Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 22 (11.8.1939)
- Date
- 1939-08-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 22, n. vra. 19» JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Seitt S Notisen der Woche •fri-tiHAlfm, 8. tiigiwt Der Konrett «ruf England Seitdem durch die Halfour-Deklaration der Zionismus In ein neues Stadium man nannte es das Stadium der Verwirkiiehung — getreten war, d. h. also praktisch in der gan- .'zen Periode mich dem Weltkrieg, haben m ziemlich alle Zioniatcn-Kongre^se ihrer Unzufriodenlieit mit der politischen hagc — und d. h. mit der Haltung frngiand« — sehnt* Ausdruck gegeben. Oft glaubte man einen entscheidenden Rück- 'schlag zu erleiden, noch nie nber stand ein Kongress vor einer solchen Veränderung wie dieser, Die Lage der Mandalarmacht Ist so, dass es sich nicht mehr darum handeln kann, Protestresolutionen zu überreichen oder cchleehte Zensuren zu erteilen, sondern sich zu fragen, Was objektiv erreicht werden kann. Zwanzig Jahre lang standen wir unter j jichen Scheveningen Kü?tenbef»-'»Us?unwn d<)il nl rinden, wo dem Kindruck, das« England alles kann, wn* es will, und j sona{. die Kinder im Sande spielten, am neutralen Seh wirf ass es im Grunde daher nur auf den guten oder schlechten i ^p |trrr (jes BodenncMt mein Cn&f gebor mich belehrte, AVillen Englands ankommt. Viele von uns haben immer { jch jn fJpr i,>,HUmgt.ZOne sei USW. usw. darauf hingewiesen, dass England selbst abhängig ist von den } Am eindrucksvollsten aber wurde ich Ta» für Tag objektiven Verhältnissen in der arabischen Well, heute j Von deP furchtbare n U n r U h e beeindruckt bei dem aber Ist es wohl jrdtm völlig klar, dass Englands Macht und j wiedersehen mit alten Bekannten aus freie politische Entschlusskraft beschränkt sind. Anglicht« | n e u t a c h 1 a n d in fanden. Paris. Amsterdam, Brüssel, einer Hochspannung in Europa, die zu einem Kampf »wf | Zürich. rn den Strassen all dieser Städte kann man keine Leben und Tod für das Bntiscne Empire werden kann, sehen | Viertelstunde gehen, ohne auf Menschen zu stossen, die * wir Gütlich die Tendenz Englands, potentielle Xebmknw , man vor sechjl( Hjeben Jahren du» letzte Mai in Berlin Europäische Reiseeindrücke UNRUNE ÜBERALL ALTE BEKANNTE DIE SCHWEIZER LANDESAUSSTELLUNG Von fcriist Kahn Mit Kopfschütleln sehen uns die palästinensischen Freunde im April nach Kuropa fahren: „Muss es wirklich sein? Wer garantiert eine rechtzeitige Ruekkehr vor Kriegsausbruch? Wie lange wirft Du dann von?«'r. u;iJen und Fnmilie getrennt sein?" Ja, es musfite wirklieh «ein. Und ich bin unbelastet heimgekehrt, wenn auch unterwegs die Kriegsschiffe' auf Alarmbereitschaft deuteten, die Luft an allen berührten Ländern voll von Abwjhrf lugzeugen war, im sonst so friedist Mcrusiilem) f feraustretrn Mufft: /iirir-h <■ liger Mensche sind diese Besueher va Mich der vet wuhiUest lern Bahnhof ine WM ' st from bis tief in her von der I, a n d e s a u s s t e i I u n g, Ausstellungsroutinier kann von ist der Reisende vert ri t geworden. Durch i wiil/X «jrh ein atäridie Nacht. Angezogen ttchonplützc zu beseitigen, z. B. im Fernen Osten; diene Tendenz leitet die englische Middic East-PolHik seit fast einem Jahre. Gegenüber einem solchen Wunsch, «ein« politischen Verpflichtungen mit der tatsächlichen Macht in Einklang zu bringen, versagt die Berufung auf juristische, ja sogar uuf humanitäre Gesichtspunkte. Zu