden mehrere tausend Einwanderer, sowohl Arbeiter als auch mittelständische Familien in landwirtschaftliche Ausbildungsplätze in den Siedlungen der Jewish Ageiuy gebracht. D.-.s /emiai-üureau sieiiie den Siedlungen die Mittel für die erforderlichen Investitionen für Gebäude und Aibeitsgeiat mr Verfügung. Diese Berufsausbildung wie eise vorstehend erwähnte Ausbildung in Schu'cn "*ar nur dank der großzügigen Forderung unserer Atbeit durch den Coun.-il for German Jew.y möglich. Es sei noch erwähnt, dass das Zentral-Bureau einen Insiruklionsdtcnii für schon angesiedelte Einwanderet unterhält, der dem Siedler über die schwierigen Probleme der Anfangszeit durch Beratung hinweghilf'.. Der Bericht gibt in einer Tabelle die Nair.en von 6* Jandwirtivhiftlivhc» Siedlungen, an, »n denen mit iisife der „pcUiiwhctt Abteilung" 717 Einwanderer aus Deutschland und Oesterreich ausgebildet werden. Hinzu kommen 39 Einwanderer, die sich auf Einzelhachicharah. und 13, die *icn auf städtischer Hachscharab befinden. Mit «113 Einwanderern, die an Lehranstalten ihre Au*« bildung gemessen, ergibt sich eine Gesamtzahl von iooi dieser tegoric. , V. LWDWIHISCJfMTUCIIK KOLONISATION \ W'ie bisher war e< das Bestreben dc< Zentr.il-Bi.rcaus, die Ansiedlung deutscher Juden auf dem Lande mit allen Mitteln zu fordern. In der Tat ist der Prozentsat/ der Personen, die auf« Land gegangen sind, unter den Einwanderern aus Deutschland 1 stärker als unter anderen Einwanderergruppen. 1. BODEN 4 Der Keren Kajemeth verwandte die beträchtlichen Mittel, d* ihm im Rahmen der Aktion des Council for German Jewry zugeflossen sind (£P 195.0001, und aus den Ergebnissen seiner Sammlungert in Amerika weitere £P $0.000, zum Ankauf von Boden für die -Aftiicdiurnr^dentreher Jtrden. L>ic Ansiedlung des Mittelstandes und der Chaluzim wurde in gleicher Weise gefördert. Von besonderer Wichtigkeit war auch die Erwerbung von Boden in der Nähe der Städte und der grösseren Siedlungen zur Anlage von Hilfswirtschaften für neue Einwanderer, die weder über ausreichende Mittel für cine^ landwirtschaftliche Vollansicdlung verfügten noch eine ausreichende ii'Xtstenz ur"anderen Wirtschaftszweigen finden konnten. ( Die Böden für mittelständische Kolonisation wurden der Gt* Seilschaft „Rassco" zur Besiedlung zur Verfügung gestellt. I. NEUE SIEDLUNGEN Zahlreiche neue Siedlungen deutscher Juden wurden in def Berichtsperiode gegründet: &eh Warburg, Schawei Zion, Molcdet und Schaarah (östl. Emck Jcsrcel), Kwuzah En Geb (öttl. dej Tiberiai-Sccs), Kwuzah Tirath Zwi, Kwuzah Massad, Kwuzah Arjefc (alle drei im Bezirk Beth Schaan), Gculim, Kwuzah Bamifneh, Kwuzah Alomm (östl. Emck), Kwuzah Maajan, Ramath Ha dar. Hasortm. Einige der neuen Siedlungen sind aus der Jugend-Alijah hervorgegangen, jugendliche, die ihre Ausbildungszeit beendet ha* ben, bereiten weiter selbständige Siedlergruppen vor. . - j. ARBEITERANSIEDLUNG Die Kwuzoth bildeten nach wie vor die wichtigste Aufnahmt« stätte für die Arbeitereinwanderung. Das Zentral-Bureau veranstaltete in regelmässigen Abständen Zahlungen, um den Umfang der Absorbierung der Einwanderer auf dem Lande und das endgültige Verbleiben der Siedler in ihren Siedlungsgruppen festzustellen. Die Zahl der allein in 88 Kwuzoth aufgenommenen Siedler betrug am 31. März 1939 3525. Die Absorption dieser Einwanderer wa» mit einer Investition für kolonisatorische Zwecke im Umfang von *P 2*3,716 verbunden; die durchschnittlichen Ausgaben betrugen also i'P 73.