Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 13 (9.6.1939)
- Date
- 1939-06-09
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 14 Jüdische welt-rundschau Nr. 13, 9. VI. 1939 Weltausstellung New-York Ein gros.scr Teil des FMiblikum.s nimmt die Tatsache. daaH die Indult ric Krrz Israels in der WHtmir-wtollunß von New York vortreten i*t, ohne Erstaunen hin. Doch mu»s gtvsag! werden, d:ma o.j »ich hierbei um ein ge waltigea fJcschohcn handelt, da« von dorn grossen Können, von der Opfprwilli«Ucit und den vielen unendlichen Schwierigkeiten unserer tüchtigen jungen Industrie, von denen »ich dt.s grojwr Publikum Kar keine Vorstellung maclil, ZoiiKiiis ablöst. Deshalb »dl tffcHatft nein, dass die LeinhmKcn mit mit Stolz betrachtet werden sollen, die unsere zielbcwusHto und hurt arbeitende Industrie .vollbringt, und ebenso die Kl-inaenden. Fähigkeiten, die sie als würdi;; erseheinen IL asen. an der grtfsstcn Modenschau der Welt in Ehren teilzunehmen. Unter den Industrien Erez Israel« ist es die Lederwaren Uituk he, die sieh durch ihre überragende Oeschmaeksriehhin': CeUunft neben den erstklassigen Weltfirmun erringen konnte. Die Er7.oiK;ni.;;ie der im Jahre 103Tin Tel-Aviv begründeten Finna „Jfaarnnk", Inhaber Cornelius Hochberyer, haben durch ihre ästhetische und wirtschaftliehe Bedeutung dazu beigetragen, Tel-Aviv zum Modezentrum des Vorderen Orients zu machen. Heute sind die Enseugni8»e der ,,Uiuinmk(t aus den Werkstätten der gleichfalls im Jahre 1031 von Grün & Tlochberger gegründeten Lederwarenfabtile (jetzt A. Grün) international anerkannt und gesucht. Eine künstlerisch geschulte Arbeiterschaft verfertigt Unter einer technisch hochstehenden Führung wahre Meisterstücke, die dann bei „Hanrnak" zu sehen sind. ,,llmirnak" ist ein einzigartiges und zugleich das grösate SpeziahLcderuarenhaus in Palästina, mit grossartiger Auswahl elegantester Damenhandtusehen aus exkiuaivufi Ledersorten erster Wahl, Reisetasehen, Kassetten, Einrichtungskoffern, Aktenmappen, Brieftaschen, Kleitilederwaren aller Art, Schreibmappen, Keiseartikeln etc. etc. Die Koffer-Abteilung nebst Koffer-Reparaturwerkstatt ist besonders hervorzuheben, ferner herrliehe Mode-Handschuhe in allen Farben, darunter weisse plaVahles", ausserdem: Wunderbare handbedruekte Tücher. Elegante Gürtel mit dazu passender Ansteckblume. Die neuesten Puderdosen, Kosmetik-Täschchen, Ndhqamiturtn, Necessaires. Federleichte Reisedeeken aus feinstem Kamelhaar in hunderien Dessins. Kostenlose Modclient würfe für Braut-Taschen, Einzelanfertigungen für Imprimekleider. Sämtliche Modernisierungen. Sorgfältigste Reparaturen. Einwandfreie Färbungen. „IIAARNAK" aur TKL-AVIV. KEINE FILIALEN. TEL»AVIV, Allenby 7*. /AUeininhaber : Cornelius Hochbcnjer, Mitbegründer der \ Femloderwarenfabrik vorm. Grün & Hoch berger. ' * K n (j r o s ' E xpo r t. Vorfälle in Jerusalem Jerusalem war am Irl/tin Freitag Ci. Juni) der Schauplatz furchtbarer Terrorakte, die einer Anzahl von Personen das Leben geko*t«'f haben und den