Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 22 (11.8.1939)
- Date
- 1939-08-11
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ffr. ml, ii. vm. im JUDISCHF. WELT RUNDSCHAU Set» ü Die Arbeit der „Deutschen Abteilung" Aus dem Bericht des Zentral-BOros fflr die Ansiedlung deutscher Juden bei der Jewlsh Agency Die JD Kutsche Abteilung" der Jewish Agency hat an den X\l. /Aonisten-Kongress und den C.nuncil der Jewish Agency einen II e r i r h t erstattet, der in besonders instruktiver l'orm Hinblick in die vers*:hieilcnen Arbcitszweige dieser Institution und der ihr angeschlossenen Ort>imi*ut tonen gibt. Die Hedrulung dieses Werkes geht weil über den Kreis der deutsehen Alijnh hinaus. Die „Deutsche Abteilung" hat durch die ihr zur Verfügung stehenden Mittel die Wirtschaft de» Landes ah wiche günstig beeinflußt und sur Erhaltung von wichtigen Positionen beigetragen, die sonst die Zeit der Unruhen in Volüstina ülterhaupt nicht oder nur mit grossen Verlusten überstanden hätten. Das von der Jh'titschen Abteilung'* in den vergangenen Jahren (ieleisteie Itesittt dadurch in mancher Hinsicht einen beispielhaften Wert, der auch noch in die Zukunft weiteruirken wird. — Wir veröffentlichen nachstehend die tvichtigsten Teile des Beruhtes, von wir annehmen, das» sie für die breilere Öffentlichkeit von bestmderem Interesse sind. —- (Ked.) Bericht der Londoner Abteilung des Zentral-Büros In der Einteitnng 7»tm Bericht wird auf die tiefgehenden Wr* laderungen in der I.age des deutschen Judentums in den vergangenen »wci Jahren und auf die Umwälzung im Leben der unter deutsche Herrschaft geratenen Judrnhciten hingewiesen. Weiterhin beschäftigt sich d<c Einleitung mit den Maßnahmen, die zur Lösung 4*t Flüchtlingsfrage in dieser Zeit ergriffen worden sind- V I. Das Flüchtlingsproblcm " JDie Vereinigter Staaten von Amerika haben in den letzten twei Jahren die administrative Finwar.dcrungs-Praxis so gebandhabt, da« wenigsten* die gesetzlich zulässige Höchstouote für die Einwanderung aus Deutschland und Oesterreich voll ausgenutzt wurde; Australien hat «ich bereit erklärt, bis zu if.ooo Flüchtlinge im Laufe von drei Jahren hereinzulassen; ferner wurde kürzlich bekanntgegeben, dass die Regierung von Bolivien beschlossen habe, monatlich 250 der jüdischen Flüchtlinge, die bei Erlass der Verordnung bereits im Bcsiu von Visen waren, die Einwanderung nach Bolivien zu gestatten. Belgien, Holland, Frankreich, Schied?, haben in den ersten Wochen nach der Annexion Oesterreichs und nach den November- Pogromen Tausende von Flüchtlingen, die legal oder illegal über die Grenze kamen, aufgenommen und bemühen sich das auf diese Weite noch schwieriger gewordene Flüchtiinpprobiem in ihren eigenen Ländern dadurch zu meistern, dass sie Uebergangslager errichtet haben, in denen die Refugccs bis zu ihrer Weiter Wanderung nach iberseeischen Ländern bleiben sollen. In EngUtid haben besondert die November-Ereignisse dazu geführt, dass die gesamte Öffentlichkeit, die jüdische sowohl wie die nichijüdische, in erheblich stärkerem Umfange als früher für die Aufnahme »on Refugces eintrat, und unter ausdrücklicher Billigung «nd Förderung seitens der Regterusj wurden Massnahmen getroffen, um Tausende von Flüchtlingen aus dem Reich nach England tu bringen. Dank der Initiative von Lord Samuel entstand die Bewegung für die Ueberführung von Kindern und Jugendlich die bisher etwa 7000 Kinder and Jugendliche nach England 1 bracht hat, wo sie zum weitaus grössten Tcti in Familien untergebracht sind, die sich verpflichtet haben, sie aufzunehmen und für ihre Erziehung zu sorgen, während ein kleinerer Teil in Heimen erhalten wird- Für . 