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Jüdische Weltrundschau · 1939-06-30 · 16 (30.6.1939) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
16 (30.6.1939)
Date
1939-06-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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m * JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Kr. IG, 3Ö.V11Ö39 Flüchtlingsfragen uberall Ks verlautet, da/?.', «Irr Bericht der Kommission, «lio nach N o r <1 - H h n d e ."• i e n entsandt worden war, um die Möglichkeiten einer Ansledlung von Flüchtlingen an Ort und Btclle zu untrrauchen, hereitn fertiggestellt Ist und in kurzem nach I/mdon --«"-andt werden wird. Der Vorsitzende der Kommission James Donnrf. und das Kommissionsmitglted Htroud haben räch nach Nyassalund begeben, um auch dort die Mof;lirhl;<>if< n Hner Ansledlung zu studieren. Mrs, Franklin D. Kooncvclt. die Gattin des PrüMdtnten der Vereinigten Staaten, spricht sieb in einem Artikel im „Demorratie Digest" für den Wagner-Rogers-Gefictsrtajintrag auf Zufa-mmg von 20.000 Flüchtlingskindern in dl« USA in den Jahren lüfl9-40 aus. Am 20, Juni sind 1B0 und am 21. Juni 100 jüdische FlifVhtlilig/tkimfer aus D e u t a c h I a n d in Holland eingeti offen. In ihr folgenden Woche werden taghell 100 Flüehtliiigr.kinder au» Deutschland irj Holland erwartet. Tn der Ernten Kammer der b o 1 NV n d i s e Ii e n Gen*- ralutnnton wurde der Gesetzentwurf über das Flüchtlingslager (siehe die Beiichtc unseres holländischen Korrespondenten in den vorangehenden Nummern der „J.W.II."i nach Jüngerer Debatte mit 2*5 gegen 14 Stimmen angenommen. Ucr rrar.zösl;:ehe Innenminister Albert Karraut hat eine Delegation <!i*y. Ort empfangen, die Ihm von dem Senator unJ früheren Minister Justin Godart vorgestellt wurde. ORT beabsichtigt, in Müdfrankreich eine Jj-hrUirm für Rcfugit'x einzurichten. Der Minister hat der Delegation zugesichert. Yfafi.% den Schülern der Lehrfarm Erleichterungen hinsichtlich ihrer Aufenthaltserlaubnis gewährt werden würden. Die gleichen Erleichterungen «ollen auch denjenigen Flüchtlingen zuteil werden, die sieh in Frankreich als landwirtschaftliche Arbeiter oder Siedler niederlassen wallen. Am 2S>, Juni findet im Dorehcster- Hole! In London •ein Bankett zugunsten exilierter Gelehrten Ktatt, die an der Hebräischen Universität Jerusalem arbeiten sollen. Den Vorwitz wird der Erzbischof von York führen; unter den Rednern befinden «ich mehrere nicht jüdische Gelehrte und ausserdem Justice Felix Frankfurter vom Obersten Amerikanischen Gr richtshof. Es handelt sich um die AufbringunK eines Fond, der ausgewanderten jüdischen Gelehrten die Möglichkeit der Forschungsarbeit an der Universität Jerusalem geben r,oll. Unter dem Vorsitz von Dr. H. Gninsborough fand in London eine Tagung1 der In London lebenden Emigranten-Arzte r.tatt, an der J6Ö Arzte teilnahmen. Die Tagung befa.sfite sich mit den Problemen der Ausbildung von FHichtlingsärzten in verwandten Berufen. Eine Gruppe von 450 j U d i a e h e n F I ü e h 11 i n g e,n aus Deutschland, Asterrolch und der ehemaligen Tschechoslowakei bat «Seh am 20. Juni im französischen Hafen La Rochelle an Bord des ■■Dampfers „Renin de! Paelfiee" nach S ü d a merlka eingeschifft. ... Der bekannte OhrenapesjatUsi .Profes^«-.. Hniti.r.lnh Neurn s n n Ist nach,Amsrikn gefahren, um .