Mannheim
Compact Memory

Jüdische Weltrundschau · 1939-06-02 · 12 (2.6.1939) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
12 (2.6.1939)
Date
1939-06-02
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2424658-2424659-2424670--151-2424906
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Seite JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nr. 12, 2. VI. 103» BÜCHERSBTE der J.W.R. Fünfzig Jahre Geschichte JCH EltLEHTE FÜNFZIG JAHRE WELTGESCHICHTE" Von Hertha »S z e p h - Z u t: lc e r k a n d I, Berrnann-Fischer Verlag, Stockholm, 193!». In diesen Tagen, wo die Welt erschüttert wird von den Vorgängen, <ti«* Im Orunde die Liquidation de» Erbe« der alten oesterreichiseh-ungarisehen Monarchie zum Mittelpunkt haben, drängt, sich die Frage auf, ob dieser Verlauf der Dinge unvermeidlich war und wo die tragische Schuld an diesen Entwicklungen zu suchen ist. «ierade in diesem Moment erscheint ein Buch, das Intimen Einblick gewahrt in die oesterreichische Geschichte der letzten WJ Jahre, nicht in der Form von Geschichtsschreibung sondern durch personliche Aufzeichnungen, die gerade dadurch einen besonderen Kelz haben. Die Verfasserin Bertha Szeps-Zuckcrkandl ist die Tochter des (jüdischen) Chefredakteurs des „Neuen Wiener Tageblattes" Moritz Szeps, eines der führenden Journalisten der liberalen Aera. der grosse Weltkenntnis und politische Verbindungen besass und in den Jahren IHH2 M» in ein eigenartiges Verhältnis zum oesterrcichisehen Kronprinz Kudoll trat Bertha Szeps, die ~- damit beginnt das Buch -- schon in jungen Jahren ihren Vater nach Berlin begleitete und dort im Hotel Kaiserhof mit. Disracli zusammentraf („so habe ich mir als kleines Kind immer einen Zauberer vorgestellt"), später ihres Vaters Sekretärin war, gibt in ihren Tagebuchaufzelehnungen mnnrh« interessant« Einzelheit wieder, dies ergänzt sie durch Notizen ihres Vaters Über «eine politische« Unterredungen sowie Briefe des Kronprinzen Rudolf und anderer. Kronprinz Rudolf war beherrscht von grossen Ideen 4ur liberalen Neugestaltung Europas, vor allem Umgestaltung, Oesterreichs zu einem Staatenbund der kleinen Völker, Er widerstrebte dem Anschluss an die reaktionäre Politik Deutschlands und wollte Oesterreich mit dem Westen verbinden und auf dieser Basis Europa neu organisieren. In einem Brief vom 2«. Juli 18t>2 aus Prag an Szep« sehrleb Kronprinz Rudolf ¥RAW£ WEH FELS GEDICHTE In die Gegenwart hinein fuhrt, der letzte Abschnitt dö» Buches, die „Gedichte Mm-. In diesen Jahren ist Werfe!, bis dahin in Wien lebend, selbst ein Emigrant geworden, Vnn nachdem er den grossen Jeremias-Roman „Hört die Stimm«" vollendet hatte. Die „Gedichte haben keine politische Note. Aber Spuren des Erlebens finden sich. In einem Ge- »reckt der A;ig;.itraui« eine» Renschen, der an die Die neue Ausgabe der Gediente von Fran* Wtrfel (■„Gedichte aus 3« Jahren", Verlag Bermann-Kischer gibt einen t berblick über das Schaffen dieses bedeutenden Lyrikers und ist zugleich ein Wiederschen mit alten und lieben Bekannten. Die ersten Gedichte dieses Dichters fallen in die Zeit unmittelbar vor dem Krieg. Sie zaubern jene fast vergessene Epoche wieder hervor, in der man noch ruhig lebte und doch quälende Zweifpi und brennende Sehnsucht nach tieferer j Sperre kommt und um seinen Pass gefragt wird Mein Menschlichkeit | die Jugend erfüllte. Gegenüber einem zu j pass, im int mein PassT... Kann wrW Angst n» Mwchmkonventionell gewordenen bürgerlichen Dane in »eh nie man sich \ mnt rrtra,icn?» Und einer Zeitungsnachricht, wonach den nach Durchbrechung der Schranken, nach Ausströmen des! Juden in Wien