— pro Kopf. Mehrere Moschawe Otidim oder Kerne zu neuen Moschawi» wurden aus dem Kreis der deutschen Alijah in der Berichtszeit gegründet: Moiedet (Emek jesreei): Mitglieder Schaarah „ „ Geulim (Scharon) „ Hasorim (Galiläa) „ If 43 M 40 Bestehende nicht voü besetzte Moschawim, wie En Vered, Ea Iron, Rishon u. a. wurden vielfach von Einwanderern aus Deutschland aufgefüllt. Insgesamt beträgt die Zahl der Ansiedler aus { Deutschland in den Moschawim zä5 Familien (1100 Seelen). Für' die Ansiedlung in diesen Moschawim wurde vom Zentral-Bureau ein Betrag von £P 30.000 ausgegeben. — >- 4. MITTELSTANDISCHE ANSIEDLUNG X%: a) Rassco (Rural and Suburhan Settlement Co. Ltd.) 1 v; *, Die Rassco, eine Gründung des Zentral-Bureaus, hat die Auf» gäbe, landwirtschaftliche und städtische Siedlungen für Einwanderer mit Eigenkapita! zu errichten. Da-; Zentral Bureau hat t'P io.coai ordinäre shares der Gesellschaft auf den Namen des Keren Ha^ iessod erworben. Dadurch ist der Jewish Agency der massgebend« f'infiuss auf die Geschäftsführung der Gesellschaft gesichert. Da* Kapital der Gesellschaft besteht im übrigen aus £P 30.00c bar eingezahlten Preference Shares. Es sind fernerhin i'P 42.000 Debentures ausgegeben. M Die Gesellschaft konnte in der Berichtsperiode mit ihrer praktischen Siedlungsarbeit beginnen. Sie hat in der Zeit vom 1. April 1937 bis 30. April 1939 drei landwirtschaftliche Siedlungen errichV tei: Kfar Schmarjahu, Sdeh Warburg und Shaxcei Zion, ferner ein« Hilfswirtschattssiedlung in Kirjath Bialiku eine vorstädtische Siedlung Kirjath Btalik B in der Haifa Bay und schliesslich eine Wohnsiedlung auf dem Catmel, von der bisher u Häuser gebaut sind. Fs wurden in den genannten Siedlungen insgesamt etwa 600 Menschen landwirtschaftlich oder vorstadtisch zur Ansiedlung gebracht. Die Gesamtinvestitionen, bestehend ausdem eigenen Kapital der Siedler und den Vorinvestitionen der Rässco in den genannten landwirtschaftlichen und vorstädtischen Siedlungen betragen t'P 180.000. Die Aufgabe der Rassco besteht darin, den von ihr erworbenen oder ihr vom Keren Kejemeth zur Verfügung gestellten Boden zu parzellieren und in jeder Hinsicht siedlungsreif zu machen. Darüber hinaus betreut die Rassco den Siedler beim Aufbau seiner Sied;* lung, beschafft Instruktoren für alle Wirtschaftszweige und organisiert den Aufbau der Siedlung. Um Unterfinanzierungen oder Fehlinvestitionen zu vermeiden, hat der Siedler die für den Aufbau der Siedlung erforderlichen Beträge sicherzustellen, und die Rassco acht darüber, dass sie entsprechend dem vereinbarten Siedlungvprogratnm verwandt werden. 1 . Für Siedlungsinteressenten mit geringem Kapital, die .sich den grössten Teil ihres Lebensunterhaltes durch Arbeit innerhalb oder ausserhalb der Siedlung be»choffen könucii, sind HitfiairiSiPafien vorgesehen. Solche Hilfswirtschaften kommen auch für Siedler in Frage, die hinreichende Kapitalien zur Errichtung einer Vollwirtschaf 1 besitzen, aber wegen ihres Alters oder aus anderen Gründe« eine Vollwirtschaf 1 nicht errichten wollen. ♦ Arbeitsprogramm der Rauco für die nächste Zukunft: ») Ä*» .chüesicnd i.i Kfar Schmarjahu ha: die Rastco zusätzlichen Bode« erworben, auf dem in nächster Zeit in gleicher Form wie auf det ursprünglichen Flache Voll- und Hilfswirtschaften errichtet werden.