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Jüdische Weltrundschau · 1939-05-26 · 11 (26.5.1939) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
11 (26.5.1939)
Date
1939-05-26
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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«Seite 9 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nf. 11, 26. V. 1M0 DAS ECHO IN HOLLAND v< hollhiuiixh' Ufi ch!'y:,1<Ut< , KL r>en Ifang. 19. Mai. Dax Weissbuch hat bei der ho!!.;ir.di.if hvn Judonheit ''in«' heftige Reaktion hervorgerufen. Im Oebnudc der Nlrde'- ländi*oh-J.'*raeliti*«:hon Utiupinimnunpc?>< Awstrrthtm »rat bereits am Donner.-« tag morsen ein« Konferenz von Vertretern zahlreicher jüdischer Organisationen zusnmmcn. Nach der Eröffnung durch den Vizevorsitzenden des Niederlandivhcn ZiOnlstenbundes. Mr. M. L. K.in, berichtete der soeben hu» Palästina zurückgekehrte Bundcgvorsitzendc. Mr. Abel J. Herzberg. Ubor den festen Willen des Ji.«chuw zur Wahrung der jüdischen Kerbt«. Oberrabbiner S J. P. Hirsch wies nh Vertreter der Agudns Jisroei auf die Einheit des jüdischen Widerstandes gegen das Weissbuch. Kür die Versammlung von Oberrnbbinern In den Niederlanden sprach der auch soeben von einer Palil^Unareise zurückgekehrte Oberrubbincr H. Dasberg, für die Jüdieche Arbeiterschaft J. van Blitz. Eine Resolution besagt, daas durch die Recht: iird Vertrauenaverletzung Englands dem Vertrauen zu dessen Versprechungen de. Boden eingtachlugen sei. Die Resolution erschien in allen Tageszeitungen Hollands. Die hottändisvhc Presne i«t im allgemeinen darauf abgestimmt, in dem Waissbuch ein Kompromlss au sehen, daa durch die internationale lyigo erforderlich geworden war. Die holländischen Nationalsozialisten ««schuldigen die britisch« Demokratie des wiederholten Wortbruchs un<5 bringen den Guayana-Plan in Erinnerung. Die sozialdemokratische Presse zei;;t zwar Mitgefühl für die Juden, meint aber, es sei ihr« Pflicht, offen auszusprechen, dnss diese Entscheidung unter den K<'J<<''»würtigen Umstanden zusammenfalle mit den Interessen aller Völker in Europa., di« noch bereit seien, für ihre Freiheit zu streiten, letzten Endes also auch für die Freiheit der Juden. Daa „Algcvieen HandvhlHiil" achreibt: Kng- , land habe die Wahl gehabt, entweder die Forderungen der Zionisten r.u bewilligen und damit diarabische Welt Deutschland oder Italien in die Arme au treiben, oder aber vor den Forderungen der Araber zu kapitulieren. Der „Nmtw« J?oterdatnuchK Courant" überschreibt seine Artikel „Unverwirk- Itchter Traum". An der jetzigen Konstellation können kein ProLesv. keine non-ooo-xjrfttior» und kein Kontras* etwas andern. —...... . .... ZWANCSOMRTTCRE FOR JUDEN „Jl DE.V SOU&S ZV JUDEN ZIKHK.V DER MUFTI BLEIBT VERBANNT Mrilj^rrdf i'ter M.trDonaM machte in dem englischen Tinte"??aüS die MlttelUms, dass die Re»irienin>; nicht die Abaicht hat, ihre Erlaubnis iur Rückkehr des Mufti nach Pa'fbUnn zu geben. Der Minister crklü'-'f, der Mufti sei ti:\a Oberhaupt der Organisation, der für dun Terror und -*für die vielen Morde in Palästina verantwortlich Ut. Zugleich wird berichtet, daas.der Mufti den Versticli gemacht habe, die Zustimmung zu seiner Übersiedlung nach Bagdad zu erhalten. Sein Wunsch soll, wie auch die Londoner „Times" mitteilt, von cinftussreichen Kreisen im Irak unterstützt werden. Der Versuch der arabischen Regierungen, persönlich zu helTen, habe sich auch