Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 20 (28.7.1939)
- Date
- 1939-07-28
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 20 2S. VII. 1930 JÜDISCHE WELT RUNDSCHAU feit« 3 Nach der Unterhaus-Debatte Zum zweitenmal innerhalb kurzer Zeit war Palä atina Gegenstfir.fi einrr grossen Debatte im englischen Unterhaus. Die Dehnt le hat freilich wenig Neue» er bracht, und es war auch unrichtig, dies von ihr zu er Warten. Die Paliistina-Politik ist innerhalb des Gesamt Systems der englischen Politik von heute an einem Punkt angelangt, wo nicht anzunehmen ist, dass durch Paria mentsdebatten, zumal bei den festen Mehrheitsverhältnissen des jetzigen Unterhauses, etwas t/eändert wird. Die Beteiligung an der Debatte und an der Abstim mung war, wie aus den Ziffern hervorgeht, relativ schwach. Originelle Gedanken waren kaum zu hören es sei denn, dass man die von Sir Arnold Wilson — wie schon in früheren Äusserungen - vertretene Idee einer föderativen Lösung, die Syrien einschliesst, als Kern einer neuen Konzeption betrachten will; auch die „Times" hat sich seit einiger Zeit diese Idee zu eigen gemacht, und we-nn die Anzeichen nicht trügen, findet sie im jüdischen I^ager zunehmende Sympathie, auch bei solchen Kreisen, die noch vor einigen Jahren eine solche Idee zurückgewiesen hätten. Es müsste ja auch sonderbar zugehen, wenn nicht die letzten Jahre mit ihren einschneidenden Ereignissen starre Ansichten von früher ins Wanken gebracht hätten. Ob freilich, wie das in den letzten Jahren bei anderen politischen Weltproble* inen der Fall war, ein Gedanke wie der der Föderation, der immerhin starke positive Momente in sich schliefst, nur dazu dienen soll, einen Rückzug zu maskieren, oder ob er ernst gemeint ist, das ist nicht leicht zu beurteilen, hängt aber wahrscheinlich zum grossen Teil davon ab, ob eine wesentliche Gruppe der direkt Beteiligten einen solchen Gedanken in ihr eigenes Programm aufnimmt und aktiv dafür zu wirken versucht. Die sich hartnäckig erhaltenden Gerüchte über neue englisch-arabische Verhandlungen beweisen jedenfalls den Ernst der Lage, Nach dem gegenwärtig schon sprichwörtlich gewordenen Präzedenzfall erwartet man von solchen Verhandlungen leider automatisch ein Nachgeben Englands, so wie gerade jetzt das englisch-japanische Abkommen zumindest von der japanischen Propaganda als ein Akzeptieren des japanischen Programms dargestellt wird, das hicsse also eine Zustimmung zu dem von englischer Seite bisher stets auf dag Entschiedenste verurteilten Eroberungsprogramm. Angesichts solcher Verhältnisse au Stützung, die Malcolm MacDonald dem Zionismus damals (und auch später) gewährt hat. sollte ihn. eigentlich davor schützen, persönlichen Angriffen ausgesetzt zu sein, wenn er jetzt in einer ganz anderm Tage und nach anderen Erfahrungen der Exponent einer anderen Politik geworden ist, in der vom britischen Kabinett geteilten Überzeugung, dass bei einem weiteren Widerstand der Araber schwere politische und militärische Interessen Englands auf dem Spiel stehen — eine Anschauung, die von der „Times" „übertriebene Furcht vor dem Panarabismus" genannt wird, die aber in einer Zeit, wo die faschistischen Achsenmächte ein kleines Volk nach dem anderen geschickt auf ihre Seife zu ziehen verstehen, zumindest begreiflich ist. Das zionistische Anliegen in Palästina ist tatsächlich angesichts des Widerstanden der Araber, »u dessen Beseitigung leider im Laufe dieser zwanzig Jahre nichts geschehen ist, eine höchst verwickelte Angelegenheit; die Erfahrung zeigt, dass viele englische Freunde des Zionismus, sobald sie praktisch mit