Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 19 (21.7.1939)
- Date
- 1939-07-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Kr. Ii, M< VÜ.-lWf Jüdische welt Rundschau Belle 3 JUDEN IN POLEN / Eindrücke einer Reite Von Dr. E I t a s Auer b .ich, Haifa. InfoUje der freit poHtiseh*n Ereignisse, in deren Brenn punkt yt-t gerade Polen steht, uendet sieh das jüdische Interesse in noch höherem Masse drr polnischen Judenheit :u. dir ohnedies für die ■ Juden drr Welt mh rxtritgrüssto jüdische Gruppe innerhalb nne* Staaten von entscheidender Bedeutung ist Wtr haben Dr. Auerbach, der kürzlich von einer Heise aus Polen -.nrüekgekehrt ist. gebeten, seine Eindrücke ran der heutigen Situation drr polnischen Judentieit fiir die Leser der J.W.H." niederzuschreiben. (RedJ Zwei stärkste Eindrücke bleiben haften, wenn mar.! Polens spielen die Juden eine erhebliche Fl die, besinnen e Reise zu den Juden Polens hinter sich hat: Der ders in der Textil-Industrie, in der Orul>en-Industrh\ in erste ist das Erlebnis der jüdischen Masse. In den der Holzverwertung. in der Mühlen-FnduMrie, jetzt auch grossen Städten ganze jüdische Stadtviertel, in Warschau in der Elektrizitäts-lndustrie. Aber die Juden können laat 400.000 Juden, in Lodz 250.000. in Lemberg 115.000 sich des guten Verdienstes nicht freuen; Besitz ist un¬ Juden, über ein Drittel der Bevölkerung, überall auf sicher geworden, da die Zugriffe des Staates in dieser den Strassen erkennbare Juden, der Sabbat eine ein- oder jener Form immer fühlbarer werden. Nicht eindrucksvolle Not»» im Strassenbild. Der zweite starke mal Haus- und Grundbesitz gilt ab sicher, und vielfach Eindruck ist: Hier ist das jüdischste, lebendigste Zen trum der jüdischen Oalut. pulsierendes jüdisches Leben, Verwurzelt in religiöser und nationaler Tradition. IMe Jade« Im Leben de« Staate« Die 3i Millionen Juden Polens sind im Staat eine starke „nationale Minderheit". Der polnische Staat ist ein eigentümlich und gefährlich zusammengesetztes Gebilde. Das „Staatsvolk" sind 18* Millionen Polen. Aber neben ihnen stehen 61 Millionen Ukrainer, 3- Millionen Juden, 2 Millionen Weissrussen. 1J Millionen Deutsche, 4 Million kleinerer Splitter So ergibt sich, das« 55?; Polen etwa 45<; Minderheiten gegenüberstehen, und diese Minderheiten mit Ausnahme der Juden — stehen dem Staat ablehnend, ja feindlich gegenüber. Es ist klar, wie gefährlich für den Staat diese, der tschechoslowakischen nicht unähnliche, Situation ist. Eine kluge, unvoreingenommene Staatskunst müaste sich bemühen, von diesem durch Negatives zusammengehaltenen „Block der Minderheiten" die Juden abzuspalten und zur Stütze de» Staates zu machen —- und die Juden wünschen ja nichts sehnlicher, als polnische Patrioten zu v/erden. In diesem Falle stünde in Polen ein staatstreuer Block von 22 Millionen einer widerstrebenden Minderheit von ca. 11 Millionen gegenüber, und das würde dem Staat eine weit »icherere Grundlage geben als er sie heute hat. Aber zu einer solchen vernünftigen Politik wird es nicht Kommen. Dafür sorgt der tief in allen Schichten des polnischen Volke;* verwurzelte Antisemitismus. Hier ist die deutsche Saat übel aufgegangen. Ich habe jede Gelegenheit benutzt, mit Polen über das jüdische Problem mich zu unterhalten; und ich war erschrocken zu