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Jüdische Weltrundschau · 1939-07-21 · 19 (21.7.1939) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
19 (21.7.1939)
Date
1939-07-21
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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fcelt« 19 Jüdische welt-ründscraii - Kr. iir h. vn iw< Kurznachrichten aus aller WeU / Der englische SrMftt7.kan7.UT hat dem Parlament »-inen 'Antrag unterbreitet, für Palästina ««inen N a e h t r a g s - jkredit von £ 1.180.000 zur Deckung der durch die Unruhen •entstandenen militärischen und polizclkoston zu bewilligen. Gleichzeitig wird ein Beitrag von t 5.000 für da» Pre.uburo *««l*»r Regirrung in Jerusalem vorgeschlagen. Das Unterhaus wird »ich üin 2« Juli mit. dieser Vorlage befassen und dabei Vlie Pnl i.-iiitin-Po!,:>k debattieren, \l Einer Meldung aus Beirut zufo!?,e sind gegenwärtig in «Jen libanesischen Gewässern vier F 1 ü c: h 11 i n f; « s c hi ff«' mit in o h r n 1 s 2 f> o 0 F I it e h t i i n ('T e n an Bord, die keine M%Ikh!-?lt ha!:en, Ir-i.dwo zu landen. Die Schiffe sind zum (Teil tnonutelnr.g untorwegs und haben bereit:« Not an Lebensmitteln und an Walser. Ein Schiff mit «50 Flüchtlingen iwutdc in Bchr.t an Land s«.-h«. ••••;?), weil eine Epidemie aus- Igebiochcn war und dni Schiff d< .infiziert, werden musste. \Vu;i weiter gediehen wird, ist nicht bekannt. F.in anderes Schilf Itegt im Fnfen ven TripolJ und der Knpitän weigert' «Ich, auf S?e zuriielr/vrahnm. D»«> fr:tr,/<>.<<i.«chen Behörden im Libanon bctohnfiirr.cn mich geerr. w -riig mit der Frage, vva-: mit diesen Schiffen geschehen roll. Der londoner „Daily Telegraph" meldet. d«.-t.i auf der St. Matthäus-In el in der Nahe de.-i butwiriachcn Donau- (Hafens Ruatachuk MO jtitUnrhv FlüvhtVnvj'- rh» Ungarn und der Slovakei ausgesetzt seien. Die jüdische Presse in Polen mcUL-i täglich neue Tatflachen über die Leiden der nun Duuf.. 1nid und der ehem. Tschechoslowakei vertriebenen und an die pi>lu:*chu Grenze gejagten Juden. Den Verl« ich: rion fehlt c; an jeglichen Dokumenten, da die deutlichen i.'.ohürdea ihnen alle Aurelspaplerc abgenommen haben. Die polnischen Behörden, nie TÜt!i;;iciitslo:i alte. Vertriebenen zuriiek;<e5ticUen. erklärm diese Strenge u. a. auch damit, dass Verdacht, bricht, er; befunden »ich unter den von den Deutschen au d-'<: Greil,',f. ge-brichlen . 'Personen auch Spiono, die. man auf die:,-e 'Verse nach Polen hineinschmuggeln mochte. Der kubanische Präsident Eru veri'ojjJo nch Empfang einer Abordnung liberaler Organisationen die Frei! s s u n g von 67 Flüchtlingen, die In einem I^v,';'n,!c. Dm^lMger interniert waren. In Hnghdnri wurde eine Boiiib« jti einen jüdischen Klub gewonni, wobei drei Juden c t ot e t und drei «chwer verwundet wurden. Man nimmt an. dass d;is Attentat von palästinensischen Arabern Inspiriert kt, die ein politi: ehes Büro in Baghdad haben. Die Geldinstltuts-Zer.trnle in B ti d a pest hat d»n. jüdisch'.