Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 22 (11.8.1939)
- Date
- 1939-08-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2424658-2424659-2424680--289-2425054- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite tf JÜDISCHE WELT-nUNDSCHAtf >Tr. 22. 11. VITT. 1039 Vor den Parlamentsferien DIE „GESPENSTER-WANDERUNG" UND IHRE NACHTEILE In der letzten Sitzung des britische ,i Untcrh.iusm vor den Ferien kam wieder die Frag," der jüdischen F I ü c h t - I i n gc zur Sprache. Kolonialministcr MacDonnhl crl'.Uirte nuf verschiedene Anfragen, die britische Regierung könne dio unausge wählt© Mas«*? von Flüchtlingen, die als illegale Einwanderer eine Zuflucht In britischen Kolonion Mienen, nicht in britishem Gebiet aufnehmen. <!enn man müsse auch mit der Stimmung der Einwohner der betreffenden Kolonien rechnen. Dir? Regierung, ho Rn^to Mr. Mnc- Donald, berücksichtig© bereits den Umstund, da«« diese Flüchtlinge u n s c h u I d i g e Opfer der politischen Ercignlssc de» letzten M ii rz sind; darum tue England alles, um ihnen ein Asyl in verschiedenen Teilen des Empires zu gewähren. Das könne abei nur auf regulärem Weg geschehen, Im Kähmen eine» festgesetzten Systems, nicht •her in <Ur gegenwärtigen chaotischen Form. Bei dieser Gelegenheit erklärte MaeDonald auch, für die 700 Flüchtling* aus der Tschcehoslovakel, die jetzt in B c I r u t h sind, keine Verantwortung (ibernehmen zu können. Auch Und Winter ton, der PHi«ident des Evian-Koml t«-:, nahm in der schärfsten Weise gegen die Illegale Auiwh ti (Irrung Stellung. Er sagte, man könne den Auawanderern gar keinen schlechteren Dienst erweisen, als Jndem man ihre illegale Emigration nach Palästina ermutigt. Lord Winterton übto eine scharfe Kritik an dieser Form der Emigration, eine Kritik, deren teilweise Berechtigung gewiss auch von verantwortlicher jüdischer Seite anerkannt wird. So z. B. wies Ix>rd Winterton darauf hin, das» gewissenlose Unternehmer die Auswanderung betreiben, um möglichst viel Geld herauszuschlagen. Ks handele sich um eine Angelegenheit, die im Grunde hinauslaufe auf den „weissen Sklavenhandel'. Wer dio Protokolle Uber die Verhältnisse auf den illegalen Flüchtlingsschiffen und Uber da« Verhalten der Auswnnderungsunternehmor (einschliesslich gewisser jüdischer Unternehmer) gelesen hat — Protokolle, die wahrscheinlich auch den englischen Behörden bekannt sind —, wird die von Lord Winterton gegebene Charakterisierung für manche Fälle zutreffend finden. Es sei nur z. B. an das berüchtigte Flüchtlingsschiff „Astir" erinnert, das Juden aus Danzig nach Palästina brachte. Haarsträubende Tatsachen, die auch In der palästinensischen Presse veröffentlicht wurden, zeigen das brutale Verhalten der Veranstalter und Transportkommant'pnten, dio als Revisionisten bezeichnet werden. Man darf üla sicher annehmen, dass «Ito jüdischen Flüchtling »Ich dieser Tortur nicht unterwerfen würden, wenn nicht Ihr letzter Ausweg wäre. Es ist daher paradox, die Menschen, die zugleich Opfer der Verhältnisse und der brutalen Ausnutzung ihrer Notlage sind, zu beschuldigen. Die Begleitumstände der illegalen Emigration einschliesslich der grauenhaften Spuk-Erncheinung der über die Meere fahrenden, mit Flüchtlingen be- Jadeiten Gespensterschiffe, sind vielmehr eine furchtbare Anklage nicht nur" gegen die Unmenschlichkeit derer, die diese Mensehenmassen austreiben (bei denen man aufgehört Itat, .menschliche Masstäbc überhaupt anzulegen), sondern auch gegen die Gleichgültigkeit, mit der trotz aller Konferenzen, Reden und Bemühungen doch von d^r