das Betreten öffentlicher Anlagen verboten ist Gefühl* und menschlicher Nähe. Der sozusagen vollkommene j und sie. um ins Freie gehen zu können die israelitische Ab¬ Ausdruck dieses Weltgofühls - man darf wohl sagen: eines j teilung des Zentralfriedhof« benutzen müssen, widmet er ein bestimmten jüdisch bürgerlichen intellektuellen Kreises — Gedicht „Der gute Ort -u Wie«*'. In diesem Gedicht deß-en waren die Gedichte von Franz Werfel. Die Gedichtbändc „Der | Schlussteil wir hier zitieren, wird geschildert wie allerlei Men- Weltfreund", „Wir Sind", „Einander"' sind ein ekstatisches Be-J sehen, darunter Frauen mit Kinderwagen, nuf dem Friedhof kenntms. In allen diesen Gedichten ist das grosse Staunen, ] spazieren gehen und die Steine betrachten. Diesem grausigen das urgewalüge Erlebnis des innerlichen Teilnehmen« des i Schauspiel gibt der Dichter die Deutung Menijohcn an dem Schicksal aller Kreaturen, das Schuldgefühl für alles Leiden in dieser Welt, das jedoch überwunden wird von der dithyrambischen Bejahung des Lebens. Gedichte wie. „Lächeln, Atmen, Schreiten", „Jubel des Geistes" „Vater und Sohn", „Warum mein Gott" und viele andere sind heute noch ,so frisch wie vor ,'<0 Jahren. Nach diesen .Jugendor'f-ichten" kommt ails zweiter Abschnitt des Buches „In Krieg und wirrer Zeit" die Produktion des Jahrzehnts V.m 15*24, zerfallend in „Der Gerichtstag" (mit so grossartigen Gedichten wie „Die Leidenschaftlichen", „Das Gebet Moste" u.uJ und „Beschwörungen" (darunter „Exodus 34/20", „Das Lied der Ahnen", die höhnisch den Menschen an ihre 'Macht Uber ihn erinnern, dann „Mutter und Sohn", ein ebenbürtiges Gegenstück zu dem älteren „Vater und Sohn", schliesslich „Die Erzherrseher", die Hymne» von der Dämonie der Masscnbe- | törung durch das Schlagwort der Pseudoreligkmen). Den „Dag. Nationalitätenprinzip ist auf den gewöhnlichsten i dritten Teil „Neue Gedichte' (l;»25 i»38> bilden dann die Kaj Uerisehesteii Grundsätzen basiert, es ist eigentlich der Sieg der fleischlichen Sympathien und Instinkte über die geistiger, und kulturellen Vorteile, welche die Ideen der Gleichheit aller Nationen, des Kosmopolitismus, für die Menschen bringen. Ich halte die Nationalitäten- und Rassenfeindschaften für einen grossen Rückschritt,, uiui bezeichnend, g«- nug ist es, dass eben alle die fortschrittlichen Elemente Europas am meisten diesen Prinzipien huldigen und dieselben ausbeuten." Kurz darauf macht der Kronprinz eine ironische Bemerkung darüber, welches Gesicht die feudalen Kreise des Prager |Iochadels machen würden, da er eine Einladung zum Lloydbali in Triest im Hause des Juden Morpurgo angenommen hat. Er selbst war frei von Vorurteilen, wurde über gerade darum mit Misstrauen von den übrigen Erzherzogen angesehen. Ein Brief des Erzherzogs Albrecht an Rudolf, den dieser Szeps mitteilt, ist voll von Ablehnung tior Juden, denen er zu viel Anteilnahme an' Gstmbetias Tod vorwirft - - die Äusserung eines der reaktionären antifranzösisehen Mitglieder des Kaiserhauses, vor denen Rudolf später kapitulieren musste. Der tragische Tod des Kronprinzen, der sich bekanntlich 188U in Meycrling erschoss. hat seine tiefere Ursache nicht in der bekannten Liebesaffäre, sondern in der Verzweiflung v\\ der Durchführbarkeit seiner politischen Ideen angesichts der reaktionären Widerstände. Mit dem Tod des Kronprinzen Rudolf begann die Zersetzung Oesterreich», die endete tu der scheinbaren Befreiung der Nationalitäten und, wie < wir heute seilen, in ihrer Unterwerfung unter eine viel .schlimmere Gewaltherrschaft als die eines liberalisierlen, westlich orientierten Viel-Völkcr-Oesterreich es jemals gewesen wäre. Bertha Szeps. die später den berühmten Mediziner Emil Zuckerkandl heiratete, hat in Ihrem Leben viele politische l'ii.