bei der Palästina-Konferenz im Februar gezeigt. Es besteht im Irak bei gewissen Politikern der Wunsch, einen arabischen Palä n)l In n - Staat in irgendeiner Weise mit dem Irak verbinden. Die britische Regierung hat aber keine Übaicht, der Übersiedlung des Mufti nach dem Irak Vorschub zu leisten, selbst dann nicht, wenn man dadurch Sympathien bei gewissen ainflu.ssreichen Kreiften des Irak erwerben kpiiiitc. Die brlttaehe- Regierung hat - der französischen Regierung mitgeteilt, das« Hadach Emin jetst am besten dort ■bliebe wo er ist, nämlich in dem Dorfe Zok (bei Beyiuth) im Lebanon. Die Idee eines Anschlunscs von Palästina an den Irak wurde auch von Dschemal Hussein! in einer Veraammlung in Bagdad propagiert. Das Holländische zentrale Flüchtlingslager I Wir veröffentlichten in der letzten Nummer eine kurze j Wiedergabe den neuen Mietsgesctzca, dai dfe Juden in Deutschland offiziell unter ein Sonder-ftecht in bezug auf Wohnungsmiete stellt. Das Gesetz wurde in Deutschland publiziert mit einem ausführlichen Kommentar. In diesem Kommentar heisst e.s: „Da zwischen deutschen Volksgenossen und Juden eine HaiMgemcinachpft nicht bestehen kann, ist die Möglichkeit geschaffen. Juden auch gegen ihren Willen aus | d c u t s c h e n W -> h n s t ii t t e n zu entfernen. Anderert .seit* lässt es sich nicht rechtfertigen, dass die Juden Im Verhältnis zu ihrer Bevölkerungszahl Übermässig viel Wohnraum für »ich in Anspruch nehmen, während noch immer viel* deutsche Volksgenossen mit ihren Familien ohne Unterkunft sind oder eich mit einem tinimre Ichenden Unterkommen begnügen müssen. Daraus ergibt sieh die Notwendigkeit, diejenigen Juden, die r.u.i deutschen Wohnstätten entfernt werden müssen und die von der Möglichkeit der Auawanderung keinen Gabrauch machen wollen oder können, In jüdischen Hai-sern unterzubringen, um auf dleae Welse den den Juden in diesen Häusern - zum Teil hftNonders relehlle* ■-- tur Verfügung atehenden Raum durch Aufnahme weiterer jüdischer Familien auszunützen". Ks wird dann ausgeführt, daas, um Störungen der öffentlichen Sicherheit zu vermeiden, eine weitgehende behördliche Mitwirkung gesichert wird, indem der Mieterschutz für Juden erst dann wegfällt, wenn die anderweitige Unterbringung des jüdischen Mieters sichergestellt I»t, Ein I.'ichtjude kann also unter diesen Voraussetzungen einem Jttdl- < h Mieter j ederzeltkündigen, während In jUdhchcn Häusern auch ein Jude Mieterschutz genieeat Eine der wichtlgaton Beatimmungen de« Gesetzes Ist tweifelloa die, daa« di« Behörde das Recht bekommt, Juden bei Juden elnzuquarlieren, ohne hierzu der Zustimmung des Vermieters au bendj tigen. Wenn also Jüdische Mieter aua jüdischen Hauiern herauageworfen werden, dann kann die Behörde, die ja diese Kündigung genehmigen muss. Irgendwelche jüdischen Woh* nungsinhiber zwingen, die betreffenden Juden bei sich aufzunehmen. Solche „Vertrage" können nur mit Genehmigung der Gemeindebehörde wieder aufgehoben werden. Besonders injteresaant ist noch ein Passus, worin deutschen Volksgenossen, jdie „bisher in jüdischen Hüuaern zu wohnen gezwungen | waren", geraten wird, die*« ihre Wohnungen vorläufig nicht zu kündigen. Uberhaupt wird im aligemeinen geraten, in Mietsangelegenheiten mit Juden vor entscheidenden Schritten mit der Gemeindebehörde Fühlung tu nehmen. Daa Gesetz, dns für das Memelland sofort gilt und für Osterreich und die sudetendeutschen Gebiet* später