Mannheim
Compact Memory

Jüdische Weltrundschau · 1939-06-30 · 16 (30.6.1939) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
16 (30.6.1939)
Date
1939-06-30
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2424658-2424659-2424674--211-2424970
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite 6 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nr. 16, 30. VI. 1939 BÜCHERSEITE der J.W.R. Ein spanisches Gedicht über Israel ..In der von der Universität Coneepeiöu in Chile hcrausyC' QtßCbt.mvn — ticlhst verständlich nicht jüdischen — Revue ' „Atcnca" in titanischer Sprache („Atcnea", Hevista Mcnmal da Cieneias, Lei ras »/ Arles Publicadt/ por In Universidad de, ConccpeitH, C ilel findet sieh, wie uns mitgeteilt uird, vin Gedieht ..Israel", das von einem Leser der ,JWft" in Prosafornt übersetzt worden ist. Wir glauben, dass es für unsere Leser interessant sein wird, aus dem Cedieht zu ersehen, wie die (icu-nltif/c Erschütterung des J ndenschicksals, die —Massen von Juden auch In das */k*hinen-sprechendes Süd- Amerika getrieben hat, auf die dortige Ku!tit,i::i:!t gewirkt hat. Wir neben nachstehend die Übersetzung det f.:,dichtes wieder: ISHAEL Von Angel Chruclui'ja Santa Mc'ui. Wie der Wind daherbraust und Staubwirbel formt, Wie der Tod Lücken und Mythen schafft, So entflammst du mit deinen edlen, blühenden Saaten Die Lande und bleibst Sieger über die Ungezählten. Pein Name, voll Glanz und voll Hoffnung, ward zum Schimpf, t/nd" In Ketten tu legen wünschten die Verblendeten Dein Dasein, Aber Dein Herz, von Panthern zerfleischt, schlägt weiter In düsteren Landen, die deinen Todeskampf ersehnen. Ach, sie verwirren unseren Astrnltraum vom Paradies, Zerbrechen die Harmonie des Regenbogen» am Himmelsgipfel, JBcschmutzcn den Zauber, der seine selige Glocke ***' ' stfv.vlüg'v von Pol zu Pol. Nicht mehr .schreitet Simson zu Gazas Toren. Die Sonne, die hoc*, am Himmel stehende, hält kein Tosua mehr nn; Des Jordans Wasser wird das Land nicht erfreuen, Und Jerichos Rosen keine Zukunft mehr seilen. Nicht mehr schimmern Salomes Locken im Schwünge des Tanze:«, Der sich überstürzt wie das Meer, Noch erhebt zwischen Amber und Seide Ihre Brüste zum Hinur..l die feurige Sulnmitb. Zur Qual kehrst du zui üek, Israel, ' Wieder will der Vampyr die Biene morden, 'v Wieder brauchst du deinen windgeschwürzten Pilgerstal),'. Und dein Jerusalem hallte wieder von Klagen. Kür deine undo Herde, wann wird dio Ruhe kommen? Heute galoppiert der Orkan über deine Kinder, Und schluchzend hämmert dein Herz Weit hinweg von den trostlosen Mauern Europas. Amerika soll das Zelt werden für den Bruder, An dem der Hass rüttelt, der ihn in die Verbannung führt, Und das Kind Israel muss fühlen, wie seine Hand Gelenkt wird vom Sternbild und der Zungo des südlichen Hundes. Ein Gelehrtenleben iln Pr übersetzt von M. Isaac. Jerusalem^, Nochmals Joseph Roth Es Ist zweifellos etwas sehr Seltsame wenn über die Herkunft eines Mitlebenden, Und zwar einer bekannten Persönlichkeit, — also über einen doch immerhin kontrollierbaren Sa,:.verhalt — die verschiedensten widersprechendsten Angaben zirkulieren. Dies gehört zu dtn Absonderlichkeiten die mit der Figur des kürzlich verstorbenen Dichters J o s c p h R o t h verbunden sind, "Eigentlich "hat man nie gezweifelt, dass er ans dem ostgalizisehen jdischen Städtchen Brody stammt und auch sein erster Roman „Hotel Savoy" spielt in diesem Milieu. Tu den Nachschlagebüchern (Jüdisches Lexikon und Philo-Lexikon) Ist