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Jüdische Weltrundschau · 1939-06-02 · 12 (2.6.1939) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
12 (2.6.1939)
Date
1939-06-02
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 12, 1. VI. 1«39 jüdische welt-rundschau Seit« 9 Kanadisches Tagebuch Von JOACHIM PRINZ Es ist ein seltene« Erlebnis, ein Land „in rin«'ni Stück" zu sehen, von einem Ende zum anderen, es kreuz und quer zu durchstreifen und in allen seinen Teilen kennenzulernen. Das gilt schon von den verhältnismässig winzigen europäischen Ländern. Es gilt aber besonders von diesen riesenhaften, gigantischen Auamassen In dem Erdteil, den man Nordamerika nennt. Und um das Erlebnis noch grösser zu machen: Amerika ist zugänglicher und bekannter. Die Namen der Süidte und "Staaten sind bekannt. Es ist oft über sie worden. C a n a d a a her ist ei n u n b Land. Weite Flüchen des Landes sind unbewohnt. In diesem riesigen Land weit grösser als die Vereinigten Staaten -•- wohnen elf Millionen Menschen. Die reichen Läger an Mineralien sind kaum angegangen. Die gelingen Teile, die bebaut und bewirtschaftet werden, ergeben einen solchen Überfluss an (lotreUlc. dass Canada das grösste Exportland der Welt .ist. Würde man daran gehen, das Land zu ersehüessen, so hätte man zu der augenblicklichen Bevölkerung Hunderte von Millionen zu fügen, um die Konsumenten im Land zu haben. Der erste und stärkste Eindruck ist diese ungeheure Weite und der phantastische Reichtum des Landes, Man braucht drei Tage und fünf Nächte, um von der Ost Jcüste zur Westküste zu gelangen, in der gleichen Zeit könnte man fast nach F.uropa fahren, und in der Tat: die Strecke ist langer als die nach England. JüdiM h* C.rfühle Ein Jude, der in dieser Zeit des Mangels an geeigneten Einwanderungsmögüchkeiten durch Canada fährt, ist von diesen Tatsachen auf das tiefste beeindruckt. Canada könnte — theoretisch — die gesamte Judenfrage lösen, ohne es auch nur zu merken. Eine einzige Provinz im Lande könnte mit Leichtigkeit den Juden gegeben und \ von ihnen erschlossen werden. Das Land würde davon : nur Nutzen haben. Das aber sind Träumereien. Canada , ist 'praktisch für jede Einwanderung geschlossen. Die 1 Judenheit des Landes ist halb so gross wie die de» P.orliner Gemeinde, etwa 100.000. Die Gemeinden haben: einen eigenen Charakter, sehr verschieden von dem bereits mehr konsolidierten Amerika. Die überwiegende Anzahl ist frisch eingewandert. Der Typ der ersten Gene-1 ralion prävaliert. Die Majorität spricht englisch mit hartem Akzent. Viele von ihnen sind arm ins Land gekommen. Die canadisehe Judenheit ist nicht sehr reich ■ geworden. Immerhin gibt es einige sehr bemerkenswe»!e j Aufstiegsbiographien. Ein charakteristisches Kenn- ( zeichen der ersten Generation ist der orthodoxe Charak-1 ter der Gemeinden. Freilich — die Kinder leben weit ■ entfernt davon. Aber immerhin: das Judentum ist or-' thodox und jiddisch. j Das gilt insbesondere von den kleinen Gemeinden. Es { ist etwas anders in T o r o n t o und M o n t r c a!. d< einzigen wirklich grossen Gemeinden. Dort ist aurh der Typ etwas anders. Das jiddische Leben spielt sich im eigenen Umkreis, in der „jüdischen Gasse' ab. Nicht zu