Mannheim
Compact Memory

Jüdische Weltrundschau · 1939-05-12 · 9 (12.5.1939) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
9 (12.5.1939)
Date
1939-05-12
Page
Seite 10 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2424658-2424659-2424667--116-2424882
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Mttli JÜDISCHE! WRTHUNDftCRAU Kr. t. 11 T. IM JUGEND IN DEN WIRREN UNSERER ZEIT Von Richard Lewlnuohn, Ben Schemen. *L™±!'tr^ iUA"±l*Lä*" ^^''tttJ*™ *«f>*****n„ 4* „ns tv,sl ,iin,m ^nUgfäh^n 4 Krichütf*rung von dir*» Jugend w_ Charakter und Weltbild formen krmnte, ~-----" " — ' - «"« '«■•^ <jvn wT<.*t «fiwrjpror ntllT *M/je ICAMWMy, <f|f f,f((S fflng, der j*txt In Bm Hrhemmn Irbt. l>rr Aufmitz spirgelt die. Viudchmrhfit und Knchüttonina am den Ordnung*» ihrry Britten, g»:ri***n umroV, e}„, »ich noch un Charakter und ] und den annlürm enden nnten Mächten und ld«*>n de» Zeit fjegeniiheritrht. Wir glauben das, fß f. iat X* wlw,. >:-<m Ut de, H*kU Meter Jugend vorgeht.. Wir die .U,V<yfi\\rhm <Wfc*f .sprrrhem I. Wir zählen da* Jahr füi-ohUt« «rl« «in Junge», dm* tum #r*t«n IIa)« von a«in«r Muit«r fr»lff wir« — uni wann Ich mich achon wochenlang mit •Imm «J«fl«fua4«n hatt«, mit «tnem g«wiae«n fftola von k«mma«4afi T«g«n redet«, dl« V«r»«r#Wung«n mir achon <lla erat« Seleattndif kelt »n«rarf«n, ao Hllaban mir doch )•*• *e*ilg#n Wort« im G^achwiie ha«tan, dt« mir tageiuvor dar Holli«la*«j*ite kachelnd entgaganrlef. «I« Ich ihm dia Ab» meidung einreicht«, hier nii ht m«hr su wohnen, hlar nicht mehr r.u lebe??, «ber vielleicht noch im Eri«bni« dar Jufatid dae Uraprunglfeh« »tu (Uhian. „an ... Sie wandern au» ... 91« wollen wirklich auewandern ..." Spott oder Mitlaid, ea war beide*. „Meinen Sie, das* Sic noch einmal zurückkommen alle unrhtia Red. I fahren, wo »ohte un» die Erfahrung derer halfen denen ea w«rd«n ... Überleben »Ie •» »Ich gut... ich meine, Sie könn- •"-W- Km« nach dem grossen j gelang. Später Neuee suchen - wir «erden wieder iu den I " Icn Materte nur ein leia«* danke wandte mich Krieg erblickte ich das Weht der Welt, in jener! Tagen, j Kreten, die um den Sinn ihrer Tat wiaeen Alle» fll«ae( lab und ging durch die dunklen Htraeaen, a» «chneite, ein wo noch der .Schrecken, vermlacht mit der brennenden , Hei aklh kennaeichnet e» so, da» ewige Vergehen und Werden »Charter Wind fegte die niedergegangenen Flocken hinweg, Krage nach dem Kommenden - dir Menschen hin und her; aller Dinge. An un« MmhI e» uut vorbei für da» Unendliche' f, h **h k»urr ^n*n Menschan. Ich beaehleunigte mein« warf, dieselben unah her nach den politischen Ideen griffen, j fliesst en immer weller, ' ' | Schritte, ich glaubt« vor jemandem fliehen tu müaaen. ich b* welche »ie für fähig erklarten, da« Vaterland wieder nuifzu-! Rüstung, Trommel, Fahne ... und hauen. Und nicht nur war ea die Frage nach der Idee, viel- \ /.wmig, Schein, darin wir, die .Jugend Die Krschütterung I '___________ me^r war vn die Hoffnung auf eine neue Existenz, auf ein (eine» Tage» wird von der de* folgenden abgelö»t und die Antd*r Verachtung entgegengerufen, mich jahrelang »chweigend Bekleben, denn man war arm, Kriegiachuld und die daraufj wort auf die Frage nach dem Sinn?,. Vielleicht spielen angeblickt, geringachitsend, hohnvoil? Wi* «olSte Ich e« hin eingetretene Inflation loteten auf allem. Was Konnte j wir mit den Sehachzugen der r>iv>lomatie. um hinter jedem ' moht wi«««n, daa» man mich und daa Vvdk. welcham ich andie Zukunft bringen? Niemand