-öniichUciten »darunter t/leinehccau. Painlvve etc.» kennen* gelernt, sie hat nach dem Weltkrieg für Oesterreich Sympathien zu werben gesucht, wobei die Tatsache ihr zugute Kam, dass sie mit einem Bruder von ('lemenecau verschwägert war. Eine Fülle von heule wieder aktuell anmutenden politischen Problemen tauchen In dem Buch auf. Es Ist die tfeilepoehe. in der die Juden eine völlig glcichbereehtige Stellung im polnischen, und geistig«n Leben und in der Gesell- .schärt innehaben und eine innere Erneuerung der Staaten auf liberaler Grundlage .sich vorzubereiten scheint. Aber auch die Gegenkräfte erwachen schon; Szeps wird 1884 wegen BcUidikUMg von Schönerer, dem Vater des Rassen-Antisemitismus, zu einem Monat Gefängnis verurteilt (übrigens unter herzlicher Teilnahme des Kronprinzen). In Wien entsteht der heftige Antisemitismus der Jahrhundertwende, in Frankreich dt« Affäre Dreyfuss, die dort mit einem vollen Sieg de» Liberalismus endet. Kronprinz Rudolf und Kaiser Friedrich in Deutschland, die beiden Hoffnungen aller Liberalen, sterben dahin, Mitteleuropa geht seinen verhängnisvollen Weg. Das Schicksal erfüllt sich. Man braucht sich nur klar tu machen, dass die Verfasserin dieses Buches, Angehörige einer Gesellsthaftasehieht, dt« mit vielen führenden Männern des europäischen politischen und getätigten Lebens verkehrt«, heute in der Emigration ihre Erinnerungen schreiben muss, und vielleicht In einem höheren Mass« min je während ihres ereignisreichen Lebens sich Ihres Judentums bewusst wird. IV. Eine Botschafter-Tochter berichtet pitel .Schlaf und Erwachen" (darunter „Ezechiels Gesicht von der Auferstehung"), „Buch der Unruh" (mit den für Werfe! so charakteristischen Kindheits-Erinnerungen). „Hymnarium" und „Gedichte 1938". Immer war sich der Dichter, dessen Eigenart tief religiös bestimmt ist, seiner jüdischen Problematik bewusst. Das spricht aus vielen seiner Verse. Wenn er da und dort in der Welt Volk bei der Arbeit betrachtet und sich des Bleibenden in diesem natürlichen Werden bewusst wird, fühlt er: „Tch selbst ohne Volk, ohne Land". Und doch weiss er von dem „Mysterium der Auserwähiung'-. Sie wird verkündet (ähnlich wie in Beer Hofmanns „Jakob * durch die Worte der himmlischen Stimme: „Wenn alle irrten. floss in deine Schriften Ein loher Tropfen mit von meiner Schrift. Ich gab dir auf, das Heil der Welt iu stiften, , Und diese Mitgift wurde dir zum Gift. Doch da nur konntest tragen die Ersehwrung, I>ic meine Last dir auferlegte scharf, Nur du erdulden jene Wert verkvhrung, Die dich mit allen Völkern Uberwarf. Dein Leid zog mich herab wie Fefcgt steine. Du lernst mein bind. Drum wurde ich das deine.'' ,,.S'f nk dr im Stimme, Israel, Es ruft ein höherer Befehl, Dien eil du wähnst, dich :.u erholen, Bist eigen* du hie rher befahlen. Dies Erdcnstiiek. das hier dich lrägtt ^Geschlecht erlang von dir geprägt, ''Nur solches Feld, dir angesprochen, Mist du bebaut und umgebrochen. ' All, was fiier schläft, hat treu geglaubt. Es kommt kein Tag mehr, welcher raubt} Und hat. für Enkel erbgesessen sieh sündig eines Heims vermessen. Jet'.t aber steigt «av? Heek und Strauch Ein zitternd unsichtbarer Rauch, Und zwischen Lebenden und Schemen Seh web! f Hinte i st u m m es A bsch iednehmen. Nimm an, n.nr.c. auf der Toten Kraft Alu Speisung deiner Wanderschaft, Damit zu schwer der Weg nicht werde.! Noch gibt es unge prägte Erde. Vergibst du immer den Befehl^ Der dteh umlasttt, Israel!? Du musst