vergessen ist, dass Canada vor einigen Jahrzehnten eine sehr starke jiddische Bewegung hatte. Reuben ,. Brainin und sein Kreis haben hier die jiddische Zeitung , ,,Der Canadisehe Adler" begründet. Sie existier; noch, in der grossen jüdischen Leihbibliothek in Montreal sind jiddische Bücher noch immer mehr getrag». als alle anderen, lu einem ganz anderen Bezirk lebt die Reform. Es ist eine harte Wand zwischen der Gasse und dem neuen jüdischen Leben. In der nächsten Generation -• das heisät, in den nächsten zehn Jahren wird Canada ein neues Judentum. n;?ue Probleme und neue Möglichkeiten haben. Dieses Land werden wir zu beschreiben suchen. Ich bin hierhergefahren, um die Ker<«n Hajessod-Kampagne (gemeinsam mit Dr. Michael Traubt zu führen. Unser Weg wird vom äusserslen Osten (Nova Scotia) bis nach dem Westen, nach Britisch Columbia, gehen. Wir werden auch die kleinen, unbekannten Orte sehen. Wir werden das LAnd mit dem Gedanken Palästinas und des Zionismus überziehen. Wir werden zu Juden und zu Christen sprechen. Es ist eine schöne, grosse und wichtige Aufgabe. Deshalb schreibe ich dieses Tagebuch. Ich tue es auf die Gefahr, das« es manche langweilen wird. Denn ich fürchte, alles ist sehr „typisch" und die Beschreibung eines Orles gilt gut für den nächsten, •lui ist deshalb ein wenig riskant, ein Tagebuch zu veröffentlichen. Niemand weiss, wie es weiter gehen wird. Auch der Autor, ja gerade er ist höchst neugierig, e» zu wissen. Immerhin könnte es Materialwert haben, und das tröstet mich. Hoffentlich tröstet ea auch die i>*s?r. Quebec — franzuMM-lie* Canada Miüen im. „typische" Canada. Das ji't• die Hauptstadt der französischen Canadier. Höchst r erkwürdig: in einem britisch:n Lande, das sich rüstet, de;r» König von England zu empfangen (inzwischen hat der Besuch des Königspaar-„'s bekanntlich schon atattge- 4ftHiden.- A. d. Red.), spricht die Bevölkerung franzöaiie-n. Nur in d?n Hotels und d-?n gror :en Geschäften Spricht man auch englisch. Es ist dvr Stil einer franzÖsUehen Kieinstadt. Das Leben »st ganz und gar bemrrseh: vom hatboUachcn Klerus (der Kardinal von C \u ••*••• v.-ar Uwe*- d.T Ww'üi„-n au^lündischen Kandidaten 4*i der jt'apdtwahh. Das gilt s>wuhl vom Lebensstil, als auch von drr Politik. Es wimmelt von KFrehen. Das hervorragende Ü'tiiude, das den St, Lawrence River Uberragt, ist der Palast des Kardinals. Es erinnert stark an Lyon, besonders an La Fourviere, das Kirchenviertel von Lyon. Der Klerus ist französisch-nationalistisch und' antisemitisch, wie Uberhaupt der canadisehe Antisemitismus ein wichtigen Problem ist. (Material aus Dou'fi; lila nd Man «ieht ,.Slürruer' -Zeichnuugcn, Das wesentliche Pamphlet ,The key to the mystery" ntammt r. is geschrieben , Nürnberg i:nd Herr reicher hat dabei Pate gestanden.) k ann! es : Das Volk ist. reaktionär u •.: *Uubig. Der berühmte Altar einer heiligen Anna hier in Quebec hat Heilskralt und Hunderte von Krücken ehemals Lahmer schmücken ihn. während in Montreal ein wundertätiger Pnter Menschen jahrzehntelang wundertätig kurierte. Kr hinter* Hess -•- als er starb — die runde Summe von fi'mtV.ig Millionen D.dlnr.i. Die Kirche beherrscht das politische lA-ben garjs und gar. Es geschieht nichts ohne ihre