eingeführt werden »oll, bietet eine Handhabe, Juden aua Ihren Wohnungen zu entfernen, was übrigens auch schon bisher — bearnider* in Wien — in ausgiebigem Masse ohne gesetzliche Grundlage in oft recht grausamer Form geschehen tat. Die Tendenz dea GeseUes wird am beaten deutlich durch die groaae Überschrift, mit der eine Berliner Zeitung die Nachricht Uber daa Geaetz versieht: „Juden müssen tu Juden ziehe n". Im Ajuchiuaa daran veröffentlicht der Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlin einen Aufruf, worin folgendes auagefUhrt wird: Durch daa neue Mietageaetx werden den Gemeinden, also t. B. der Stadt Berlin, verschieden« Zwangarecbte verliehen. Nach dem Durchführungaerlaas »oll aber nur dann davon Gebrauch gemacht werden, wenn di« Juden nicht freiwillig als Mieter oder Untermieter In Ibstgewählt« jüdische Hauser ziehen. Di« Berliner Jüdisch« Gemeinde fordert also Ihre Mitglieder auf, von dieser ihr vom Gesetzgeber gebotenen Möglichkeit Gebrauch zu machen. Da In jüdischen Hausern nur ein begrenzter Raum zur Verfügung steht, müssen sich die Gemelndemitglieder mit kleineren Wohnungen, teils auch mit Untermiete begnügen. Dl« Gemeinde verspricht. In dieser Hinsieht den Mitgliedern helfend zur Seit« zu stehen. Ton unserem holUindh ■ficn üi ,-•»•/{{,:rx!tittcr, RL. Den Haag. 17, RACINE UND DER ANTISEMITISMUS Aua Paris wird uns geschrieben: Paris und Frankreich, das heiaat sein« Theater, Literatur und »eine Schulen, bereiten sich vor, di« Dreihundertjahrfeier des Klassikers Jean Racinea zu begehen. Der Herausgeber der „Nouvellea Lltteralrea", Froderio Lefevre, veranstaltet eine Umfrage, wie man die Feier des grossen Dramatikers am würdigsten gestalten könnte. Zu dieser Anregung nimmt der glänzende Polemiker G. de La Fou hardlere in der „Marlanne" Stellung. Wie ist am h* an di« grosse Überlieferung zu wahren und tu würdigen, oh.ie einer pompösen Langeweile, die mitunter von Racine ausstrahlt —- immerhin ausstrahlt — zu verfallen? „Noch ein Denkmal? Ach, er hat achon so viele. (Auch einen Straaaennamen im Quarter Latin.) Noch eine Volksauagab«, reich illuatriert? Die Kasten der Bouquinisten auf den Selne-Quais sind davon überschwemmt. Die Vorträge in den Lyceen und an der Sorbonne? Daran wird es nicht fehlen, und »war in einem Übermaas, daas das Schweigen geradezu wie eine originelle Huldigung wirken würde." Und nun, im fernst, schlägt der Ironiker vor: „Ich weiss etwas Besseres; Racine hat unter andern» oln Drama geschrieben, das für unser« Zeit äusserst mutig und geeignet ist. die stärkste Reaktion auszulösen. Ich mein« seine Tragödie des Anttsemitismus". Und nun erzählt Fouchardiere den Inhalt der Racineschen „Esther", dl« von Haman beschlossene Ausrottung der Juden, und wie es ganz anders kam. „Und so schlage Ich dann als beste Gedenkfeier vor: Die j Comedie Francaise unternehme mit Racinea „Esther" eine LETZTE MELDUNGEN DAS ECHO Di» WKISSBCC HKS In New York fand am Montag eine Massenversammlung sLatt, bei der Senator Wagenr (Nlchtjude>. Dr St Wia« und Louis Lipsk) sprachen. Eine für Montag einberufen« zionistische Protestversamralung in Paris wurde im leisten Moment von der Polizei verboten. Reuter zitiert die Red» von Sir Robert Waley-Cohen im Londoner „Board of Deputier", worin dieser Fortsetzung der Einwanderung auch nach 5 Jahren und Versieht auf Bodenkaofebeschränkungen fordert Beim Waad Leumi in Palästina treffen zahlreich« Sympathie-Telegramme