Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 15 (23.6.1939)
- Date
- 1939-06-23
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. 15, 23.VI.1P39 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Seit« 3 Nüchterne Betrachtung W«Usbuch und politisch«» Programm ESN BEITRAG ZUR DISKUSSION / VON DR. ERNST LEWT (IV!. V,0" , Die erste Erregung nach der Veröffentlichung de» VVeifWliuches beginnt einer kühleren rietrachiung seine* Inhalte Platz zu machen. Der Ji«chuw in Palastina und das jüdische 4Volk sind in »einer Ablehnung einig. Aber bedeutet du« Weisst>u'ch wirklich da* Kode des jüdischen Naüoimlheime* und du mit dir gewaltsamen Eroberung irgendeine* anderen Terrlbeimpf«, einer Inxel im <tr<thi,nhrn Mm; bisst flieh Mit die Dauer weder durch englische Bajonette, noch durch Jüdische Sfdbst Verteidigung, sondern n u r d u r < h V c r « t ä n d I g u n g mit den Arabern, er- »Auslieferung des Jisrhuw in Palästina, der mich den Bestim-; ,nit dem anderen Htaafsvotk Palästinas. nimm des Weissburhe* zahlenmäiwdg dauernd eine Minder- \ reichen. Eine solche Verständigung lawt Mich aber nicht mit iVit bleiben «oll. unter die politische Herrsi-haft der «rabisehen j Formeln und gutgemeinten, aber leeren Knnxrejiabtwhliiasen Mehrheit? Die» k a n n aber dies m u k « nirht eintreten! Wie | herbeiführen, .sondern sie fordert Opfer, und sogar schwere tler Kolonialsekretär im späteren Verlaut der Debatte au»- j Wer. von beiden Seiten, besonders aber von unserer. Und tlrUrklich hinzufügte enthalt das Wörsbach nichts, was *. B. , das «chwersle Opfer, (bis wir bringe,, müssen. I«t der «linden Aufbau eines Staatswesens auf föderativer Basis j Küttig« Verzicht auf dm (»danken, ÄUHUchlieMt. Und die Mitglieder der Royal Kommission gaben In ihrem historischen Brief an die „Time«" ihrer ffberzeugung Ausdruck, dass nur eine Lö-ning auf föderativer Basis, in ei.heiu Rahmen, der über die Grenzen de» heutigen Palästina lünauKgrelft. eine gerechte Losung des PnläMinaprobtems ermöglicht. Eine Anschauung, der der Verfasser dieser Zeiten bereits früher in einem Aufsatz in der . Jüdischen Rundschau" Vinn 21. Januar unter dem Titel; „Nicht Teilung, sondern Zusammenschluß" Ausdruck gegeben hat Die Abwendung von der bisherigen britischen Palästinapolitik wird besonders deutlich in dem entscheidenden Punkt: der völligenSinatellung der jüdischen Einwanderung muh tiint Jahren, falls die Araber nicht ausdrücklich ihrer Fortsetzung susUmmen. "Therc b the crux. the. peecant polnt. the breaeh?" — wie Churchill in der Unterhausdebatte den Vertretern der Regierung zurief. Verbuchen wir trotz aller inneren Erregung diesen Punkt in Ruhe zu analysieren. Die Beurteilung, ob diese neuen Prinzipien der Einwandet ungspolitik vom englischen und arabischen Standpunkt ans eine innere Berechtigung haben und somit von Daner .-lein werden, hängt de facto nicht davon ab. ob .sie dem Geist oder Buchstaben der Balfour-Deklaration, des Mandates, d»-r zahllosen Weißbücher, Briefe, Korrespondenzen, Regierungstrklärungen usw. entsprechen; und es ist daher auch ziemlich müwsig, immer wieder Widersprüche zwischen den neuen Bestimmungen und den alten Versprechungen formalistisch nachweisen zu wollen. Die Bedingungen der Welt verändern sich: :ii»39 ist nicht 1»!7, und auch nicht 1922! Entscheidend ist. ob die neuen Prinzipien der in Palästina vorhandenen rKilffditischen Situation entsprechen, ob nie nötig, ob sie unvermeidbar sind. Furcht vor Majorhderung 5f Wir kommen somit zur Analyse, der heutigen n o 1 i t i - ■ chen Situation