Welt- Öffentlichkeit diese Tragödie hingenommen wird. Es gibt in unser Zeit genug menschliche und nationale Katastrophen auf dem ganzen Erdball. Manche davon erscheinen zu unser aller Schande unabwendbar und unheilbar, wenn nicht die ganze politische Konstellation \on Grund auf sich ändert. Die J u d c n t r a g ö d I e aber ist bei gutem Willen auch heute noch lesbar. Denn es handelt sich um ein friedliches und «um Teil — in den jüngeren Jahrgängen — fähiges und arbeitswilliges Mensehenmaterud, das nützlieh untergebracht werden ZUR 10. WIZO-KONFERENZ Wir erhalten folgende Nachrich!.-?»: Nachstehende Mitglieder der Palästinn-'.VI/'.O-Exekutivo .«owfe Delegierte der palästincn: -chen WIZO-Föderation sind nm 2. August nach Genf abgereist., um an der 10. WlZO-Konfeunz teilzunehmen: Dr. Ruhr] Klompu?. Jenny Blumenffld, E.;ther Smolru, Frl. T<>nic Ifausrr. Ix'rt Wilenski. Regina Zimmermann. Ais Delegierte für die Jung-WIZQ-Kon~ frrrn., «lie für den 11. August angesetzt ist. sittd Frau TL K. Knitoport und Kon ja Goldin jeffhren. Die Werkstätte der H.N.Z. für jemenitisches Kunstgewerbe, Shani, wird auf der Konferenz unter der Leitung von Frau Cza.-zkca ihre Erzeugnisse ausstellen. Dazu wird una geschrieben: Die palästinensische Exekutive der WIZO und die Delegierten ihrer Palästina-T»Y "-ration wert1 n vor die X. WIZO- Krnffirn:, die für den 12. August nach Genf einberufen worder ist, in dem guten Bewußtsein treten können, unter denkbar schweren Bedingungen mit ungewöhnlichem Erfolg gearbeitet zu haben. In ungeahntem Mass und Tempo hat die Welt-WIZO alle ihre Lehranstalten t.'.id die von ihr gemeinsam mit der Moazath Hapoaloth geführten Lehrfarmen ausgebaut. Zusätzliche Gebäude wurden überall errichtet, die Wirtschaftsanlagcn vervollkommnet, die Bepflanzung erweitert, der Unterrichtsbetrieb verbessert, die Schülerinnenzahl auf das Doppelte — auf fast 600 — erhöht und das Programm durch Aufnahme von Jugendali ja-Gruppen erweitert. Auch dio beiden Säuglingsheime in Tel Aviv und Jerusalem sind durch Umbauten und Umzug in ihrer Aufnahmefähigkeit erheblich gesteigert und auf das Vorbildlichste in ihrer Inneren Einrichtung ausgestattet worden. Durch die schulmässigcre Gestaltung ihrer Säuglingspflege-Kurse erreichte die WIZO nun zum erstenmal auch die Bewilligung von Zertifikaten für Auslandsschülerinnen für diese Anstalten. W5 Mädchen hat die WIZO in den beiden letzten Jahren auf 'chülerinnen-Zertifikate in ein freies und produktives Leften retten können. In der gleiche- Zeit hat sie gegen 9000 Frauen und Mädchen im ganzen Lande, aus allen Schichten der Bevölkerung, darin unterwiesen, ihre Familien trotz des stark herabgesetzten Einkommens rationell zu ernähren und die Produktion ihrer Wirtschaften zu heben. Die WIZO-Foderationen des Auslandes haben das Ihrig« getan, um den Standard der WIZO-Arbeit erhalten zu helfen. Trotz all der lähmenden Unsicherheit der Zeit und den grossen Anforderungen der Flüchtlingshilfe in ihren Ländern haben sie ihrerseits ihre Aktionen für die WIZO-Fonds durchgeführt, den Ausfall der mitteleuropäischen Föderationen wettgemacht und das WIZO-Budget von LP. 90.000 in dsr \origen Konferenz-Periode auf LP. 105.000 in der gegenwärtigen zu vergrössern geholfen. Auch die Palästina-Föderation gab überraschend? Beweise innerer Kraft. Die Mitglicderzahl stieg beinahe auf das Doppelte, auf 12.000, die Ortsgruppen um 8 weitere, also auf .10, Gegen 27 neue Stellen für Kinücrfürtorge in der verschiedensten Form wurden zu den bestehenden 80 neu dazu begründet Die HNZ hat trotz der prekären Lag« weiter Schichten die Beiträge ihrer Mitglieder auf der Höhe von LP. 6—7000 im Jahre zu erhalten vermocht. Dr. Nadja St eis* * W1ZO-FRAUEN BEI INTERNATIONALEN * KONGRESSEN An dem Internationalen Kongress für flaü-wrirtschaft» liehe Schulung, der vom 21 .