aber als sein Geburtsort „Schwabendorf in Hessen-Nassau" angegeben. Ferner behaupten gute Freunde ron ihm, er, sei IMbjuäy gewesen und frühzeitig getauft; offenbar laut eigenen Angaben Joseph Roths, In dem in der „JWR" veröffntlichten Nachruf sind einige dieser Angaben, die von Roth selbst herstammen, gleichfalls enthalten, und es ist kein Wunder, dass wir von einiger. Lesern auf Unstimmigkeiten aufmerksam gemacht werden. Da auch anderen Zeitungen dasselbe begreifliche Missgeschick passiert Ist, veröffentlicht ein, Vetter von Joseph Roth in der „Pariser.Tageszeitung" eine Darstellung aus der die Wahrheit hei vorgeht, dass Roth in Brody als Sohn jüdischer Eltern (also keineswegs als Halbjude) geboren ist. wo sein 'sputer im Wohnsinn gestorbener* Vater der Anhänger eines ehassidiac-hen Rabbi war. Seine SOLOMON Hüll ECHT EH. A Blography by Norman Hcntv/ich. Philadelphia VXiS, The Jewish Publication Society of America. Die Biographie Solomon Schechters ist mehr als die Lebensgeschichte eines grossen jüdischen Forschern. Sie ist zugleich die Geschieht? einer jüdischen Epoche, in der — nach dem Zwischenspiel der radikalen Assimilation - sich wieder eine positive Form jüdischen Denkens herauskristallisiert. Das geistige Leben e ■■ „postassimilatorischen" Judentums im 19. Jahrhundert hatte die Form der „Jüdischen Wissensehaft" angenommen, die ihre besondere Hinte in Deutschland hatte. Tn englisch sprechenden Ländern war zunächst der Stand des jüdischen Wissens und das Interesse dafür sehr niedrig. Schechter, der aus Rumänien (geboren in Foseani 1849) über Deutschland ur. ' Österreich 1882 nach London kam, fand hier ein völlig unbeackertes Feld vor. Knejisehev Judentum um 1880 Das englische Judentum hatte - wie Bentwich sich aus druckt „noch nicht zu denken begonnen". Bis in die achtiger Jahre hatte das englische Judentum so gut wie gar keine eigene Literatur. Die ganze Aktivität der englischen Juden war durch den Kampf um die bürgerliche und politische Assimilation in Anspruch genommen. Die heftigen inneren Kämpfe, die z. B. das deutsche Judentum durch den Vorstoss der Reform erfüllt hatten, gab es in England nicht. Die Reform spielte nur eine sehr geringe Rolle. Bentwich gibt eine sehr instruktive Übersicht über das englische jüdische Leben jener Zeit, von dem er keine grosse Meinung hat und über di? Persönlichkeiten, dio damals in England eine Rolle gespielt hoben. Bei seiner Ankunft in London (1882) fand Schechter bereits eine Gruppe von Schriftstellern und Forschern, die .mehr oder weniger im Aufstand gegen die Führer der Gcmtando .wr^i?", Die Gruppe, die Bjyjtv.icii mit dem in Deutschland begründeten „Kulturverein" von Zunz, Gans und Heiiu vergleicht, bestand aus zwei Gelehrten rumänischen Ursprungs, nämlich Schechter und Moses Gastcr, dazu kamen von englischen Juden Tarne1 Zangwiil. isrr.el Abraham-, Lucka Wolf und Ascher Mycrs 'der Herausgeber des „Jewish Chroniele"). Um diesen Kern hat sich dann noch eine Reihe anderer Personen gruppiert, zu denen u. n. auch Herhorl Bentwich (der Vater des Autors) gehörte. Diese jüdischen jungen Leute nannten sich die „Wanderer", und sie „vereinigten jüdische Wissenschaft mit dem tyyisch englischen Sinn für Hc.r.uuutrt und Humor". Wissenschaftliche Arbeit Schechter enlfaltete in London ein,* grosse wissenschaftliche Tätigkeit und begann mit der Herausgabe verschiedener hebräischer Texte. Als im Jahre 1890 die Dozentur für Talmud an der Universität Cambridge frei wurde, wurde Schechter auf diesen Posten berufen. 