Verkehr in der Hauptstadt {eilueisr «dilleglen. Am Freitag vormittag explodierte eine Horn he, durch die fünf \ rabtT g r f o I r t und 10 \i>iutindet wurden, und zwar;vul dem arabischen .HcInjierunarM /v.iselien dem IfandeK- /mirum und dem »laffai<»r. Die Rom he war in ein leeres Petroleum-Hlcchuefiiv* »;ife:t worden und mit HUendücken bedeckt. I>»e l'vdosion halte fiirehtbare Folgen. Ein arabischer l'oli/i •♦, der an dieser Stelle Dienst tat, wurde efv.a!0 Mi-U-r?n die lliilie geschleudert und getötet. Manche der Otütcfen warr*n grausig verstummet. Ki»;i; f-''.üiif|vn .'rlr'ii.-r waren in Jen'- airm mehrere Bomben explodiert, die in IC a h e! h t n (Inn n n des Telephon- .Systems unter die Erde gelegt worden waren. Die betreffenden Schlichte befinden rieh in »Irr Nähe der „Terra •S'irita" auf der King Clporge Avenue, ferner in der Näh? des Eden Hotel:» und im Viertel Mcn ßchearim. Durch di T'1xplo;;ionen wurden 1700 T c k* p h o n I c i t u n g « n z t .stört, die fast alle jüdischen Teilnehmern gehören. Ganz Rerhavia und Taibieh, die wichtigsten westlichen Jcrusalemer Wohnviertel, sind ohne Te Ic phonVerbindung, darunter mich die Jewlsh-Agcney und die anderen jüdisch-nationalen Institutionen und eine Anzahl von Spitälern, Es wird hervorgehoben, dass die Leute, die diese Bomben gelegt haben, mit allen technischen Einzelheiten des Telephonsystems vertraut gewesen wein mtisaen. Die Telcphonlcltungen find in den darauffolgenden ,'t-4 Tagen tn.nl sämtlich wieder In Ordnung gebracht worden. Der Militärkommandant von Jerusalem hatte schon vor diesen Ereignissen eine Keine von jüdischen Autobus Verbindungen verboten, weil mehrmals auf arabische Autobusse gesehuasen worden v/ar. Die Autobusse sollten jedoch am Sonntag wieder erlaubt werden Nach den Vorfällen am Freitag hat der Militärkommandant diese Krhiubnis wieder zurückgezogen und mich noch andere Autobusverbindungen verboten. Im Betrieb bleiben eigentlich nur diejenigen Autobuslinien, die Jerusalem mit den ferner liegenden Vororten Talpioth und Beth Hakerem verbinden. Später wurde auch die Verbindung zur Altstadt wieder erlaubt. Die jüdische Gemeinde Jerusalem hat eine Kundgebung herausgegeben, worin der Abscheu der jüdischen Bevölkerung Vor den Terrorakten zum Ausdruck gebracht wird und erklär» wird, dass die verantwortlichen jüdischen Institutionen das Vergicssen unschuldigen Blutes ablehnen. Die Gemeinde fordert alle Juden auf, «ich der Disziplin der verantwortlichen Institutionen fU unterstellen. Militär und Polizei haben Freitag in den jüdischen Vierteln Maehnc Je hu da und Nachlath Achim Untersuchungen durchgeführt. Ks handelt sich um Viertel, die meist von orientalischen. Juden. Jemeniten und Kurden, bewohnt wind, <j«<? Keftll!.