1500. Chaluzim, die hier landwirtschaftlich Ausbildung erhalten oder beenden sollen, konnten temporäre Auf enthaitv-Fcrmits beschafft werden. Für Frauen und Mädchen, die bereit sind im Haushalt tu arbeiten, erteilt die britische Regierung grundsätzlich die Einreise- und Arbeitserlaubnis, wenn eine Stellung für sie nachgewiesen werden kann, und schliesslich bekommt grundsätzlich jeder Rcfugcc, der begründete Aussicht auf Wciterwanderung hat und dessen Lebensunterhalt für die Zeit seines tenporiiren Aufenthaltet finanziell gesichert ist, die Einreise-Erlaubnis. Heute befinden sich wohl mehr als 33.000 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, Kinder und Jugendliche eingerechnet, in England, »ehr als doppelt soviel wie vor den Ereigneten des Jahres 193». Palästina hat trotz der Unruhen, die während der ganzen Berichispcriudr anhielten, und trotz der im Zusammenhang damit von der Regierung verfügten Einschränkung der jüdischen Einwanderung nach der offiziellen Statistik der Jewtsh Agency in den Jahren 1917. Mt»d Anfang 1939 weitete 20.000 Juden aus Deutschland aufgenommen, sodass die Gesamtzahl der deutschen Juden, die in den Jahren 1933 bis 19)8 nach Palästina kamen, gegenwärtig etua •j.ooc beträgt. Dr. Martin Rotenbliith beteiligt sich als Vertreter des Zentral- Bureaus an allen Sitzungen des Council, zu dessen Vorsitzenden Jahre 1939 Lord Reading gewählt wurde, nachdem Lord Sarr dieses Amt nidergelcgt hatte. DUR COUNCIL FOK GERMAN JEWRY dit II. Die Tätigkeit der Londoner Abteilung In der Berichtsperiode war die in enger Zusammenarbeit mit Jerusalem und in ständigem Kontakt mit Bertin und Wien erfolgende Vorbereitung der Pläne für die Ueberf ührung deutscher luden nach Palästina und die Vertretung dieser Pläne im Council im German Jewry eine Hauptaufgabe «Im London«.? Abteilung, In unserem Bericht zum 20. Zionistenkon gross wurde übe Gründung des Council for German Jewry und seine erste Finanzaktion, die ein Ergebnis von t j66.qqo erbrachte, ausführlich herrichtet. Diese erste Sammlung sollte, nach den ursprünglichen Plänen, zusammen mit amerikanischen Geldern den Finanzbedarf des Council für ein Vicr/ahre>-Programm decken. Infolge der Ereignisse des Jahres 1938 sah sich der Council genötigt, bereits nach Ablauf }/on zwei Jahren aufs neue an die englische Judcnheit zu appellieren. Eine zweite Sammlung, die nach der Annexion Oesterreichs im Frühjahr 193H eingeleitet wurde, erbrachte LP. 175.000, und eine dritte, nach den November-Ereignissen eingeleitete Sammlung, die noch nicht völlig abgeschlossen ist, ergab bis zum 30. Juni i 700.000. Während dem Zentral-Bureau aus der ersten Sammlung i 243.000 für die Einordnung deutscher Juden in Palimna zur Verfügung gesteilt wurden — zusätzlich zu etwa t' 95.000, die innerhalb dieser Sammlung für den Keren Kajetncth gespendet wurden, und zu weiteren £ üz.oqo, die der Keren Hajessod für das allgemein; Palästina-Budget erhält, — wurden au* den beiden folgenden Council-Sammlungen dem Zentral-Bureau nur £ 114,000 bewilligt, zusatzlich