von Zionlsten aus aller Welt ein. Die „Palestlne Post" gibt die Stimmen der zwei wichtigsten amerikanischen Zeltungen wieder, die den Juden raten, die Politik des Weissbuches anzunehmen. „New York Herald Tribüne" schreibt, England müaae au« imperialen Gründen diese Politik aufzwingen, und dl« Juden 7HS?re?y?2xMg^ Nächste Woche beginnt t Canadischea Tagebuch Von Joachim Prinz?gAY&VMV^^^^ Wio schon in der vorigen Nummer der „J.W.R." berichtet. Tournee, die natürlich auch nach Deutschland führt. Und um eticss in der Zweiten Kummer der holländischen General-I dieses Gastspiel In Deutschland besonders erfolgreich zu ge- •taaton der Plan der Regierung, ein sentrales Flüchtlings iager einzurichten, auf Widerspruch, der offenbar starker war, als man vorausgesehen hatte und »clbst aus dem Lager der Regierungsparteien kam. sodass es eine Zeit lang schien, als wäre der Gesetzentwurf ernstlich gefährdet. Von sozialdemokratischer Seite wurde darauf hingewiesen, das» daa gexwui»Kono Zusammenleben neurogener Elemente zu Kroaten Mißständen führen müsste. Der Redner der liberalen Partei äusserte sowohl finanzielle wie ethische Bedenket. Der Sprecher der christlich-historischen Regierungspartei wünschte jedenfalls die Kinder, möglichst aber auch die Jugendlichen, in Familien aufgenommen zu .teilen. Bemerkenswert war, daas wiederholt Sprecher der Regierungsparteien gegen den Regierungsentwurf Stellung nahmen. Der /MMcnmtNtsfcr Van Bövijen aagte, die Arbeitskraft der Flüchtlinge müsse baldigst für andere Flüchtlinge gebraucht w«rden und das könne nur In einem grcMsen Lager geachehen. Der Minister rechnet mit 2500 unterzubringenden Flüchtlingen, von denen vorläufig 3000 in das grosse Laxer autgenommen werden aoiiten. Protestantische und katholisch« (■• mihen will der Minister frei lassen. Er ist überzeugt, daaa di« jüdische Gemeinschaft und das niederländische Volk In den ersten Jahren die Kosten des Lagers aufbringen würden. Man wolle aus den Menschen keine Gefangenen machen, im Gegenteil sie zu vollwertigen Menschen werden lassen. Nach Ablehnung einea Antrages auf Vertagung zwecks •ingehender Prüfung der Zweckmässigkeit eines zentralen Lagers wurde der Rcgierimgjcntwutl mit 49 gegen 31 .Stimmen a n g e n o m m e n. Verirauensspediteur *„ H. O. O. lyr Einwcnderercul in Li<t| und Kitten HAUSMANN TRANSPORT CO. Internationole Spediteure Mal*«, »•talric-Meet« leMUt«, St Atte.br ■••d. Tel. \*77 T«l. last stalten, stell« es sich unter di« Ägide Friedrichs des Grossen. Denn dieser sagte: „Ich hätte lieber die .Athalle* geschrieben, ahi die gttfsste Schlacht gewonnen**. (Er aagt« es auf französisch). „Und die .Athalie* von Racine wie die „Esther'* sind eine Huldigung für das Volk Israel.' nek, VSD HEBBEL... Im Zusammenhang mit dem vorstehenden Bericht ist interessant zu hören, da** das Stadttheater in Bochum einen Zyklus der Dramen von Friedrich Habbel zur Aufführung bringt, wobei aber zwei der bedeutendsten Dramen dea Dichters f h I n : ..Judith' und „Herodea und Marianne ', beide »Iis dem Stoffkreis der jüdischen Geschichte. Wo sM vasere Fremde tad BekiMten? DJ* .UV*. MIM M AwlUndmmt vm Atom« Dl* „J.W.R." hat <4a reiche* Adresse n»atarlt» vom aitftKtwaiiuWt«« uViitacIten Jude«. Wir alnd bereit, allen unseren Abonnent«« bei der Aofflmlung von Freunden nnd Bekannten behilfllrli in »ein. Anfragen (denen 1 Internationale Antwort*rheiue beistifttgen dlnd) werden von itna