Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 13 (9.6.1939)
- Date
- 1939-06-09
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 13, 9. VI. 1039 JODISCHE WELT-RUNDSCHAU Seit« lt sieh zur B* (Huna oder Brtxtuung durch Arahrr nirhi rinnen. Die Araber sind gewiss für sich selbst dir brüten Zeugen, und wenn sie sagen dass sie nun einer Fluche von drei Vierteln des ganzen Palästina nichts machen können, dann soll mnn an ihren Worten nicht deuteln. Die Juden aber haben den Beweis erbracht und die Regierung wei.« das — dass Boden, der sich fitr die Bebauung durch Araber nicht eignet, durch jüdische Arbeit in blühendes und fruchtbares Land verwandelt wird. Worauf gründet «ich also das Verbot für Juden. Boden zu erwerben, wo es Im ganzen Land, in jeder Zone und in jedem Bezirk, im Gebirg- und in der Ebene, an der Küste und in der Küstenebene, im Jordantal und in der Aruba, im Negew und im Philisterlande, auf den Hügeln Galiläas und in den Bergen Jerusalems Millionen Dunam brachliegenden, freien Boden gibt, der — nach dem Zugeständnis der Araber .*elb«t für die arabischen Bauern überhaupt nicht in Frage kommt? Wie soll sich der Lebensstandard der arabischen Land- Bevölkerung weiter erhöhen, wen « Boden brach liegen gelassen wird und I^nnd, das dem arabischen Bauern nichts nützt, auch dem jüdischen Siedler verschlossen bleibt? Diene Fragen sind der Regierung auf der Londoner Konferenz von den Juden gestellt worden. — blieben aber unbeantwortet. Auch das Weissbuch kann sie nicht beantworten. Nicht die wirtschaftliche Sorge für die Araber, sondern dl« politische Gegnerschaft gegen dl« Juden liegt der neuen Politik zugrunde, auf dem Gebiete der Einwanderung wie auf dem der Bodenfrage, Balfour-DeklaraHon —ein Fetzen Papier? Wären die Autoren des Weissbuches wirklich an politischer Klarheit und an der Aufhellung der Wahrheit interessiert gewesen, dann hätten sie alle ihre „Ansichten und Vorschläge" in zwei, drei Sätze zusammendrängen können: nachdem noch einige Zehntausend Juden im Laufe von fünf Jahren ins Land eingewandert sind, wird die jüdische Einwanderung eingestellt, den Juden Palästinas nach dem Gutdünken des High Commiasioners ein Ansiedlungsrayon zugewiesen und die Balfour-Deklaration für null und nichtig erklärt. Mehr als das wird eigentlich in diesem ganzen langen Dokument nicht gesagt, das im Englischen etwa 13 eng gedruckte Seiten und im Hebräischen etwa Ii umfasst. Aber die Urheber des Weissbuche* konnten das and gerade das nicht sagen. Die englische Regierung ist keine deutsche Regierung. Bethmann-Hollweg erklärte seinerzeit einfach, dass ein Vertrag nicht mehr als ein Fetzen Papier sei. Die englische Regierung wird das niemals erklären. Sie könnte es auch nicht sagen, denn das englische Volk würde eine derartige Erklärung, niemals hinnehmen, das Britische Imperium würde nicht existieren, wenn »eine Beherrscher einen derart brtita- | len Zynismus nn den Tag legen würden. Die Verfasser des j Weisshtiches kennen dio f>*Me ihres Volkes So waren sie | gezwungen, den Bruch des Mandats und die Verleugnung der I Rechte des jüdischen Volkes »n ein Miirftelchen ..getrcuMcher