- tate der Untersuchungen wurden nicht bekanntgegeben. Im ganzen Land wurden Revisionisten verhaftet. Die Bevölkerung von Jerusalem Ist durch diese Vorgänge auf das Ausserste betroffen Die Unterbrechung des Autobusverkfhrs und der Telephonleltungen ist natürlich gerade in einer so gespannten Atmosphäre und in einer so unsicheren Lage wie jetzt besonders empfindlich und bedrohlich. Während des Schabbat, wo keine Zeitung erscheint, kursierten naturgemäss unkontrollierbare Gerüchte in der Stadt. Die jüdl? sehen Viertel sind vom Zentrum der Stadt abgeschnitten, was die Nervosität noch steigert. Vielfach wird Kritik an den Massnahmen der Regierung laut und es wird darauf hinge- KLEINE ANZEIGEN UFR COM» I. HM. II F. a tnhl« Ich di« hi.c-ol.üien Tagespreise. Milbiger, Haifa, JalT;tslr., Neuer Merluui. I'HOTO-COI'I V. X tat" ~ OrlciiuZ van Dokumenten jeder Art, raessü, Plaene, FttmlUen-Urkunden, wlehtiffo Brie!»», Jetat auch dopnelseltlK, Zeichnungen eic. ftMMir«r, Hdlla. JaRastr. (Nüw Merkaz). AMKAUI1' von Photo-Apparaten, Ferngiitesoni und Mtkroakop«n. fiibifrr, Half». Jaffaatr Neuer SCHUHKLINIK T E L - A V I V Bogrühow Strvet 9 Eck« B«n Yehuda Rd. 46 Alle Schuhrcpnraturen in sauberster Ausführung, Anfertigung von Massti. orthopädischen Schuhen. IMIIAUTXT: V«rgrfttt*rt BEVORZUGEN SIE die Inserenten der J.W.R.! Ankaut, Verkaut von Brillanten, l h r e n, Qol d u «d Silber LOMBARDHAUS 57" NMMatk ••n|«ml« 57" DVU FMNSCHMVCKER RAUCHT DIE BEKANNTE SPANERA-ZIGARRE Beste und billigste Bezugsquelle, da direkter kistenweiser Verkauf an MIVITl NOTIII « C*Hl nur durch den Ceneral-Importeur für Palaatina J. C0MPERTS, TEL AVIV, 11 Alfelitvrrkftuf für Jeruiuilem : ZiGARlWNUAUS LÖWENTHAL <t LEVISOfiX wiesen, dass derartige Strafen wie Verbot de* AutobusverkcWa nur die unschuldige Bevölkerung treffen, während die Altentäter nicht nur davon unberührt bl^ihn. sondern vielleicht nöch froh sind, wer.« innerhalb der jüdischen Cemeinschaft Verwirrung und Mißstimmung entsteht. Denn man darf nicht übersehen, das« zahlreiche der extremen Elemente, auf deren I Konto auch solche Terrorakte gebucht werden, nicht nur einen I Kampf nach aussen führen, sondern auch einen innerj jüdischen Kampf, vor allem gegrn die jetzige zionistische i F.xckutivc und verschiedene andere nationale Institutionen | «owie gegen die Arbeiterpartei und die gemässigten bürgerlichen Kreise. Die Mord- und Sabotageakte werden von der j Überwältigenden Mehrheit der jüdischen Bevölkerung verur- teilt. Die Ermordung unschuldiger Araber, vor einigen Tagen . in einem Dorf und jetzt in Jerusalem, ist, wenn sie wirklieh j von Juden ausgeführt sein sollte, ein verabscheuungswürdige» Verbrechen, «las auch nl« politisches Mittel nicht benutzt werden darf. Verbrechen wie diese zeigen den gnnzen Abgrund, i <in ('em (,'o jüdische Jugend in dieser Atmosphüre des Kampfes I und jahrelangen Terrors In Palästina geraten ist. Die Motive | dieser Greueltaten sind höchst primitiv: man sagt, dass die Araber durch den jahrelangen Terror schliesslich die Erfüllung ihrer politischen Forderungen erzwungen halten und dass nun auch die Juden nicht mehr bloss „reden" dürften, sondern . handeln" müssten. Dieser Huf nach ..Taten" wird In nllen möghehen Beden und Aufsätzen laut, wobei nie fan« klar ist. was man unter „Taten" zu verstehen hat. Irgendwelche haltlose oder missgeleitete Elemente, die dem Zeitgeist der Unmenschlichkeit sich unterwerfen, verstehen unter T*ten anscheinend derartige schändliche Akte. DaSs man davon echte poütlsr he Erfolge erwnrtet, beweist die Verwirrung der Begriffe. Es ist ein Symptom dafür, tu welchen verheerenden psychologischen Ergebnissen die Unentschlossenheit der R«. gtcrunr und ihr Jeweilige« Nachgeben nach dieser oder jen«r Seite in den letzten drei Jahren geführt hat STRAFE FÜR TEL-AV1V DER AI SSi:.\VKKKr:HR GESPERRT Am 6. Juni morgens wurden hrl der Ausfahrt von Tel- Aviv an der Kreuzung mit der Petach Tikwa Stras»© auf einen arabischen Wa^en Schüsse abgegeben, wodnreh ein Araber verletzt wurde und Inn Krankenhau* geschafft werden muNHte. Kur« darauf wurden neuerlich auf einem arabischen dieinÜMewagen am Stadtrand von Tel-Aviv SehÜMse abgeKeben. Nach diesem zweiten Vorfall ordnet« der Militärkommandant an, daas die gesamte Einfahrt und Ausfahrt nach und aus der Stadt Tel-Avlv ab Dienstag 12 I hr mittag bis MUwovh 7?!hr abend gesperrt wird. Zugelaufen werden nur die dringendsten Fahrzeuge insbesondere Milchtransporte, Ambulanzen, Är/te und sonstige besonders wichtige Fälle. Um die Bürgermeisterschaft von Jerusalem Fünf jüdische Mitglieder des Jerusalemer Stadtrates übergaben dem Districtskommusur Keith Roach eine Erklärung, in der Klage darüber geführt wird, dasa die Rechte der jüdischen Bevölkerung von Jerusalem Im Stadtrat nicht gewahrt werden. In der Erklärung heisst es: Obwohl die Juden die Mehrheit der Bevölkerung und der Steuerzahler in der Stadt bilden, sind sie nur nla Minorität im Stadtrat vertreten und ein Araber ist Bürgermeister. Solange die Juden mit der Regierung und düts Arabern zusammenarbeiteten, ha^en nie aus dieser Frage keinen Streitpunkt gemacht. Da das Weissbuch aber darauf abzielt, die Juden au einer permanenten Minorität im Lande zu machen, können sie dieaen Zustand nicht länger dulden. Die Juden verlangen eine Vertretung im Stadtrat, di« ihrer Proportion entspricht um' die Bestellung e i n s J u 'Jen a! h B ü .- g e r m c i s t e r. Für den Fall, dasa diese Forderungen nicht erfüllt werden, werden die Juden der Stadt keine Steuern mehr zahlen. Der Districtskommiasar erklärte, die Besehwerden sofort vor den High Commiasioner bringen zu wollen. Die jüdischen Stadträte haben an den loteten Sitiungen des Stadtrates nicht teilgenommen, sodass dieser beschlusaunfähig war. Wir kaufen, v«rk«wf«n wutf M*Jmi«n g«r AofcM«« Möbel. Antiquiiitcn. Kl» viere, Tepptc** Gemälde, M«rV«u-Porietl»ae. K/UUUe. »U« a, n*»- Kastt, ScUrr,;;ct* \fm Pm»tmm S>H»r.O»«»mHiMi» m. We4Mww«i»»l»H€Ste tvw—i. Kibineii Angebote «ueb «an tiawim. Auktion teom Aron KOHN und iUlARSKV MAIfA t Nertlatr, Infi Nc>imkMH I— immäm * LtiCA - CONTAX - OCCASIONEN ANKAUF - VERKAUF — TAUSCH io Photo-A/beiten, Spasiolobtailung für Leico FEIHKORN-Earwkiilung. 9M»Qrumi «•■•> NtCMMWtt. KNl KMAMIAtlt., TU. 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