Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 19 (21.7.1939)
- Date
- 1939-07-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SeHc 4 JÜDISCHE WELT-RUNMCHAtg ffr. », 21 Vn. 1*31 Kerne Imnferationsqwrte für du nächste Halbjahr MaelWNAUJS ANTWOFT M F Hlr: IMJWAM? i;i:,w,vM»Ki:i,\({ Im rrmllsf hen 1'nfrrliiHis trilt> d"r Kofonlalndnfwler * imng M tt e I) o ii a I «I mit. d«i*s als Antwort n»«f die grosse' illejuafe ImiriJeratioti ''er let/fen Zelt die lie^ierHni; iitr die nächste Periode (1. Oktober P>'W bis 31. Miirz 1010) j!(<> i n c Zertifikat»' für PafliHtimi-rlinwanderuiij;! ausgehen werde. Der Kolonial m i n i « t c r erklärte bei dieser Gelegenhell, das:- d'e britische Regierung ihren Wim.M ji, den y'ul'i. <hen Flüchtlingen zu helfen, ni<*ht geSindert habe. Da aber die Illegale Immigralion 1<? i n p n w p;r «, nur F 1 ii c h 11 i n g e ' d €? r N a i Ii c r r s c h n f t umfasse, sondern r„ B. viele Kin-1 Wanderer am Polen und Rumänien, »ei dadurch das Bc.«tre- ben der Regierung, den Flüchtlingen aus Mitteleuropa?.u hei-1 fen, in Frage gestellt. Durch diese Einwanderung werde die; Erbitterung in Palästina verschärft und. die Regierung rei! entschlossen, diesen Versuch, das palnsllnensischc Gesetz zu f umgehen,'zu vereiteln. Der Kolontalminister f-cUtc noch . hiiixu, ' das* es von t'er .weiteren Eni tVjrkhmr; der Dinge «bi liungen werde, ob am 1. April UHO du? legale Quotenimimgrii-1 KUNDGEBUNG DER REICHSVEREIMCUNC Der Vorland der neu«*n .RHrhsvotrinigung drr Juden; Auf galten obliegen ihr nicht lind daher ist die Mit« in Deut^-niarid" veröffentlicht aniasshch der neuen druthen i Ä|icds,.naft 7M di<^cr jüdischen Organisation auch nicht Judm-Verordnung <V«t. „J.W.R." Nr. 1«? folgende Kundgevon ZerlifikaU i nv.ufge tlon dureh Ausgab werden kann. Die Exekutive der Je w i y h A g o n e y in Jerusalem hat sofort nach Bekanntwerden der neuen Verfügung . des Kolonlalminislers eine Erklärung veröffentlicht, worin r.unüehst betont wird, das;; der grüßte Tri! der illegalen Einwanderer aus Deutschland, Österreich. Tschechoslowakei und Daiuig kamen. We'l dier.c Mensehen in ihrem Nalionulheim Zuflucht .gesucht haben ho führt die Erklärung der Jcwfr.li Ascncy fort wird das ganze jiidi.sehe Volk bestraft! Drei Jahre hindurch war die Regierung nicht imstande, Geset;*. und Ordnung gegenüber den arabischen Terroristen durrhru setzen, jetzt aber mache die Regierung «leftt Versuch. Festigkeit xu. . , ,. , . ,. . _ , .. . . . .»«igen bei der DurehseUung der Immigrationsgesetzc laUnch«, duas dies« neue .iudi*che Organisation nicht die Juden. Das jüdische Volk betrachte diese Politik, die j dazu daist, positive jüdische Aufgaben zu fördern. ..Die 'Arnammenfnssung unserer Kräfte ist für uns Juden in Deutschland nett langem da« Gebot der Zeit. Nur gemeinsam können wir der schweren Aufgabe gewachsen hHo. die *:2<* uns gelegt ist. Dureh die Verordnung über die Reichsvert «nigung der Juden und die Ihr entsprechende Satzung sind unsere Gemeinden Marker noch hIk bisher KU*ammenge»e!ik»SÄfln. Sie sollen die eine Gemeinde der Jtiden in Deutrchtaml bilden. Aber darum behalt doch, nach wie vor, ji^tle Gemeinde mit ihrer Arbeitsfähigkeit und ihrem Arbeitswillen ihre besondere und wichtige Bedeutung. Sie bleibt weite»hin ein Platz eigenen Wirkens und Beh.iffms. Noch grossere und lastender« Aufgaben, als sie schon bisher bestunden, lieget» dieser Reichsvereinigiing ob. Noch mehr an Anforderung ist an die Opferbereitschaft «Her freriehtf t. Di" schwere Verantwortung, die r.uf denen ruht., weh'hen dir- Leitung der Reichsvercinigung anvertraut ist, werden wir nur tragen können, wenn alle Juden in Deutschland, jeder auf seiner Stelle, das Gebot «c- - hichtlicher T(vj.