wu»ate c« damala und ich j politischen .Schritt da« bedeutende Geheimnis zu wiitarn* I gehörte, verfolgte, vertrieb, haaate? Daa war bereit» ««• glaube, dir »•'—'"- 1—*- - " - ' *- ' *" 1...... - — •!.... . . der MeriHi KUckaclilägen ühe. winden, wie kann »ich die Jugend entj lektlk. aua der man dann dfe"£ukunrt h7r«chn«V'könnt« *um | <*«»» 3tttrn«rn angüc-h. Fanden wir Zeit tu ein«m höheren t »eine» Tun» unterrichtet su aein i Streben, die Umwelt, welch« jenem Enthuaiaamu» der G«- r? ___ Diktatur I **nn n> zweifeln... Wa* w»r neu für mich_ th^s ich fliaheu e Erschütterung j muaete? Hatte man mir nicht jahrelang sclion Jaa Wort die Fra«e i»t bin heute offen «.-blieben: wie wird i Vielleicht lie»»e .-»ich die Wirklichkeit »chernatisieren und man 1 vohnhait. da» ward Immer wieder überwunden, weil wir un« i»<») die Knoche einer derartigen Krise mit ihren j ,Hle»He durch Kenntnis auf eine Ix>gik der Dinge einer Dia- 1 anmaasfen über dem ..Wururn" au stehen und der 8u»Iü una lägen überwinden, wie kann aich die Jugend entj lektlk. au« der man dann die Zukunft berechnen'könnt« um " ' " "" " "* wickeln in einein «eellschen Zuaammenbruch. in einer Um-. über die Zweckmäßigkeit «eine» Tun» unterrichtet su 'aein j_____...... weit, die durch die Lage zu niedrigsten Instinkten verführt, j und das Leben dieser Theorie anzugleichen!? Vielleicht! WÄ,t erlege». *ie lief neben un» her. Und Joch war ich hei die sich im Wettlauf nach dem «rot gegenseitig niederwirft, j dringen wir mehr im Abstrakten vor und ergründen die i d«1» Worten de« Beamten nl«d«rgeaeulagen, getroffen. Aua <'»* Habgier und auf der anderen dit« j Triebe des Menschen, erlernen die Worte und Lehren der i Ang*t vor lern Kommenden? Nein, c* war mein leuter Abend 1 " ■ ~ '■• ■ — ■! . . « i ______/-«_.!____i.,1 i '-f iil. die auf der < 'wankenden Be?tJt;feir.ufaiiimenschllcKi'l? — So ruh es dainal.*« | Philosophen, bia man uns eine» ' Tageii "nach" AjU«J|"*' oder I »»> «-inem Lande, dem mein ganzer C«dank«n- und Gefühlakreit nach dem gru>-..e» KrieK' uu.«. J Stellungnahme fragt und wir nichta zu erwidern wissen wir j ontaprang und das Gefühl de* Abschieds verlangte ein Abbild Und heut, - - tili, he Jahre ließen dazwischen - - befinden ] un» von Schilderungen überfallen lassen müaaen um in «Inem ltJ«r Umwelt zu sehen, von dem. was ich gewonnen, sei ea wir uns wieder in einer ähnlichen Mituatton, die Weit zittert j vermeintlichen Krwachen, ungeachtet eine« früheren Zieles I In» Khenihauae gewesen oder bei d-n Memuthen, die \%r.\ mich um den Frieden, Mütter bangen um ihre Kinder, die Volker i rückaichtalo» auf uns aelbst. unsere „Schuld" bekennen und j »erum waren. wind innerlich :.ei-.»pulten, an mehreren Punkten brennt bereit« ■ immer fragen: woxu?! Krieg, e» ist nicht zu »agen ob er ' Unwillkürlich ändert ich die h^Kb»ichtig».e Uichttwg, die Fackel wieder, politische Gewaltmethoden /erhören, was | morgen kommt, jedenfalla beateht kein Zweifel, das« er | etwas zog mich weg, hastig ging Ich durch dia Straaaen, Kunst iirn! Winven I« Tausendin von Jahren ge««-haffen, die \ kommt - denn welche andere Lösung sollte es geben... Wo «ohne Ziel, nur der Wille: aeh*n. alle« noch einmal erfassen! NaivltÄt der Diktatoren banalisiert da» Denken fordernder beginnen? abwarten... verhindern? " Meine Gedanke» deuteten auf eine Stelle, ein Geschäft, vor Menacheu. in der Meinung, es vereinfachen zu miuwon und es j Ks wäre schwer all« verschiedenen Interessen, sowie