-» Kollo'rt „'iiren der staatlichen Lotterie die Lizenz mit der Begründung entzogen, das* auf Grund der Spielregeln olle sechs Monnte von neuem bestimmt werden könne, wem die Lizenzen erteilt werden. Wegen einer Interpellation In der Budapester Stadtverordnetenversammlung über den „vereideten Triidlermarkt", hat dio zuständige Sektion in Budapest 50 jüdischen Trödlern die Stande mit der Begründung gekündigt, dass es •benso viele christliche Bewerber gebe. Wie gemeldet, hat die jugoslavische Regierung den Philosophen Arthur Li ob ort seiner Professur an der Universität (Belgrad enthoben und des Lande« verwiesen. Als dies in Engiland bekannt wurde, haben sich die führenden Philosophen (Englands mit dem Fall beschäftigt. In Übereinstimmung mit ider Society for tho Protection of Learrning and Science winde iLichert als Professor an dio Universität Birmingham beirufen. Er ist bereits in London. i Anlässlich der Silbernen Hochzeit dos Filmstars Eddie 'Cnntnr veranstaltete die zionistische Frauenor^nnisation '„Hndaasa" im Paliistina-Pavillon auf der New Yorker Wclt- ::us:de!lnng eine Feier, in (Itt, Verlauf die Leiterin der Jugcud-AIijah hei der Hadasnah, Frau Grimberg. Eddie Cantor de», Dank der 2000 Kinder aussprach, die er aus der NarJhnlle gerettet hat. Eddie Gantor gab in seiner Antwortrede einen Umriss der Aufbauarbeit in Palastina und appellierte an die Welt, die Leiden der Flüchtlinge nach Möglichkeit abzukürzen. Frau Dr. Olga Pickmann -Feinburg ist in Hornb a y nn^kommen. Frau Dr. Feinburg hatte ein Sanatorium in Jericho, das wahrend der Unruhen verbrannt wurde, Sie hatte jahrelang in Jericho gelebt und »ich einer grossen Beliebtheit unter der arabischen Bevölkerung erfreut. Anlrts»- lich ihrer Ankunft in Indien veröffentlicht Miss Lrstrr, eine Quakerin, die im Februar dieses Jahres Palästina besucht hat, einen Artikel, worin sie betont, dass die Terroristen «war »las Haus dieser Arztin verbrennen konnten, nicht aber ihre Hofftiung auf jüdisch-arabische Verständigung. Der bedeutendste finnixrht> Dichtrr ¥. K. HUla»yM hat an Finnland» Oberrabbiner Dr. S. Fe.dr.rhu*ch in Helnjnki eii.en Brief gerichtet, in dem er ihm die wärmsten Sympath en für die verfolgten Juden ausspricht. In der Zuschrift hei?' t es. dass die Juden die gröbsten positiven kulturschopfei.fiihcn Eigenschaften bewiesen haben; rollte sich aber unter Un Juden eine Erbitterung geltend machen, die zu Taten!ir Entrüstung führen, »o könne kein anständiger Mensch darüber erstaunt ein. Bei Anwesenheit des St^atsmir.ister* Stauning wurde In Kopenhagen eine Scholem Mechern-Ausstellung eröffnet, die von einem Komitee dänischer Schriftsteller. arrangiert .orden war. Die sowjetrusslsche Gesandtschaft hat für diesen Zweck ein reichhaltiges Material aus Russland kommen lassen. Unter den Auspizien der Lenin-Bibliothek wurde im Zcn- :r.ilku!tur- und -rtihepark in Moskan eine dem Leben und Wirken des jiddhrheti Schriftsteller» Sc hole m Ale ehern i',v>wUimeto Aiojytelluns; eröffnet. Hin besonderer Teil der Ausrodung enthält, sämtliche Theaterstücke Scholem Alechems, die im Moskauer Jiddischen Staatstheater aufgeführt worden :ünd. Die k u b a nischtn B e. bürden haben ein Verbot der »*bo; uM;,'ung jeglichen jüdischen fx'undfunkprofjrummtt er- Das Verbot wird damit begründet, dass die Regierung lUmdi'iU'Usendungen in jiddischer Sprache nicht wünscht. Der berühmte Chirurg Prof. Julius S c h n i 111 e r. ein lirvder des Dichters Arthur Schnit2ler, ist in Wien in hohem Alter gestorben. Jischak G rünb a 11 m , Mitglied der Exekutive der Jewish Ageney, ist in Warschau eingetroffen. K0NGRESS4PMERN DER J.W.R. Au* Anlfl^ des X\'f. Zloniilrn-KonKrfMf«, tlff mm 16. AuguM In firnt tröflnrt wird, rrnchHnen dl« .Nummern 22 vom 11.8., 2.1 vom 18.8., 24 vom 25.8 und 25 vom I. 9. 