sehen, dass selbst in der gebildeten Oberschicht Dinge wie die berüchtigten „Protokolle der Weisen von Zion" vollkommen für bare Münze genommen und geglaubt werden. Die'Staatsführimg, unter dem Druck der judenfeindlichen Rechtsparteien, geht klar gegen die Juden. Es braucht hier nur auf die Hoehsehul-Bewegung mit ihren Ghettobänken, auf die Drosselung der jüdischen Schlachtung, auf die Ausschliessung der Juden aus Verwaltung und Wirtschaft hingewiesen zu werden. Die Gerechtigkeit verlangt, dass wir auch die Gegenkräfte konstatieren: Es gibt eine gebildete freiheitliehe Schicht, die sich gegen diese Einstellung wehrt, und zu ihr ge- I hört auch zum guten Teil die hohe polnische Aristoj kratie (wie in Ungarn). Aber der Einfluss dieser Schiebj ten auf den Staat ist sehr gering und vermag die all- I gemeine anlijüdische Bewegung kaum zu hemmen. i So festigt sich in den Juden, ob sie wollen oder nicht, i kehren die Juden zu den Methoden des Mittelalters zu rück, ihren Besitz so beweglich wie möglich zu gestalten. j Ein Sonderproblem sind die akademischen Berufe. Vielfach besteht zweifellos eine Überft'illung, in Galizien mehr Jils in Kongresspolen, zumal die jüdischen Ärzte und noch mehr die Anwälte vorwiegend auf die jüdische Klientel angewiesen sind. In einem elenden galizischen Lan Istädichen von 7000 Einwohnern darunter zwei Drittel Juden, fand ich 18 jüdische Anwälte und 10 jüdische Arzte. Da ist es kein Wunder, dass ein Anwait, der 500 Zloty (ca. 17 LP.) im Monat verdient, als ein ueisr wohlhabender Mann angesehen wird. - Trotz dieser Überfüllung aber ist durch die Erschwerung des Hochschulstudiums für Juden schon jetzt ein deutlicher Mangel an Nachwuchs zu fühlen. Der jüdische Anwalt, der einen jüngeren Kollegen als Vertreter, als Mitarbeiter, als Nachfolger sucht., findet ihn von Jahr zu Jahr schwerer unter Juden, und so wird auch hier die Oberfüllung rasch durch eine Verdrängung abgelöst werden. Die Stellung d u* jüdischer. Akademiker in den Berufsorganisationen Int schon heute eine sehr prekäre durch die Feindseligkeit ihrer polnischen (und auch der ukrainischen und deutschen) liz rufagenosaen. j Angesichts die«er Lage versteht man es, daris die Stimmung der Juden ihrer Zukunft gegenüber tief pessimistisch ist. Sie sehen ihr Abgleiten und können es nicht hindern, obwohl sie tapfer kämpfen. Unter ihren Versuchen zur Sicherung gewinnt der Gedanke an Auswanderung immer mehr Kaum. Aber die Juden in Polen sehen ihr Schicksal viel klarer als es die Juden in Deutschland getan haben. Denn sie lebten niemals ho sicher wie diese, und die Verschlechterung ihrer Lage kommt langsam und schrittweise, nicht als Katastrophe, sodass sie sich allmählich anpassen und für ihre Zukunft, so gut es gt&t. Vorsorge treffen können. Die jüditehe Einstellung In Polen sitzt ein Mehr lebendiges, stark positives bekämpft sie auch das Hebrlilsche, Sie steht auch gerade dadurch auf ein,Am verlorenen reaktionären Ponten, angesichts de?