Zu-[ V Stimmung. Der grosse Eiulluas der französischen Kreise bestimmt auch zweifellos zum Teil die Einwanderungspolitik. Es iAi eine reebt-enga und stickige Atn\ -sphärc. Die Stadt hat etwa 150.000 Einwohner, aber es-~wohnen nur 100 jüdische Familien hier. Diese Juden sind Ostjuden. Von der Elterngeneralion ist nur eine einzige Familie hier geboren. Alle anderen sind immigriert. Jiddisch aller Dialekte ist die Sprache des Hauses, und auf dem Tisch dampfen al!a nationalen Speiden vom gefüllten Fisch bis zum süssen Nudeischalet. um Mitternacht beraten und am nächsten Morgen vor« 'bereitet. Der Bischof (der protestantische natürlich) präsidiert. Kr kommt in voller Uniform: kurze Beinkleider, schwarzer Umhang, riesige Gestalt, eine machtig gewölbte Stirn, blaue Augen und ein verschmitzter Mund, (Kr sieht aus wie ein Landpfarfer der geudhisehon Zeit!) Typ des englischen Kolonialgeistlichen. Bei Tisch (es ist ein sch'ulehan aruch. ein koscherer gedeckter Tisch) erfüllt er von New Zealand und Australien, wo, er den gross! en Teil seines Lebens verbracht hat, Er ist sehr interessiert an dra Fragen der Juden. Er hat aber selten Juden gesehen und s.'in In» ltcssc kommt vom Theologisehen, Die Versammlung am Abend ist völlig ii b e r f t't 11 t. Thema: J u d e n i r a g e. Erstaunlich, wie gross das Interesse ist und wieviel da noch zutun ist. Ich -habe in Amerika gelernt, diese "Dinge nicht zu unterschätzen, in Deutschland haben v/ir Zionisten alle Verraiehe dessen, was mau hier ,,good will movement" (Annäherung der KoiilessMnen) nennt, dogmatisch abgelehnt. Ich glaub** nicht,%:.iss es recht war. Obwohl ich weit entfernt bin. an die grossen Möglichkeiten der apologetischen ..Aufklärung" zu glauben. Aber es «st nicht nur nötig, den Juden zu sagen, was die Juden- rage ist. Es ist, eine Frage der VV e 1 t a u f k I u r u n g. Das Problem des Antisemitismus, urn das' wir Zionisten einst herumgedrückt haben (abgesehen von ein paar rruchen der Analyse, die ja doch nur Experimente im Laboratorium waren), ist wichtig genug, um, nach neuen Wegen zu .suchen, ihm au beg;.;")f.;>n oder wenig« sienü ihm :;u an'Wörter» Nach der Versammlung siUen v/ir im kleinen Kreise zusammen: ein ganz ungewöhnlich reizender junger Geistlicher (Assistent des Bischofs», der amerikanische Konsul, ein caiuuÜMcher Exporteur und ihre Frauen. Es tut gut, aus 'der Enge heraus zu «ein. Die Diskussion ist weif, gebildet, aufgeschlossen. Wir sprechen auch über MedlungsmoglicliLrjJcn in Canada. Waa man nucht. sind Farmer, möglichst Finnen oder Schweden. Und v/aa die Städte belrif i.'t; AngelM'-haen. Die Judenfnure ist Natürlich gibt es hier überall eine Aufgeschlossenheit für Zionismus und Palästina Grundfragen w rden garntcht diskutiert. Es sind sozusagen „geborene Zionisten". Aber d'»n h:tt «eine schlechten Seiten. En gibt nur wenige, die d;c Fragen k e n n c n. E.t ist. ein naiver Nationalismus, kleinstädllach und eng. Auch die politischen Fragen sind kaum bekannt, kaum j kleine Dörfer/ -a; dass man die äusseriiehen Fakten kennt. Eine neue {stapelt, Holz in Sägev/erken, Holz wohin man auch blkut •Jugend waehat auf. Sie sieht anders aus, als die alte j Die Landschaft ist wild und groi-sarüg. Die vielen