Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 20 (28.7.1939)
- Date
- 1939-07-28
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ämt uki-U FOTO PALÄSTINA BLATT *ä Terrorakte Tel-Aviv Nach zwei Wochen relativer Ruhe ist es am 20. Juli (Donnerstag) wfed.-r iu blutigen Terrorakten ««gen Araber gekommen. Als Ergebnis von »cht Überfällen am Stadtrand« von Tel-Aviv sowie bei PetAch Tikwah und Rechoboth wurden 7 Araber getötet und 6 schwer verwundet. Der Militärkommandant de« Süddistrikt* ordnete daraufhin die U n - terb rechung den Automobil verkehr» von und nach Tel-A . Petach Tikwah und Kechoboth für zwei Tage Eft. Ferner wurde ein A u s g e h v e r b o t Über das gante Stadtgebiet von Petach Tikwah verhangt sowie Uber das sogenannte Geschäftsviertel (Merkas Mlscharl) von Tel-Aviv. In allen acht Fällen find die Täter unentdeekt entkommen. un<*! dl« mit Pollieihunden gesuchte Spur verlor sich an den Crenxen der benachbarten Dörfer. Zwei verwundete Araber sind In den ni4chsten Tagen gestorben, sodass die Zahl der Todesopfer 9 betrügt. Durch dl« Explosion einer Lundmine wurde die fcl- «enbahnstrecke «wischen Ludd und Ägypten am vorigen Donnerstag aufgerissen und die Eisenbahnverbindung für •mig« Zeit unterbrochen. "Opfer sind nicht xu beklagen. Da« politische Department der Jcwlsh Agency hat eine Broschüre in arabischer Spracht; unter dem Titlei: „Du sollst nicht morden!" herausgegeben. Die Broschüre enthält eine Sammlung der Resolutionen und Kundgebungen verschiedener jüdischer Institutionen sowie von Reden und Artikeln, die sich gegen den jüdischen ror in Palästina wenden und hat den Zweck, arabische Leser mit ucr Anschauung di.- organisierten jüdischen Genteinschaft bekannt xu machen. Ein Araber, der am «. Juli \h Akko im Besitz eines Revolvers verhaftet worden war, wurde vom Militärgericht in Hslfa zum Tode verurteilt. Im Anachluss nn die Terrorakte bei Tel Aviv schreibt der „Davar"': Wer ist Interessiert an diesen Mordtaten? Der jüdisch«' Jischuw und die zionistische Bewegung wollen dies auf keinen Fall. Um Uber die ungeheuren Schwierigkeiten hlnwegzukommen, muss der Jischuw die Sympathie der grossen Welt gewinnen und den den arabischen Massen entstandenen anti Jüdischen Hasi usluschen. Durch solche Taten aber werden wir keine f 1« gewinnen. An diesen Mordtaten sind nur die Handla..^ des arabischen Terrors Inter- «*?? tert. Diese gewinnen auf doppelte Weise, nämlich durch jeden getöteten Juden und durch jeden getuteten Araber, denn sie sind daran interessiert, dass der Uns« zwischen den beiden Völkern immer wieder aufflamme, damit »ie auf* Neue die arabischen Massen, die des Blutvergiessena mude sind, für .sich gewinnen können. Wir Juden müssen mit Millionen Arabern in enger Nachbarschart leben, und was soll werden, wenn ein solcher Abgrund zwischen uns besteht in den schweren bevorstehenden Tagen, falls ein Krieg ausbricht. Unseren jungen Menschen müssen wir sagen, dass es keinen anderen Weg gibt als den des Aufbaus neuer Siedlungen und Kulturwcrke. Einen anderen Weg gibt es nicht, Neue Verhandlungen Die Gerüchte über bevorstehend« neue Verhandlungen zwischen Engländern und Arabern, über die wir bereits in unserer vorigen Nummer berichtet haben, werden von der arabischen Presse bestätigt. Es heisst darin, dass ier ägyptische Kronprinz Mohammed Ali bei seinem letzten Besuch in London die Zusicherung erhalten habe, das» die PaJästinafrngc nochmals in englisch-arabischen Verhandlungen in Kairo oder London im August besprochen wird OME WOCHE (Generalleutnant M. G. H. Bark er ist in Jerusalem ein* Rttroffen, um sein neues Amt ais Oberkommandierender der in Palästina befindlichen englischen Streitkräfte anzutreten. Der bisherige Oberkommandieremde General Halning kehrt dk.