« Schwunde» dei Jiddischen. Ihre Gegnerschaft gegen das Hebräische geht so weit, das« sie sich sogar bcmUht, die zahlreichen hebräischen Elemente aus dem Jiddischen zu entfernen eine besondere und sonderbare Art Spraehreinigung'■ Es gibt in Polen eine beachtenswert" -jüdische Presse, die stark gelesen wik». Mehrere jüdische Tafe^zeiluiigt n erscheinen, und zwar nicht nur in Jiddisch sondern auch in polnischer Sprache, in Warschau, Krakau und Lemberg Es ist interessant, dass gerade diese polnisch-jüdischen Zeitungen durchaus nicht nur von Juden gelesen werden, sondern zahlreiche polnische Abonnenten haben. Sie alle erfüllen nicht nur die Aufgabe allgemeiner politischer Tageszeitungen, sondern geben den jüdischen Dingen breitet» Kaum, insbesondere den Palästina«Problemen. Kragt man nach der allgemeinen politischen Einstellung der Juden in Polen, so darf man ohne Übertreibung sagen: sie haben ein starkes j üd i s c Ii e s E » n h e i t s - b e w u s s f * e i n, auch nationale» Ein heu t.hu w uns!sei». De? Zionismus ist die behei i sehende jv nscnairmg. Ein vvirklirher Anti-Zionismus ist f eschr.r.ikt auf dk? Kieist der ,.Assimilantcn" und die des ..Mund", ein Bekenntnis zum Zionismus in irgendeiner seiner Formen Gemeingut der grossen Masse. Trotzdem int das Bild,, da.-» duzioni-itiK-he Organisation bietet, Juthaus kehl erfreuliche.-*. Schwäche der Organisation als bindender eorni. Spaltung*.1 ohne zwingend;5 innere Gründe. Über* wucheni des» technisch-politischen Betriebes beraubt den Zionismus /.um guten Ted dea Einflusses, neu er nach seiner ideenmässigeu Starke aus über; kannte, Am besten steht es noch mit der ArWeit für Uie zionistischen Fonds, die als einigendes Bindemittel empfunden werden. Die Ket.»ioiii<*ten Ein besomle.e.i V a t e n gesagt werdet Polen ihr Hück^ra^. v>'\ zuweisen, besonders t vi i.u:iW ii'-e;- .'hv Kevisioni* Die l .s.u t Je.boiinsi:vs hat in hvit hier taih lU'oaiv Erfolge auf* " er der Ju^eiHh Die Ursachen dafür liegen klar. zu':^,e,;äe idnd wer.; .; eiheulich und meist negativer ,\\ilu/> Das ist z»rjue";„t die Verzweiflung tler Maasen und gerade, der Ju;;end an ihrer Zukunft, die sie radikalen St;romtiiin'en in die Arme treibt. Weiter k >mmt diese Partei .dcx»L...J£u2;-. dca: Zeit!*..,:;t!nt-— gegen: es ist die einfache Asslntiialitm an dm Faxchiatuus und seine Methoden, Dinge, die Im halb-faschistischen polnischen Staat in der Luft liegen. Wer heute von Gewalt, von Kampf, von Waffen spricht, hat Zulauf. Endlich imiüü rmtti auch deutlich sagen: Eine Ursache seines Erfolges sind die geringen geistigen Ansprüche, die der Itevistarusmus?tH '"'ine Anhänger stellt, Ein paar Sehlagworte, eine „Disziplin" in Befehlsform, wenn möglich eine Uniform, da« genügt. Nu:htzi«nisten und AntizioniHten können auf dem Wege über den Revisionismus ohne weiteres ..Zionistcri" werden, and haben dabei sogar den Vorteil, dass sie wei'er wie bisher auf alles Zionistische schimpfen können. Sieht man sich das geistige Niveau dieser Bewegung an. so muss es Judentum. Die Schicht der „Assimilanten", die um jeden j ein"m um Jabotinskys Lebensarbeit leid tun. mehr und mehr das Gefühl, dass dieser Staat nicht ..ihr" j A(.r(jt., Staat ist, sondern eine fremde und gegen sie feindlich i jtafk^ \ eingestellte Macht. Wie gefährlich das für den Staat ist, zeigt sich besonders in Zeiten akuter Gefahr, wie sie jetzt gegeben sind. In solchen Momenten bemüht man sieh, die Gegensätze ihrer Schärfe etwas r.u entkleiden; ob das aber zu einer dauerhaften Verbesserung der jüdischen Position führen wird, muss sehr zweifelhaft erscheinen. Jedenfalls haben