j Interpretationen" und biedermännischen Wohlwollens : kleiden. | Diese Aufgabe erfüllt auch der letzte Paragraph des i Weissbuches: ..Bei Abfassung dieser Vorschläge hat. sich S. M. ) Regierung aus vollem Herzen bemüht, genauestens im Einklang mit ihren Verpflichtungen gegenüber Juden und Arabern zu handeln ... Ihr Ziel ist, beide Völker des Landes gerec? t zu behandeln..." Tn der Balfour-Deklaration erklärte England seine Sympathie für die jüdisch-zionistischen Bestrebungen das Weissbuch sagt ihnen den Krieg «n, Das Mandat wurde England anvertraut, damit es die Errichtung des Nationalheims für das jüdische Volk fördero — das Weissbuch \. ill das Nationalheim erdrosseln. Die Mandatsregierung hat sich verpflichtet, die jüdische Einwanderung iu erleichtern — das Welssbueh schlägt vor, sie zu einzustellen. Das Mandat hut der Regierung auferlegt, eine Jüdische Ansiedluug auf dem I^nnd« zu ermutigen — da- Weissbuch verbietet sie. Das Mandat hat die historische Verbundenheit des Jüdischen Volkes in der ganzen Welt mit Palästina anerkannt — das Weis.ibuch zerreisst sie. Noch stellt dieser Treubruch nicht die vom englischen Volke und vom Völkerbunde gebilligte Politik dHr. Wir leben in einer Periode, in der das Gewicht moralischer Werte an der politischen Börse stark gesunken ist. Dennoch wäre es ein Irrtum, wenn man annehmen wollte, dass das Gewissen der Menschheit im allgemeinen und das des englischen Volke» im besonderen völlig verstummt Ist. Gerade das angebliche Wohlwollen des Weissbuches beweist, das-t es notwendig ist, den Treubruch mit moralischen und juristischen Argumenten vor der öffentlichen Meinung der Welt und Englands „zu rechtfertigen" und zu erklären. Aber das Gewissen ist jetzt nicht leicht zu wecken - es hängt vom jüdischen Volke und vom Jischuw Palästinns an seiner Spitze ab, ob es mit der Fülle seiner Kraft vor »lern Verrat zu bestehen wissen wird, nicht mit Worten, sondern mit Taten, die seinem Streben und seinem Werke, seiner Not und seiner Ehre entsprechen. (Die vorstehend gekür/t abgedruckt«* Abhandlung Ben Gurions erscheint uleich/«-!!!« in einem Sonderdruck in Brottchurenform. worin auch die in unserer Veröffentlichung; aus) Raummangel weggelaMicncn Stellen in vollem Wortlaut enthalten »Ind.—A.d.Keii.) n»i?yn njprt SPORT-RUNDSCHAU SPIELERGEBNISSE AUS EREZ ISRAEL FUSSBALL: HAPOEL-PETACIITIKVVAH— II APOLL HERZ LI AH 8 : i (3 : 0) In einem Freundschaftstreffen obiger Vereine erlitt der in der 1. Liga spielende Hapoel-Herzlia eine überraschend hoho Niederlage von dem zweitklassigen Hapoel-Petaeh Tikwah. Die Siegerelf liefert® ein ausgezeichnetes Spiel, was in erster Linie auf das Konto einiger neuer ungarischer Olim zu buchen war. Militar-Risehon I^ezion— Makkabi-Hazair Rechowcth 3:1 .