--an ::.der::rTJri.ncetOIJ,- ', Universität Vorlesungen zu halten. Bei dieser Gelegenheit wird er die Möglichkeit der Förderung; der jüdischen Auswanderung aus Österreich untersuchen. Neumnnn war vor einem Jahr einer der drei jüdischen Delegierten aus öfterreich bei der Kvinn-Konforenz, Er erklärte, er werde von t'SA nach Wien zurückkehren. Die Organisierung der „St, Louis-Landung England schweigt Von umrrem Btrichtcratattirt C.W. London. Mitte Juni 1039.;sjnd nicht direkt verfälscht, auch arabische Überfälle werden E» l.it neulieb bereit« auseinandergenetzt worden, dass J gemeldet, aber in einer Form. dass nur der orientierte Leser neue Palastinapolitik Englands ausser in jüdischen und in akj e£- versteht. Der Durchschnittsleser denkt, nur die Juden iie-zlonistischen nicht jüdischen Kreisen in England nur wenig} werfen Bomben und xehiessen >■ Aufregung ausgelöst hat. Die Hauptgründe dafür sind:; Die Gründe für diese Haltung sind klar. Man fühlt und] 1. die weltpolitische Lage, auf die «ich zur Zeit das Interesse j weift», das« die neue Politik ein Wortbruch ist. man hat ein konzentriert und die zu einer Art Revolutionierung der engi ««ehr schlechte« Gewissen. Deshalb schweigt man möglichst« Hachen Außenpolitik geführt hat. und 2. die innere rberj Palästina soll nun dem Blickfeld. verwinden, man mochte Zeugung, das* die „neue PaläMinapolitik" auch nur eines der ■ » - len Zwischenspiele Ist und sicherlich öicjj| eine Endlösung br deutet. Wenn somit das WcfsBbuch die öffentliche Kieinung nicht berührte, so gab er, doch in der ersten Zeit in ucr Presse eine lebhafte Stellungnahme, in Leitartikeln, ausführlichen Berichten, Eingesandte» usw. Mit der Abstimmung im Parlament trat 'aber eine plötzliche Änderung ein, Palästina ist jetzt ein Thema, über das man so wenig wie möglieh »schreibt. Auch Briefe weiden nicht mehr gebracht, der doch nur, wie in der „Tirne.M". an versteckter Stelle und selbst dann meist mir über Nebenfragen. Berichte aus und über Palästina werden ebenfalls ...... wenn überhaupt so unscheinbar wie möglich aufgemacht. Nur wenn es überfalle mit Toten oder Bombenanschläge gegeben hat, wird in einem Teil der Zeitungen eine Notiz veröffentlich!. Parlamentsanfrngen über Palästina werden möglichst versteckt in einem Beiblatt gebracht, .es sei denn, dass es eine sensationelle Debatte gibt, wie der Wortwechsel Col. W e d g v: o o d — M a c D o n a I d. Merkwürdigerweise hat die gesamte englische Öffentlichkeit eine Schwäche für den alten Kämpen Wedgwood. Nur wenige stimmen ihm in allem zu, aber jeder mag ihn. Furchtlos und unbekümmert sagt er seine Meinung, so undiplomatisch, dass;;<lb:,t seine Anhänger und Freunde manchmal wünschen, er hatte geschwiegen. Und doch hl e:: gut, dass einer kein Blatt 'vor den Mund nimmt, einer, dem kein Mensch Intcresrenpolitik nachsagen kann. Die Engländer lieben ihn, weil sie in ihm den Typ drs Engländer* erblicken, den nie heimlieh rd.i ihr Ideal betrachten. Furchtlos, ehrlich, rücksichtslos, draufgängerisch, oft verdammt unbequem und meist unpraktisch, Sie mochten alle so sein, und wissen, sie sind es nicht. So hat Wedgwood in der Praxis