-e 7.u erfüllen bereit sind. Leo Invarl Harrk. Paul l*nt(\ A'a;w/ria, Marita JuTHfi tirunchcl. Odo Inrael liirnch, Philipp Inracl Ko-micr, Arthur /«onW Lilie"thal, Juliu* L. Israel ßclifisohn, Heinrich Ixrarl fiiuhl" Dia neue juristische Regelung der jüdischen Gemrindcverhältnisfie in Deutschland ist ein Dokument der i ragischen Lage dieser untergehenden Gemeinäciiaft. Was am meisten in die Augen springt ist die unter dem Drucke der manischen Terroristen die jüdische Einwanderung drosselt, nl.< morniin h nicht {/errchtff rlsf/t. Da* jüdische Volk werde sich mit. dieser Gewaltpolitik uic-hi abfinden. Der Treubruch der Mnndutarmneht könne nicht das Recht des jüdischen Volkes auf sein Heimutland ausser Kraft set/.en. Das Recht der Juden, in ihr Land zurückzukehren, -sei ein natürliches und historisches Recht Nicht die 3üdisehen Flüchtlinge verlet/.en das Gesetz, sondern die, welche r_ TT versuchen, die Fiürhtiinge ihres i^ebensre« htes?.u TM-rätmen. Auch die L o n d o n e r Exekutive der Jewish Ageney hat eine Protesterklärung gej^en die neue Regierung des Kolonlalministers vorütfentlieht. l>cr I«eiter des Iniinigration.';- DepartmentK der Jewlsh Aiiency, Elijuhu Dobkin, der in London eintraf, erkliirte, dass 80f. der letzten Quote an Flüchtlinge aus cieni Deutsohen Reich und der Tschechoslowakei verteilt worden aiinl PROTEST MIR KS<iU$€HKS ZIOMSTKX Die Knhe JJh'ni^'isehe Föderation hat in L o n d o n .im ielKteu SonntaR* (-mo .Sondenkonferenz abgehalten, worin ein Protest gegen die leiste Verfügung des KuiutiialininiMefs (Aufhebung der Immigrationsquote für das nächste Halbjahr) beschlossen wurde, Dr. Wcizniann haue an die Konferenz eine Botschaft gesandt, w-orin er gleichfalls seinen Protest ausspricht un<'. erklärt, das yan^e jüdische Volk werde 1 In der Gegnerschaft gegen ..dieses Dekret einig sein, Dr. Bindet z ky erklärte in einer Rede, eine der tragisehaten Seiten dos heutigen jüdischen Unglücks bestehe darin, das« die Jutler. gezwungen sind, gegen die Massnahmen der 7 britischen Regierung zu kämpfen, obwohl sie gerade für das b r i t i s c •! e Volk Gefühle der echten Freund- " s chafi: hegen. Ami »er Künferenr. .sprach auch ein konservative.; P.ir.!amentsmlt.glied. nämlich Commander Loeker- Lampson, der der Regierungspartei angehört und sich dem jüdischen Protest «nsehloj-s. Die londoner „Times" erklärt, die Araber betrachten die. Ankündigung MacDonalds als einen Beweis, dass die Regierung das Weihsbueh wirklich d v; i c h z u f ü Ii r e n beabsichtigt. Auf der anderen Seite sagt das Blatt, wenn anstelle der legalen Einwanderung-die illegale gesetzt wird, dann habe das den Nachteil, dass die Juden n i c h t d e n b e k t e n Typ der F.nuvanderer auswählen können, sondern einfach öi; annehmen müssen, die ankommen, raun Schudeu der ökonomisch e n S t r u k t u r des Landes. Auch die Stellung der Jzyri'ih Afteneij werde unmöglich, wenn sie statt die Gesetze 'zu beachten, gezwungen wird, selbst illegale Immigration ku fordern. •Über den Protests frei k der palästinensischen Judenbeit vkI. S. I und SV Die Sowjet-Union und Palästina KINK NFroKH.MIiRI Mi DFS KOMM UN IS M1: S Bekanntlich haben die Komnutnisten in allen Ländern (such in Palästina!) jahrelang den Zionismus auf das schärfste bekämpft und »ich mit der „arabischen Freiheitsbewegung" Identifiziert. Darin scheint jetr.t eine Änderung eingetreten zu sein. Das Organ dir „Komintern" schrieb vor kurzem „Der faschistische Einflus« ist heute durchgreifend in der arabischen Bewegung. Der Mufti und seine Partei er hallen