den Problemen der Verwirklichung zu tun bekommen, ihre Meinung geändert haben. Der letzte Mann, der sich in aufopfernder Weise um eine konstruktive Lösung des Palästina-Problems bemühte. Sir Arthur W a u c h o p e, ist gescheitert, als sein Vorschlag, durch stufenweise Einführung verfassungsmässiger Verhältnisse eine Annäherung und Befriedung zu versuchen, entschieden abgelehnt wurde. Es ist eine Tragik, dass dieser Mann, unter dessen Herrschaft nicht nur die grössie bisherige Einwanderung ins Land kam, sondern der es auch an unzähligen Beweisen tiefen geistigen Verständnisses und persönlicher Sympathie für den Zionismus nicht fehlen Hess, bei seinem Abgang von Palästina (wie sein Vorgänger Sir Robert Chanccllor) von vielen so betrachtet wurde, als ob er ein Feind und Schädiger des Zionismus wäre. Vielleicht mllsste dieser Immer wiederkehrende Prozess der Wandlung auf seine psychologischen Ursachen untersucht werden dies ist besonders wichtig in einer Zeit, wo wir Juden Freunde so dringend brauchen wie nie. Der heutige Kotonialminister MacDonald, einstiger warmer und hilfsreicher Freund des Zionismus, steht vor der überaus dornigen, ihm vom Kabinett irn Interess« der britischen „Gesamtpolitik gesetzten Aufgabe, di« a r a I) i s c h e offenen c h e M c i n u n ir f ü r E n g 1 a n d zu gewinnen. Man muss annehmen, dass er aus diesem Grund -- und nicht aus Fn*mhan Schädigung der JinWi in dieser furchtbaren Stunde ihrer Geschichte - zu seiner jetzigen Palästina-Politik gekommen ist, die für die Juden darüber besteht völlige Einigkeit im jüdischen Lager unak e p t a b e 1 ist, deren Verhängnis aber nicht durch noch ho scharfe Angriffe und Sticheleien, am wenigsten natürlich durch die nur das jüdische Volk selbst blnsstellenden Terrorakte abzuwenden ist. Ob die jetzige internationale Kritw s c h n e 11 vorübergeht und zu wcle h e r Neuordnung sie führt, ist noch nicht vorauszusehen. Wir leben in einer Zeit, wo alle das Gefühl haben, dass die ganze Welt (oder Teile von ihr) von Katastrophen furchtbarster Art getroffen werden kann, und auch das indische Volk ist in dieser Lage. Durch eine .solche Zeit sich hinriurchzukämpfen. erfordert eine besondere Staatsmänniache Überlegenheit, Mu- und Entschlossenheit, B esonnenheit und zähe G e d u 1 d. Durch Desperado-Tuten, die der grossen Mas?;e als heldisches ..Mandeln" dargestellt werden, kann unvorstellbarer Schaden angerichtet werden. Plötzliche dramatische Wertungen durch Parlamentsdebatten. Völkerbundssitzungen oder ähnliche Ereignisse sind nicht zu erwarten, dagegen könnte das Gefühl des A u s s e r o r d e n t 1 i c h e n , das jetzt alle beherrscht, zu einer N e u Orientierung der Politik führen, die konstruktive Lösungen möglich macht, sogar in dieser verworrenen Zeit, wo so viel schon verdorben wurde. OER VERLAUF DER DEBATTE Die Pahi* Uu tute bau« im Unterhaus wurde eröffnet von dem Abgeordneten der Labour Party Tom William«, der den Antrag stellte, den von der Regierung verlangten Nachtrag.ikrodit abzulehnen. In seiner ausführlichen Rede beauhaftigt ich Williams mit der neuesten Wendung der Einwanderungspoliük der Regierung und verlangte du».