1890—1902 wirkte er in CamVridge. in einem völlig anderen Milieu als er bisher gelebt hatte, und knüpfte enge freundschaftliche Bczichunmit zahlreichen nichtjüdischen Gelehrten an. In die Zeit seiner Tätigkeit In Cambridge fallen Schechter» grösste wissenschaftliche Leistungen. An erster Stelle ist hier die Entdeckung der Schätze der „G c n I s a" in Kairo zu nennen. Dia Genisa war eine Art Rumpelkammer, in die alle alten Bücher der jüdischen Gemeinde Kairo geworfen wurden. Sie enthielt ungesichtete alte Blätter und Papierfetzen, darunter Bücher von den grössten jüdischen Gelehrten des Mittelalters. Durch das trockene Klima in Ägypten wurden diese Papiere vor Verwesung bewahrt. Es war eine rein physisch ganz 'ungeheure Arbeit, diccj verstaubten und verschmutzten Kammern auszuleeren. Die wichtigste Entdeckung, die Schechter hier machte, war bekanntlich das hebräische Original des Buches Ben Sir a, dessen Text .später von Schechter herausgegeben wurde. Ausserdem fanden sich sehr viele wertvolle Manuskripte von biblischem und naehbiblischcm Schrifttum, darunter auch mehrere apokryphe Bücher. Noch reicher war die Genisa an talmudischer Literatur. Die Kenntnis des sogenannten Jcrusalemer Talmud wurde durch die Funde ausserordentlich erweitert. Dazu kommen noch eine ganze Reihe von anderen Dokumenten und Briefen, die auf die Geschichte der Zeit und auf die Geschichte der Chasaren und Karaer ein Licht warfen. Bis zum heutigen Tage ist der wissenschaftliche Inhalt der Genisa-Funde noch nicht voll ausgeschöpft. Durch sie »*t Schechters Name weithin bekannt geworden. Amerika Schechter hat .schon sehr frühzeitig erkannt, dass das Zentrum der Judenheit einschliesslich der jüdischen Bildung und der innerjüdbeheu Hegemonie immer mehr von Osten nach dem Westen rückt. Er war überzeugt, dass das Schicksal des Judentums im Grunde von der Entwicklung abhängt, die das Judentum in Amerika nehmen wird. Es lag daher uahe, dass er immer schon dem Gedanken einer Übersiedlung nach An.rrika freundlich gegenüber stand. Schon im November ltMl *chri ibt Schechter an Kohut: „Amerika muss gan;:e Jugend und Erziehung habe im Rahmen jüdischer Tra- J eine Stätte der Titora werden, weil die Zukunft des Judentums ditionstreue gestanden und er habe sich immer „als Glied des j» nueits dts Meeren liegt." Im April 1902 kam Schechter in alten, durch die Völker und Zeiten wandernden Volkes'4 gc-i N e w York an. um sein Amt als Präsident <!«;« thcoloaifühlt. „Ob er die Taute genommen hat. weiss Ich nicht" -- sWn,i Seminars anzutreten. Unter Schechter erlebte diese schreib! der Vetter; es muss aber doch der Fall gewesen sein. J Anstalt ihre Glanzzeit. Sein Wirken in Amerika war gleich« da er j;i nach katholischem Ritus begraben worden ist. Sehr i zeitig ein Kampf um die Erhaltung des Judentums und der gut charakterisiert der Vetter den Dichter wenn er schreibt: j alt jüdischen Werte. Schechter war durch und durch ein „Die Kaisertreue war in ihm ein Erbstück galiziseh- '■■ konservativer Jude und ein Gegner der Reform. Aber er war jüdischer Tradition, der die scheinbar zeitlose Gestalt Franz j ein menschlich weiter und verständnisvoller Mensch und ver¬ Josephs 1. die Öffnung der Tür nach Europa bedeutete...; suchte überall die positiven Kräfte zu sehen und zu wecken. Sein Wesen und sein Schuften ist das Abschiedsgeschenk der seit Jahrzehnten verschwundenen kaiserlich fühlenden j Ausschliesslichkeit war Juden Gnliziens an das in