«0:1) Makkabi B Rischon LeziOtf......Makkabi B Rechowoth 2:1 (2:0) Hapoel B Petach Tikwah—Hakoah-Herzliah 2;0<2;0> Mahkabi-Gedera- Hapoel Rischon Lczion 2:2 <1:0) Hege Tel Aviv-Hitchia Tel Aviv 5:5 Ci:2> Makkabi-Chedera Militär Ohedera 4:1 <l:l) Betar-Tel Aviv- Hakoah-Tel Aviv 1:0 (0:0h * «GROSS (KWUZATH MAAYAN) ZEHNKAMPF- MEISTER VON PALASTINA Anlässlich eines Leichtathletiksportfestes in Rechowoth wurden als letzte Meisterechafts-Wettbewerbc der Zehnkampf für Männer und der Fünfkampf für Frauen ausgetragen. In beiden Konkurrenzen wurden neue Landesrekorde aufgestellt, was einen weiteren erfreulichen Fortschritt des Leistungsstandards in der Leichtathletik bedeutet. Der Sieg von Gross, der 4565 Punkte erzielte und damit überlegen den Zehnkampf vor Grün (Makkabi Tel Aviv) mit 3031 Punkten gewann, ist umso höher anzuerkennen und zu bewerten, als es Gross seit Jahren an einem regelmässigen Training mangelt. Zum ersten Male hat ein Mitglied einer Kwuzah eine Landesmeisterschaft gewonnen, die besondere Beachtung verdient. Der Zehnkampf gilt als die schwerste Konkurrenz der Leichtathletik. In den meisten Wettbewerben waren sich Gross und Grün gleichwertig. Den entscheidenden Punktvorsprung holte Gross im Stabhochsprung heraus, wo er mit 2.S3 m eine für Zehnkämpfer beachtliche Leistu-.g vollbrachte. Den Fünfkampf der Frauen gewann erwartungsgeirins« Jaffa Cohen (.Makkabi Tel Aviv) mit 122 Punkten, allerdings nur denkbar knapp vor der talentierten Esther Chacham «Makkabi Rechowoth», die III Punkte erreichte. In den offenen Wettbewerben gab es keine besonderen Leistungen. Zu erwähnen ist lediglich die Leistung im Hochsprung von Frankel «Makkabi Rechowoth;), der I.W, m übersprang. , MAKKABI AUF OEM WKGK NACH AUSTRALIEN Der Fussball-Auswahlmannschaft des Makkabi Krez Israel, die sich auf dem Wege nach Australien befindet, wird ein grosser Empfang bereitet werden. Kurz nach ihrer Ankunft wird die Mannschaft' an dem alljährlich stattfindenden Ball der Stadt Melbourne teilnehmen und dort vom Lord- Mayor von Melbourne begrüsst werden. Das erste Spiel in Australien wird am 24. Juni in Melbourne im Munleipnl-Htadion stattfinden, wo das Makkabi-Ttram auf eine Auswahlmannschaft des Kreises Victoria trifft. EINLADUNG EREZ ISRAELS ZUM GRIECHISCHEN MARATHON LAUF Der Leichtathletik-Verband vor» Erez Israel hat ein« Einladung zum diesjährigen Marathonlauf in Griechenland erhalten. Voraussichtlich wird der Langstrecken-Meister Walter Fr an kl «Naihania »nach Athen entsandt werden. ESCHKEN \S| (MAKKAHI ALEXANDKIEN) IN GROSSER FORM Bei einem internationalen Meeting in Kairo, an dem die besten Athleten Griechenlands, der Türkei und Ägypten« teilnahmen, gewann Eschkenasi «Makkabi Alexandrien» den lüfl m Lauf in 10.6 Sek. Fidr, Lewinmhn (TH Aviv) C'IV p0 3"3 Englische Aufklärungsarbeit Von un-ttrein ho!lärtdisi':ht n Sterirhterntntter. FvL. Den Haag, •£,' Juni. Von englischer Seite wird offenbar Wert darauf gelegt, die öffentliche Meinung in Holland im Sinne des Weißbuchs zu beeinflussen. Zu diesem Zweck« hat die c ghsche Gesandtschaft in Den Haag dem „Ailgerneea Nederlandseh Presbureau A.N.P.", der holländischen Nachrichtenagentur, jetzt bereits zum zweiten Male eine längere Darlegung zugehen lassen, die dazu dienen soll, Verständnis für die englische P a 1 ä s 11 n a p o 1 lt i k zu wecken, und die in de.- gesamter! hüiiänuiscaen Presse veröffentlicht wurde. Der letzte Artikel behandelt die Bodenfrage in Palästina. Die Darlegungen laufen darauf hinaus, dass festgestellt wird, dass das in arabischem Besitz befindliche Land zur Zeit über 6O0.