in Palästina, zur Betrachtung „der den Unruhen zugrundeliegenden Ursachen", wie sie immer und immer wieder in den letzten Jahren untersucht und insbesondere von der Royal Commia-ion in klassischer Weiss definiert wurden. Die Grundursache der Unruhen ist letzten Endes eine sehr einfache Tatsache: die Furcht der Araber vor Majorislcrtimj durch die ihnen in vielfacher Hinsicht überlegenen Juden, bei unbeschränkter oder nur durch die wirtschaftliche Fassungskraft de* lindes begrenzter Einwanderung. Wenn «tich noch andere Motive und Einflüsse hinzukommen: dies Ist der entscheidende Punkt, und wir Juden, in die La'ge der Aral>er versetzt, würden dieselben Befürchtungen hegen, wenn Ruch nicht dieselben Abwehrmethoden benutzen. Die Araber, die heute noch die Majorität bilden, möchten nicht in die Situation kommen, in der wir uns leider schon befinden; und wenn wir die Majorität darstellen würden, würden wir ebenfalls nicht abwarten, bis wir zur Minorität geworden wären, sondern schon vorher uns zur Wehr wetzen. Achad Haum hat dies bereits im Jahre 1M>0 (!» in seinem Aufsatz „Die Wahrheit aus Palästina" mit folgenden Worten ausgeführt: ,.. .Die Araber und besonder» die Städter durchschauen unsere Tätigkeit im Lande und deren Zweck, schweigen aber und lassen sich nichts anmerken, weil sie in unserem Tim vorläufig keine Uefahr für ihre Zukunft .sehen, .— . Wenn aber einmal die Zeit kommen wird, wo sich das Lehen unseres Volke.-i so weit entwickelt hat, das» sich die Landbevölkerung mehr oder weniger beengt fühlt, dann wird sie uns auch nicht leichthin ihren Piata räumen". — Dieser Zeitpunkt ist eingetreten, herbeigeführt durch die Maascnein Wanderung der letzten Jahre ab 1033, deren Weiterführung im selben Maastab in kurzer Zeit den Juden die. Mehrheit im .Land.-1 gebracht haben würde. Heute ist es den Arabern nach vielen frühereu Fehlschlagen erstmals, unter Ausnutzung der w«dtpniili#ehen Konstellation «und nur durch diese, nicht durch, den Terror!» gelungen, ihren Forderungen weitgehend Geltung zu verschaffen und ihre Position aLs Mehrheit durch Einführung politischer Einvanderungsbeschränkungen seitens der .Mandatarmacht zu »ichern, die Festlegung einer festen Proportion zwischen jüdischer und arabischer Bevölkerung zu erreichen und aogar die Fortführung der jüdischen Einwanderung von ihrer Zustim- »nung abhängig zu machen. FaUchr Vergleiche i Es rächt Mch heute ein schwerem Fehler der zionistischen Politik der Nachkriegsjahre die einseitig englisch u n d nur englisch orientiert war und auf Grund der ihr gemachten und international „garantierten" Vorsprechen die Z u h i i m m u n g der L a n d b e \ ö ikerun g nicht nötig zu haben glaubte, und die^ ^o^ar heut:.- nocii glaum! Man bezieht jich dabei auf da« Beispiel von Englands Festsetzung in In' dien, Kanada, Südafrika und anderwärt*, wo England auch «Seht die Zustimmung der einheimischen Bevölkerung eingeholt und dennoch nachher ein friedliche» Verhältnb zu ihr erreicht habe. Dieser Vergleich ist völlig fehl n in Platz, denn bei diesem Beispiel handelte es aieh um Eroberung mit Waffengewalt, meist in weit zurückliegenden Zeiten, durch eine grosse Seemacht, die wir weder als beispielhaft ansehen, Röch. nachahmen können oder wollen. Israel ist nicht „wie alle Völker", und der Vorgang der Wiedererrieh- „^„*,f tung de» jüdbeheiv NaUonaütctm« in Palasti«* täßäi sich nicht | unbeachtet lttss«n und keine Steuern zahlen. .