■•-Zurückziehung 'des Dekrets, wodurch, die Einwanderung nächsten Hai fader Welt, die doch offenbar j jubres annulliert wird. J nicht blosser Zynismus oder gar Selbstaufgabe sein können, sondern tiefere Ursachen haben müssen, ist es gewiss eine Illusion, von einer Parlamentsdebatte, wie dieser, mehr zu erwarten, als dass sie einen gewissen "~"Widerstand —gegen die neue -englische Palästina-Politik dokumentiert und damit auf lange Sieht die Möglichkeit neuer Ansatzpunkte für spater schafft. Wann dieses „Später " sein wird, ist heute schwer zu ermessen: wir leben im'Zeitalter der politischen Sturzfluten, und Überraschungen und Wandlungen können sich plötzlich und schnell .vollziehen, zum Guten und zum Schlechten, aber es kann sich auch um eine allmähliche reinigende und aufbauende Entwicklung handeln, was im jüdischen und allgemeinen Interesse gewiss vorgezogen werden müsst Es gibt noch einen starken Teil der britischen öffentlichkeit, der für die Lage und die Forderungen der Ju den Verständnis hat. Bei der Beurteilung parlamentarischer Darbietungen muss man sich aber vor einer falschen Einschätzung der Dinge hüten. Im parlamentarischen Spiel nach dem englischen System hat die „Opposition" eine ganz bestimmte feststehende Funktion des Angriffs gegen die Regierungspolitik. Dem außenstehenden Beobachter scheint es oft, als ob diese Rollenverteilung häufig zu ganz absurden Konsequenzen führte, so z. B. wenn die Arbeiterpartei, die kompromißlosen Kampf gegen den Faschismus und gegen die Angreifer- Staaten fordert, gleichzeitig gegen die Aufrüstung und gegen die Einführung der Wehrpflicht in England Stellung nimmt, nur darum, weil diese Massnahmen von einer konservativen Regierung erfolgen. Der Angriff der Opposition (Arbeiterpartei) gegen die Palästina-Politik der Regierung entspricht dieser allgemeinen Angriffshaltung, muss also keineswegs bedeuten, dass die Arbeiterpartei, wenn sie zur Regierung käme, eine wesentlich andere Politik machen würde; denn die Vorgange der englischen Aussenpolitik entwickeln »ich offenbar zwangsläufig aus einem bestimmten Kräfteverhältnis. Vor zehn Jahren hatten wir während einer Palästina-Krise gewaltigsten Ausmasses, die am 9. Aw — also war diese Woche der 10. Jahrestag - - beim Umzug zur Klagemauer begann, in London eine Arbeiterregierung, deren Kolonialminister Lord Passfield hiess. Die damaligen Unruhen haben nicht wie die jetzigen drei Jahre gedauert; schon ein Jahr später ist das damalige Weissbuch (Oktober 1930) erschienen, das unter dem Namen „Passfield-Weissbuch" einen sehr schlechten Namen hat. Bei den Verhandlungen, die von jüdischer Seite wegen A b ä n d e r u n g diese» PassficM-Weissbuehes geführt wurden, trat der junge Maleolm Macdonald als Sekretär des zur Prüfung der Sache eingesetzten Kabinettkomitees stark hervor und hat der jüdischen Sache ausserordentliche Dienste geleistet. Nicht zum geringsten sein Verdienst war es, dass die damals angekündigten Massnahmen (es waren im wesentlichen dieselben Konzessionen an die Araber wie jetzt, d.h. Einsteilung der Immigration und des Bodenkaufes, „Kristallisation'' des Nationalheims etc.) im Februar 1931 durch den Brief des damaligen Primeministers Ramsey MacDonald (des Vaters des heutigen Koiottiaimiriisters} an Dr. Wcizmasn abgeändert wurden. Im Verlauf der ganzen Debatte' sprachen W Redner, davon wandten sieh 11 gegen die Politik der Regierung und 5 sprachen für die Regierung. Sir Arnold Wilson *Konservativ) befürwortete die Bildung einer Föderation von Palästina und Syrien, der drei arabische, ein jüdischer und ein ctifl»t««;tter Staat a«geh£-r«n .«oll-- Genen die Regierung sprach mich der liberale Abgeordnete Geoffrey Münder und ein neuer konservativer Abgeordnete Major Kellet, der bei dieser Gelegenheit seine erste Rede hielt. 