Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 9 (12.5.1939)
- Date
- 1939-05-12
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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m§ u jüdmchb WKir+umtauv Kr. t\ 11 T. IM JUGEND IN DEN WIRREN UNSERER ZEIT Von Ulf har«l Lexrlnsohn, Ben Schemen. Der nachhtehttidt Aufmitz M eime gekürzte Der nmrhttehrtuU Auf*,h M «im* gekürzte Whd^ryabe *ltifr Aufzeichnung, dir un» m>;i Hnrtv 7u>aH>iaükhrSa*« m*g. *r *t*l tn Ben Hrhtftfm lebt, I>,r A»fm,t* segelt die Vn*ch*rhHt und *r«hüt^umg Zn \Z^> 'jngXd Z am> dem /-.f,« Orange« ihr>r K^ton, ff«ri„en w*,re>, nach rin Charakter vmä WeTtMMT^T^I? VHd dem «n*t„rm*n4en nm.„ Mühten und Ideen der Mt o*g*n<ih*r*teht. W,< a,*vht~4 du,, e ")^ unTZl ^Tun ini zu viM,,, -,<,. I« der d»~r J„wd vor»,*.. Wir dlr Jvg,^h%n ItoiV^AJm . Ref ° fürchtete irl« ein Juni**, Am» «um ereten Meie ron ««Hier Mutter tf\$füm wiH — \mt wen« teh mich «chon wochenlang mit m\\»m abgefunden luitt«, mit einem t«wie#eii Stohi von koftYMienie«) Tt|»» rwkt», dl» Vertoreitunfen mir «chon dl« er»te Seltatftndifkelt anwerfen, «o »Heben mir doch Jene wattigen Wort« im Gedächtnis heften, die mir tegeiuvor der Politel Beamte Ukhelnd «ntf egenrief, »tu Ich ihm dl« Abmeldung einreichte. hi«r ni< bt mehr su wohnt«, hier nicht; mehr »:u leben, aber vielleicht noch im Erlebnis der Jugend 14*» Ursprünglich* *« fühlen. ..«<■>... Sie wandern au«... 91a 1 wo!!*« v.-irküfih aus^sr.d.-rr.... - Spfttt e«i*F Mitleid, e* wer «pr^ne-*. - tfrrf. | beides. ,.Mein*n 81«, da«« 31c noch einmal zurückkommen L [fahren, «o tollt« uns die Erfahrung derer helfen «Jenen ee ' werden .. überle«p»n »le «» »Ich »ut... ich mein«, Sie konn- W»r zahlen da* Jahr 1MJ». Kurz nach dem grossen j gelang. Spst-r Neue« suchen wir werden w ieder iu den I l«n " I(:h 'lüaterte nur «in lei«*s ■ danke wandte mich »vrief erblickte ich da« Licht der Welt, in jenen 'l agen, j Krsten. die tun den «Inn ihrer Tat wissen Alle* flieset ' umI *in« dupcn dl« dunklen Striesen, schneite, ein wo noch der .Schrecken, vermla« hf mit der brennenden; Herakllt kennteichnet e>i so. da« ewige Vergehen und Verden »eherfer Wind fegte die nitdsrgegengenen Flocken hinweg, l/rage ner), dnm Kommonderi die Meji.chen hin und her | aller I>lnge. An im« fliegt t>B „Ur vorbei für da« Unendliche' ^h **h i<»^ «*inen Men*rh«n. Ich be»chleunigto melna wnrf. dieselben unftl. her nach den Mitlachen Ideen griffe*!.; fliegt e« immer weiter.; Schritte, ich glaubt« vor Jemandem fliehen tu müssen, ich bewelche «le fhr fähigerki/irten, da« Vaterland wieder atifzu-; Utistung*, Trommel. Fahne ... und wir' Diktatur '«an« /wrifeln... Wa* w«< neu für mich ,Uu* ich flieher hauen. Und nicht nur war <•« die Krage nach der Idee, viel- ' Zwang. Schein, darin wir, die Jugend. Die' Kr«chUtterungmuaate? Hatte man mir nicht jahrelang schon da« Wort mear war c« die Hoffnung auf eine neue Kxiütcnz, auf ein ] eine«. Tage« w ird von der de« folgenden abgelöst und die An" ] Verachtung entgegengerufen, mich jahrelang »chwelgend UeAtehen, denn man war arm. Krieg««chuld und die d»rauf-; wort auf die Frage nach dem Sinn?... -Vielleicht »pi«len; angeblickt, geringachataand, hohnvoll? Wit atdlta Ich ea h n eingetreten«- Inflation lasteten auf allem. Was konnte wir mit .Jen Schachzügen d» r Diplomatie im hinter jedem »irht ^>**«n. da»« man mich und da« Volk, welchem ich an* dl« Zukunft bringen? Nlema;id wusste es damals und ich j j.ol»tHchen Schritt da« bedeutende Geheimnis zu wittarn'' i g'börie. verfolgte, vertrieb, haaate? Da« war bareiis <ieglaube, die Fra^e i«t bin heute offen geblieben: v/le wird; Vielleicht liease «ich die Wirklichkeit