dieser Erkenntnis tritt für uns Juden noch die gewaltige Schwierigkeit, dass wir in dem Kampf der weltpolitischen Fronten eine Überlegenheit Englands wünschen müssen. Die«* Grundtatsache wird der Kongress immer Im Auge behalten müssen. Wer gewisse jüdische Äusserungen der letzten Zeit beobachtet hat, muss sich fragen, ob alle »ich immer genügend klar darüber sind, wo In der heutigen Zeit der eigentliche Feind des Judentums steht; man sollte unter keinen Umständen den Eindruck aufkommen lassen, als betrachteten die Juden oder ein Teil der Juden England als diesen Feind. Davor muss sich vor allem der Zionbtenkongress hüten, und es ist anzunehmen, dass all« verantwortlichen Kräfte •ich dieser Sachlage voll bewusst sind. Konstruktiv* Vorschlage Kein Zweifel besteht darüber, dass der Kongress das letzte •ngllsche Weissbuch mit Entschiedenheit ablehnen wird. Aber es darf nicht bei der blossen Ablehnung bleiben. Der Fehler der zionistischen Politik der letzten zwanzig Jahre war, dass sie immer nur negativ blieb und niemals •inen positiven, konstruktiven Vorschlag unterbreitete. Der «rat« Ansäte dazu, Weismanns Schema vom Jahre 1930/31, wurde vom Kongress brüsk abgewiesen, sogar mit Sturz <ki Präsidenten. Wenn man Uberlegt, in welchen Linien sich der Alternativ«Vorschlag bewegen könnte, den der Kongress a n St« 11« des Weissbuches unterbreitet, so Hegt das Wort Föderalismus auf der Zunge. Eine föderalistische Löiung wird heute von einem grossen Teil der englischen Öffentlichkeit einschliesslich der massgebendsten konservativen Zeitung, der „Times", befürwortet, und Kolonialminister Mac- Donald erklärte auch bei der ieUten Uhierhausdebatte eine ■olch« Lösung für denkbar. Sie kann unseres Eraehtens nur verwirklicht werden verbunden mit einer Kanton isierung Palästinas, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen als ein-! »ige vernünftige Lösung erscheint, nachdem die Teilung von oder Frankfurt als Saturierte und scheinbar fest Verwurzelte verlassen hatte und die heute — armer an Kapital, aber reicher an Jahren — eine Blei b esue h e n. Zwei Kategorien Emigranten Freilich ^ibt ea da erhebliche Gradu.ntcr»chied e : Zwischen den Emigranten von 1933 und jenen, die erst nach den Novembertagen 1938 Deutschland vorliessen, liegt eine Welt. Jene sind heute die unermüdlichen Helfer der neuesten Auswanderer; zu den wenigen erfreulichen Eindrücken (Üeaer Leitung nur in Superlativen de Lobe» srfreeh^n. Da» gilt nicht nur von dem f.! bolenen und der Anordnung, sondern vor allem von den» Geist und dem Sinn d:vr Veranstaltung, srhliessih'h von den Bcmtchern. In einem Wolle: Hier wird uns das Hohe Lied der l) e rn o k ratio gesunken, und die Besucher nein, die •ranze Eidgenossenschaft singt mit. Aber i;ieht nur die Zahl der Besucher imponiert; in iTfs>geF BeziehHfij^iffFmi"Tn^n-wohJ-wagrir,-• dusäalles, was noch oder schon laufen kann,, von allen Ecken und Weilern den Landei an den ZU ruber See strömt, an dessen be-tden Ufern die Schau mit musterhaf ter Geschicklichkeit aufgebaut ist.' Sandertarife und Sendet Veranstaltungen ermöglichen einen sole-hen Massenbesuch auch in finanzieller Beziehung. Und so konnte diese Demonstration an der »Jmmat in den ersten Wochen h ö h e r e Frequenz aufweisen als ihre grosse Kollegin am Hudson, die World Fair of New York. Aber nicht dieser Mengenerfolg ist das Entscheidende. Es ist vielmehr die Qualität der Besucher und