Halte- Generation, sie denkt anders, sie reagiert anders, Sie isl | stellen, das langsame Tcmp® des Zuges und die stumpfen wach und intelligent. (Unter ihnen übrigens junge | Gesichter der franzöaischeni liolzfällcr, die ein- und aus¬ Männer, die als Waisen der ukrainischen Pogromopfer i steigen, legen sich bleiern auf die Aufmerksamkeit des von canadkclicn "Juden adoptiert worden nind. Welche! Reißenden/ Man achtet luium auf die Orte, plötzlich Verwandlung!) Diese Jugend wird von Orthodoxie nicht bücke ich' heraus. Der Ort heisst: D i s r a c l 1. Ich. Ü>er unbekannte Dierath Die Fahrt zum nächsten Ort geht stundenlang durch das noch immer schneebedeckte Gebirge, an vereisten .Seen vorbei. (Heul" toi der erste Mai.) Hin und wieder Hirzen und überall H dz, auigemehr erfasst. „Iladaßsah" und „You.eg Judea 4 springen in die Lücke. Wir werden uns im Laufe der Reise ein ßild darüber machen, wie tief da» geht. Veranstaltung für Christen Am zweiten Abend eine improvisierte' Veranstaltung für Christen: Das war nach der ersten Rede beschlossen, frage den Schaffner, ob er wisse, warum der Ort so heisst. Kr aicht nlich ganz erstaunt an. Ich wirke ja überhaupt aufreizend fremd unter den Holzfällern mit meiner 55ehreil)miijchine, die auf einem Koffer steht und einem Stöss von Büchern. „Warum? Ja, warum heiaat Quebec Quebec?" Ich frage, ob er nicht weiss, wer Disraeü war. „Keine Ahnung ', DIE ANTISEMITISCHE WELT-PROPAGANDA VORKOMMNISSE IS KM.I AM) nie Vorgenbiiei. diu Mehrheit in Knxiund ablehnt. Dm» Ist ub«r ,ien|w|.H» kein Jüdi^chns", «ondern ein rein „enBlisehcs" 1'robiem — in der letzten Zeit, n: iren hlch besorgniserrej;. fftlle, die Küt eine Vnratärkung der antinemltu Propiixanda in E n g i n n d hindeuten. Eh handelt «ich j und vielleicht «ogar noch mehr. cfftsisi^htiich um eine Proimganda, die direkt oder indirekt j In diesem Zusnmmenhanic wäre auch noch *u erwähnen, o:i D«ut.schlan<l aus geführt wird, aber in *o geschiekter Weise, j diuw ein kürzlich erschienene» liueh von pougl/i.j IUhu\, <U:r üHHf die Opftr di-r PropaKanda häufig nicht wissen, wessen | jahrelang Korrespondent der „Time»" in . littelf uropn war, r;<rH<rhafte «ie besorgen. Die hauptsächliche Bemühung Ist \ einen großen Teil der «mijudisehen Nazithe/ .-n aufgegriffen darauf gerichtet, die n*ue antifanehiHtluche Politik England»! und verteidigt hat. Alle 4it>ne Symptome dürfen gewinn nicht vor der englischen Öffentlichkeit zu diakreditieren, Indtm man unbeachtet bleiben und die «nglinche Judenheit int auch weit aitj aU jiidijichö Machenschaften bezeichnet oder gar den Vorwurf erhebt, doa« die Juden es »eien, die England in einen Krieg gegen Deutschland hetzen wollen. Wie töricht Argument i»t, muante «lg*«Uie.h jeder Engländer von entfernt davon, r;|« tu bagatelllnieren.!Cein Volk i«t immun ge^en Keschkkt« »üftpror^gandu, nel sie auch noch »in«. »Innig. V/olitu' diese .Saat geidit wird, beweist ein Artlkui der Her* ornherein erkennen, da Ja englisch« Interessen auf dem j,,NaUorial*oaiali»t!»chen PartebKorrenponden/.'* j it. dem triumphierenden Titel „Ausländer fordern H<hlus« mit der KnegNhi-t/e . daü einzig«: Volk, dwa den Kri«»^ \ üniteht, sund die Juden'. In diesem Artikel werden „englische" Flugblätter zitiert, dia in England vert«ii?. würden (hUa welcher Quelle?