direkt beantwortet, fall* die Adresse in waNerer Kartothek vorhanden ist. Andernfalls wird der betreffende Nau.o In unserer Rubrik „Wer Ist Wo*' veröffentlicht, wodurch unsere Leser in alle« Teilen der Welt Gelegenheit haben, bei dem Auffinden der betreffen* den Adresse ntiuuwirken. In der knnen Zeit des Besiehens der ,.J. W- R ' haben schon xahlreiehe Y/tmer von dieser fciurk'htung (lebrmuch gemacht. Wir werden aber aufmerksam gemachi, «ias» vielen, besonders unseren neuen Lesern dieser Inforuiatkuisdienst unl>ekannt ist. Wir laden daher unsere Leser ein, von unserer Adre*»£«&'iitra)e tiebramh /u matten. Zugleich bttteu wir unser? l**sv In ailett Teüeu der Welt, uns die ihnen bekannten Adressen ausgewanderter deutscher Juden f iir unseren Kataster zuzusenden, womöglich mit Angabe des früheren Wohitorts. (Adresse: Jerusalem **. O. B, 689.) müsaten einsehen, daas der Bestand des Britischen Reiches für sie fast ebenso wichtig Ist wie für England seibat JVettf York Time*" sagt, die Zionlsten sollten die letzten sein, Feindschaft zwischen England und der arabischen Welt zu wünschen, denn was würde aus dem Nationalheim, wenn dl« Araber unter die Konttrolle der faschiatiachen Mächte kommen? — Die Wiedergab« dieser Pressestimmen ist umso bemerkenswerter, als sonst allgemein in der Propaganda betont wird, die USA würden dl« neue Palastina-Politik aicht iulaseen. David Y e 11 i n und Frau Ita Yellin haben dem High Oommiasioner die ihnen verliehenen britischen Orden zurückuetchickt. David Yellin erhielt die Auszeichnung im Jahr« i£>21 und seine Frau l»Sa. In ausführlichen Begleitschreiben wird die Rückgabe dieser Auszeichnungen anlasahch dea Weisshuchea begründet. Vor dem Völkerbunds«t Bei der Sitsung des V ölk r b u n d a r a t e s in Genf am 22. Mai erklart« der britische Aussenmlnister Lord Hallfas, England hoffe, daas das Weiasbuch die Unsicherheit bezüglich der Palastina-Politik beseitigen und zur Beruhigung dea Landes beitragen wird. ..Reut*r* berichtet, das* ein Vertreter der Jewiah Agency in Kreisen des Völkerbundes ein Plugblatt mit heftigen Angriffen gegen daa Weissbuch verbrettete. Die Sotrctiikit Tr«uisjonhuiieBS Auf Grund von Verhandlungan, die der Ministerpräsident von Trans Jordanien in London führte, wurde offiziell bekanntgegeben, dass England einer Erweiterung der Souveränität Transjordaniens augestimmt hat. Ks wird «in verantwortlicher Ministerrat gebildet, das Recht tur Aushebung von Militär bewilligt und noch andere Rechte eingeräumt, darunter das Recht der konsularischen Vertretung in anderen arabischen Staaten. Da das Mandat für Palästina sich auch auf Transjordanien erstreckt, gehören anscheinend diese Reformen zu den Massnahmen, die die Aufhebung dea Mandates , vorbereuen sollen. HUfskomite« in England für CS-B-Juden r>j* „Hufejj aus dem Gebiet der f»üh«r<m Tscheeho- 1 o w a k « i, die jetzt in K n g 1 a u d Wben, haben ein Seibatu'fc-Komitte ins Leben gerufen, daa ein Büro in London erzürnet hat. Die Adresse d?s Komitees ist* Seif-Aid Association of Jews frora Bohenua, M&favia and Slovakia, 33, Alfred Place. London W. C. 1. Di« neue Crganisatioc wird unter anderem konstruktive Pläne für tfberaeewanderung bertrbeite» um? mit den bestehenden FlüchtUngsorganisationen zusammenarbeiten. Leo Herrmann (Jerusalem), der 'ich j«Ut in London aufhält, ist aum Vorsitzenden gewählt worden.

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