zu £ 43.000, die auch innerhalb dieser beiden Sammlungen für den Keren Kajemcth gesendet wurden. Das hat darin seinen Grund, dass die in England aufgebrachten Mittel in immer steigendem Masse für die in England selbst befindlichen Re fugees aus Deutschfand und Oesterreith, ihren Unterhalt, ihre Aus biidung in Landwirtschaft und Handwerk und ihre weiterwanuerung nach überseeischen Ländern benötigt wurden. Die Ausgaben des Englischen „German Jewish Aid Committee", die im Jähre 193? rund £ 40.000 betragen hatten, stiegen im Jahre 1938 auf rund £ ioo.oco und werden im Jahre 1939 zumindest £ 350.000 erreichen. Der Council for German Jewry hat ferner für die Unterbringung und Berufsausbsldnyg von Kindern und Jugendlichen erhebliche Beträge zur Verfügung gestellt; er hat ausserdem einen Betrag von £ go.000 für das Uebergangsiager reserviert, das dazu dient, um Männern zwischen 18 und 35 Jahren, die auf ihre Auswanderung in Deutschland nicht warten können und private 1 Unterhalt*- Garantien von Verwandten oder Freunden beschaffen können, eine Wartezeit in England zu ermöglichen. Der Gesamtbetrag, den die englische Judcnhcit durch die Sammlungen des Central British Fund (1933 bis 1935) und des Council for German Jewry {1936 bis 1939) bisher aufgebracht ha:, beläuft sich auf rund zur* Millionen Pfund, wovon ein Betrag von t 185.000 dem Keren Fiajessod für dessen reguläres Budget zufiel. Von den verbliebenen i 800.000 sind — einschliesslich von für den Keren Kajemcth gespendeten Beträgen von £ 195.000 — insgesamt etwa £ 700.000 für die Einordnung deut ither Juden in palätttttj benimmt worden. Hinzu kommen die «parat durch' geführten Sammlungen des Women't Appeal Commiuee, di* in der Zeitvöd Oktober 1935 bis Juni 1939 Zeichnungen von ca. £ 280.000 erbracht haben, die ebenfalls zum weitaus grössten Teil zu Gunsten der jüdischen Flüchtlinge aus Deutschland verwendet rden; aus diesen Sammlungen, wurde der Jugeod Alijah nach Palästina ein Betrag von £ 51.000 zur Verfügung gestellt. Uebrigrnt wurde ein wesentlicher Teil des BaldwinFund, der insgesamt t 500.000 erbracht hat, gleichfalls von Juden gegeben. Eine Klärung der finanziellen und organisatorischen Fragen der Hilfiarheit für die tichechotlovetkmken Juden konnte bisher nicht herbeigeführt werden, und da der Auswanderung der tschechoslowakischen Juden von den Behörden zur Zeit noch grosse Hindernisse in den Weg gelegt werden, konnten die zentralen jüdischen" Organisationen noch keine systematische Hilfstätigkeit für die tsckedhoslovakischen Juden in die Wege leiten. Bisher war es ntif - möglich — abgesehen von ein paar hundert besonders gefährdeten Flüchtlingen, die sowohl nach der Besetzung des Sudeteniandes wie nach der Besetzung der gan/cn T»ch*rchos!ov »kei im Ausland gelangen konnten -~ einige Gruppen von Kindern und Jugendlichen teils nach europäischen Lindern, teils nach Palästina zu überführen und einer beschränkten Anzahl von Chaluzitn Hachschara Möglichkeiten im Ausland zu beschaffen. Die F.reignisudes letzten Jahres haben da/u geführt, dass die Arbetttgemeinnh.ifl für Kinder- und Jugend-Ali/ah ihre Zentrale von Berlin nach London verlegen mimte. Das Zentral-Bureau ist in dem londoner Arbeitsausschuß der Jagend-Ali/ah vertreten; ebenso *tcht die Londoner Abteilung in engern Kontakt mit dem hi*r ^richteten Bureau des West^ und