19.1» ak Konjress-Niraimeni der J. W. R." IH rum emten M»J »shrrnd d*sr% Kongrr«,^ die „K oni;r«M- Zfitun r" In <lf uUr hf r Sprarhf nicht mehr erschein f. werden die Kongreß- Nummern der 4M.K. die einzige iu**fUhrllrhc Informationsquelle Über de« XXI. Zlonhlr n-Konero In deutscher Sprache »ein, de*tea Beratungen «erade diesmal von s» weittragender Bede«- tun« sind. Die Nummer vom 1. .September wird den Beruht über die Verhandlungen des Council» der Jewhli Agency enthalten. Wir haben uns daher entschlossen, die Nummern 5t, 28. 21 und 25 in stark erhöhter Auflage und in vergrössertem Umfange herauszugehen. Sie sind infolgedessen eine besonders wirksame Insertion*.Gelegenheit, auf die wir mit beso«. «lerem NachdriK'k hinweisen. I>le lasertlonnprelse «rerdea fitdiese Nummern nicht erhöht. weiss, wo er sie her hat". In Palästina hatte sie den berühmten schweizer Reisenden B u r e k h 11 r d t getroffen, der .'als Araber verkleidet sich in Gegenden wagte, die nie vorher ein Europäer betreten hatte, „aber sie fassto oir.e Abneigung gegen ihn". Auch der französische Dichter Lamartine fand keine Gunst in ihren Au;yen. Kurz vor ihrem Tode indessen empfing sie den Besuch «Ines Mannes, der viel mit ihr gemein hatte. „Wie Sie, My-;lady.H aehrieb Fürst P ü c U 1er- M u s 1; n u. Verfasser der ■„Briefe eines Verstorbenen", in seinem ersten Brief an Lady Stanhope, „suche ich unser zukünftiges Heil nur im Orient, dessen Völker Gott und der Natur noch näher stehen, ... Wie Sie, Mylady. glaube ich, dass die Astrologie keine falsche, sondern nur eine verlorene. Wissenschaft Lt ... Wie Sie bin ich Aristokrat durch Geburt und aus Uberzeugung... und wie Sie liebe ich es, nachts?.\\ wachen und tags zu schlafen". Fürst PücUler, einer der gebildetsten und kultiviertesten Männer setner Zeit schrieb später; „Während der acht .Tage, während derer» ich in Djoun war .habe ich jede Nacht sei Iis bis acht Stunden im Gespräch mit Lady Hester verbracht. Ich rauss ehrlich bekennen, dass ich dabei nicht •inen Augenblick Langeweile oder Ermüdung gespürt habe." Zur Zeit «eines Besuchet hatte sich längst jene Wandlung vollzogen, die aus der „Königin des Libanons" einen arrun Derwisch, aus dem Mär^chenschloss eine Art weltliche« Klosters gemacht halte. ZerrüUete Vermögensverhältnisse hatten diesen Wandel vorn grössten Prunk zur ärmlichsten Einfachheit amsserlieh bedingt, aber gleichzeitig vollzog sich in. der alternden Frau eine innere Wandlung, die : diesen unabhängigen Geist nun auch von der Abhängigkeit j von dtm Dingen befreite. Du- Traum, je „Königin der Juden" su worden, war ausgeträumt; cinos Tage» lies.; sie die beiden Stuten,'die sie und den Messias nach Jerusalem tragen jsollten, erschlossen. Zuletzt entliess .sie ihren Arxt. der fast!iw:>n7.ig Jehre bei ihr gewesen war, und die englische Zole. So starb sie, Gl) Jahre alt, stolz und einsam, und wurde Sin Ihrem eigenen Garten begraben. „Achtundzwanzig moham-! medanische Araber bildeten ihren Haushalt zur Zeit ihres iTodos, aber nicht ein einziger Europäer war meilenweit in [der Runde zu finden," Als ihre Nichte, die Herzogin von;Cleveland, im Jahre I8ü5 Dioun be.