Ö0O Araber ernähren muss, wahrend es eigentlich nur ausreicht, um 36G.O0O Arabern eine angemessen* E*u*enz zu geben. Dagegen könne das in judischem Besitz befindliche Land, das zur Zeit nur eb.öüO Juden zu ernähren habe. $0.000 Juden eine fixistenz verschafffen. Die Schlußfolgerung ist natürlich, dass — abgesehen von enwicklungsfähigera Boden— die Regrundung neuer jüdischer Kolonien im Landbaugebiet nicht erfolgen könne, ohne die Rechrj und die Position der arabischen Bevölkerung zu beeinträchtigen Die eigenartige Inst.iatlve der englischen Gesandtschaft und die Haltung der Presse wurde in der unter Vorsitz von Mr. Em. Hertz berger in Den Haag abgehaltenen, stark besuchten Protest Versammlung heftig kritisiert. Es sprachen der Rotterdamer Oberrabbiner A. B. N. Davids, der Pouie üionist S. Lissauer, Frau Schwimmer -Vigeveno, und M. I- Kann., der stellvertretende Bundesvorstände des Niederlandischen Zlonistenbunde»,. W1NAWERCHOR IS NEW YORK Chemjü Wina w e r, vielen unserer Leser bekannt uns früherer Zeit als der Dirigent und Leiter des Winawer*chcn Mannerchores in Berlin, mit »einer einzigartigen Wiedergabe jüdischer Gesänge hut, wie uns aus. Amerika berichtet wird, in New York bei einem grossen Konzert in Carnegie Hüll zu Gunsten des Palästinas Sinfonie-Orchesters mit grossem Erfolg mitgewirkt. Der neue Winawer Chßr unter Leitung des Dirigenten hat bei dieser Gelegenheit eine Anzahl vom hebräischen und palästinensischen Gesängen, die er schon früher in Deutschland sufgef'ühri hatte, vorgetragen. Dte Presse hebt hervor, das« die Wun Uver-Nummern vorn Pubicum besonders umjubelt wurden und sogar eine Zugfcbe erforderten. Die deutsch geschriebene „New Yorker Btaau-iJeiiung" erklärt, das» dieser bedeutende JHrfolg nicht nur der (yia&n nene^) " o j -j 9 ry •afngn ick *<"1b,t}*?2 u"n pi "o'ajns iyy»jpj %rii)m ornijM .03*69 onnain ,19 o'Pfv cn«;'m jMin'Tjwa "B.TJ7? W'V7 P'- hVk ,<'m*b% *ny\) ■csjna UT*} lorryya can*i «jyby no orrrt wir *ai r;n Tipp TB^jyVps o.T^y; enMn '-chs Opjwi p^ra bti msun ibo -jiro) ') Kundschafter; •) Heuschrecke; *> aus dun Bericht deif» Kund chafter; •') es mit jem. nicht genau nehmen; es genau nehmen. O'rsra -j^b) «»smn^* dvü t^|> 11 .njnw '^Hi l^n niic o^^r n;n„ Sn^jn yj> btf p'npi? >*V-W) 75 mty bjh ,vvn mSaa tm a'mojj ^3 t>;t> .f»,>n,I jiB'sn tf'aa »jr^P "n^s .njtsfn") ,4n^pt3 u|wnpu B*?^o;^nn St n»3H3 *)bu bih ni«p ^3 vwiyy &rnz b^w ß$n] cfj^ n3*n ^3 ,3^r. jniHoV ~ Bfijn nep b} .B';i^np "np^a .^^s tfiaa^ - n«iMn bv r;»oin zn\ 'men "onHpn "nißn b^ds "n?'Mt ,hi,t vi3P bw;pw^ na^P ¥b ch ,b»c; n^v^p n|fpn "?H3 nfpp n^y; '"n'nau.'ii pffp bxt "it\yfyf% {,<.T*»n3 {!MinHn üv ,n?p nbpp^ Mnfa <>*nn*iq "i^|i ,d^v rwo miea d[? h1? "i^tj •vabn B'p^ B'p? ^3KS ,19on:ppri {,irp?^pi ti;rnnni»p r« '("n#3: vnips <2,i^i {n (j°o^^pn oy ,*e^ l2*rs^mb .^pai anj nnsinj» öp»n nnn nnpji ."jvjrspya** '«nHa^ bj \y'm .ip*j] r^n1? '» Zu seinem i), Todestag um 2.'i. Siwau!!».'!.;; *t aus seinem in Jlattkufn" Band XXVI XXVII (UKW) erschienenen Aufsatz: ,.Nru; York und Jeruxatem (Brief« über das «menkanisehe Judentum;"; •> sich üben; 'i Schritt; *) straucheln; ') GrüiS.