Zentraleuropäischen IfahatVix, das jetzt als Zentralstelle für die Auslands-Flachschara des deutschen "Hechaluz fungiert. Auf Wunsch der Palistina-Aemter in Berlin, Wien und Prag hat sich die Londoner Abteilung in erheblichem Umfangtmit der Frage des '/wachenauf enthaltet von '/.ionuten tri England befasst; sie steht mit Hunderten von Ztoriisfen, die einen solchen Zwischenaufenthalt erstreben, in Korrespondenz und sucht ihnen durch Vorbereitung und Vertretung ihrer Antrag'.' zu helfen, DIL Fl, Vi C II TL IN iß S-Z K RTIFIK AT K Die zahtenmä'ssige Vergrößerung und die Verschärfung,, der riüehtltngsfrage in den europäischen Nachbarstaaten Deutschland! hat es Hiii sich gebracht, das« der AiinUrni auf die Erteilung: von"=~ sogenannten Flüchtling^lertifikaten in der Berichtsperiode immer stärker geworden ist. Zur Zeit sind mehr als 1000 solcher Bewerbungen bei der Londoner Abteilung registriert. Demgegenüber standen in den vkr Sehedule Perioden vom 1. August 1937 bis 1. April 1939 inigesamt nur »41 Refugee/-Z«r:if,kate zur Verfügung. Gegenüber einem "--Durchschnitt von 635 Refugee~Zertifikat?n im Jahr sank ihre Zahl im Berichtsjahr i9t7/)8 auf »4, im Berichtsjahr 1938/39 auf 57. Von den <5co Arbdrer-Zertifikateu des Sommer- Sehedule 1939 sind dem Londoner Bureau sj Zertifikate für Flüchtlinge zugewiesen worden. Mit Hilfe die Z74S Zertifikat«- der (ondoi (^t«»te , . . sind vom April 1933 bis ApVii 1939 mrhr ah 4500 Permnen aun den Nachbarländern Deutschlands nach Palästina eingewandert. Auch die Zahl der Flüchtlinge, die unter anderen EmwandcrungskatrgsV ricii (Kapitalisten,' Verwandten-Anforderung, Jugend-Ali jah und Schüler) zur Weiter Wanderung nach Palästina gelangten, ist in der Berichtaperiode erheblich gestiegen; ausserdem ist ein erheblicher Teil für die deutsche f(echaluz liachschara verwendet worden. Die ständig wachsende Anforderung nach Kapitali.ienzcrtifikaten macht*-die Errichtung einer - besonderen Abteilung für Bearbeitung von A (1) — Zertifikats-Anträgen erforderlich, die in engem Kontakt mit dem Paltstine Office der Exekutive in London arbeitet. Der Bericht erwähnt sodann die Vertretung de* Londoner Büros in verwhiedanen Hilfsorganisationen und behandelt schliesslich das Problem der ji-m zu gewährenden a/.ooo Ftitchtlingitertifikate, Er fordert, dass im Interesse des Aufbaus des Jüdischen Nationalfu-irm die überwiegende Mehrzahl dieser Flüchtlinge entweder mit einem gewissen Higenkapttal bis Land kommt, oder das« —- sofern es »ich um Mittellos handelt — Männer und Frauen ausgewählt werden, die mihi *.* ah »ind, am lieh durch die* Arbeit ihrer Hände im Lande eine Existenz zu schaffen, oder Kinder und lugendliche, die in Palästina für ein leben der Arbeit erzogen und herangebildet werden. Die Jewish Agency hat dem Council foe German Jewry einen Hern für die Auf nähme und Einordnung der jj.000 vorgelegt. Die Tätigkeit der Jerusalemer Abteilung I. EINWANDERUNG Die ganze Kraft uimrer Organisation wurde für die Eröffnung neuer EinwandtrungimoglichJstiten für das deutsche Judentum einfescut. Unter dem Eindruck der Katastrophe des österreichischen Judentums wurden besondere Anstrengungen unternommen, um die Auswanderung der Juden aus Oesterreich und ihre Absorption in Palästina zu fördern. Mit der weiten Ausbreitung des Deutschen Reiches eifasstc die Einwanderung -.ach Palästina