j dem ich als kleine* Kind unzählige Male gesunden halt« mit einer begrenzten Wirklichkeit in Konnex zu bringen. Mag i äusseren Bedingtheiten .einer Antwort zU unterwerfen'und ein j und die Mutter am Ärmel zog. wenn sie weitergehen wollte, der Haupt prodti/enl diesem Gedankens Faschismus heissen. | zusammenfassende* Urteil zu fallen. Ea gibt gewisse Au-1 Wie quälte Ich doch, wenn mir einer der vielen Gegenständ« mögen manche meinen, derselbe beschränke sich lediglich j genblicka in der Jugend, überhaupt im Menacheu". wo er so-1 gefiel und ich ihn lange betrachtete, beurteilt«, sehätzte, auf die Länder, wo er seinen grossen Aufstieg erfahren hat \ fort aufmerkt und ausruft: Da? ist das Kdl e! und in , Und ais ich jetzt davorstand, da war es. als wäre ich um und von diesem Zentrum wandere aein Klnflus* über die forde, j diesem plötzlichen forkennen nähert, er sich einer mensch-! viele Jahre jünger, die Mutter stände neben mir. Sie Hess feststeht: in ihm finden wir den N a c h k r ie g sj liehen Vollkommenheit, in einem Gefühl, das jeder in sich •;• mich betrachten, dann sagte *,ie: „Komm, der Vater wartet menacheu, der «ich überall in den Wirren der Zeil einen; birgt, welches als einziges unbeeinfiusst das Zeitgeschehen j zu Hause. Morgen dari'.;t du wieder hergehen". Aber ich Weg gebalui' hat, auf dem er zwar die vermeintliche Geltung j überwindet. In jenen Sekunden -agen w ir uns los von dem. j hatte Furcht, dass schon morgen all dies Schöne nicht mehr findet, die ihm gebührt. \n Wirklichkeit sich aber d;*.i Bn- ] wnv uns Uleinllch. ja unwürdig erscheint und wandern hin- ' .-.ein würde, ja die kurze Nacht könne mir all den Zauber dürfuis nach dem Ilfiheren seines Wesens bei der Atinehmjaus in das Grost-e. Uneriiu-ssliche, heroische unserer Empfin- •; rauhen und Ich feilschte um Minuten, die ich noch hier Henkelt d *r ausgebreiteten Sehehimoglichlw'iteji nicht entj dungsweit. K;« ist merkwürdig, dass wir uns in dieser Bei stehen konnte, das betrachten, von dessen Besitz ich träumte, falten kfum. Was soll mau denen antworten, die in der Juj ziehuug beobachten, während uns sonst leider allzu oft der Gau/, deutlich hörte ich jetzt die Stimme: ..Geh weiter, mein Masstab für eine Bewertung dea Ichs fehlt. Würden wir den j'Junge, du .vollst nicht auf einem Punkte verhirren. nicht Weg zur Natur finden, denn ihm entspringen die Mo-j nur das kann dir genügen. Geh weiter... du wirst es morgen mente, In denen wir wachsen, sie verliehe uns den Instinkt, mit dessen Hilfe wir gegen ein Eindringen von aussen gewappnet wären und für unsere Freiheit keine Steuern zahlen brauchten. II. Neben mir liegt eine Leitung, es sind jeden Tag dieselben Worte, die in schwarzem Kleide die Bogen ausfüllen, Ein Volk, vertrieben und immer wieder vertrieben, so musa es wandern und dem Gott« dienen, der es um der Vollkommenheit willen leiden Hess. Verhaftung... Enteignung... Ausweisung, immer das gleiche, es war ein einziges Thema auch noch vorfinden." Heute wie damals wusate Ich. dass dieser Trost zerstörbar war. dass er in wenigen Minuten brechen konnte. Später s tss ich an dem großen, runde« Tisch. Ich hatte an ihm gelesen, ich hatte an ihm geweint, Ich hatte an ihm gespielt und heute lag auf ihm ein grosses Bildcralbum. Erinnerungen an Reisen, die mir die Natur zum Freund« schenkten. Und alles wurde plötzlich lebendig, ich erlebte von neuem ich fühlte mich wieder in die Sekunden de* t.esehehens versetzt. War es, dass Ich wieder