ihre Reaktion auf das Gebotene, Ich sah diesseits und jenseits des Ozeans in ähnlichen Veranstaltungen beängstigend zahlreiche Massen aber welcher Gegensatz zwischen dem oft widerlichen Herdenbetrieb und den Besuchern der Zürcher I^audesausatelder Europafahrt gehört die unbeschreibliche Aufopferung; |ung; durchwegs einfach, aber gut gekleidete Menschen, der Vorangegangenen für die Spaterkommenden. Es be- (,lie mit einer {monierenden Sachlichkeit und einem «tätigt sich jetzt die Voraussage, wonach ein leeres Sofa E rnat das Gebotene auf sieh wirken lassen und verbei einem Bruder oder Schulfreund mehr Wert hat als j arbeiten. Das kann man Schritt für Sehritt in drei die schönsten Komitees: Tausende von kaum aesshaft; Sprachen hörer, wenn Vater und Sohn, oder Arbeita- Gewordenen laufen von früh bia spät von Pontius zuj genösse mit Arbeitsgenossin das Gesehene erörtern mit Pilatus um Einreise-Erlaubnisse, sehreiben Briefe Ubericiner Sachlichkeit, wie man sie schwerlich bei einem an¬ Briefe, teilen ihr nicht immer reichliches Essen und ihren j deren Volke finden dürfte, fast immer knappen Wohnraum mit Neuankömmlingen, \ die nicht immer das grosse Opfer verstehen und manch- \ mal noch nicht erfaast haben, dass die neueste Mode für; uns Einfachheit, herzhaftes Zugreifen im Haushalt, Verzicht auf den letzten Komfort proklamiert hat. Aber eines haben Neuankömmlinge mit den „Veteranen-' von 1833 und au gemeinsam: Restlose ~ ..„.*,.. ^. ~.v , - . sind fast überall so unerfreulich wie nur möglich. An .Hohenweg', dessen Beschreiten uns ohne Muhe die A«a- Voriiihiiiehe Anordnung Freilich wird der erstaunlich hohe Nutzeffekt dieser Sc h a u in materieller und vor allem moralij scher Beziehung entscheidend gestärkt durch die glück- «.......!Jicne Darbietung des Stoffes. Zunächst ist die übliche aM-w^VHe^'iäftlSt SgebÜrgertcn I(iefahr di?s Zerflatterns dank einer verblüffenden Idee e Unsicherheit. Die Folgen j vwroteden Durch dl« Ausstellung führt nämlich ein .... . ..... . Htlhvnv/tHr" Adutaan Ri>i/hrf>iti>n intu nhn« M ikß tlift Ali«. Stelle einer schönen GeseHigksit: i>n Stelle einer erholenden und anregenden Konversation, ist eine höchst sterile Rederei über d»n Thema Krieg oder Frieden, eine polltische Salbaderei, ein stereotypes Kritteln an den Staatsmännern getreten — höchstens unterbrochen vom nervösen Andrehen des Radios. Man wird menschenscheu. Freilich kann man sich nicht all den Fragen entziehen, nach dem „Wohin?" Das kommt nicht etwa nur au« dem Munde der Emigranten. Namentlich in Holland und der Schweiz sind auch die Eingebürgerten mit ihrem Geld zum Teil schon in Übersee — manche sind entweder im England fallengelassen wurde und auch problematischer ist als | Aufbruch dorthin oder schon plötzlich abgereist. je, eine paritätische Lösung in einem binationalen Staat aber aus psychologischen und tatsächlichen Gründen heute unerreichbar ist. Wir haben in der „J.W.R." (Nr. 21) einen wohlüberlegten Vorschlag der Kantoniaierung von Dr. Elias Auerbach veröffentlicht, der unseres Erachtens Grundlage eines positiven Programme.5? werden könnte. Dieser Vorschlag scheint uns als Sofort-Programm durchaus vereinbar mit den Gedanken, wie säet in der „J.W.R, Ernst Lewy, Richard Lichtheim u Wirtschaftlich« Probleme Der Kongress wird sich bei aller Wichtigkeit der politischen Fragen auch mit der Situation in Palästina selbst beschäftigen, Palästina ist in den letzten