fortwährend Geld, Waffen und Instruktionen vom im ternationalen Faschismus, der Mufti und seine Partei haben sich ganr. der ,,faschistischen Achse" verkauft und ausgeliefert". Dm Organ der Komintern tritt offen für eine Verständigung der progressiven jüdischen und arabischen Element« In Palästina ein und fuhrt aus: „Wird eine solche Vcrstündijrung Zustandekommen, so würde sie eine Barrikade gegen FHsehismuK sein und dam beitragen, neue Perspektiven für Jüdisch« Einwanderung naht allein in Palästina, sondern auch in die benachbarten Länder zu öffnen*'. In demselben Sinne äussern sich auch einzelne koimnuindern als ihr Zweck ist kurzerhand angegeben, dass;-ie die Auswanderung der Juden zu fördern hat. Sic ist also nichts anderes als eine Liquidatlonsstelle d e « .deutschen J u d e n t u m s. Geistige durch positive Bekenntni.s zum Judentum bestimmt, sondern durch die negative Abgrenzung der ,.Nürnberger Gesetze". Jeder, der nicht ein reiner Arier im Sinne des sogenannten Reichsbiirgergesetzes vom 15. September 1035 (Nürnberger Gesetze) ist, wird der Reichavereinigung zugezählt. Demgemäss hat die Reichsvereinigung auch die nichUrischen Christen und Dissidenten zu betreuen, mit deren Organisationen auch bereits Vereinbarungen getroffen worden sind. Die Reichsvereinigung ist auch nicht mehr wie früher auf den jüdischen Gemeinden aufgebaut, sondern jeder einzelne Rassen jude gehört ihr automatisch an und scheidet aus ihr nur durch Tod oder Auswanderung aus. Freigestellt ist die Mitgliedschaft nur den in Deutschland lebenden Juden fremder Staatsangehörigkeit. Die Aufgaben der Gemeinden — also besonders die Einrichtungen für das religiöse .Leben - werden von den sogenannten ..Kultusvereinigungen" ausgeübt, die zugleich Zweigstellen der Rcichsvereinigung sind. Kein Jude wird sich der tiefen Sympathie mit den Männern entziehen können, die mit ausserster Aufopferung diese jüdische Arbeit in Deutschland weiterführen. In stummem Heldentum ausharrend auf ihrem verantwortlichen Platz führen sie eine Aufgabe durch, wie sie vielleicht noch niemals einer jüdischen Menschengruppe gestellt war. Der Aufruf, den wir--oben veröffentlichen. Ist rührend und herzergreifend in seiner Zurückhaltung und Entschlossenheit. Das Judentum der Welt, vor allem aber die bereits ausgewanderten Juden, sind diesen in Deutschland wohnenden Menschen zu tiefstem Dank e verpflichtet und sind sich bewusst, dass ihnen ein Ehrenplatz in der jüdischen Geschichte gebührt. Mit der Gründung der sogenannten „Rcichsvereinigung" hat das letzte Kapitei der ruhmreichen und leidensvollen Geschichte der Juden auf deutschem Boden angehoben. Tagung des Evian-Konntees Ans dein „Protektorat M im 19. Jutf nachmitUg* tritt im IxN»rno*»al des An,**"iich «*r du£ht d?tt R™'l^»f>tektor NeuratV ^"f* . . . , * 4,1». geecn Ernennungen deutscher .StadUkoirtmiwware anstell« d«r roreig« Office Wl Ixilld«» das I n t e r s t » t I i C h « fcwäinlu.n Bürgermeister fanden Si«g«M>arad«n und Fackel- HumiteeidrdleFliichtilnge abermals %u einer ziig< in den Städten dts Protektorates statt, die zu schweren Ta-un- /UMamiMen. Den Vorsitz führt miwh diesmal das | antisemitischen Excensen ausarteten. In Brünn, Mähr.