>t worin erklärt wird, Deutschland wüiuche keinen Krieg, aber die „Fr«mdro4*ig«n" in England wünncbten ihn; und dabei wird die Fab«l von der jüdischen Einwirkung auf die engliüche J'rcsüe wiederholt, jene Fabel, der anMcbeinfr^d »ogar ein Mann wi« Dean Inge erlegen Int ohne sieh den wahren .Sachverhalt dieser Prorcigandft-Verketiung klar *u machen. Schweiz erkennt Rasseagesetze »cht ai D;t:t Fi.-?.»rk;igerH h' Z ii r i c h hfto.- »Ich mit der frut» losen Entlastung «iriis Jüdeu hen Journalisten :*u hex hafliKei». der In Genf titt? Beriehter»tattung für eine b»t«rrei<'hi*ch« Zeitung besorgte. Da* (Jwricht aprut.ti ihm einen Arr<Mt auf in i^urteh l>*findliche< Vermögen zur Hitrherjit«ilung »einer Honoraranapriieh« für die Zei:, bis* die Kundigungufriat abgelaufen wäre, zu. und fuhrt« hierbei aus: Der umstann, ti*m der Kläger Jade ist, bifctet nach DchweUeri.tchem Recht keinen wichtigen «Jrund zur sofortigen Erit!;w»&ung und di<; ti*;klagte) kann atch hier nicht auf die in Österreich eingeführten Ka#*engc-r-inr b-ruffR, da 'I'? f..rfur<<-■'.;#*i*i h> n t,ff*nti\>-h*-n ftrduu idt rlauff ,t. D%?r Klage wurde .♦.UUlgegt'ben und die Spiel »teben. und die Annahme, da»« England;« 'Vuniwh, der weiteren Eroberung oder Unterwerfung bisher unabhängiger Ilinder einen Damm entgegensetzen, nur der Freund*« haft füdie Juden entspringt, ist wahrhaft kindlich. Trotzdem wird diese* Argument — wie .iu< h in Frankreich, vergi, den Berleht unseren Färber Korreapoiidenteri in die iehirne elngthamnisrt. Au« London wird von einer Versammlung auf dem Trafalgar-S<juare, dem grossten Piati im Zentrum von London» berichtet, wo in verschiedenen Heden die Agitation gegen den Pakt mit StAtijcirnaHland in anUaemitiachem Sinne geführt [ wuide ein I'akt mit Ru::»land, *o ,nagt« ein liedner, »es ein | Pak: mit ätu Jua>n und geg -n fJcutschland gerichtet. Man j .vdle lieber mit Deutschland gegen die Juden kämpfen al» umgekehrt. Es wurden bei der Veranstaltung auch \er*chiedene „Stürmer «Bilder verteilt. Emstec als» diese Veranstaltung ist ein Aufsatz ven Dr. I n g e, dem ehemaligen Dekan von rft. Paul, der bJhöupttt, <iiuu von mdi/irher HHtf 1>r*^* und Deuuchiand zu treiben, Dean Ingo bexek-hnet sieh als ,>Krur von Hitler und bedauert die .»ntijüdbchen Ausschreitungen tn Deutschland; aber dennoch int es offenkundig, das.i auch i V der unterirdischen antisemitischen Propaganda erliegt. Vc;- allem wird durch derartige lik-merkungen die wahre Frage völlig verschleiert. En handelt sich doch ntehl darum, ob irgend jemand die öffentliche Meinung geg*?n Deutschland beeinfluAst, sondern darum, ob — mit den Worten der englischen Staatsmänner zu 3pre:hen -..... Enidand eine Vertandlgun^ durch immenvahrendta Nachgeben gegenübesr d»r CfwaHdrohung will, wus, wie jeder weiss, asumtndest im Aa* .•rsor?tr* verpflichtet. nn.'.ij H'rkl e zur Zahlung de» Bei den Wirtschaf uverhandlungen mit L 11 a u o n wirrt von Deutschland, wie gemeidet wird, ein Druck ausgeübt, um eine Ausschaltung d«r Juden aus dem litauischen Wirtschal «sieben zu bewirken. Die Folgen »lud in Litauen bereit« fühlbar.

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