auf der Bühatnnd. wieder die Verse sprach, welche ich wochenlang gend des Faschismus eine Vitaiität entdecken? - Man schweigt und fühlt sich doch irgendwie getroffen, den grossen Denkern nachtrauernd, die da gedacht haben, zu erforschen den Sinn alles Seins, die Empirie zur Erkenntnis und diese zum Genüsse auszuwerten, zur Erhebung des Geistes, zur Humanität de;< Stürmenden. Wie soll die Jugend beginnen, wie soll sie trotz allem Wirren, trotz allen Schicksalsschlägen, die oft entscheidend ihr Lehen beeinflussen, in die Bahnen eine« natürlichen, g«- nussreichen und befriedigenden Lebens treten? — Sie muss wissen, dass nicht alles mit dem Iii glichen Brot erschöpft ist, dass es nicht heisst. ein Lüben durchKubrlnfOn, sondern dem Leben einen Wert geben, es zu einem leuchtenden Scheine m formen und nicht auf dem glühenden Docht zu ver« j dem es unzählige Variationen gab. die dumpfen, schweren j geübt, dass ich mitgehend oder gelangweüt den Worten harren. Bei allem die erdrückende Frage nach lern Sinn, alles Töne im Hauptmotiv. Und ich, war ich nicht auch ein An« ] lauschte, die vom Katheder verkündet wurden. Ich wandert« Denken spricht: was wird sein,., wie heginnen?... gehöriger dieses Volkes, das nach dem Ziel seiner Wände« j wieder über Berge und Hess mich behaglich im Grase nieder« Wo!\iuh:( (Irr lunyr Mnmch hftile Ff alt? In einem Ver-j rang Ausschau hält? Hatte ich es nicht, selbst «lebt, all die j fallen. Ich fuhr mit meinem Vater hinaus auf den See, di« trauen «um Führer?... Das ist Schein und Trug, denn jeder j Schrecknisse, nii die Wut und Rache, der Entlastung irrender, j gomiv war noch nicht aufgegangen, eine herrliche Stille um« i*t auf sich angewiesen. Unser Zeitalter, ein Zeitalter' der . geblendeter Menschen, Opfer des grossen Krieges, dienend, ' gHD unH> (\its nur von dem 'leisen Schlagen der Ruder unter¬ Religionen, ein Zeitalter des wahren Glauben.', an Gott, des; die Ihr Bi-wu^st^ein .verloren haUcn? - Ic-h sinne, ich denke krochen' w>:;\ Wir .nahmen die Angeln heraus und Saasen Glaubens n.j .sieh selbst, donn Gott ist «in Teil von jedem zurück und es liegt ein Bild, das heute wie damals vor m«i- ^ü|, ohne ein Wort zu spi«ehe«, bis auch die Natur anfing, nen Augen, vor meinen Fragen vorbeizieht. Es war das ent- „jeh zu regen, bis die Sonne den Homonl erklommen scheidend" Ereignis, es war ein neuer Autbruch, welcher den hatte. ..... \vhs ich in Jahren getan .empfunden, er- Weg beginnen Hö»a. auf dem ich mich zu schreite!! bemuhe, j fahren, schien alles in diesem Augenblick vereinigt, al* Seines Judentums wegen wurde meinem Vater die Aus« jcjv Seite für Seite umblätterte. Neben mir ordnete mein« | Übung seines Berufe.» genommen. Ich erinnere mich, es war; Mmtcr noch einige Sachen, still, nur öfters zu mir auf- Wh hii'iiiiitii,,,* ~ - Ist eine Brücke brüchig geworden j am Vei>uluuiiigsfcste, dem Tage des Besinnens, als wir es i blickend, ob auch ich zufrieden war mit dem. was sie mir und der Verkehr dadurch gefährdet, so wird man rechtzeitig ] erfuhren. Wir waren zwei Kinder.- mein Bruder und ich,; Bt!j!.*bcn hatte und ob ich dankbar sein würde für das Opfer, 'nnc'a einem neuen!?<•» trachten. Nicht wird man erst den i fur u;0 s'U j) v-on jenem Zeitpunkte an vieles änderte. Da« [ Kaum hörbar war mein Bruder eingetreten, hatte mir liebend vollständigen ZerfnU abwarten, um dann etwa eine Auabessoj n-als erkannten wir unsere Eltern und begannen sk zu ver« ' rung vominehmen, welche die Gefahr nur zeitweilig bannen j stehen. Ein erstarkter Wille, ihr unermüdliches Schaffen würde. \ behüten sich einen neuen, schweren Weg. einen Weg durch Wio /*< um in ii,. .!