'Besonders grossen Eindruck machte die Rede von Du ff Coopcr, dem ehemniiKcn englischen Marineminlst<?r. Coaper vertritt die Ansieht, dum eine völlige Unparteilichkeit nicht möglich sei, da bei der Präge, wem England helfen seil, man sich ' fragen müsse: Wessen Not ist die grössere? Wir müssen uns dafür entscheiden, ein wirklichen Nationalhcim für die Juden zu schaffen, um dadurch wenigsten« einen 'wirklichen F r e u n d zu gewinnen. Nachdem noch der Abgeordnete Stoke« den arabischen Standpunkt vertreten hatte, antwortete Mne Donald in einer ausführlichen Rede, in der er dieselben Meinungen darlegte wie schon In seinen früheren Reden. Die Regierung s>ei nicht gefühllos gegenüber den jüdischen Leiden. Aber bei allern Mitleid mit den Flüchtlingen müsse man erkennen, dass die illegale Immigration noch einet andere Seite hat, denn 40% diener illegalen Immigranten kommen nicht aus Deutschland, sondern au* Polen und Rumänien. Dieae Einwanderung wird von der Veranstaltern der Transporte organisiert und sie sind »ehuid, da»«, viele Flüchtlings nicht hereingelassen werden können. Durch die illegal« Immigration werden die Araber mlMtrauinch gegenüber der Aufrichtigkeit der Reglerungspolitik. Auch für die Juden sei «ine solche Immigration, die ganz ungesiebt Ut, ungünatig. Der Minister erklärte, wenn nach den sechs Monaten die Illegale Immigration aufhört, dann werde man wieder zu legalen Quoten übergehen. Man habe darauf hingewiesen, so führt der Minister fort, da*» die Araber anerkennen »ollten. welche Vorteile nie von England nach dem Krieg empfangen haben. Das sei ganz richtig, gelte aber auch für die Juden: Seit Generationen war da.a britische Volk der beute Freund der Juden und die* zeige »ich auch In der heutigen Zelt. Im weiteren Verlauf der Debatte sprachen noch Capt. Cazalet, G. Landabury. Major Ponsonby, Com, Fleteher. Slr J. HasJem, .f. C. Hannah, Major Hopkin, M. L, Piekthorn und Noel Baker. Der letztere hielt die Schlußrede für die Opposition und wandte sich mit der Frage an den Kolonialminister, was er tun würde, wenn er ein Jude wäre. MacDonald antwortete: „Wenn ich ein Jude wäre, würde ich alle* tun, um aus Deutschland heraufzukommen. Ich muu aber hinzufügen: wenn ich ein Araber in Palästina wäre, würde ich leidenschaftlicher Gegner der jüdischen Einwanderung sein." AU Englände r. *o erklärte er schliesslich, müsste er absolut.,,unparteiisch »ein, um den Standpunkt beider Parteien vciatehi-n ra können. *n» ffrhtusswert verteidigte der Minister nochmals dm VVeUsbuch. Bei der Abstimmung wurde der Antrag der Opposl- [ üon mit Viü m 113 Sthnrner, abgelehnt, d. h. eine Mehrheit vonj 6fJ für die Regierung. „Daily Herald" teilt mit, die britische Regierung habe die türkische Regierung ersucht, Schiffen mit jüdischen Flucht* l iingen die Passage durch den Bosporus zu sperren; da-' durch solle dem Zustrom illegaler Einwanderer In Palästina Einhalt geboten werden, Au» Jerusalem meldet „Daily Herald", da*» die Paläitinaregierung ein Gesetz vorbereitet, wonaeii . .......... _.. . . „ Kapitän und Mannschaft*« von Schiffen mit inegalen Blftwanj Die freundschaftliche Sympathie und aktive Unter- (derern vor ein, Kriegsgericht gestellt werden soll*». „Times* für Föderalismus Die englische Vvimo widmet der Palästina-Debatte im Parlament ausführliche Artikel. Die „Times" betont in ihrem Leitartikel. (Iuh.h Kolonlalminisler MacDonald eine der-- betten Reden, »einer parlamentarischen Karriere gehalten habe. In Bezug auf die angedrohte Einstellung der jüdischen Immigration als .Strafe für die illegale Immigration der letzten Zeit bemerkt die „Times'', das« m dem britischen Gefühl widerspricht, eine ganze Gemeinschaft zu bestrafen für das Vergehen. Einzelner, aber die Situation in Patastina a<U eine nmscrgvxwhnliehc und ein" englische» Stillschweigen, an--'-- gesüehtf», der iiiegal«» Immigration