Wochen von der Die nervöseste Stimmung fand ich aber in London, weii hier durch die sehr grosszugige Haltung der englischen Regierung neuerdings am meisten Flüchtlinge aus Deutsehland, Wien und Prag zusammenströmen. In manchen Gegenden (namentlich des Nordwestens der Weltstadt) hört man - und sieht man fast mehr deutsch als englisch reden. Ähnliches fällt ja auch im etwa von Martin Buber, j Süden Amsterdams dem Reisenden auf - - und nicht a, vorgetragen wurden, jnur ihn», sondern auch dem Einheimischen, worin ein Je rn st es Problem liegt. I Jene Unsicherheit und Unruhe in den Kreisen der zugewanderten und einheimischen Juden i«t natürlich in abgeschwächtem Masse für die gesamte e u r o p ä i sehe Bevölkerung kennzeichnend; wenn in London Flüchtlings welle erreicht wurden die von Mitteleuropa \ allenthalben Laufgräben in den schönen Parks gezogen j sind, wenn dort für den Ernstfall der Abtransport der ' Schulkinder vorbereitet wird, wenn man am Häusermarkt beobachtet, wie eine unverkennbare zentrifugale Tendenz bedrohter Städte herrseht, so sind das Symptome. „INSEL DES SELBSTVERTRAUENS" Umso angenehmer berührt den Besucher Europas in aussehend, die Juden hei ten aiier Länder unter Druek setzt. Die Folgen dieser Einwanderung mit Bezug auf die wirtschaftliche Struktur werden sich zweifellos in den mlchH.en Monaten geltend machen. Der Kongress, der für die jüdischen Verhältnisse in Palästina die Verantwortung trägt, kann sich die Tatsache nicht verhehlen, das» in weiten Schichten der palästinensischen und nach Palästina gekommenen Bevölkerung grosses Elend herrscht. Die Juden Palästinas leben weitgehend von mitgebrachten Reserven, aber jeder wei&s, daas das nicht lange so weitergehen kann. Für viele Neuangekommene, besonders ältere, körperlich nicht mehr »ehr arbeit*- < die Einwanderung der Armenier aus dem äandschak ent.it«- fähige, Ist es fast unmöglich, eine Erwerbstätig-; henden Probleme, so wurde man wünschen, da.** eine Art keit im Lande zu finden, und die Anforderungen anigros«kolonisatorlscliher Losung unter Aufsticht die öffentlichen Kassen werden immer grösser, waheiner internationalen, vom Völkerbund ernannten Instanz und rend die Aussichten der Cieldsammlungen damit nicht Schritt! mit durch eine internationale A n 1 e i h e zu beschaffenden Otdhalten. Diese Dinge darf man nicht weiter einfach laufen) mittein durchgeführt würde von Arbeiterbatuillonen, denen lassen. Ein? radikale Senkung des Lebensstandards] palästinensische Juden und jüdische Einwanderer, aber auch der bürgerlichen Kreise, besonders derer aujs Deutschland, Araber und andere Bevölkerungjielemerue dieses gewaltigen ergibt sich schon aus der grossen Verwandten-Einwanderung I Gehi«*ea in gemeinsamer friedlicher Aufbauarbeit — und ohne aber Standardsenkung tUUm ist keine Losung des Problems.! miUtäruch« Netjenabsichten — angehören, als Überleitung Sur Es ist ja kein Geheimnis, dass an manchen Platten auch die landwirtschaftlichen und industriellen Ansiedlung. So ein Arbeitslosigkeit schon sehr fühlbar wird. In einer na-! Gedanke Ut freilich heute utopisch, *h«r das* der Kontionalen Notlage wie der heutigen mu»* man stweifelios tu' gress eine straffere Organisierung der ökonomischen Arbeit gans neuen Formen der Wirtschaft und der unter Ausnutzung allen Möglichkeit«» vorbereiten muss, fitellungngeg«T)Hfände in guter Ordnung Und Logik nahe bringt. Was wird nun gezeigt? Hier ist