—26. August In Kopenhagen stattfindet, nehmen als Delegierte der Palüstina-WIZO Ziona hatimky-Jtabau, Leiterin der WIZO-Jnstruktion in den Kibi unrite nuf einem der rie»ü;en leeren Territorien der überseeischen Weif. Natürlich muss man endlich aufhören, di Sache unter dem Gesichtspunkt privater Wohltätigkeit v; betrarht.cn. Eine wirkliche! Hilfsaktion erfordert weit gros s re Mittel, aber Mittel, die immer noch vergeh win <i c n d klein sind im Vergleich mit den astronomischen Kumn-eii. die heute in allen Ländern für ganz unwirtschaftlich.' Zwecke, vor allem Aufrüstung, ausgegeben werden, Die über die prown Goldschätze der Welt verfügenden Staaten konnten mit einem Aufwand, der »war von uns aus gc-ehen, eine gewaltige Summe bedeutet, aber nicht* l»t gemea«en an dem nonMigen Verbrauch dieser tiroawtaaten. ein Problem au« der Welt M-haffen, daa, wenn es so weiter geht, nie! t nur unabsehbare Beunruhigung schaffen würde,; Vrn letzten Endes In direkter '•der Indirekter Weise aneh ungeheure Summen — und dann wahrscheinlich ganz unproduktiv — verschlingen würde. Wenn nicht ein derartiger wirklich einschneidender Plan 1 i Angriff genommen wird, wird die von den britischen Ministem mit Recht so bedauerte illegale Wanderung nicht aufhören können, so furchtbar auch diese Tatsache i«t und so xhrecklich («erade jüdische) Opfer sie fordert. E«j Ist wohl ohne weiteres einleuchtend, das« niemand mehr entsetzt über dies* Erscheinung unserer Zeit ist als wir Juden selbst. In einem kurzen Zwischenruf im britischen Unterhaus wurde Lord Winterton vorgehalten, dass die illegale Emigration aus der Tatsache entsteht, dass die betroffenen Menschen keine andere Möglichkeit des Entkommens haben. Darauf erwiderte Lord Winterton, dass er im Sinne der Bemühungen des Evian-Komiteesdie illegale Flüchtlingswanderung ablehnen müsse, und dass bereits Schritte ergriffen worden sind, um die Lage der Juden in Deutsch- Ir.nd zu regulieren und in gewisser Hinsicht zu verbessern. Wir Juden würden uns am meisten freuen, wenn diese optimistische Bemerkung des Ministers eine reale Basis hätte, aber — durch die schlimmen Erfahrungen gewitzigt — müssen wir befürchten, dass es sieh bei dieser sogenannten „Verbesserung" der Lage der Juden in Deutschland um nicht viel mehr handelt als um eine Redensart, denn auch wenn immer gewiar.e Pausen in den schockartigen Judenverfolgungen eintreten, so ist doch die englische öffentlichkeit, wie auch aus englischen Pressestimmen der letzten Zeit klar hervorgeht, Uberzeugt, dass die Lage der Juden in Deutschland nach ailem, was geschehen ist, heute sehr pessimistisch betrachtet werden muss, und dass es für sie keinen anderen Weg gibt als schleunige Uberführung in ein änderet Lind. Im übrigen hat Lord Winterton in seiner Rede auch einige Mitteilungen über die künftigen Aufnahmemöglichkeiten für Einwanderer gemacht, wovon am interessantesten und wichtigsten die Mitteilung ist, dass Brasilien in den nächsten drei Jahren 11.000 Einwanderer aufnehmen will und im ganzen bis 80.000 neue Immigranten aufzunehmen bereit ist. Im übrigen wiederholte Lord Winterton nie schon bekannten Zahlen über die Aufnahmefähigkeit der bü*im. und Miriam Cerson der Vecuw, Mitglied des Aufsicht«- rates der WIZO-Hauahaltungsschuic in Nachlath Jizchak, weiter