schematisieren und mai»1 v^ohnhelt das ward Immer wieder überwunden, weil wir un» der Mensch die K»»o. h» einer derartigen Krlhe mit ihren I «tlesse durch Kenntnis auf eine I/Ogik der Dinge einer Dia- »nmaastan über dem „Warum" au stehen und der St«»l/ uns Klick», hlagen iibei winden, wie. kann «ich die Jugend ent-j Mctik, aus der man dann die Zukunft berechnen könnt* um J »l«-"1 4»n Zürnern anglich. Fanden wir Zeit zu einem höheren wickeln in einem seelischen Zusammenbruch. In einer Um-i über die Zwackmäaaigkelt «eines Tuns unterrichtet au 'aein ' die t'niw*lt, welche Jenem Enthtiaiaamu» der Geweit, die durch die Lag« zu nindngsten Instinkten verführt, j und das lieben dieser Theorie anzugleichen" Vielleicht che «ich im Wcttlaul nach dem Brot gegenteilig niederwirft,; dringen wir mehr im Abstrakten vor und ergründen die die auf der einen Seite die Habgier und auf der anderen diüi j Triebe dei Menschen, erlernen die Worte und Lehren der wankenden Meslt/er y.u«anjj,ien»chJi«;s«t 7 — .So; afi es damals \ I'liiloaophen. bis man uu:« eines Tages nach Anteil- oder nach dum gio^e., Krl** uns t Stellungnahme fragt und wir nichts tu erwidern wissen, wir Und Dem, etliche Jahre hegen dazwischen — befinden! uns von Schilderungen tiberfallen lassen müssen, um in einem , wir uns wkiler in einer ähnlichen Situation, die Welt Gittert j vermeintlichen Krwachen. ungeachtet eine» früheren Ziele«! im Elternhaus* gewesen . um den Frieden, Mütter bangen um ihre Kinder, die Volker I rücksichtslos auf uns selbst, unsere ...Schuld" bekennen und ' «*runt waren, sind Innerlich «erspaSleu, an mehreren Punkten brennt. bercitH | Immer fragen: wo/u?! Krieg, ™ ist nicht zu sagen ob er'' Unwillkürlich ändert U h die bfubsichtigie Hichtwg, uie Fackel wieder, jxditiHche (iewaltmethoden?erftoren, was j morgen kommt, jedenfalls besteht kein Zweifel, das« er! etwa* *og mich weg, hastig sing ich durch die Htrassen. Kunst und Wirken in Tausenden von Jahren geschaffen, dl« kommt - denn welche andere Lösung sollte es geben..« Wo i ohne Ziel, nur der Willesehen, alle» noch einmal erfassen! Naivität der Diktatoren banalisiert das Denken föidernder j beginnen? abwar!en... verhindern? "* " I Meine Gedanken deuteten auf eine Stelle, ein Geschäft, vor Menschen, in der Meinung, es vereinfachen zu rnü.wti und es | Ks wäre «chwrr allo verschiedenen Interessen, sowie I dem ich als kleine« Kind unzählige Male gestanden halt« mit einer begrenzten Wirklichkeit in Konnex au bringen. Mag , aussert-n Bedingthelten einer Antwort zu unterwerfen und ein { und die Mutter am Arme! zog. wenn sie weitergehen wollte, der Haupt,.todn/.ent dieses Gedanken« Faschismus halssen, j auaammenfa*»«nde* Urteil -zu fällen. . - Ks gibt gewisse Au- Wie quälte Ich doch, wenn mir einer der vielen Gegenständ« mögen manche meinen, derselbe beschränke «ich lediglich! genblicke in der Jugend, überhaupt im Menschen, wo er ho-! gefiel und Ich ihn lang.« betrachtete, tourteiit«, schätzte, auf die Länder, wo er seinen grossen Aufstiegerfahren hat; fort aufmerkt und auaruft: Da? ist da« Fdf e! und in; Und als ich jetzt davorstand, d* war e* «U wäre ich um tind von diesem Zentrum wandere »ein Kinflua« über die ftrde. j dic»eni plötzlichen Krhennen nähert er sich einer men«ch-! fe«t steht: in ihm finden wir den N a e h k r ie g s-! liehen Vollkommenheit, in einem Gefühl, das jeder in sich ' walt erlegen sie lief neben un» her. Und Joch w*r ich bei den Werten de» Beamten niedergen-hIngen, getroffen. Aua Ang»t vor lern Kommenden .' Nein, e« war mein letaler Abend in einem Lande, dem mein ganzer Gedanken- und GefühJ*kreii cnUprang und;'a« Gefühl derf Abschieds verlangte ein Abbild in der Umwelt, zu sehen, von dem. was ich gewonnen, sei ea •der bei d>'n Men.d heo. die Urs snicll men.'ichen. der »ich überall In den Wirren der Zeit einen j birgt, welch.