v/ürdo von den Arabern ab 'Bruch . der Versprechungen des leUten VVelsabuchea betrachtet werden. Obwohl die Furcht der Regierung vor dem Panarabbmu*» ubertrieben «ein mag, wäre ch doch faüteh, diesen Völkern v^'eiterea AifÜationKStüiff s;u liefern. ._?ugjelch l:ann man 'nicht an der Tatsache vorbeisehen, das» die Hl«* Kala Fliichrllngsimmlgration zumindest teilweise--aufdm - A Uor der Hchliinmaten Judenfeinde zurückgeht, die damit zwei Zwecke anstreben, nämlich die Beseitigung.. unerwünschte* Juden und die Bloßstellung Großbritanniens, das al<* Treu* brecher erscheint, Die Aufforderung des Kolon InlminiMter« an, die jüdischen Führer, bei der Verhinderung der illegalen Einwanderung mitzuarbeiten, verkennt die Sachlage. Die zto ujHtUchen Führer haben gevvl»M kein Interesse daran, dat ßmatrömen von unau*gewahlten Immigranten «u ermutigen, aber sie haben eine »ehr kritische und empflnd»ame Gefolg* schaft. Trotzdem rnuns die organinierte UngeHeUliehkeit bel.iimpft werden und die Juden als Ganzes haben nicht» zu {;cv.innen, wenn sie eine ihnen freundliche Macht, die den Juden «tandig Hilfe und Zuflucht in schwerster 'Zeit gegeben bf.t, in Schwierigkeiten versetzen. übergehend auf die Lage In Palästina erklärt die .Times" et, künn*.- kein Zweifel daran bestehen, da»» dor arabisch« Aufstand «Ich in Auflösung befindet. Ob da« Wcisubuch «bei endgültige Ordnung aehaffen kann, werde erst die Zelt erweben. Um die Aruber von der Furcht vor Jüdischer Herr* schaft zu befreien, mu!M man die Einwanderung ht-sehntnken. die zaMenmdsnUie Beschränkung aber l«t willkürlich und die zufriedenstellende Bexrenzuriif d«a Natjonalheim.H ist ..........ritonal ai« ze.h?«iimässlg. Die Telhouf de« Lande« wurde au» finanziellen Grumten aufgegeben, aber e» üleib* noch die foderaluthtche Methode, nämlich die Teilung Palatino* in autonome jüdische und arabisch« Bezirke, von denen jeder da* Hecht hat. die Immigration zu kontrollieren. Dan kann eine Vorstufe tur Föderation von P al ä « t I n a und Syrien im Rahmen einer grösseren 'Finhett »ein. In ejnem solchen Orientalischen Staatenbund -'ut/ nu arabisch« und nicht-arabische 8taAt#n. und obwohl die französisch« negierung gegenwärtig nicht au Experimenten tn Syrien bereit M, b«»teht — .w achheMt «h" Blatt W*n Grund, dieae Idee für immer abzuweisen. ABSAGF. OKI. 4KHIHII AUHSCY Die Jewish Agency in I-ondon veroffentlirht eine Er« Härung, die alu Antwort auf die Rede de* Kolonialmlnlster» zu betrachten i»t. Der Kolonialminister halte im Parlament idie Agency aufgefordert, bei der Bekämpfung <<«r die- Igalen Einwanderung mitzuwirk.-n. Die Jewlah Agency erklärt darauf- Der Kolonialmlnister beruft »ich auf die Dankbarkeit, die da* jüduche Volk englischen Regierungen und TxUhyrcn englis'-h«!, KolonialmlnUtem äschuldet. _ Diese Dan«- barkeit besteht und wird weiter bestehen. Hie giit heut« den Teilen dm britischen Volkes und des Parlament», die »ich gegen da* WeUsbuch wenden. Zwanzig Jahre lang ha dl« Jtwbh Agency loyal mit der Mandatarmacht kooperiert und müchte die« auch in Zukunft gern tun. Aber die Politik de» Weißbuche« entbehrt jeder moralischen und rechtlichen wa- »W und daher kann man nicht erwarten, daa die J*wi»h Agency bei der Durchführung des* Weißbuches mitwirke <Wr .sich mitverantwortlich macht für die ImmigraUonapomtk der Regierung. Der Kolonialminister versucht die Schuld tur diu unglückseligen Ergebnisse seiner eigenen Irnmigratton*- pohtik auf die J«twim Agency zu walzen. Da« Ut unfair. D-« j«wUh Agency kann keine Verantwortung übernehmen für die u«-vsrmei«iik'hen Folgen von MacDonald* PohMk. n*ige