allmählich alle •eine Bezirke und heute versorgt Palästina in einheitlicher Weise Juden aus Deutschland und Oesterreich, aus dem Sudetengebiet, au; dem Protektorat Böhmen-Mahren, der Slovakei, Memcttand und Danzig, deutsche Flüchtlinge aus aiien Landern West- und Südeuropav, auch italienische Juden und Taufende von mittellosen Flüchtlingen, dsc •hne Einwanderungserbubnisse auf Schilfen im Mittelmeer kreuze und an der palästinensischen Küste zu Lnd«. versuchen oder vor. der Palästina-Regierurig als illegale Einwanderer zuerst interniert und darr.; freigegeben wurden. Die Schichtung der Einwanderer hat sieb gegenüber den früheren Jahren wesentlich verändert. Bei der Auswahl d?r Immigranten j wurden die jüngeren arbeitsfähigen Elemente nicht mehr wie in den «r««n labxeo der Auswanderung aus Deutschland bevorzuge Der Weitaus grösstc Teil der Immigranten kommt völlig mittelloi ins Land und hat kaum eine berufliche Vorbereitung durchgemacht. Der Kapitahuflun aus Deutschland (aus drm Altreich) in erheblich geringer geworden, teils weil die Arbeit der „Haaviia" von den deutschen Behörden eingeschränkt wurde, teils weit in den Jahren der Unruhen und Unsicherheit die Aufnahmefähigkeit der palästinensischen Wirtschaft für die dem Kapitaltransfer dienenden Guter nicht entwickelt werden konnte. Die „Haavara" konnte im vorigen Jahr etwa 300 1 armlirn je iP icoo.— zur Verfügung stellen und für Schüler und Jugendliche kleinere Beiträge überweisen, alle übrigen deutschen Juden muisrcn mittellos einwandern. Line planmäßige Ueberleitung von jüdischen Vermögen aus Oesterreich nach Palästina konnte daher nicht stattfinden. Die Liener Kuhus/genu-indf dagegen konnte in einem bc-jcheidenen Umfange Palästina Wanderern Teilbeträge vor* den ausländischen Wahrungen zuttikn, die die Hilfsorganisationen (Council Cur Ger nun Jewry und American joint Distribution Commiuee; zur Unterstützung de* uotteidirodeii osterreicnisi.'hen Jü'demums hergebe» konnten. Hierdurch koitaten tt—10 Familien monatlich je £P »000 erwerben. Alte ander«* outrretciiiichet» judea mussten mittellos einwandern. Im Januar 1939 wurde mit Zustimmung der englischen und tschechiiichcn Behörden ein Betrag von £p 100.000 aus der 4 Millionen Pfund Spende ( Teil der tc Millionen Pfund Bewilligung) der englischen Regierung für die Tschechoslovakei für einen besonderen Kapitaltransfer jüdischer Auswanderer der Ttchechoslovakei nach Palästina, und zwar für sudetendeutsche Flüchtlinge, bereitgestellt. Durch d;e Bcut/ung der Tschechosfovakei i*t die Arbeit des dort eingerichteten {ransf ersysterm unterbrochen worden. E* »st zu hoffen, da*s der Restbetrag noch freigegeben werden wird. ioz tschechische Juden konnten je bis tP 1000.-— transferieren. Alkt übrigen tschechischen Juden mussten mittelos einwandern. Während die Zahl ihr Einwanderer aus dem Deutschen Reich »rn jähre i«>j6 10.000 betrug und im Jahre 1937 au» 4'/0o gefallen war, >ti«g sie irn Jahre i<f\% auf über 7000 und betrug bereits im ersten Halbjahr 1939 ungefähr 6000. Die. Gesamtzahl der Einwanderer aus dem jet/.igen Deutschen Reich nach Palästina wird auf li.-.'zo gc^hatzi. Die Einwanderung vertrete sich wieder auf alle Kategorien nach dem Immigrationsgesstz, Die Jewuh Agency stellte während der Berichtsperiode iSS'jt Zertifikat* für Arbeiter und andere mit*» teUos« Einwanderer zur Verfügung.