Rosa Jcvnin, Leiterin der Instruktions-Abteilung der WIZO und Frl. Afinn Äfrvcr, Lehrerin an der WrlZO-Hau»- Vercinigten Staaten (27.000 jährlich). Australiens (5,000 jährlich) etc. Das britische Kolonialreich ausschliesslich Palästinas habe 1.700 Personen in dem Halbjahr aufgenommen, das am IM. März endete. Schliesslich sagte Lord Winterton noch einige optimistische Worte über dio in Vorbereitung befindlichen Pläne für Anaiedlung in Britisch Guayana, San Domingo, den Philippinen, Nord Rhodesien etc. Daa britische Parlament ist nun in Ferien gegangen. Neben den grossen Fragen der Weltpolitik, die auch während oer Ferien die Staatsmänner beschäftigen werden, steht die ungelöste Frage der heimatlosen Menschen, die, so ungern man das auch anzuerkennen scheint, ein politisches Problem ersten Ranges geworden ist. SPRECHSAAL RECHTFERTI6UNG OES NICHTWAHLENS Ein Zionist, der seit dreiunddreissig Jahren keine Kongresswahl versäumt hat, fühlt sich verpflichtet, Rechenschaft abzulegen, weshalb er es diesmal für geboten hielt, sich an der Wahl nicht zu beteiligen. Das stillschweigende Wegbleiben allein wäre ein resonanzloses Verhalten; es ist notwendig zu erk'ürtn, weshalb der „Wahlstreik" von vielen verantwortungsbewussten Zionisten als ein Mittel des Protestes benutzt worden ist Der Kon gross \?t eine, überlebt« S a c. h e. Er stammt aus der Zeit, als der Zionismus nichts als Propaganda war. Damals war eine jüdische Nationalversammlung in einer Stadt der Diaspora ein eminentes Mittel zur Wirkung, Der Kongress hatte nur deklamatorische, keine parlamentarischen Aufgaben. Dieser Funktion wurde er gerecht. Seit der Zionismus nicht nur Propaganda bedeutete, sondern je mehr er sich vor politische und wirtschaftliche Aufgaben gestellt Mth, mit anderen Worten: seitdem Palästina eine .. iüd'seh* Fi e. a I i» i> t v^'or^n Hi — vof: ds an sar.h die Bedeutung der Kongresse mehr und mehr. Gegentiber konkreten Aufgaben, die eine Mitarbeit erfordert hatten, versagte die h-itungs- und gestaltlose Ma.s.<>e der Delegierten. Der Zionismus kann heute nicht mehr aus Palästina heraus und für swel Wochen in eine fremde Umgebung verlegt und dort zum Gegenstände kern- und zielloser Debat'en gemacht werden. Jedenfalls sind die Kost e n, die solche ZusaMnienküufto verursachen und die auf etwa 60.000 Pfund geschützt werden, nicht zu rechtfertigen. lieformvprschlägo sind seit vielen Jahren von Männern gemacht worden, denen unsero Organisation am Herzen U.%vt und die wissen, was eine gute Organisation leisten '.önnto. Die Vorschläge haben nicht die geringste Wirkung ■jhabt; denn der Kongress müsste sich ja seiber reformieren. .um» man das von den Leuten und Gruppen erwarten, die uas Heft in der Hand haben und eben von dem Verfall der Organisation politisch und auch sonst existieren? Eine W a n d I u n g ist nur zu erwarten, wenn das bisherig; System sich selber ad absurdum führt und an seiner eigene Sterilität zu Grunde geht. Aber so etwas dauert!ange und ist leider mit ungeheuren Kosten jeder Art verknüpft. Die Reform kann nicht ausgehen von einer Partei — dies sage ich meinen näheren Freunden, mit denen Ich in vielen Dingen übereinstimme, auch in der Bewertung unserer Organisation und unseres Kongresses --. die nur a!'-? zwei Jahre unter stets neuer Firma für ein paar schöne Sommermonate zum Leben erwacht und alsdann wieder der Vergessenheit anheimfällt. Dieser Kongress wird wie all« anderen seit zwanzig Jahrtit sein© wichtigste Aufgabe in der Mandats- und Ämterverti lung sehen und eine neue Leitung in seinem Ebenbild« f-chaffen: ohne Programm, ohne Haltung, ohne Entschlusskraft, Daran wollten viele sich nicht «"ureh Stimmabgabe mitiSchorer, Abg. H. Crossen , , ,, , . w ( j ___■ ^. m w~v . n..MAAkiM iL"* A*x nWuun # - sws. vrv w\ »*^* * 4 »j schuld!