keinen Einfluas. aber er ist moralisch ein Aktivposten, niemand möchte ihn missen. Seine Auf.brücho und Attacken werden ' veröffentlicht, well sie von Wedgwood stammen, nicht ihres Inhalts oder ihrer Bedeutung wegen. Sonst aber, wie gesagt, schweigt man über Palästina, Dai Memorandum Dr, Wcizmann;- nn die Mandatskommission gegen das Wcissbueh, der Jahresbericht der Agency für die Mandatskommission sind bisher selbst In Blattern wie „Times" und „Daily Telegraph" totgeschwiegen worden. Wenn kurze Berichte über Unruhen in Palästina 'überhaupt gebracht werden, «o wird jetzt oft durch die Anordnung der Meldungen, durch die Überschrift oder durch Veröffentlichung von Warnungen oder Massnahmen gegen die Juden der Eindruck erweckt, als ob allo "Unruhen von jüdischer Seite aus g c h e n, als ob die Araber endgültig „appoased" (befriedet) wären. Wohlgemerkt, die Meldungen das schlechte Gewissen übertönen können Die jüdischen Flüchtling de sind von Antwerpen au« in die führt worden. Die Irrfahrt des Dampfers „St. Louis" vier Aufnahmeländer über- ,St. Louis" dauerte vom 13. Mui - bin 17. Juni. Belgien, Frankreich und England nahmen je 250, Holland 104 Flüchtlinge auf. Die Einteilung der 007 Flüchtlinge in vier Gruppen, das Arrangement ihrer Weiterbeförderung in die verschiedenen Länder," etc. besorgten folgende sechs Komitees: .OroaHisutionxkmnitee; Vorsitzeuder Morris S. Troper, Stellvertreter Emanucl Rosen, Sekretärin Miss Dorothy Manson. VerUiluntitkoittitee: Vorsitzender Kramor.sky (Holland), Joseph Harsch (Vertreter des Interstaatlichon Komitees), lUCKM-SekreÜtr M". R, Melanod (Frankreich), S M.J3rister (England), Mllc. Blita (Belgien). Komitee jilr öffentliche Anarle.nenhciten: Generalsekretärin des französischen Regierungskomitees für Flüchtlinge Frau Louise Weiss. Gepäck~Ko»iit<c: 3, König (Belgien) und B. Kann (Holland). Komitee für ausserordentliche Angelegenheiten: Vorsitzender Dr. James Bernstein. Direktor der Hicero, ferner G. Wolf (Belgien), Kramarsky u. n. Komitee für diplomatische ZmamtnenarUeit: Vorsitz Schulsinger (Belgien). Die Durchführung dieser Rettungsaktion ist eine beträchtliche organisatorische Leistung, die von der jüdischen öffentlichkeit gebührend gewürdigt wird. cht r!aran erinnert werden. Und wenn man schon etwa« berichten muss, dann möchte man sich und den Lesern einreden, dass die Juden durch Gewalttaten ihren moralischen Anspruch selbst zerstören. Klne «II »zip liniert«, kraftvolle Widerfttantf» Politik wäre den Verteidigern der neue n Paläst inapolltik 1 Hfhr unbequem. Jede »innlo»e Cicwnlta» tlon «e«en Unftchuldij;*, die von verantwortungslosen jüdischen Extremisten verübt wird, ist nur Wasser auf die Mühlen det ReKierungspolltlk. < Es ist erstaunlich, wie die gesamte englische Presse — mit einer Ausnahme — die gleiche Taktik einschlägt. Dia antizionistischen Blätter des Rotbermere- und Bcaverbrook« kenzems („Daily Mail", ,Daily Express '. „Evening Standard", ..Evening News" etc.). die regierungsfreundlichen Blätter (..Times". „Daily Telegraph"), die OppositionsbUitter, ob liberal oder Labour („New?