die Juden auf eine gewisse in letzter Zeit fühlbare Auflockerung der juden Preis aus der jüdischen Gemeinschaft fort, und in die polnische hineinsireben, ist sehr dünn Sie findet sich hauptsachlich in der Landeshauptstadt und in den Städten Kohgress-Polens, weit weniger in Galizien. In der älteren Generation ist eine gut fundierte jüdinch; fiit- (iumj noch stark verbreitet. Immer wieder erlebt man es in Sitzungen, dass Meinungen und Situationen durch Bibel- und Talmudzitate beleuchtet und unterstrichen Noch bedeutet die religiöse Tradition eine bensmacht. Fr gibt zahlreiche moderne Kaufleute, die sich entschließen, ihren Söhnen eine Jeschiwa- Erziehung zu geben, bevor sie sie ins Erwerbsleben treten lassen. Sie halten dies für die beste Lebensgrundlage, ähnlich wie aich Väter in Westeuropa für eine humanistische Erziehung entschließen. Hier ist auch die Orthodoxie in ihren verschiedenen Formen und Schattierungen noch ein gewichtiger Faktor. Die Agudu Jisroel hat hier eine »tarki?... Anhängerschaft, ..„„Er feindlichen ^taatsstimmung in der Weise reagiert, das*; slaun,^h gro8a wt nuch der Einfluss der chaHsidischen sie trotz ihres Misstrauens sich energisch dem Staat Jteh^.^ lch habe zahlreiche Inhaber modernster Geschäfte kennengelernt, die regelmässig und unter grossen .Rebbe' aufsuchen, um von ihm in geschäftlichen Dingen sich beraten zu lassen. Des zentrale Interesse der polnischen Juden tu atlw. Schichten, gilt Palästina. Man braucht mit ihnen über Palästina nicht zu diskutieren. Wer Ub«?rh;.u!it jiidische InteresAeu hat, hat Interesse für Palästina. Ich Kreisen der Juden durchaus der Wunsch, positiv und 1 if,1^ . Uier 'nchi m **hrt &d* Intern an aufrichtig an den Aufgaben des Staates mitzuarbeiten.! Pa,aj*Una'1 das <lurch ökonomischen Verhältnisse be- | greiflich bt. »ordern das innere Interesse am Aufbau Ulrferhaftltclic und soziale Lx;e! I andes, vor allem an den kulturellen Dingen. So sie trotz ihres Misstrauens sich energisch dem Staat zur Verfügung stellen. Die Ausschaltung der Juden aus der Staatsführung j „^V^Hen Opfern den bringt es mit sich, dass sie eine wirkliche verantwort- ' liehe Mitarbeit im Staate nicht kennen. Wo sie versuchen. Einfluss geltend zu machen, da geschieht es. um sich zu wehren oder drohenden Schwierigkeiten die Spiee:- abzubrechen. Ihre Stellung ab Opposition ist aber eine durchaus crziruuytH's, und es besteht in weiten soziale La^e Über diese Din:»e ist go viel und sj gründlich geschrieben worden, dass ich mich mit einigen kurzen Feststellungen begnügen kann. Das allgemeine Kennzeichen der Lage isr die f o rischreite n d e V kommt ea, daa.4 hier auf dem Boden einer noch lebendigen jüdischen Kultur die Kenntnis des Hebräischen, auch de» gesprochenen modernen Hebräischen, stark au.igeijreittrt ist. In den grösseren Städten findet über irmung breiter jüdischer Schi-hten. Unter den Lern- \ all ein hebräischer Vortrag eine zahlreiche Hörerschar, berger Juden musa ein volles Drittel durch kostenlose ' und das beate Hebräbch, das in Palästina selbst ge¬ Lieferung von Mdizot r.u Pe33ach unterstützt werden, sproei.en wird, kommt au.