-h Pianter;!i etwa: „nut Hangen und Bangen"; *) zur gleichen Zeit; ') sich wenden; ' / Jahrhundert; ") gegenwartig «Nif'al v. Stamm jachoach»;!>) ungefähr, etwa; ) (fe.i->gvlialt*n; ") Bing. <.:Jii-d, •> Kette; "> Brosamen; ") überflüssiges; Gut; "") verschwendet; *') verwurzelt: ") unverpflanxter Baum; *') fri»ch; n) Kontinent; "» Kupfer; ■'■> Vei;rno^en, Können. 11 n ji 1 a n n!:m nxn .nr-an "vvstwh*? nn« ,'730 nwpaa. man ."p Va mn« 'Jaim wvvnv ,n? ^skd md uim* icüm- ^yan <J rinn B?iaa m~ ."13? vh erra- :w«n"3?*k (srano- ."(4hph v** nnmrrf nnon- ."cra ^a nrry .B'sa f/nsno .mp nrKn nnp9 rni c (*B-9nj- ."^ k^t neo?n no*vn (?sn3in: .e^nan ^a; 9v nrr:m (*nc» imt no :':k nr.n. r^ani swn .n9ya9o {«onr»N3 "Tnn'ann nnit v ort dwt» .Bn^yn (k p5n airm .h? Tn^nm rrnmn -ico T>no); ' > erwidern; •) nicht > mischt-n, anrühren;; au««pfeifn. ') Pfannkuchen; *.' auf etwas aus *« gerade; *> Pfanne; ') giiiiiend« Kohlen ') Teig; *> ansengen; "i backen «intr.*; guten Ausbildung der Banger und der »tilgetr«fuen Wiedergabe zu danken war, sondern auch der packenden Ausfuhrung. In demselben Konzert wirkten uhrigen* auch Alexander K i p n i s mit und eine Reihe anderer jüdischer Künstler, ah» einzige Nichtjudin Dnsscdlna Glannini. Winawer hat aiu^.i die Musik für die New Yorker Aufführung von .Stefan Zweigs „Jeremias" geschrieben, sie fand grossen Anklang. KLEINE N \( tlKK IU EN Die Jewish A g e o «• y hat zur Bitzung der Permanenten Mandatskommission in Genf drei Memoranden vorjreler,f, und zwar ausser dem regelmässigen Jahresbericht üb« r di« Entwicklung des Nationaiheims zwei Antworten auf dits V/eissbuch. Die in London Ende Mal durchgeführte Versteigerung,' der dem Badwin-Fonds zur Verfügung gestellten Kunst- und Wertgegenstande erbrachte insgeaarnt 15847 Pfund zugunsten der Flüchtlinge. Die italienische Regierung hat Iti. einem Ge« setz die Assoziierung von Jüdischen und nichtjü«!*,!hcn Aka« tlemikern in Italien verboten- Tm "Daily. Telegraph" teilt Major C. C. Turner mit, das» die Kg! HoUänffische Lnfilmte , KLM" eintn Sonde'rdierü'i; *vA* sehen f/>ndon und Warschau betreibt, der wegen der vielen jüdischen Reisenden DeuMrhland vermeidet. Der Flug geht über Amsterdam Kopenhagen. Gdynia nach Warschau üb London & 15, an Warschau Ä.I0>. Turner erwähnt, das« bei früherer Gelegenheit anlaashch von Landungen in Deutschland öfters Reisende verschwunden sind und man annimmt« sie seien ins Konzentrationslager gebracht worden. tn der Israelitischen Kultusgerneinde von Cernautl wurde die bisherige Interimar-Komm';'ssion mit dem Präsidenten DrCari Gutherz an der Bpitze ihres Amtes enthoben. Die neue Kuftusgemeindcverwaltung besteht a«i« 24 Mit' gliedern. Präsident ist Dr Elie En.s, der zu ■wiederholten Maien, das letzte Mai ais Vizepriusident uTJter Dr. Mcr.czer, der Verwaltung der Kültusgerneindc..angehört hatte Der itkandimvistche Ziirni»tenwfband hat beschlosaen, *nlä>.alich des 10. Geburtstage» des Stockholmer Oberrabbiners» Prof. Marcuü Ehrenprei«, der auf den Yt. Juni fällt, einen den H%r%xnn de* Jubilar» tragenden Wald in Palästina anzulegen,