} Chronicle'*, „Daily Herald"), sie alle ' verfolgen die gleiche Sehweigetaktik, Ein mit englischen Verhältnissen nicht bewanderter Leser könnte Zensur vermuten. Aber es gibt keine Zensur, auch keine Druckmittel, die wie Zensur wirken. Unzweifelhaft ist bei allen, unbewiiÄst oder bewusst, der gleiche Grund: das schlechte Gewissen; der Versuch, über eine peinliche Situation so lange wie möglich durch Totschweigen hinwegzukommen. Ein einziges wichtiges Blatt macht diese Politik nicht mit: der ..Manchester Guardian", seit jeher der Hüter des englischen Gewissens. Diese Zeitung, die von Anfang an die neue Palästinapolitik bekämpft, hat allein ausführliche Auszüge au«! Dr. Weizmanns Memorandum und dem Agencybcricht gebracht und nimmt als einziges Blatt zu den Dingen nach wie vor Stellung. Der „Manchester Guardian" bringt auch fast täglich längere Briefe aus dem Leserkreis. Tn diesen Briefen kommen, entsprechend der Tradition der Zeitung, alle Meinungen 2u Worte: Zionisten und Antizionisten. Regierungsanhänger und Vorkämpfer des arabischen Nationalismus. So kam in den letzten Wochen der bekannte Araberfrcundl St. John Philby dreimal zu Wort. Freilich blieben Ihm Juden und Nichtjuden die Antwort nicht schuldig. Philby verstieg sich zu der grossartigen Theorie, dass die neue Lösung ein Triumph der Demokratie sei, und wenn die Öffentliche Meinung Amerikas verärgert wurde, so schade das nichts, dafür hätte man Sympathie in Deutschland und Italien gewonnen. Triumph der Demokratie! D«ir ..Manchester Guardian" aber steht allein, wie 9t oft in Kämpfen für gute Sachen anfangs allein gestanden hat. Der Rest der Presse schweigt. Wird Schweigen auf die Dauer Kurznachrichten aus aller Welt Das französische Flüchtlingslager in Marligny Da;; Auswanderung* Organ „Vandor" in Budapest meldet, da&s die Regierung von Britisch-Honduras sich bereit erklärt hübe, nach Erfüllung einer Reihe von Voraussetzungen 3500 Auswanderer aus Ungarn, von denen mindestens 1500 landwirtschaftlich geschult sein müssen, ins Land zu lassen. Bevorzugt sind Ärzte, Ingenieure, Chemiker, Viehzüchter, Klempner, Mechaniker, Schuhmacher, Schneider, Drucker, Buchbinder, Tischler, Schlosser, Bauarbeiter und SSimmermaler. Wie „Vandor" weiter berichtet, begibt sich In einem Bericht über den Besuch f'es König* vo:r England in New York wird hervorgehoben, dass bei dem Picknick auf dem Landsitz des Präsidenten Roosevelt Erd'becrkuchen gereicht wurde mit Erdbeeren, die von dem Gut des .(jüdischen) Finanzministers Morgenthau stammten. An der Veranstaltung nahmen von Juden u.a. der Gouverneur von New York Lehmann und der Finanzminister Morgenthau teil. In Kairo starb Josef C i c u r e I, einer der führenden Juden Ägyptens. Der Verstorbene war eine Zeitlang der on ungarischer Seite demnächst eine Experten^ der Zionistischen Organisation Ägyptens unmittelbar nach Belize, um die fs'ictieriussuugsmüsiich; Honduras an Ort und Stelle zu untersuchen. In Genua sind zwei italienische J u d o n zu 15 Tagen Gefängnis und einer Geldstrafe von 100 Lire und zwei Juden zu je 5 Taijen Gefängnis und einer Geldstrafe von 50 Lire verurteilt worden, weil sie es unterlassen hatten, die Erklärung ihrer Zugehörigkeit zur jüdischen Rasse abzugeben. Eine Anzahl italienisch«:* Juden ist?.u Gefängnis- und Geldstrafen verurteilt worden, weil sie entgegen den Bestimmungen der Rassegesetze nicht jüdisch es Hauspersonal