* — Menschen werden vertrieben, Kinder; Neid. Hasw und Verachtung, ein Ziel ertrug die Last: Wir* »Verden an der Grenze ihres Landes ausgesetzt, die Natur über-! Unser Aufwärtsstreben! Wp.r es doch, dass wir ein Werk nimmt den oralen Schutz, Arme der Hilfeleistung strecken i wachsen sahen, weiches uns erfasste und wir um seinen sich aus. | Sinn wussten. Es wuchs vor uns, wir sahen: wie. Vlatten Wie braht'rtru,., .* —.Tausend«, Menschen werden tttit \ wir uns sonst all« kennengelernt, hätten wir sonst einer dem jedem Tage gemordet, Brüder werden uns entrissen, wir! :u,deren unbegrenztes Vertrauen entgegengebracht, wären wir j }'\~' "J£8l',tnjen. Ich fühle einen warmen Hauch, ich spür« zittern um Ehern, von denen wir fort mussten. Wir verj sonst zu den engsten Frt itmkn i/tuwdrn, die im gemein- I .na}. autert»«Je Lippen auf meiner Stirn und alles haba s"»nen Schicksal die Pflicht zur Freiheit worden Hessen? I { { .^^jtieh vergessen, nicht mehr irrte ich durch die dunk- Jahre verginget», «ler unvcrdrüsslge Zeitteufel spielte wci- 1 - tcr, die Würfe! wirbelten durcheinander und setzten sich wieder zusammen, dap neue Ergebnis erlebte Verkündung. Stündlich fügten sie üich zu einer anderen Lage, viele hatten bereits verloren, j««loch die Spfelcrschar verringerte sich kaum. Manche schieden kurz aus, andere gaben von allein rdle sassen wir gespannt in der Runde und folgten den Ich? Die S»./h.s/c/fco»»i/Mi« wird bei der gewaltigen Macht-; tüuschunr,' des Sicht baren iiuergognngeu. Sie scheint den Faj üchistcu bi einem r.win^eudeu, betonten Realismus unwichtig. , ■ Besinuii;"T,. i! ,• hie.sse im Jeu*elts wandeln, -'as Diesseits! verkenncM. ... Hand um die Schulter gelegt (er sollte eigentlich schon j Ibiige üchlafen* und schaute mit In das Album, folgend den I Bildvrn. manchmal mit dem Finger auf einen Ort hindeutend, wie wenn er fragen wollte: Erinnerst Du dich? : Auch ich war da! Sonst aber sagte er nicht;;, ich tat des- I I gleichen.; „Geh schlafen. mein Junge, denn morgen wird es spät I werden", ich dachte wieder an den Laden, vor dem ich vorwir . achten die Umwelt, welche kein Mitleid kennt, He das tag liehe Leben weiterleitet, von dem wir wissen, das es verfault. Unsere Väter werden in Gefängnisse geschleppt (man nennt sie mit dem gedämpften Namen ..Schulungshiger"K Zur gleichen Stunde schwingen wich Verständnislose nach einer kreischenden Tanzmusik im Takte, wir begreifen sie nicht, Wie bojhiHt -- Wie sich oben halten iu dem reissen- „ . den Strom" der alles mitschwemmt und von dem wir hinab Zahlen, Und eines Tages... - Ich ging zum letzten Mab gezogen werden? Wir sind abhängig von der Zeit und werde«! dutcli unser Geschäft, damals, in jener Zeit gegründet. Es in dein flies*.-•«den Wasser ihrer Grösse, ihres Schicksals da« \ war ein kalter Winterabend, nur wenige Kunden standen im ' eil befähigt, ihr zu folgen, in ihr zu schaffen. Folglich werden j Laden, die mein Vater, hinter der Theke stehend bediente, j wir nicht am Ufer stehen bleiben können. Aber alle ver- | Zum letzten Maie sah ich ihn dort stehen, an einem Ort. der« fügbaren Kräfte gilt es aufzuwenden, wenn der Strudel einet j mjr irg«ndwie vertraut schien, einem Platz, welcher uns verstauenden Masse au de« Beine« zieht. «~ Sind wir unc Herrlich gelegenes Krh4»lun*Kli«*liti hazi-r I «rim»!" SICHRON J/KOK 40 DUN AM WAID-PARK OIXT - PFLEGE - RUHE tflTUNG; DORA SCHWARZ TEt, SICHrfON 15 >r uns die beglückende Freude am gemeinsamen Schäften, am gemeinsamen Handel« zu Teil werde» Hess Der Kassenhebel dreht »loh, Ware wird von de« Kingetre U neu ver st .v.u. (Meie. ViUer grillt, auch ich Grus;; an den!