<m«<h.^n wollte, fsr.d sie | keine Spur des ..Wundersehlosses" mehr — nicht einmal das ■Gr;;b war mit Sicherheit festzustellen. K Im Jahre 184« veröffentlichte ihr Arzt, Dr. Meryon. , seine Erinnerungen an Lady Stanhope. der ee fast wahrend jder ganzen Zeit ihres Lebens im Orient gedient hatte. Dieser |Bericht stellt sie an die Spitze einer langen Reihe von bri- . tisclu-n Frauen und Männern, die gleich ihr dem Zauber des jOrients verfielen. Gertrude Bell, Lawrence und Phllby sind Geist vom Geiste dieser englischen „Königin l<tai Libanon».' Briefe an die Redahion Gottesdienst in Curafao Santiago de Chile, End» Juni. . An die Redaktton der „Jüdischer Welt-Rundschau! Ich nehme an. dass für die in aller Welt verstreuten Juden a;is Deutschland jedes Stück jüdischen Lebens, das sie irgendwo vorfinden. Interesse hat. Ich sende Ihnen deshalb dt« folgende ßchilderu »g. Au.' der Ausreise von Hamburg nach Chile war ich am 7. Tage Pesnach in Curnea» (Niederländisch Westindien). Dort bestehen zwei jüdische Gemeinden, eine sephardische seit Mitte de:< 17. Jahrhunderts, und eine asehkenasische seit Mitte de« 19. Jahrhunderts. In der Synagoge der erstgenannten Ge« meinde „Mikweh Israel" war ich zum Morgengottesdienst. Der Bau liegt an einer engen Strr.jse. Er ist rings von einem Hof. dem Ratio, umgeben Ober dem Haupteingang an der Westseite verkündet der Vor» 27 des Kapitel 9 der Genesis -- Japhth - Eiohim le-Jepheth etc. — durch Hervorhebung lies ersten Worte» das Baujahr: 5400, d. h. nach unserer bürgerlichen Zeitrechnung lT.'to, Das Gestühl erschien mir neueren Datum»; ich fand auch am Almemor die Jahreszahl 5631. und ich vermute, dass damals auch die Orgel eingebaut wurde. Der Bau besteht aus drei hochragenden, von Säulen getragenen Längsschiffen. Hohe milchig und blau gefärbte Fenster dämpfen das strahlende Licht der Tropensonne. Die Zahl der Plätze für Männer schätze ich auf 250. die auf einer Empore angeordneten Frauenplätze kann ich nicht angeben. Gottesdienst wird nach portugiesischem Ritus abgehalten mit einigen Abweichungen von dem mir aus Deutschland Bekannten; z. B. wurde nach dem Hallelgcbct Omer gezählt. Plutim wurden nicht gesagt. Ungemein feierlich sind die Gelange; die Melodien erinnern lebhaft an die alten italienischen Kirchenkomponisten Corelli, Frescobaldi etc. Der Rabbiner fimgiort zugleich als Vorbeter, er hat eine klangvolle Baritonsümnie, und der Chor verfügt über prachtvolles Stimmateriat. Am herrlichsten klingt es durch den hohen Raum, wenn difl Orgel schweigt; ich habe nie so eindrucksvoll Halle] und Mussaph-Keduschah vortragen hören wie an diesem Tage als Zwiegesang zwischen Vorbeter und Chor ohne Orgelbegieitung. IILKZI S Biril 1 F. WURDEN (.FSAMMhlT Das 7, i o n i s t i a c