beschäftigten. Englische Zeitungeberichten, dass jüdische Ingenieure aus U n g : * n. die wegen des Judengesetzes arbeitslos geworden sine, nach De u t s c h i a n u engagiert wurden, um bei Strassenbau, in Elektrizitätswerken und in anaeren Industrien zu arbeiten. In Ungarn, so heisst es, war fast die Hälfte der in der Privatwirtschaft beschäftigten Inach dem Kriege. In Ägypten gehörte er iüi d¥rr Gründern " der Nationalbank MISR. Der Vertreter der britischen Sektion des Jüdischen Weltkongresses Rcv. P c r 1 z w e i g hat auf seiner Baikanreise mit den rumänischen und jugoslavisehen Ministerpräsidenten über die Lage der Juden konferiert. Ausserdem hatte er mehrere Besprechungen mit den Führern der Judenheit b* den betreffenden Ländern. In Los Angeles fand eine Aufführung von Schillers „Wilhelm Teil" statt unter der Regie von Leopold Jcamer. Die Hauptrollen sind besetzt mit einer Reihe von jüdischen Schauspielern aus DcuLsehland, darunter Ernst Deutsch. Leo Reusa, Alexander Granach, Siegfried Arno. Charlie Chaplin hat die Gewinne aus der Vorführung feines neuen Films „Der Diktator" auf dem europäischen Kongenieure jüdisch und durch die Einführung der Prozentnorm j linent für einen Fonds gestiftet, der die Auswanderuns VOä Unser Pariser Berichterstatter schreibt: Dem Vorbild der anderen Flüchtlingslünder wie England, HolJa.nd, Belgien, Schweis folgend, hat sich auch die französische Regierung jettt entschlossen, ein Lager einzurichten, in dem die nvu nach Frankreich strömenden Flüchtlinge aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei aufgenommen werden. Dieses neue Lager befindet sich in Martigny-Ies-Balus, in der Nähe des bekannten französischen Badeortes Vittcl. Das Lager ist in den Räumen des früheren Hotels International eingerichtet worden, das über einen Park von 20 Hektar verfügt. In dem Hotcd stehen für die Unterkunft der Flüchtlinge etwa 200 Zimmer zur Verfügung und es soll ungefähr 5.....öOO Flüchtlinge aufnehmen Vorläufig beträgt die Belegschaft des Fluchtkm^hidt 7M gründen unterstützt. Dieser Staat soll bere lingslagers 100 Personen, in der Hauptsache junge Leute, die j üg? sein, den staatenlosen Juden Pässe auszustelle . dort ihre Abwanderung m die überseeischen Länder erwarten, j Der polnische Unterricht» m I n i st er hat 18 Die Fiüchiiingskonmees haben Werkstätten eingerichtet, in ' Sin-M nit e.orrtanLsaiioni n in Lemberi:. die auf seine an sämtliche denen die Lagevinsassen zu Metall- oder Holzarbeitern ausgej Hochschulverbände gerichtete Aufforderung, öffentlich den bildet werden. Die Ausbildung der neuen Handwerker wird von j Mord an dem jüdischen Studenten Laudenberg zu verurteilen, drei Professoren der staatlichen Berufsschule in Epiual ge- | nicht klar geantwortet haben, aufgelöst. Das polnische leitet. Die tägliche Arbeitszeit in den Werkstätten betragt j Regierungsorgan „Guwtta Pols*«-1 wendet sich überaus scharf 8 -12 Stunden. Andere Refugles arbeiten in der Küche im j gegen die an den polnischen Hochschulen herrschende „Ver- Hauso oder an der Reparatur der Gebäude des Flüchtlings- | brcchermoral". die einen solchen Mord billigt. I>er Artikel lagers. Zur Verfügung' der Flüchtlinge steht ausserdem eine j fordert sofortige strenge