*er Tage nach England zurück. Eine Nachricht aus Aman, der Hauptstadt Transjordanieus besagt. dass die., transjordanische Legion den Führer der arabischen Terroristen Abu Dura verhaf tc t hat. Tfl55A5TJTjn Die arabische Zeitung „Falasttn" ma.-ht eine Anzahl von j Abu Dura galt eine Zeitlang als dee'gefährlichste Führer des Mitteilungen über angebliche Pläne der Regierung zur j arabischen Aufstandes und die Polizei hatte LP- 250, — als Durchführung der Politik des W e i s s t> u c h e s. j Preis für seine Ergreifung ausgesetzt. Danach »ollen für die « Verwaltungsbezirke, in die Palästina Icürzlich eingeteilt wurde, einheimische Distriktsgouverneure ernannt worden, und zwar 4 Araber und Juden. Die von Arabischen Oberbeamten regierten Distrikte waren nach dieser Voraussage Galiläa. Samarin, Gaza und Jerusalem «wobei der letztere Bezirk einem chri*tlichen Araber unterstehen £©«>; jüdische Distriktskommissare werden für die Distrikte Haifa und Lydda ernannt werden (der Bezirk Lydda umfasst Tel-Aviv und dessen Hinterland). Jeder Distriktsgouverneur wird arabische und jüdische Sekretäre haben. Weiter wird gemeldet, dass sechs Ministerien gebildet werden sollen, von denen vier nämlich Gesundheitswesen, Erziehung, öffentliche Arbeiten und Landwirtschaft arabischen Ministern unterstellt werden sollen, während zwei (Post und Bei einem Gefecht zwischen Militär und arabischen Bänden in der Nahe von Hebron wurde ein britischer Soldat getötet und t iner schwer verwundet. Das Verbot dej Verkehrs jüdischer Automobile von und rmeh Haifa, das am 3. Juli nach der Bomboncxplosion im arabischen Kaffee verhängt wurde,' wurde am *•». Juli aufgehoben. Im Bezirk von Haifa und Alcko wurden am letzten Sonntag bei militärischen Durchsuchungen 138 Araber f e s tgenommen. die zu terroristischen Organisationen gehören. In Jerusalem wurden mehrere Araber verhaftet, die zu einer terroristischen Mordorganisation gehören. Ein jüdischer Jugendlicher von 17 Jahren, Nahum Abbo aus der Kolonie Mescha bei Tlberi/tn wurde zu leben«- ihres Mitgliedes Esther Schettinar.r, eines 2'Jjührigen Mädeheni us Wien, die Im Tlbcriassee ertrank. V/ Der Leiter des polltischen Departments der Jewish Ageney Mosch« Schertok ist mit einem Flugzeug wieder nach Jerusalem zurückgekehrt. Er hatte sich mich London begeben, um bei der Palästina-Debatte im Parlament anwesend] xu sein. Die f tanze Abwesenheit Schertoks einschliesslich Hin-, und Rück flog dauerte eine Woche. \ Pinchas Ruten berg Ist von einer fU-ls* nach I^cndori nach Haifa zurückgekehrt. Der Vorsitzende der' Zionistischen Organisation Amerika» Dr. Salom o n G o J d m a n ist mit seiner Gattin in Palästina eingetroffen und wird sich von hier aus zum Zionisten« kongresa begeben. jj Die in Haifa lebende 87jährige Mutter von Dr. Chaim Weizmann, Frau Rachel W« I z m a n n, Ist In den letzten: Tagen schwer erkrankt. An ihrem Krankenlager weilen alle ihre in Palästina wohnenden Kinder. f>r. Wehmuwi selbst -ttcht. in telefonischer Verbindung mit Haifa.; s Das von der Regierung ernannte L e h c u :\ rn i t t e I - komitee, das die Versorgung Palästina* im Kriegsfälle zu überwachen hat, wurde neu konstituiert und Imtteht aus zwölf Beamten der