Ii e 7. o 11 t r a 1 - A r c h i v in Jeru- ,'ialem, in dessen Obhut sich u.a. das Privatarchiv Theodor Herzls befindet, ist bemüht, eine möglichst vollständige Sammlung; von Hcrzl-Brief en zu schaffen, um diese wertvollen Dokumente zur Geschichte des Zionismus zu erhalten, und eine umfassend«. Auswahl daraus in einer mehrbändigen Briefausgale der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es wendet sich deshalb an die Öffentlichkeit mit der Bitte, ihm bei der Durchführung dieses Planes zu helfen. Alle Be .". i t z 0 r von Herz Ibriefe n werden gebeten, dem Archiv die Briefe im Original, in Photokopie oder genauer Abschrift r.u übersenden. Wer keine Her?!bricfe besitzt, aber weis«, wo sich solche befinden, möge dem Archiv j durch entsprechende- Hinweise behilflich sein, wer Herzl- | briefe in irgendeiner Zeitung oder Zeitschrift veröffentlichte, j einen Abdruck dieser Veröffentlichung überrenden. Adresse | P.O.B. 92, J 0 r u s a I e m. ,r ..„ , 4! Überrascht war ich bei der Torahvorlesung: die Neginoth sind Das Zroms ,.,ehe Zentralarek.v wird be« der Veroffemhcluins j s0 wio weim in Deutschland jemand rasch ..laint". Und die der Briefe selbstversUii.d roh vernu>rKen. von wem es s:e erha - j beHOndere Überraschung erlebte ich am Schujp. als „Ejn eu hat. La hoftt dass in dre^r^hweren Ze»t in der Herzls | k.Elohenu.. mich elner Melodie gesungen wurde, difseit Joaael. Wrrlc tun ^ui Bestehen und V\uchsen ringt, jeder bereit , Rosen.:,att auch in Hamburg bekannt und beliebt ist.;ein wird, nach seinen Kräften an dem Werk mitzuarbeiten. I Die Zahl der Synagogenbesucher war etwa 50. Die älteren Männer erschienen alle in dunklen Anzügen und mit dunklen ■tiu* 11t wi'ia k-ovcii'uiA'v Hüten — was bei einer Temperatur von etwa 40 bi;s 45 Grad DIR 10. UI/0-hONFt,K!.*Z \c*lsiW3 schon etwas besagen will für die Feierlichkeit, dia Die WIZO (Wrlti". .Mi'i* ü: 11 zionistischer Frauen> hat f überhaupt herrsehte. Die jüngeren Teilnehmer versammelten ihre diesjährige WeU-Konferen.: für die Zeit vom 12, bis 16. \ sich sofort nach dem Ende des Gottesdienstes mit dem Rab- August am Orle dee. 21. Zionisten-KongresseÄ, Genf, ange- { biner in einem Nebenraum der Synagoge. Ich fand einen Ansetzt.. Ihr soll am 9. AugiiM eine Vorkonferenz der beiden } schlug am schwarzen Brett des Inhalt*, dass am ersten Abend Exekutiven sowie au den folgenden Tagen eine Sitzung des I Pessach nach dem Abendgebet im Patio. also unter freiem Aktions-Komitees (Council > vorausgehen. Himmel, die Haggudah verlesen würde. Die Mehrzahl der Mitglieder der Paläs;in.vE:;ekutive Ein Kuriosun». das die Leser vielleicht interessiert ist da* wird an der Tagung teilnehme!:. Frau Hadassuh Samuel. Firmenschild eines, jüdischen Geschäfts in unmittelbarer Nahe 1 ie Vorsitzende der Palästinn-WlZO-Exekutivc, ist bereits; der Synagoge in Curacao: Die Aufschrift lautet „T e I Aviv", am. H Juli zu Besprechunsen nach London abgereistv Frsu j und zwar in''1ateini4cher und hebräischer Schrift. Nanny f& a v g u i i e s, Vorsitzende des Propaganda-Departe- Dr. \J. JovL ment.v hat sich sehen anfangs Juli ins Ausland begeben, um ' ---- noch vor der Konferenz Belgien. Holland