<tlna i m ( I a u * I englisch", und ie /.ahlemnn-sjilge das las« Pal. z v n so ..jüdisch werden könne, wie Englan da/»s wir innerhalb des gesamten Landes r Majorität erreichen könnten. K<* gibt keine I^h«uiik ile^ PalMHllnaproblem«. ohne <IüA*t wir h^stlmmlen rJnHchraiikungen nunieriH4-her mler territorluler Art letztlk-h /iiMlmmrn; aber nnr unter zwei tb-dlngungrn: 1. da."«'» un>erc Foxlthm aK Klrichbererhtlftte** .Siaat.-*- volk dwn'h den konstitutionellen Auf htm de«» neuen .Staate«« gewiehert iwt, was, wie oben getagt, nur In einem föderativen Palästina, wnninKlk'h innerhalb einer palä*itinenHiM>h-««,vrim'h-tran<iit»rdani<H'hen Vi*- ileration, möglich scheint; 2. da** dl« uns auferlegten Beschränkungen das M I - n I m ii m dessen darstellen, was nötig ist, um die arabischen Befürchtungen tn zerstreuen. Beide Voraussetzungen .sind zurzeit nicht gegeben. Das Weissbuch bringt uns über das nötige Minimum weit hinausgehende Beschränkungen (warum gerade MS%'!\>, ohne uns dafür die oben als conditio sine qua nnn uis unumgänglich geforderte Autonomie und Gleichberechtigung als Staatsnatloji zu bringen. Fünf Jfthre Zeit Aber e.s ist noch nicht aller Tage Abend! »Noch haben wir f ii n f J a h r e Zeit; in den heutigen Zeiten sind fünf Jahre ein unvorstellbarer Zeltraum, und es is*t 'durcha-M nicht ausgeschlossen, das.s wir uns,* falls es nicht zum Kriege kommt, bereits im nächsten Jahre vor cü er grundlegend voran d e r t e n weltpolitischen .«? i t u « t i o n f i. den, die England die Möglichkeit gibt, ungehindert von stra tegischen und imperialen Überlegungen des Augenblickes eine wirklich gerechte Lösung der Palästinafrage herbeizuführen. Eines aber ist klar: England wird auch dann nicht über bestimmte Forderungen der gemässigten arabischen Kreise uns zuliebe hinweggehen, da England, wie es immer Wieder erklärt hat, seine Verpflichtungen gegenüber Juden und Arabern als gleichwertig betrachtet. Whh bleibt uns inzwischen zu tun? 1. Eine klarere Erkenntnis der realen politischen Situation in Palästina in unseren eigenen Reiben herbeizuführen und konstruktive Pläne für die zukünftige Gestaltung eines föderativen Palästina auch unsererseits vorzubereiten. di>' in gleicher Weise den jüdischen, arabischen und englischen Notwendigkeiten Rechnung tragen; .Mit allen Mitteln unsere Position in demjenigen Sektor des Landes, in dem sich jüdische Siedlungspunkte befinden, zu befestigen und zu konsolidieren, unsere Verteidigung zu stärken, unsere inn«re Selbstverwaltung auszubauen, unsere Produktion zu vermehren und uns vom Import soweit wie möglich unabhängig zu machen. Jede Mitarbeit an der Ausführung de« Weissbuche* abzulehnen, jedoch kann dies keinen offenen Kampf gegen England bedeuten, mit dem wir in der heutigen weltpolitischen Situation auf Leben und Tod verbunden sind, 2. 3. Notisen der Woehe Jerusalem, 20. Juni Lcfccii mml Wand*r»chal1 Die Irrfahrten der ..St Louis", wie eine scluuirlge Ito» manzc aus der Vorzeit, haben endlich vermocht, ein gewisses AiiHtnasH von Aufmerksamkeit bei der zivilisiert» n Will für die furchtbare Tnijfödic der überall abgewiesenen Flüchtling' zu wecken. In der Presse und in der Öffentlichkeit verHthietJener Länder haben sieh Stimmen erhoben, die zugleich Protest und Antufur.K des WrltjjewiHscnH waren. Diese Kpisode hat ' dazu beigetnigcn die u n a u f s c h i c b b a r v I) r I n |fj l i ( h k e i t d e h F I ii c h t I i n g a |» r o b i e in a lidtendi— i >rer als Hesolutionen es vermögen /.um BewussLicin su l>ringen. Mit gro.i;-»er Dankbarkeit hat die jüdische Welt die Nachricht, ntifuemutinten, das» eine Heilte von westlichen Ländern. Holland. Kurland, Frankreich und Belgien, dazu beigetragen haben, dieses akute Problem zu liquidieren. Die hei umirrenden Menschen haben zunächst einmal wieder Lfi»n/ /«>»/*.