ein Land, arm an NaturkräftöR, ohne Kohle und Metalle, reicher an Steinen ala an Getreidefeldern, mit rauhem Klima, bewohnt von den verschiedensten Hassen (wie die Bilder zeigen), die vier verschiedene .Sprachen sprechen, sich zu verschiedenen Religionen bekennen und auch sonst weltanschaulich durchaus uneinheitlich sind. Und trotzdem ein reiches Volk — wohlhabend in der Stadt und auf d'-m Lande, mit erstaunlichen Leistungen in Industrie, Landwirtschaft, Wissenschaft und Kunst, dank eines vorbildlichen Flelsses. dank demokratischer Einrichtungen und dank eines langen Friedens, Als'r der Frieden darf n i c h t (iure h Unfreiheit erkauft, werden, und darum ist die Eidgenossenschaft ein Volk in Waffen, wie in den feierlichsten Teilen der Schau gezeigt wird — in Räumen, durch die die Besucher impulsiv mit entblösatem Haupte wandern, Kernige Kennworte, die Gottfried Keller nicht besser hätte prägen können, unterteilen allenthalben die Leitgedanken. tiedanken den Palästinenser« Der Palästinenser ist vielleicht von allen Besuchern am meisten ergriffen. Denn immer und immer wieder ih-Hngen sieh ihm V r gl eiche mit unseren Problemen auf. Auch wir sind von der Natur nicht verwohnt, auch wir sind reich an Steinen, auch uns fehlt es an Getreide, auch wir sind sprachlich, völkisch und weltanschaulich in Gruppen geteilt. Aber auch wir sind fleissig, nicht unbegabt, friedliebend und wehrfähig. Das B e i s p i e 1 der Sc h w e i z , wie diese Ausstellung sie von ihren schönsten .S'?ium zeigt, kann uns vieles lehren. Mögen die in Genf versammelten Palästinenser die kurze Fahrt an den Zürcher See nicht scheuen, um diesem Meer von Panik eine Insel des S e 1 b s t v e r -! aus dem sonst so deprimierenden Europa auch Stärkung traue na. Die bietet sich ihm in Z ü r i c h. Schon beim untj Anregung heimzubringe Arbeit gelangen. Dafür muss der Kongress die Voraussetzungen schaffen. Mehrmals schon wurde irgendeine Form des „Arbeitsdienstes" angeregt, die Einzelheiten werden noch genauer sorgfaltiger Ausarbeitung bedürfen. Denkt man an die grossen Möglichkeiten des Vorderen Orients, etwa •Ines Lande» wie Transjordanien. sowie an die in Syrien durch scheint un» ausser Frage. Die Heran*»«hung erstklassiger Fachleute ist dazu erforderlich Der ernte Schritt miut in der sofortigen Besiedlung aller bereits in jüdischem Besitz befindlichen Böden bestehen, — eine gewaltige, aber auch iohnend* Aufgab«, auf deren Durchführung d«r Kongres* §kh konzentrieren sollte. Reform«* imn not Um solche Pläne in Anyriff zu nehmen, bedarf es wahrscheinlich einer grundlegenden Reform der Z Ion ist lä c h e n O r g a n i .i a 11 o n und ihrer Instanzen. Darüber wurde in diesen Blattern mehrmals gesprochen. Inzwischen sind auch anderswo Reformvorschläge laut; gewordert, so z. B. haben auch die amerikanischen ZSonUten «ich offiziell gegen da» veraltete und unseitK«masj»e Skhekelsystern ausgesprochen. Ein Kongress in dieser Zeit muss die Fahigkwli zu tir.tr g«>#**ii innerlichen Selbstüberwindung haben, Verzicht auf pathetisches Klagen, daa keinen Eindruck mehr macht, Versuch einer Zusammenfassung voll gespanntester Energie und Würde, offenen BIJc für die jüdische Gesitmttage und für die Lage in der Welt, mutiges Eingreifen an den wundesten Punkten, vor allem unbestechlichen K e a l i a rn u s, der allein würdig i*t einer Idt«, wie der, zu deren Verwirklichung der 2jonisteakOogress geschaffen wurde,