«; sie Jahre jünger, die Mutter stünde neben mir. Sie lies« .:h betraehten. dann sagte .sie: ..Komm, der Vater wartet Weg gebahnt hat, auf dem er rwnr die vermeintlich findet, die ihm gebührt, in Wirklichkeit sich aber da.-* Bedürfnis nach dorn Höheren seine« Wesens bei der Annehmlichkeit d»r 'ausgebreiteten S* heinmögliehkeitesi nicht entfallen kann. Was soll man denen antworten, dir in der Jugend de» Faschismus eine Vitalität entdecken? - Mau schweigt und fühlt sich doch irgendwie getroffen, den grossen Denkern nachtrauernd, die da gedacht haben, zu erforschen den Sinn nileä Seins, die Empirie zur Erkenntni» und diese »um Genüsse auszuwerten, zur Erhebung des Geiste», iair Humanität des Stürmenden. Wie soll die .Tilgend beginnen, wie soll sie trotz allem Wirren, trotz allen Schlcksalsschlägen, die oft entscheidend einzige» nubeeinfluast das Zeitgeschehen;?.u Hause. Geltung; überwindet. In jenen Sekunden .«.'igen vir un» los von dem. | hatte Fi was un» kleinlich, ja unwürdig erscheint und wandern hin- .-ein würde, aus iu das Gros: e. Unermcsaliche, heroische unserer Empfin- , rauben und dungswelt. .y.» ist, merkwürdig, das« wir un» in dieser Be- ' stehen konnl* Ziehung beobachten, während uns sonst leider allzu oft der Ma.sstub für <ino Bewertung des Ichs fehlt. Würden wir den Weg zur Natur finden, denn ihm entspringen die Momente, in denen wir wachsen, sie verliehe uns den Instinkt, mit dessen Hilfe wir gegen ein Eindringen von Hissen gewappnet wären und für unsere Freiheit keine Steuern zu zahlen brauchten. ™. Neben mir liegt eine Zeitung, es sind jeden Tag dieselben Morgan dan.;t du wieder da«» schon morgen all die. ja die kurze Nacht könne ich feilschte um Minuten lergehen". Aber ich .i S»-höne nicht mehr mir all den Zauber die ich noch hie? ihr Leben beeinflussen, iu die Bahnen eine» natürlichen, gej Worte, die in schwarzem Kleide die Bogen ausfüllen. Ein nuaareichen und befriedigenden Leben« treten? — Sie muas j Volk, vertrieben und immer wieder vertrieben, so muss es wissen, das» nicht alle« mit dem täglichen Brot erschöpft ist.; wandern und dem Gotte dienen, der c» um der Vollkom- •dass ea nicht hei.ist, ein Leben dtit chzubrinfcn, sondern dem j menheit willen leiden Hess. Verhaftung... Enteignung ... Aus- Leben einen Wert geben, es zu einem leuchtenden Scheine j Weisung, immer da« gleiche, es war ein einzige» Thema, von zu tonnen und nicht auf dem glühenden Docht zu verj dem es unzählige Variationen gab, die dumpfen, »ehwcreit harren. Bei allem die erdrückende Frage nach dem Sinn, alle»; Töne im Hauptmotiv, Und ich, war Ich nicht auch ein An- Denken »pH cht: was wird »ein... wie beginnen?.., j gehöriger diese» Volke», da» nach dem Ziel seiner Wande- Wo fiadef der üm?/r Mmsch hr-ulv Halt? Tn einem Ver-; rung Ausschau hält? Hatte ich e» nicht, aelbst erlebt, all die Das ixt Schein und Trug, denn jodir trauen nun Führer? ... fit auf t ich fintp'wic*« n Religionen, ein Zeitalter Glauben'!;i.i .sich selbst Ich? Die Silhsir-rkrunl täUMchuug des Siehibaiet '*chl»ten Vv't einem r.win^ Be.sinm!" '., d'<!/.ie.vse verkenne",. Wh hi <ii»)> Unser Zeitalter, ein Zeitalter des wahren Glauben:, an Gott, de denn Gott ist ein Teil von jeden ns wird bei der gewahren Macht übergegangen. Sic scheint den F»-j scheidende Kr nden, betonten Realismus unwichtig- > Weg beginnen lie Jou.vcits wandeln, RehreeknisMe. all die Wut und Rache, dei geblendeter Mcti.scheu. Opfer de» grossen die Ihr Bcwm >t*eiii verloren hatten? - - Ich' sinne, ich denkzurück und es liegt ein Bild, »las heute wie damals vor meinen Augen, vor meinen Fr igen vorbeizieht. E.s war das ente» war ein neuer Aufbruch, welcher den auf dem loh mich zu schreiten bemühe. Dte»äeits j Seines Judentum.