Massnahmen, Ausbildungsfarm, in der die landwirtschaftlichen Arbeiten I in P a r i s fand die Generalversammlung der Hias-Ieaerlernt werden können. j Emulation-Association (HICEM) statt. An Stelle des ver- Leidi-r hat die Einrichtung des Lag j Juden aus Mitteleuropa unterstützen soll. PHILBY BLEIBT IN LONDON John St. Philby, der bekannte pro-arabische Schriftsteller, der vor einigen Jahren zum Islam übergetreten war, wieder zum Christentum zurückgekehrt und hat sich in England niedergelassen. Er hat die Absicht, bei den nächsten uriamemswahicn für das Unterhaus zu kandidieren. Philby veröffentlicht ir Sunday ' wa*i während des Krieges Vertreter der englischen Regierung * i beim König Ibn Saud und nach dem Krieg offizieller britischer nd viele dieser Juden jetzt ausgeschaltet. Eine der größten ungarischen Fabriken hat freie Stellen für 40 Ingenieure I ausgeschrieben, jedoch keine etn:^, Bcucrbung erhalten. In j manchen Fällen Ist es notwendig geworden, ausländische j Ingenieure L - Land rufen, anstelle der jüdischen Ingej nietirc, die nach dem Judengesetz entlassen werden müssen. Kunos Ist, dass diese in Ungarn auf den Druck Deutschlands j entlaftsenen Ingenieure nun nach Deutschland berufen sein j sollen. Der Bischof von Norwich Times" eine Zuschrift, worin er die in der letzten Oberhaus- » ■ c- . Debatte von Lord Rennel gemachte Anregung in Palä-! Vertrete!• beim Emir Abdullah m 1 ransjordamen. Spater verstina einen Miniatur-Judenstaat nach dem Vorbild der Vati-! 11 «ss er d«n R*K»erungsaiensi und geber des Königs Ibn Saud in Dschedda, persönlicher Ratluch Geschäfte betrieb. Damais ist er zum Islam übergetreten, wodurch er die Möglichkeit hatte, die Heiligen Stätten in Mekka und Medina zu betreten. Philby ist der Verfasser einer Reihe von Büchern über Arabien und hat zur Palästinafrage wiederholt Stellung genommen. Während er noch im Jahre 1930 einen vermittelnden Standpunkt einnahm, ist er in der letzten Zeit eindeutig und einseitig pro-arsibiseh und überschwemmt dia Londoner Zeitungen mit Zuschriften in diesem Smm\ BESCHLÜSSE DER POLNISCHEN Jt'DEN AMEKIKAS Die in Bradlcy Beach (New Jersey) tagende 31. Jahreskonfvrenz d,>s Verbandes der polnischen Juden in Amerika nahm eine Resolution an, die sich scharf gegen die den pol~ Dc\ zu Konflikten An-j atorbenen Vorsitzenden Dr. Julius Blau wurde Max üott s iass gegeben. Der Sirassburger Oberrabbiuer Weiü hat einen j sehalk (Brüssel) smm Vor*iuenden gewählt. Nach dem vom i mischtn Juden in Deutschland drohende Ausirviuun^ wc-ndet scharfen Protest dagegen erhoben, das« die. Verpflegung im | Direktor der Hicem Eduard Oungre' erstatteten Bericht sind | Des ferneren ruft di' Konferenz zur Unterstützung Polens in Lager nicht kascher ist und dass die Sabbathruho nicht geim Jahre 193g 81.736 Juden aus Ost- und Mitteleuropa aus-{seinem Kampfe uro die Wahrung der Unabhängigkeit auf. Mit wahrt wird. Es ist zu horten, dass bei gutem Willen auf beiden gewandert, davon waren 80«; Flüchtlinge aus Deutschland und aller Schärfe wendet sich die Konferenz gegen die Behandlung SeiUn bald ein Ausweg in diesem Konflikt gefunden wird. ] Österreich. der Insassen des Flüchtlingslagers in Zbaszyn.

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