Trümmer gegangene alte Österreich des alten, schon bei Lebzeiten beinah mythischen Kaisers Fr^nz Joseph 1." In der Tai repräsentiert Joseph Roth eint charakteristische und eigenartige Schattierung eines jüdischen Typs, der tum; baut der Vergangenheit angehört, und viele seiner Unstimmigkeiten | ein über war ein leidenschaftlicher Jude und trotx dieser jüdischen weltlicher Bildung zugänglich. Er hatte Verständnis für die Bestrebungen, die eingewanderten Juden «:u amerikanisieren, aber er wollte .sie auch judatsieren. Er war ein heftiger Gegner des Jiddischen und war der Meinung. da,>s;ua h die jüdische Bildung in Amerika aufgemuss auf englisch und hebräisch. Schechter war ugter Freund Englands und der englischen Ideen, Schi-chic und Achatl Haam Schechter hat kein systematischen Buch geschrieben. Seth» Hauptwerke sind die wissenschaftlichen Ausgaben hebräischer Texte und gelegentliche Aufsätze, die mit dem Temperamen!: seiner übersprudelnden Persönlichkeit geschrieben sind. Mit Recht vergleicht Bentwich Schechter in dieser Hinsicht mit Ach ad Haam, der auch kein geschlossenes Buch, sondern nur eine Sammlung von Es*»y« hinterlassen hat und doch den gewaltigsten Einfluss auf eine ganze Generation ausübte. Schechter vereinigte in,'sieh zwei Gegensätze, die Innigkeit der jüdischen Mystik des Chassidismus, aus dessen Kreisen er kam, mit streng wissenschaftlichem Denken und Lernen. Er war gegen jede Rationalisierung des Judentums wie sie in den Zeiten der Aufklärung Mode geworden war. für ihn j war das Judentum ohne den Glauben an seinen göttlichen (Ursprung sinnlos. Eines »einer Licblingsworte war „katholisches Judentum"; darunter verstand er den Grundsatz, dass das Judentum als .solches eine allumfassend«? Einheit bildet und nicht etwa partikularudisch oder gar nach Ländern gesondert werden kenne. Sein Verhältnis /«in Zionismus Schechter war ein radikaler Gegner der Assimilation, Unter Assimilation verstand er aber nicht das Annehmen der Kultur der Umgebung, Ein Jude, so sagte er, solle »ein Bestes tun, um die englische Sprache, amerikanische Geschichte etc. zu studieren, als Bürger die Gesetze zu beachten und freudig bereit sein, alle seine Pflichten zu erfüllen. „Was ich unter Assimilation verstehe, ist der Verlust der Identität und der Prozess der Auflösung, der, durch verschiedene Stufen hindurchgehend, das jüdischen Denken auflöst und Untreue zu seiner Geschichte und seiner Mission bedeutet". Aus diesem GefüJjJ, heraus hat sich Schechter nach einigem Zc^er.» auch der zionistischen Bewegung angeschlossen. Seine anfängliche Antipathie gegen den Zionismus beruhte auf dem Mirstrauen gegen dessen religiöse Haltung. Schechter stammte aus einer a!tw C'vgw'exye Zioj^F.;^njJ,ie, und sein Zwillings« bruder war unter den ernten Siedlern, die 1882 die Kolonie Sichrem Jaakow gründeten. Die Palästina-Bewegung war für Schechter verbunden' mit dem Wunsch einer Renaissance des priiphcti.Krhxn Jüdvntum.^ Mit Bedauern sah er, dass alle Mäi;:uv von Fähigkeiten in dieser Zeit sich der Politik zuwandten, für die er nur gel lugschätzigc Bemerkungen hatte, „Wo sind unsere Propheten", so fragt er. Auch dies erinnert an Ach»«l Haama beriiliuilc-n Ausspruch: -.