den Ländern, die dich Hassen. Als Stapfen deine Grälwr lassen. Solang noch einer Erdenflur Niehl eingerammt ist solche Spur; Solang wird dein Geschick gewendet, Du wirst verworfen, wirst gesendet. Die Mengt rast, der Wut schrei braust, Veneihrend. dass dn heimst und haust, Damit dem hochgeheimen Planen Du die.un darfst, das wir >iicht ahnen." recht interessant gefunden. Spater ist sie dann immer mehr und mehr abgerückt und schliesslich zu einer erbitterten Gegnerin des Nationalsozialismus gewordeü. Von ihrer Anfangszeit erzählt sie: „Es gab furchtbar« mörderische Zwischenfalle mit Juden — sowohl ausländischen als deutschen - . die geschlagen wurden, weil sie nicht die Fahne sahen oder einfach weil sie jüdisch aussahen. Ich war natürlich schockiert, uber ich verschluss meine Augen noch für das wahre Bild, offenbar weil ich noch zu wenig Vcrstündni.: für soziale, ökonomische oder rassische Motive hatte. Ich versuchte Ent- M'huldigungcn für die Ausschreitungen tu finden, und mein Vater sah mich immer ein bischen versteinert wenn auch gutmütig an und bezeichnete mich privat und öffentlich als eine junge Nazi. Dies trieb mich in die Defensive und eine Zeitlang war ich eine eifrige Verfechterin alles dessen was vor-jnuija jaari. da: ging". In einer Freundschaft mit. einem jungen S. A.-Mann. j Wanderung: Kc-Oi (Martha Dcdd hat selbst in U.S.A. als Journalistin gearbeitet) schildert und uns auch einen Einblick gewährt in Wesen'und.. Denkungsart eines amerikanischen Mädchens von eigenartigem Charme, großer Vitulitat und Glauben an die Humanität. Das hebräische Buch THEOCGH EMUASSY EYMS. By Marths Dodd. Hanoutt VJiiiciand 00., New York 193i» Di« TueMttr fi»* ehemaligen antcriksr.Lschea Kotschaftcr« In Berlin hat in einem flott geschriebenen Ruch in einer sehr persönlichen Weise ihre Erl^bni,s*>e im natioiuiLsosfialistischen Deutschland 1W3iöSv g«»chiajert. Professor Dodd, der ein angesehener .Historiker von liberaler Denkungsart und nicht ein zünftiger Diplomat ist, hat gleich nach .seinem Rücktritt mit seiner ablehnenden Meinung über den Xatioiuilsozialismus nicht zurückgehalten. Das Ruch .seiner Tochter ist insofern ein Kurlosum. ab »ie in einer recht impulsiven und unbeschwerten Art nicht nur Zustande und PirsünhehkeHer. im Dritten Reich schildert, sondern auch aus der amtlichen Tätigkeit ihres Vaters und aus seinen persönlichen Meinungen über i Vorgänge oder der Juden frage entnüälu* ul*s tut es nicht Menschen und Dinge allerhand miueih. Martha Dodd gaiw -! sondern weil es eine Fülle von persönlichen Eindrucken inner amerikanisch aufgewachsen und auf der Universität sogar halb der fuhrenden Schicht Deutschland* und diplomatj Wicht antisemitisch Infiziert, war anfangs ohne Vorurteile j sehen Corps, weiter Begegnungen und vielen europäischen begegen den NaUoimbosiiiUsmus und hat bei den Nazis manches kauften ausländischen und deutsch' " " ' ' -fehtida Jaari: 40 Tage auf dem Meerr. (Verlag Dnrom, Jerusalem). Ein Gleichnis, geschöpft" aus der Wirklichkeit des jüdi« seilen Volkes, erzählend von den Qualen und Nöten illegaler Einwanderer, und durchtränkt von der belebenden Phantasie des Dichters, dargestellt In der Form eines kurzen Drama» von drei Akten, das ist der Inhalt des neuen Buches von Je-. folgen Hess seinem Epos der dritten Ein- _____......0. ... .... Jahel. und sseinen Kibu::nove!len; Ohalim. >**en übliche Schimpfereien gegen die Juden sie öfter anhö-1 NVk, senr K|eit.ju.n die 40 Tage, die das Schiff der Hoffenden reu musste, bildete sich dann allmählich .hie eigene Meuun-, und 2ajJt>mjen. die ins Land wollen, -tuf dun Meere herumuus. Schliesslich häuften die Erlebnisse ihr Entsetzen, dessen I tr€>ibt, jenen 40 Jahren Oer Wüsienwanderntig! Ausgewan- Gipfel das Blutbad vom 30. Juni 1U34 bildete. Eine fixe Wec |dcrt [vertrieben, unterwegs, und doch nuch nicht zu Haus«, von Martha Dodd ist übrigens dass reiche Juden die' ei|, Spiegelbild des gesarntjudischen Schicks«!