** Galizien. intuier grosser wefuca uicwirt^enatt»»chfn itäurüc-, r*uf? denen die Juden verdrängt werden. In der Beamtenschaft i3t der Prozess fast vollendet; bei den Angestellten sehreitet er stark vorwärts, ebenso unter den Handwerkern, neuerdings auch unter den Industrie-Arbeitern, sogar in jüdischen Betrieben, die gezwungen werden, einen bestimmten, ziemlieh hohen, Prozentsatz von Po- len einzustellen. j Bei alledem gibt es noch einen ziemlich starken jü*« (tischen Mittelstand, d^r zum Teil recht wohl« 1 Hier in Polen, wo Jiddisch noeh ausgebreitete Muttersprache i«t. ist ein Kampf zwischen Jiddisch und Hebräisch nur in bestimmten Kreisen und 'ms Ix-« t in unter, p dl.lachen Gründen zu finden. Das Jiddinche g c h t stark zurück. Die ältere Generation npriehi es noch als gewuchsene natürliche' Spruche; die jüngere kennt es vielfach nur noch mangelhaft und ist an das Polnische der Umgebung' assimiliert. Die Kreise, die das Jiddische bewusst betonen, sind vor allem die der jüdisch-sozialistischen Arbeiterorganisation . Bund". Di habend iaL In der im ganzen ziemlich jungen Iniustri* 1 sie ein jüdisches Nationai-Bewusstsein schart btkämpft, Das Auftreten der Revisionisten in Polin ist. eine | r.rhtrw: Hittlieh» Urfahr für die )iidim:hr. Juijend. Sie : bedienen «ich hemmungsloß der übelsten Kampfmethoden. Massive persönliche Verleumdung der zionistischen Führer ist «ine ständige Rubrik ihrer Presse; öffentliche zionistisch:- Versammlungen werden durch Lärm und Stinkbomben gesprengt, in ihren eigenen Versammlungen kein Gegner zum Wort gelassen. Büros und Klublokale der Zionisten wt-rden demoliert, Keren Kajemeth- Büchsen geraubt und für die eigenen Fonds ,,annektiert" Die Unruhen in Palästina, die notwendige Bewaffnung dei Juden in Palästina, die ..illegale ' Alijah wer ti n zu Parteizwecken missbraucht und Hunderte damit in schweres Unglück gestürzt. Der Wirr war in der allgemeinen Weltpolitik und in der Palästiitapolitik )äst»t nicht erwarten, dass vor einer gründlichen Veränderung der allgemeinen Verhältnisse und vor einem Weitsieg der Vernunft über die Lehren der Gewalt dieser jüdische Faschismus seine Anziehungskraft für die verzweifeUeri Juden einbiissen wird. Aber doch überwiegt in der jüdischen Jugend Polen» diesen krankhaften Auswüchsen gegenüber ein wmnder IdmimmuH. Der Drang zur Hachacharah is stark, da diese Jugend, die keine Zukunft mehr vor sich sieht, an Auswanderung denken muss. Wenn schon gewandert sein muss, will jeder zunächst nach Paliistina. Hier steht ein unerschöpfliches und zum guten Teil brauchbares Menscheunrttcrial für den Aufbau Palästinas bereit. l>»« Wttehtlin|$»probl*ni Inzwischen ist das dringendste Problem des Tage» das Flüchtiiijgs-Problern. Ständig strömen neue jüdische Flüchtlinge nach Polen, aui Deutschland, Österreich, Tschechoslovakei, Dan zig. Die polnische Judenheit hat grosse Opfer für die Versorgung der Flüchtlinge gebracht, und bringt sie noch täglich. Jeder hat das Gefühl, dass er seihat -- wer weiss wie bald" - hl der gleichen Lage sein kann, Hilfe 'tu brauchen. Wer von Palästina nach Pulen kommt, geht mit dem Gefühl fort, dass diese polnische Judenheit noch zu grossen Leistungen für Palästina berufen ist. Und zwar nicht, nur, weil nie selbst in Not bt. Im Gegenteil: Wenn die Lage der polnischen Juden sich politisch und wirtschaftlich bessern sollte, dann gerade werden sie zu den grössten Leistungen für Palästina bereit und fähig stin, ——.---