- Mltglied der cnglittcJiftti Regierung l^ril Wintert««, der |Cst r a u, Budwcis, Olmüt z usw. zertrümmerten dl« ab »tändiger Vorsitzender des Interstoatlkhen Komitees j Demonstranten die Auslagefenster in den jüdischen Geschäften fungiert. Insgesamt werden z* dieser Tagung Vertreter und vernichteten die Waren, In Brünn blieb kein einzige» der KcgH'raugc« von 8? Staaten erwartet, unter ihnen der amerikanische Vize Vorsitzende des Komitees Myron C. Taylor und der französische VleevorsÜxeade Senator llesu i U e r enger. Neben den laufenden Problemen, die sieh aus der «r- K'.vungcnen Auswanderung der Juden aus Deutschland ergeben,; wird das Komitee auf seiner diesmaligen Tagung zum ersten; Male auch die Frage der jüdischen Auswanderung aus Polen! in Behandlung;:iehen. Diese Frage bildete, wie erinnerlich, im April d. .1. den Gegenstand von Besprechungen zwischen dem . britischen Foreign Office und dem polnischen Außenminister Oberst Bock. jüdisches Geschäft verschont. Der erste Akt de« neuen „Stadtkommissars" war, den ji4<licht H LatieniHhab* in zu befehlen, sofort die Schäden zu reparieren. Viele jüdische Geschäftsleute in Brünn haben ihre Läden seit Errichtung des Protektorates zum fünften Male reparieren lassen. Aus Prag wird gemeldet, dass die tschechischen {- c h u I e n die Weinung erhalten haben, jüdische Schüler aua Schulen mit einer anderen als der tschechischen Unterrichtssprache nicht aufzunehmen. Ferner wurden die Schulen angewiesen, jüdische Kinder bis höchstens <% der allgemeinen Schülerzahl zuzulassen. Die jüdischen R e c h t s a n w alte und Ärzte, denen untersagt wurde, ihre Praxis weiter auszuüben, und die jüdi- Was das Problem der jüdischen Flüchtlinge aus Deutschsehen Geschäftsleute, deren Geschäfte behördlich gehüitl betrifft, so erwartet man weitgehende Enüichliessungen j schlösset worden sind, düi fen ihre An gesteinten vor des Komitee.'? hinsichtlich der A n s i v ü 1 u n g s p I ä n e in! Ende des Jähretnicht entlassen. Die jüdischen Juweliere? Ohersee-Territorien wie Brttisch-Guayana usw. Auch dürfte i müssen ihre Geschäfte offen halten und sie dürfen die Löhne ein Beaehlusr. über die Gründung einer Körperschaft gefasst j ihrer Angestellten nicht kürzen, obwohl ihnen verboten wurde, werden, welche die Aufgabe haben soll, die notwendigen finan- \ Gold- oder Silberwaren zu verkaufen. zielten Allittel für die Auswanderung und Unterbringung von j Dor Verband dor R c s t a u r n t e u r e in Prag hat sich an ir)U(HK) Juden aus Deutschland innerhalb eines Zeitraum« von ] den Magistrat mit der Bitte gewandt, die im Besitze jiididrei bis fünf Jahren zu beschaffen.! .sclur und Flüchtlings-Restaurateure befindlichen Lizenzen »IK H-MTKRWAXOKKCN« «HR FU)Clltl.lN«K l^TTZ^K^Zygibt « .» Uoh«*!- In dem (schon in der vorigen Nummer der „J.W.R." er-! ,when „Protektorat" ingesamt 11.419 jüdische Flüchtwähnt»*a», „Hoffnung fr Flüchtlinge" betitelten Leitartikel |-? i n «re» aus dem Sudetengebiet, der Slowakei, der Karpatho- Londoner „Times" wird hinsichtlich der Leistungen Engi Ukraine. Deutschland und Osterreich, lands für die Flüchtlinge noch ausgeführt: j Angestellte des Prager Magistrats, die heiraten wollen, „Grossbritannien selbst ist gegenwart ig nicht in der Lage, \ müssen den stüdtiiiehe.n Behörden den Nachweis erbringen, die endgültige Heimat von Flüchtlingen in irgendeiner grossej tjf)s;i cm,?u ehelichende Person „arischer" Abstammung ist. ren Zahl u werden, obgleich die allgemeine Anschauung hierj Jn Kurltib{id wur<!t? fiir den verstorbenen rumänischen twas au eng »«. durfte. Mag alles, was über die Gefahr. ] y,iniBter|,rUs,identen Und Antisemiten Octavian Coga eine , gesagt wiril, noch so^ nchtif ^» i Gedenktafel enthüllt. In T r o p p a u fand der e» ste „K f s u a n s c h a n d e - Frosress" im Sudetenland statt. Der 67-jkhrige judisch« '~ | Arzt Dr. Julius I^ehter war angeklagt, die Beziehungen cu itbei AntiHt■mitistnus zu v "kc (offenbar eine Anspielung auf diu Bemerkung des Kolonial Unlerstaatsstkretars I^ord Dufferin and Ava A. d. R ), so gib es ja viele