*, das diese Meernationalsozialistische Bewegung mit riesigen Geldmitteln un-1 fttnrt darstellt. Die Handelnden deu Drunu:s, wer kennt sie terstüUt hätten, um ihr Vermögen tu retten; später verbindet nk.ht? g^j mun |vUt,hten. um den Vortastenden, die den Hafen sie diese Gedanken mit inneramerlkaniach.er Politik, indem sie' in tivfer Nacht suchen, den Weg ihres Bootes zu erleichtern? meint, dass die reichen Juden in Amerika, die gegen RooseveiU; gcf;tnrdl.t man di4S Schiff r.o. und bringt die Hascher auf „New Deal" auftraten, in Wahrheit den FascH*mu.s und Hitler &pw dtlj Scniffes«» Und als das Murren, der Zweifel, die unterstüueu. Sie hat »ich im Laufe des Buches immer mehr {Unzufriedenheit ansetzt, erhebt sich die Frcge: Haben wir link* orientiert und verficht zum Schluas die Meinung, dass j Kapitän, oder fahrt das Schiff steuerlos. den Wellen jeder Jude, der nichL radikal links ist, sein eigenes Verhängnis | j^^^y ' Und diU,n: Zurück oder Vorwärts? Bleibt vorbereitet. Auch vom Zionismus hält sie wenig, weil er *ich > Wt8 ein Hndr'rer Weg, als mit unserer leuten Kraft und Anmit Rücksicht auf die verschiedenen imperialistischen Desirej 6üttnnui,g am Willens, als schon der Hunger das Schiff bedungen der Völker der von England durch die Ualfou- Deklaj dröht d4,u mli.ndwn Hafen zu suchen, heimwärts? Wasser ration ursprünglich begünstigte Zionismus als eine Phantast«i drlng't ein Kn dit. pumpen'. Kein Brennstoff mehr. Nicht erwiesen habe. Der Faschismus habe ein Interesse daran, dass: verstweifetn! irtfd Immer wieder tröstet die Gestalt des alteu die Juden heimatlos bleiben. In allen Ländern so führt sie r^chers der das i^na mit seinen Augen gesehen hat und aus, wachs: der Antisemitismus infolge der Zuwanderung v<»«Mdt.r dit. Zweifelnden aufrichtet. V/asser und Brot mit den Hun- 1 :"geraden und Durstenden teilt. Ein Ideen-Drama, wenn man Jud#n, und auf diese diabolische Weise erreicht Hitler immer mehr von seinem 56i#»t «IIa W«l* »furch dt"b Antisersi!t!f!«U2 faschistisch xu machen. Gegenüber dieser Bedrohung gäbe es nur eine Rettung für die Judeuheit, nämlich sieh von allem DttfaitiMimis zu befreien, sich innerlich zu einigen und dann zusammen mit allen antifaschistischen Kräften in einer Front;u kämpfen ohne sich s-tl isolieren. Das Buch das auoh eine Rebe noch Russland (nebst Hudapest. Wien. Salaburg) mitumfasst. ist in einem leichten und unbeschwerten Ton geschrieben, manchmal hart an der Ore-nze der Indiskretion und ist sehr interessant, nicht etwa weit die tieferen Wurzeln und Hintergründe der deutschen wili auch „Tendenz"-Stuck, und doch ganz Kunst. F. AI- Er vHkcl Der J o n him G o 1 d s t e 1 n Verlag < früher Berlin) „vw............. „.iner t^bersiedlung nach Palästina jetzt in Tel» Aviv mit neuer Produktion. Als erstes Werk erscheint in kurzem: Schalom üca-C*«, i«. Jenseits von Orthw!u.*de und Liberalismus. EU* Stuck ..D(l Juden von Y-wk" von Nesta Pau' w«"d um 4. und 5. Juni in London (Duchess Thsatre» aufgeführt. Es behandelt das Leben eines jüdischen Märtyrers des 12. Jahrhunderts. Arnold Zweig tHaifü* befindet sich In USA, um auf Einladung des PEN Klubs bei einer Veranstaltung sjcf der Journalisten talentvoll Weltausstellung zu sprevheu.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.