„Die Erlösung Israels wird durch Propheten 2iOi:un?n und nicht durch Diplomaten", Schechter wollte in Palästina vor allem ein religiöse« und geistiges Zentrur.i entstehen sehen. Den politischen Zionismus betrachtete er bis zu Herzls Tode ziemlich missti-ulsci!, aber im Jahre I9oö schloss er sich dem Zionismus an und trat dann mit aller Sihärfe ■ - trotz Cea Entsetzens mancher meiner amerikanischen Freunde — für den Zionismus ein. Schechter war aber niemals ein unkritischer Mitläufer. Er sah in rein politischen Aktionen eine Assimilation, die er noch mehr fürchtete als die Assimilation des Individuums, nämlich eine Assimilation des Judentums als Ganzem. Diese Warnung vor einem chauvinistischen weltlichen Nationalismus, der von dem religiösen Charakter des Judentums abweicht, hat er noch in seiner letzien Rede vor seinem Tode aasgesprochen. Schwitten« Bedeutung Schechter ist eine der grossen Gestalten des neuzeitlichen Judentums, deren Wirkt: n» noch gar nicht abzuschätzen ist, weil sie nuf eine ganze Generation von Mensehen überging, die später die geistigen Führer des amerikanischen Judentums geworden sind. Seine Funktion in Amerika war es, wie Bentwich e* ausdrückt, eine „Gegenreformation" durchzuführen zu einer Zeit, als die Reform keine Anziehungskraft mehr hatte, und das ganze jüdische Leben in den Strom des Materialismus einzumünden drehte. Die Hauptprinzipion, für die Schechter in Amerika gewirkt hat, sind jetst fast allgemein anerkannt, nämlich Judentum als eine historische, »ich entwickelnde Lebens-Erscheinung, mit hebräisch als universale.» Bindemittel, das weder seinen nationalen Charakter ablegen, noch in einen weltlichen Nationalismus verwandelt w eiden kann. An Schechters Person knüpft sich da* Wiederaufltben des jüdischen Svibsibvu'uasistins in Amerika. Es ist Bentwich gelungen, in seinem Euch ein umfassendes und überaus lebendiges Bild dieser Persönlichkeit zu geben, um so dankenswerter, als die Menschen, die Schechters Wirken aus eigener Erinnerung kennen, innr.er weniger werden. In einem entscheidenden Moment, wo iicii eine-Wendung des jüdischen Schicksals noch unsichtbar vorbereitete; ist Schechter nach Amerika gekommen und hat damit eine Entwicklung angebahnt, die für das gesamte Judvutum von ausschlaggebender Bedeutung werden muss. und inneren Widersprüche sind daraus zu erklären, dass sein! und im Weltkrieg nahm er mit grösster Entschiedenheit Jür Leben-Wirken, nachdem seine Weit untergegangen war, bis j England gegen Deutschland Partei. Mitten während des la unsere so ganz anders geartete Zeit hineinragt*. i V-'.ltkriegcs ist er gestorben. JIDMSUIK t \ZVhlX>l AI»li: Soeben ist der erste der beiden den Juden gewidmeten Bände der Allgemeinen Etr.yklopndie »« jiddischer Spruche, die von den» Simon Dubnow-Fonds herausgegeben wird, in Paris erschienen. Der Band hat einen Umfang von tt<5 Spalten und enthält 2ötf Abbildungen, Zeichnungen und Tabellen. V10 statistische Tafeln und farbige Illustrationen. Dr hat folgende Kapitel: Jüdische Anthropologie <Dr. Julius Brutzkust; Judische Archäologie (Prof. Sukenik, Direktor des archäologischen Instituts bei der Jcrusalemer Universität *: Jüdische Geschichte <A. Melles und A. S»einberg>; Jüdische Historiographie (E. Tscherikower»: Jüdische Statistik (Dr. Arthur Ituppin>: Jüdische Demographie und Emigration iProf. L. Herseh >; Jüdische Wirtschaft «Jakob Le-stschtnsky >; Jüdische Autonomie (Dr Wisehnittcrr. Judische Kolonisation (Dr. Steinbert;', Judische Ktioperuüon (J. Yaszunski und Dr. Frank). Jüdisches Hecht (Dr. Eisenstadt» etc. Die Durchführung der Arbeit oblag einem Komitee, das sich aus den Herren R. Abramovieh, A. Ben-Adir. E Tscherikowcr, A. Mene» und Dr. A. Steiubcrg zusammensetzte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.