Palästina-tteKlerung Mowi« drei Vertretern der Bcvüikcrunir. nämlich einem Juden (Dr. Bernhard Joseph),' Jüdische Plantagen in Gefahr \ Die verschlechterte Lage der j ü d i h c h o v O r ä n n« n* Pflanzer wird von verantwortlichen Kröbern Palästina* mit zunehmender Besorg«Ii verfolgt. Es mehren »Ich die Fälle, dass Ornn#enpflanger, die Überschuldet aUvl nicht imstande-1 sind, ihren Besitz zu erhalten und es besteht die? Befürchtung, dass Orangenplontagen, darunter auch suk-r ■ in völlig jüdischen Bezirken, i n n i e h t j ü d i.tcho H * n d o übergehen könnten, So z. R. wird gemeldet*, das» in Pst« v h Tikwa zwei grosse Pord« ff<tlm Irn L'mfnn': von 12.* Diiiüsrd in die Hände der deutschen T c m p! er b rt;j!: übergegangen wind. E;: heis}:t, «haa noch tuvlurer iüdiachee GrurHih?;utz in derselben Gefahr >dcb befindet. Der Führer <:.r Pflanzer, Moder | (hem Oberblick der insofern über de Antiquitäten) jüdische Minister erhalten. Alle Minister würj | ä rt g I i c h e m Gefängnis verurteilt unter der Beschulj *'-ho » m I I;» n b U y hat dieser Tage in der von Ihm geleiteten den britische Berater haben, ferner werden den arablj digung, dass er am 7. Mai in Tlberia* einen Araber ange- \ ^«itschrift ,.Boui:tenni" einen alarmierende Artikel sehen Ministein jüdische und den jüdischen Ministern arft- »schössen hat, der später starb. De r Verurteilte hatte jede I veröffentlicht, worin er auf diese Gefidtr liHam macht bische Unterstaatsaekretare beigegeben werden. Es werden j Schuld abgeleugnet, war jedoch von »cht Knaben als der \ 11 m' cm Kingreifen der nationalen In?itltutio::e,i -fo/dcrl. auch bereits einzelne Namen von Kandidaten genannt, ao j Täter identifiziert worden. | Smilansky leitet :««d«en erwähnten Arfike I mit hktori- ' B. soll Dr. Khaldl, der frühere Bürgermeister von Jerti-j Ein jüdischer I'oiixefunteroffltfcr v.-tird< salem und Mitglied des Obersten Arabischen Rates, der be-; >?ähe von Haifa bei der Explosion einer Landmine reit« einmal ein hoher Sanitätsbcamter war, Gesundheit«-' ninlster werden. Die arabische Zeitung .AI Dsehamia Ti JsUmie" veroffentkht einen Artikel, worin behauptet wird, daaa in der nächsten Zeit eine radikal« Änderung drt en(jli*chtn Politik Palästina Platz greifen wird. Diese Entwicklung sei die Konsequenz der jüdischen Angriffe auf Araber sowie eine folge rhwer von Prinzipieller Bedeutung ist,;in.';e-lf;ill hinan* Beispiel dafür verwundet. Kurz zuvor hatte er eine andere Landmine | Z( wk* h*s »»»* ,>br> tu Anfang n i.-U i e r k n n n * aufgefunden und unschädlich gernneht. |Odcr aber vertu» c h t werden. Unmittcibrr nach der Wie verlautet, werden in Palästina Schrit zur Abwehr r,1*',"n Reiehskonferenz in Ottawa, ro fuhrt Smilansk^ ausländischer Propaganda eingeleitet Ein Polizeiatu> naft<r rnan ,i'r «»«fahr entgegenarbeiten müsK«n. e?ie aua Inspektor wird mit der Leitung des betreffenden Pre* dniro;; i(kr ^mnln beschlossenen neuen englische 7m I 1 p o l i - betraut werden. t k i,! Verbindung mit dem Art. 1Ä der? Palcuitiru:-Mandat» Die arabischen politischen Gefangenen fm,:ntntAn(!- Palästina als Mand.-.tsgeb;cl : ebene nieht Jer Intervention verschiedener ägyptischer SUatamanner. ■ Konzentrationslager bei Sarafand und Ramallah sind in den ff>r:n*!! xum K™P"e un<i gau*i daher keine? Vorr,ug»zÖU«, Da, Biatt will erfahren haben, das» unter anderem bevorj letzten Wochen entlassen worden und die beiden L»«jer wurden i v*«hrend auf de r rinderen Helte der Art. 1« u . : Mandats daa stehe eine l ölli ■ Einnttlluno dr,r jüdUchen Einwanderung, \ geschlossen. i Prinzip der ^»genannten ..oftenen Tür" festlegt, v/ftdureh e» *rwie eine Aufforderung an die jüdischen Institutionen.! Anläßlich des T i s c h a b'Aw (2!i. Julii begaben sich!f«Wsfin.