•■ dt« /-ii^'un. Freilich ist damit tili» der erste Schiecken beseitigt, das Problem selbst aber noch nicht gelöst, solang«' nicht ein Land mit grossen Aufnahmemöglichkeiten speziell zu diesem Zweck festgesetzt wird. Dazu aber kann man sich nicht entschliesscn. und so wächst die Verlegenheit von Tag zu Tag und die Kosten der zeitweiligen gezwurigenerwcim« unproduktiven Unterbringung steigen ins riesenhafte. Der neue Abschnitt der Weltgeschichte hat für die Juden eine ganz neue, noch nie dagewesene Lebensform geschaffen : das Leben in F lü c h t I i n g s I a g e r n. Die Länder, die jüdische Flüchtlinge hereingelassen haben, konnten dies nur unter der Bedingung tun, dass die Juden in einem Lager interniert sind und nicht in da« Wirtschaftslels-n des Landes eintiefen. Natürlich ist die» besser als das Leben in Deutschland in stetiger Angst vor irgendwelchen Aktionen der Willkür oder gar in deutschen Konzentrationslagern; aber es ist ein eigenartiger tiedank«', an den sich die nach dem Grundsat« der Frtizüijujkcit der Person aufgewachsene Generation erst gewöhnen tnuss, zwar persönlich frei, aber doch auf engem Kaum ruujesihk)Hnen zu sein. Tuusende von Menschen leben schon in derartigen Lagern Die Lager sind nur ein vorübergehender Aufenthalt, alter niemand weiss genau, wie lang die Übergangszeit für ihn dauern wird. Ks ist eine neue Form des Ghetto, die jüdische Lebensform von 1939- Wir glauben, dass es für unsere Leser ttrj von grösstem Interesse ist, einmal aus einer konkreten Beschreibung zu erfuhren, wir sich tlax Lefa-n in einem .solchen Lauer abspielt. Wir veröffentlichen an anderer Stelle die Schilderung eines Mannes, der selbst mehrere Monate in einem Lager gelebt hat und jetzt nach England weiterwandern konnte. Das Lager Merxplas, so führt er aus, ist ursprünglich ein „Vagabundenlager". Vielleicht werden die Juden, so wie einst die Geusen aus dem Namen „Vagabunden" an deren Platz sie unschuldig geraten sind — einen Ehrennamen machen. Jedenfalls sind sie sich bewusst. dasa sie nicht an diesem Ort als Strafe sitzen, sondern aus einem eigenartigen Schicksal, das ihnen ohne eigene Schuld uU Juden in unserem Zeitalter widerfahren ist. Wir bewundern die, Menschen, die in freiwilliger Disziplin diese neue Lebensform so zu gestalten verstehen, dans sie selbst aus diesem erzwungenen Zwisclienaufeiilhalt tjen grösstrnog-; liehen Nutzen für die Zukunft ziehen. | Jüdische Wid*r»priich* i Die tragische Position der Juden In dieser Zeit ist! reich an Widersprüchen, Das englische Palästina-Weissj buch hat die Juden Palästinas, die Zionisteu in der gan-! zen Welt und wahrscheinlich auch sehr viele Palästina | liebende und die jüdische Wandern«»! verstehende Nichtj zi«»nisten im tiefsten ihrer Seele verwundet, aber auch zweifeln Die und dessen Sturz auch unser Schick*«! besiegeln wurde 1 ™{ j^^T Kam*fWU,<?,|* *>'™"'Üher denn wir haben nicht wie die Araber die Möglichkeit. | i^lnf^l Et "Ti1^^ T^Ju^^l^T zwischen England und den Achsenmächten zu wählen! I 7 ~° .7"" « - 1 "V,"'*"^" T* 'V**' Die Weltjudenheit zu einer noch nie dagewesenen Kraftj k"*f **» . gewachsen »Ht. und in Pa ast.rot in einem ans^rengung zu mobilisiere», um innerhalb der uns ver-! *^'n^^"^TT?