* machen. jHerrtot, J, Paul-Bcrtcotir.;•. t*e Jes-s... -................, — Violette, Kammer-Vizepräsident G. Candacc, Senegal-Depuhultungsschule teil. An der Dreijahrs-Konfercnz des Weltbundes der Landfrauen-As«or-Mf<?d .Cauntry Warnen of the World (A.C.W.WJ. die im Juni in London stattfand, nahmen fast alle Mitglieder der Londoner Exekutive teil. Unter den Rednerinnen waren Frau Sic ff, Frau Goodman und Frau Edcr. Ala palästinen- .«ische Vertreterin gab Lola. Herrmann aus Jerusalem eine mit grossem Beifall aufgenommene Ansprache über die Arbeit der jüdischen Frau auf dem Boden. Unter den gesellschaftlichen Veranstaltungen im Zusammenhang mit der Konferenz gab es auch ein Gartenfest für die Delegierten im Hause von Frau Harry Sather. Co-Ehrensekretärin in der WIZO. An dem 13. Kongress des IntcnuitionulK-n Fraucn-Stimm" rechtti-Bundts, der im Juli in Kopenhagen stattfand, nahmen Frau Sol. Cohen aus Haifa aus dem Landesvorstand Oer Palästina-Föderation. Frau ürm-hjahu von der Jerusalemer WIZO und Frau BurstttH von der WIZO Petach-Tikwa teil- INTERNATIONALER ANTIRASSISTEN-KONGRESS Vom 29, September bis 1. Oktober findet in Paris im Cen« Marcelin Bertheiot der von der Welt vereinigur g gegen Rassismus einberufene 3. Internationale Anvirnesisten-Kongreas statt. Daa Seketasiat der Welivereinltiung hat sich die Mitwirkung folgender Persönlichkeiten en dem Kongress gesichert: Vereinigte Staaten: W.E.B. du Bois von der Universität Atlanta und H. Smith Leiper vom National Christian Council; England: Herzogin von Atholl, Sir Norman Angell, Abg. Vyvyan Adams, Prof. Norman Benlwich, Prof. Selig Brodetsky, Abg. A. Greenwood. Dr. Julian Huxlev, Abg. Creech-Joncs, Prof. Harold Laski. Rev. Dr. Matthews. D. N. Pritt, Abg. F. C. Watkins, Abg. Graham White, Abg. Josiah Wedgwood; Schweden: Senator G, Branting, Prof. Gunnar Dahlberg, Direktor des Biologischer Instituts'in Upsala, Schriftstellerin Gunhild Tegen. Komtcasu Kerstin Hamilton; Italien: Prof. Uoneilo Venturi; Bulgarien: ehem. Minister Kosta Todoroff; Schweiz: Paatoi Frankreich: Edouard Jerusalem, am Tage der Kongresswahl. Erich Cohn. Das Foyer Itachl. Heim der Jüdischen Jugend in Paris, 10, rue Chartot t.Mctrü Repubüque. Fi»«* de Caivaire. Rambuteau; Autobus O, Au) ist täglich von 11- 22 Uhr geöffnet. Das Foyer aachl will jungen Menschen die Gelt genheit bieten, sieh im Kreise gleichgesinnter Jugend heimisch zu fühlen. Bibliothek, Lesesaal. Spiele. Kurse in Französisch tAnfänger und Fortgeschrittene), Englisch, Spanisch, iiebräuch; Arbeitsgemeinschaft über jüdische Weltanschauung in Franzosisch und Deutsch; Talmud, Oneg Schabbath. Auskünfte und Eintragungen zu den Kursen im Sekretariat 10, rue Cnarlot tierter G.tlandou-Diouf, Herr und Frau Jollot-Curle, Romain Kolland, Jules Romains. Joseph Szigeti, Prof. J. Perrin, Prof. YermeU, Pastor Cooreman. der Generalsekretär der lVanzästschen Gewerkschaften L. Jcuhaux, Ccncvievc T&bcuis, ehem. Minister H. Sellier, ehem. Minister Leo Lagrange, ehem. Minister S. Lacore u.v.a. ABC der jlildisdisa Ort-anisatlonrn. Vnte? diesen? THel erscheint demnächst in englischer und deutscher Sprache fia Orientterungsbueh, das erste Adressenbuch der jüdischen Organisationen der ganzen Welt, herausgegbe.i von Dr. Rudolf Levy und M. V. Goldrosen im f,Hagiraha-Veriag, Den, Haag (Holla ui».