« immiSglich gemacht v/lrd, eine eigene Ifcndel«- uimI iit Quellen des Lebensunterhaltes der jüdischen immt-; fcrosse Mengen der jüdischen Bevölkerung Kur Klagernnuer j '^"fo^ilc zu treiben. Alle» hätte damals cur»%n geatzt wer*t «ranten nachzuweisen. Ferner werde ein Zensus der | und verrichteten dort ihre Gebete. Auch um Vorabend des jatn muai jüdischen Bevölkerung mit. genauen Angaben über das j Trauer tage» war ein grosser Besuch an der Klagernnuer zu \ *ft;n?yt v/1 '*' c" r tc Datum ihre» Eintreffens im Lande, durchgeführt werelen j verzeichnen, der bis unmittelbar vor 10 Uhr dauerte, ürnj' and schliesslich sei eine Generalamnestie für alle internierten ■ \o Uhr abend.s beginnt in der Altstadt Sperrstunde und und verbannten Araber vorgesehen, Die Nachricht ist naturgehverbot. Zwischenfälle haben »ich nicht ereignet, üch mit grösster Vorsicht aufzunehmen, zeigt jedoch, welche, Di« Siedlung En Geb am tätlichen Ufer dt.-. Tiberia»- ...... *—*-— -------vten, die kürzlich bei einem Angriff zwei Mitglieder verloren hat, hat einen neuen Verlust zu beklagen durch den Tod Hoffnungen anscheinend bei den Arabern erweckt worden kind. KONliKKSSVVAHLrA YKKSCiJOBKX Die Wahlen zun. Z i o n i » t e n k o n g r e s s in Palästina, die am 23. Juli stattfinden sollten, sind für eine Woche verschoben worden. Die Verschiebung der Wahlen hängt zusammen mit einer Kontroverse, die in Bezug auf die Korrektheit der Vorbereitungen entstanden ist. Es wurde behauptet <und später mehr oder weniger auch eugegeben), dass gefälschte Schekelquittungen im Umlauf (find. Daraufhin hat die Wahlkommission genaue Prüfung der vojgelegten Sehekelquittungen angeordnet. Im Zusammenhang mit dieser Affäre ist zwischen einzelnen Parteien in der palästinensischen Presse eine Polemik ausgebrochen, *!ie mit gegenseitigen Beschuldigungen verbunden ist. Es ist zu hoffen, dass die Angelegenheit durch die eingeleitete Untersuchung im Laufe der verbliebenen Woche restlos geklärt whd. den Art. 18 u b z u h c h a f f e n„ - 'hx Clo. dewisri s i c h. dies vorzusciila'/cn, v/eil fla» Mandat als solches als unabänderlich gelten sollte und weil man die Gefahr nndc-rcr Änderungen fürchtete, sobald] elio Agen«:y selbst t in» n Punkt ändern v.oüti.. Folgerichtig, »agt Sm'il&tisky. hätte man dann vor der» AnFgcn neuer Orangenplantagtn warnen müssen. Aber muco das wollt«, eiic Agenery-Exektitive nicht, weil es der ..Propaganda*' .•{«- schadet hätte und weil man doch Kapital itu f^and ziehen wollte. Nur Arionoroff habe damals die Hituation verfetariden, :.«•!;«b* r zum Schweigen gebracht v.-orden. In völliger Blindheit habe man immer weiter Orangen und Grapefruit: gepflanzt. Zum Verkauf bestimmte Waren aber zu produzieren, wenn man sie nicht vt sUaufrn hnrin, ist wirtschaftlicher Unsinn, Seit 1Ö"4 sind Dun am neue Planta?; e n hinzugefügt \ e-.denf t'o in c.n zum heutigen Zustand gekommen, für den dl« gemeldeten f?bergünge jüdischen Bodens in fremde Hand da-; V/;rnurH;«.sf£naJ sind. WENN IN HAIFA Wohnen Sie im SAVOY HOTEL M od i-rn am g t r i c h t e i. Massige i're-.-sc Verirauensspediieur der M. O. C. für c"tnwander«rgut in ü." * und KUr«n HAUSMANN TRANSPORT CO. loternationa! 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