Flüchtlinge, die gut nicht Juden bind, und unter ihnen wie unter den jüdischen Flüchtlingen gibt •» . . . » „ , •, , 4-Btt,„w..,ö^i.,t.t b*»rt#» «nch ...... . , , , , . , . i i einer Ariertn mit der er seit 1924 z i ammengelewt nane, aucn \ fU Uir Lam1' in Wdthvm 816 Skh ^ri""n j dir Einführung der Nürnberger OeseUe im Sudetenland viel b<uuirngen haben. fortgesetzt ^u haben. Dr. U»hrer wurde zu 3^ Jahren Gefäng- Hinsu kommt, dass. wenn Keynes mit seiner Annahme. \ nls und 5 jtonren Verlust der Bürgerrechte verurteilt. wir würden in naher Zukunft mehr über MuHftel an Arbeit*- ' k,-alten als über Arbeitslosigkeit i-.u klagen haben, recht hat, es bald zweckmässig werden könnte, mehr Flüchtlinge für dauernd zuzulassen, ohne dass die Annahme entsteht, der Ein wanderer nehme einem Einheimischen den PlaU weg. Alle Aufmerksamkeit verdient die Frage der Flucht' iiugs k i n d e r. die hier aufgezogen und ausgebildet werden, und, wenn sie 18 Jahre alt sind, weitergeschickt werden sollen. Wenn das allzu str.kt durchgeführt wird, so könnte solch ein Export von wahrscheinlich nützlichen Bürgern sehr u n w i r t s c h a f t 1 i c h .M.-in '. MögHcblieiten in Kiiifbriey rikani sehen Kommunisten, die noch vor kum-m den Zio-j ^km.ir der .Fmland'-Liga Dr. lzchak Sie... nismus besonders scharf abgelehnt haben: „Das Weissbuch btjbcrg aus London, ist von e.ner Heise durch Ost-Kimber- *m himmelschreiender Verrat gegen das Versprechen das die; 11 y, im aussei steu Norden von Wehl-Australien, xuruckgeenghsebe Regierung im Jahr 191? den Juden gegeben hat. k,nrt. Presse-Vrrtretern grgenuher äusserte er steh sehr optimistisch über die Möglichkeilen einer erfolgreichen Ansiedlung jüdischer Flüchtlinge in die*.em Landstrith. Dr. Stt'inberg i*l überzeugt, dass -~ falls mau Flüchtlingen eine Chance geben wird, das Land tu entwickeln ein grosses Der Rüeksiug den England jetzt angetirteu hut, ist chemo aehmachvoll wie schändlich Das Weis*buch Ohamberlaina ist daxu angetan, die antisemitische» Barbaren in vielen Ländern nur zu weitere« Taten?u ermutigen". Ob es sich hierbei nur um momentan» Äusserungen Oder um eine wohlüberlegt» und dauernde politische Haltung handelt, bleibt abzuwarten. i Werk vollbracht werden kann. Die Londoner „Time-s* berichtet aus Perth in auffallender Form über Steinberg* Bemühungen» ms unu i Ein deutsches Militärgericht Im tschechischen Protektorat verurudlte den ehemaligen jüdischen Leutnant der tschechoslowakischen Armee Josef Fischer aus Pilsen zu vier Monaten Gefängnis, weil er angeblich seinerzeit sudetendeutsche Soldaten seiner Kompagnie öffentlich getadelt hat. .In der Passage ,.U Cerne Ruate" ( „Schwarze Rcse"> am Graben im Zentrum von Prag, ist ein „Stürmer-Schau« kosten aufgestellt worden. Der Schaukasten gleicht den „Stürmer"-Schaukast*n in I>cuUchland. nur dass eine speziell« Aufschrift Juden dürfen vor diesem Kasten nicht stehenbleiben" angebracht ist. In der Passage und in ihrer nächsten Umgebung befinden .-sich zahlreiche jüdische Geschäfte. Di« Aufstellung dieses bestialischen Druckerei-Produktes in der Hauptstadt der auf ihr kulturelles Niveau bedachten Tscheche» i.ü eine besonders krasse Beleidigung dei t s c h o c h in-hen V o 1 k e s. Die HlAS-ICA-^niigraiMwi Association < HICEM' in Paria ha aus Havanna die Mitteilung erhalten, dass die 57 judischen Flüchtlinge des Dampfers „I ben a". die seit Ende Mai in einem Einwandererlager in Havanna interniert sind und mit dem Dampfer „Orinoeo" aus Kuba deportiert werden sollten, die' Erlaubnis erhalten haben, im Lager su bleiben. Man bemüht sich, für sie die Erlaubnis xu dauerndem Aufenthalt m Kuba su erwirken.