und die Schweiz im Interesse der WIZO zu bereisen, und Frau Anna Braudo. JUDEN IN SWAZILAND Vorsitzende des Kinderf Ursorge-Departemeni«, ist verreist, + i,.ti um «ich zuerst in London und nach der Konteren* für meh- CoeUgegun Swasiland), den JuU. rere Monate in Süd-Afrika aufzuhalten. An <*ie „Jüdische Welt-Rundschau". Jerusalem Mit grosser Freude habe ich hier eine Probenurnmer Ihrer Zeitung erhalten, die mir aus Johannesburg zugesandt wurde. Ich habe dio Zeitung sofort abonniert und erwarta jetzt von einer Woche zur anderen mit grösster Spannung ihr Eintreffen. Leider dauert es etwas lange, bevor die Zeitung aus P ris hier eintrifft. Mancher Leser Ihrer Zeitung wird sieh gewiss Jragen, was eigentlich Sua:ilami ist. Auen ich hatte den NÄun dieses Landes noch nicht gehört als ich vor ca. einem Juhr durch meinen Bruder das Permit y.u Einwanderung hierher erhielt. Das Land ist eine englische Kolonie ungefähr in der Gröase von Württemberg. Es grenzt auf drei Seiten an dio Süd-Afrikanische Union und] auf der vierten Seite an Portugieswch-Ostafrika, Die weis»« Bevölkerung ist hier sehr spärlich. Bis vor 17 Jahren waren hier keine Juden, da;m kanten verschiedene Juden aus Lettland. Dio meisten von ihnen hüben Geschäfte hier und leben orthodox. Bei einer solchen Familie bin ich in einem Shop (Laden v ar.gesteUt und bin sehr zufrieden. In der zweiter, Hälfte des Jahres 11*38 hat die Regierung 250 Pernuts für Juden ausgegeben, leider haben aber sehr viele von den Juden suis Deutsehland keine Beschäftigung. Es bestehen hier gut* Möglichkeiten für Farm fr, und das Klima ist sehr gut. Es p.ib jedoch noch einzelne Strecken, wo Malaria herrscht. Sonst ist das Land sthr romantisch. Le-ider ist dieses Land wie vi-ile andere jitzt auch gesperrt. Hochachtungsvoll rritz SU in (früher Frankfurt a.MJ Von der „St. Y»ui*M. In Kr. 16 brachten wir einen Bericht über die Pex.:önliehkeiteii, die bei der Organisierung der Rettung und Ausschiffung der Passagiere des Dampfers ,.St. Louis" tatig waren. Dazu wird uns aus London von befreundeter Seite ein Bild aus einer englischen Zeitung eingeschickt, das zeigt, wie in Antwerpen ein Fiüehtlingskind aus Österreich bei der Landung von Mr. S. M. B r i s t e r vom Jewish Ret"ugees Committee in I^ndon und Fräulein Margot Holtmann (gleichfalls von diesem Komitee» in Empfang genommen wird. Die beiden waren beauftragt, von Antwerpen die, für England bestimmten Kuba-Flüchtlinge von der , St. Louis" abzüiiolen und hüben sich dieser verantwortungsvollen und schwierigen Aufgabe mit grosser Sachkenntnis und Geschicklichkeit ent- Udigt. pkksoni it Herr iUegmund Lazarus und Frau Minna i'.eb. Hirschmann feieen am U. August in Durban (Südafrika>. ihre goldene Hochzeit. Der Jubilar gehörte zu den Begründern der Zionistischen Ortsgruppe in Mainz und war schon Delegierter auf dem Kongress in Kusel unter Theodor Herzl. Die Jubilare waren in ihrem Wohnort besonders beliebt. Es ist erfreulich, dass sie jetzt in Südafrika bei ihren schon s«it längerer Zeit dort ansässigen Kindern und Eukttfn tinan angenehmen neuen Aufenthalt gefunden haber^.

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