^™ l'?r^»*»* biieb-nen Möglichkeiten den Aufbau «♦> stark wie möglieh i "V"*"* """"Z In\. '"•»«^»»••••»••', im vor^äruzutreiben. und um die Ma*«„„ .u. ™tinK Ju«("f nt"«kU<>« h«r< < * ('™™ ...... "-•"»•■: von Aorti und Uass gerat gegen die Macht, die uns das angetan hat. In einer Zeit beispielloser N«d, wo wir überaii vertrieben werden, wo lausende Juden ins Nichts versinken, schliesst man jetzt noch das Land, das wir als unser Nationalheim, d. h. als „unser Land", lad rächten gelernt haben. Wer könnte das ertragen? Diese Jugend sagt sich in einer primitiven und unrichtigen, aber doch für sie naheliegenden Analogie, dass die AraK*r durch ihre Terrorakte und den konsequenten, mit grossen Opfern bezahlten Widerstand England ihren Willen aufgezwungen haben, sodass nun die Reih«: an den •'udefi sei, dasselbe zu tun. Wir sprechen hier nicht you j der grauenhaften sittlichen Verirrung jüdischer Terrorletzter Minute! Aku' Ke%*'u ''nschublige Aber Wer kann sich wundern, die schon heute inx Land kommen und im Laufe der nächsten Jahr« in verstärktem Ma,i.s« kommen werden, produktiv einordnen zu können, sodass sie nicht zu einer sozialen Bela.sUmg, .sondern zu einer machtvollen Verstärkung unseres Aufbauwerke* werden. Schlut.*: Da» Weissbuch ist nicht das letzte Wort zur Palästinafrav; unsere Parole lautet: Arbeite« und nicht ver- Das Programm der ^a-Coopcration" Mai anberaumt Weissbuch Kine Darstellung Nah um Oiddmanits vom Schweizerischen Zlonistcnverbarul für\dei Protestkundgebung gege von fien Polizeibehörden da* 2:,. aiäntiua- —• ' ..............AI. verboten worden. Die Behörden teilten mit, da*» hut nichw I tljiÄJ* {4,<* hei t ige k-idensehalt liehe Erregung Und Enigeg»»n die Dur« hfuhrung einer »olchen Versammtuux hätten, j rüstmig oft bitterste Formen annimmt, z. B. solche l.'nhese in ijcit( hton*f nrm Rühmen stattfindet. Im grossen! gereimtheiten wie „Kampfansage" gegen alles Englisch«? Volkshausea zu Zürich fand nun die Kundgebung [ einschliesslich der englischen Sprache! Die besondere le* Sehweizeris.-hen jüdische Tragik besteht nun darin, dass dieser irrationale Hauptreferat { K mjif sk.n gl>K,.n t.Ul Volk richtet, «las unter allen Völler Z'OMM^cai , 1 . falh Saali unt^r d.fu Vorsitz des Präsidenten Zh.-iii.stenverbMndes Dr. J. Zu< ktr stutt. Uhu hielt f)r, Nah um G o I «I in » » n, der u. a, Aagte; i> kot-f/n-f*. wird Uber die Non-eooperation haben. Das wird nicht ausschliesi»t.n, dam wi Moglichktfiten des Weisfebueheü voll u;i<l ganz gleichen Ma.-j.se, wie versucht Werden sollte, i beseidiewen r die positiven au mutzen. Um Bc»tirn«tungen kern def gegenwärtigen Weltkrise am ehesten bereit und imstande ist, den Juden in ihrer Not zu helfen. Ks wurdö schon oft erwähnt, «iass England (ebenso wie Amerika und Frankreich sowie die kleineren demokratischen Länder/ zahlreiche jüdische Flüchtlinge aufgenommen hat und in verschiedenen Formen die jüdische Not zu lindern »ersucht, Vt>r allem aber muss man bedenken, dass in deä Weißbuches durchzuführen, v/erden wir diese Maas nahmen sabotieren. Wir werde« die Zertifikate, die wir erj halten, aruiehmen, gleichzeitig aber jede Art von Einwände- : rung fordern. Für uns gibt keinen Unterschied zwischen , , , , „ „ 5» r. i r \a u« a hgalen und illegalen Einwanderern, J„ «Ihm Teilen Pa,ä. |Ideen Kamp unserer Zelt England die Macht reprä- »tlna* werden wir unter allen Umständen die Kultivierung i a*ntl<-rt» au- I^rmiz und liberales Denken in der Welt de« Lande* fortsetzen. Wenn eine Selbstverwaltung ohne um\ verficht, ohne die die Existenz der Juden unmöglich wird, eingeführt werden hüllte, werden wir deren Verordnungen j'Das jüdische Volk mma und will sich der von England I geführten grosse"* Front einreihen, und wird mm in der