<?t '.u-n Kunde», den ich komme« iah i« unser Uevchäft. das Werk «teincr bücke mich noch einmal um, ängstlich wandern meun len Strassen. Ich empfange einen ängstliche«, beschützende«. Hebenden Blick. Mir ist, als wen« ich am Wochenend« heimgekehrt wäre, alles Schlechte, alles Sündhafte von mir abfiel, ich eine uuermessHehe Befreiung erfuhr, von allem, was. mich fürchte« liew. Murgen wird ein Tag der Ruhe müi! rief e« in - mir. wen« ich nach dem Müh«*« der Woche unter dem sehnsuchtsvollen Blick meiner Mutter einschlief. Morgen wird ei« Tag der Ruhe sein... nur abends allerdings nutzte Ich wi-nlar Abschied nehme«, diesmal begann ich ein« lang,. Reise, ohne zu wissen, wann ich zurückkehrie... Doch daran dachte ich nicht mehr. Ich schlief ohne Angst vor dem Morgen, von einer Hoffnung auf de« Morgen erfüllt, «U>er Hoffnung für morgen, übermorgen'... Monate ... Jahre. .Freude pchoner Götterfunken", ich werde 'pU'.ulieh daran tIl _____«-rinncri. zu mein'?« Ohre« dringt die Hymne, die Melodie, grüsae, der mit der der taube Beethoven die Menschheit verbrüdern wollte. iser mit der ei» Enttäuschter üich selbst verga»». üb*r «ich ntnmudüehen FUcm. Ich au« wuchs, alle« Mensche» ein Zeichen ihrer GemeinaamkeU Augen übergab. Beethove«, der Leidende, spricht in »einer MuaUi GOLD-LOMBARD Ul-Avlv, ALLENiY RD. 60» •fltlNUNO, A<v und V«rkaui von Juwelen, Gold * und Siiberworea ICELLf IEOIENUNO nn ue,. K.«,»n, Regalen entlang, noch »clmcll wollte ich alles ihnen, die Tön« werden zu Worte« unerbittlicher Wanreinfangen, ehe es mir entrinn wurde. Ich sollte hinaus, luit. sie formen «ch Satz*«, die unaer l^bcii b«wicter. allein die Wahrheit «i fa^eii. S-'tr*mU von den Menschen. . willen. Kieht der Krieg u« u«^ vorüber, «o k n.gt üoc-i iiie mir in langen Jahren tu Freunden wurde«, von denen ich ' gleichseitig das Zarte. W eiche m den gewi.it.gcn. *^nut glaubte, abhängig 211 sei«. Meine Blicke gehe« nach hinten ternden Akkorde«, ein<r Sprache. 1» die Wohnstube. Alio dort, ich h.atte es gerne, ich hatte ' überdauert. - Ich stei^ü Heb gewonnen. Mein Bruder *iut am Tische und liest. -' «ommen. Warum ich f------ . ,-«„Pt^. füchaln Tag etwas besonderes, das glühende Gesteht meines Bruder«, nein traurige» La^m, Lebe« unterbrochen ober doclt ein Blick, so frei, so unverbraucht, so «hrhcü dia unerkannt Geschlechter den Zug, ich habe Abschied g*- 1 a.uss...es sagt mir vielleicht auch für ihn ist auch er s?pürt, da--»» heuti heulige d;ts tägliche i« er merkt die Veränderung der Mutter, welche ihm Hebeempfindend, das» ich ihm gleich tue und auch *-a ***** voll durch da* Haar fahrt, als wollte sie sagen: „Du wirst; lächle, währead ich aus dem Fenster sehe. ~ L»a ei bei mir bleibe«. Dich darf Ich noch behalten. - - Km Mau» , das selbe Lächeln, als ich vor wenigen When am tu kommt und nimmt die Koffer, jetzt i*t der komme«, an den ich «ie denkeu wollte, vor 1. — Km Mann; daa selbe Laciiem, ais icn >yr weu:*?» ».^»-^ ., Augenblick ge-! stA«d, sie wiedersehe» durfte, um di« ich Tag fur ,ay^däi>s-v. r dem ich michi Xut n«u«r Erde, mit neuem WtUen, ein gei.n\«*..n.-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.