* \ve.g«m wurde meinem Vater die A \ Übung »eine» Berufe.; genommen, Ich erinnere mich, e» wallst eine Brücke brüchiggeworden j am Vei>öhnui»g*fesle. dem Tage de» Besinnen», ni» wir es und der Verkehr'dadurch gefährdet, so wird mau rechtzeitig; erfuhren. ■. Wir..waren .zwei Kinder, mein Bruder und ich, naeU einem neuem B.'tt trachten. Nicht wird man erst den \ fur sicii von jenem Zeitpunkte an vieles linderte. DavoUsUindi^en Zerfall abwarten, um dann etwa eine Ausbessej »-als erkannten wir untere Eltern und begannen sie' rung vommehmen, welche die Gefahr nur zeitweilig bannen; stehen. Ein erstarkter Wille, ihr unertnüdlkhe» Schaffen würde. j behüten »U-h einen neuen, schweren . Weg, einen Weg durch Wie bcttinni — Men*eh<m worden vertrieben, Kinder; Neid, Has» und Verachtung, ein Ziel ertrug die Last: Wir! werden m» der Grenze ihre» lindes ausgcsetitt, die Natur über- (Unser Aufwürtsatreben.' W«r es doch, da»» veir ein Werk nimmt den ersten Schutz, Arme der Hilfeleistuiur »trecken I wachsen nahen, welche» uns erfassie und wir um «einen sieh aus. | Sinn wussten. K» wuchs vor uns, wir sahen; wie, Hatten Wh heij'utnvn... .» — Tau»emte Menschen werden mit j wir un» sonst alle kennengelernt, hätten wir sonst einer dem jedem Tage gemordet. Brüder werden uns entrissen, wir ' das betrachten, von dessen Besitz ich träumte.;«n/, deutlich hörte ich jetzt die Stimme: „Geh weiter, mein Junge, du sollet nicht auf einem Punkte verharren, nicht nur das kann dir genügen, Geh weiter. .. du wird es morgen auch noch vorfinden." Heute wie dnmal? wusste Ich, das» dieser Trost zerstörbar war. du».s er in wenigen Minuten brechen konnte. Sputer sass ich an dem großen, runden Tisch. Ich hatte un ihm gelesen, ich hatte an ihm geweint. Ich hatte an ihm gespielt und heute lag auf ihm ein grosse» Bilderalbun», Erinnerungen an Reisen, die mir die Natur zum Freund« schenkten.'' Und alles wurde plötzlich lebendig, ich erlebt« von neuem, ich fühlte mich wieder in die Sekunden de* Geschehen» versetzt. War es, da»» Ich wieder auf der Bühne stand, wieder die Verse sprach, welche ich wochenlang geübt, da.ss ich mitgehend oder gelangweüt den Worten!au»ehte. die von'. Katheder verkündet wurden. Ich wandert« wieder über Berge und lies» mich behaglich im Grase niederfallen. Ich fuhr mit meinem Vater hinaus auf den See, di« Entlastung irrender, | £0nnc uar „och nicht aufgegangen, eine herrliche Stille um« Krieges, dienend, gHb un*t tjje nur von dem leisen Schlagen der Ruder unterbrochen wr.:\ Wir nahmen die Angeln heran« und Hussen still, ohne ein Wort zu sprechen, bis auch die Natur anfing, sich zu regen, bis die Sonne den Horizont erklommen hatte. 'Was ich in Jahren getan .empfunden, erfahren, schien alles in diesem Augenblick vereinigt, al« ich Seite für Seite "umblätterte. Neben mir ordnete mein« Mutter noch einige Sachen, still, nur öfters zu mir aufblickend, ob auch ich zufrieden war mit dem, was »ie mir gegeben hatte und ob ich dankbar sein würde für da» Opfer. Kaum hörbar war mein Bruder eingetreten, hatte mir liebend di« Hand um die Schulter., gelegt (er -sollte eigentlich schon lange Khlafen» und schaute mit In das Album, folgend den Biklirn. manchmal mit dem Finger auf eint-n Ort hindeutend, wie wenn er fragen wollte: Erinnerst Du dich? Auch ich war du! Sonst aber . at;»e er nichu, ich tat desgleichen. Geh werden' j anderen unbegrenzte» Vertrauen entgegengebracht, wären wir j hjn r,,8tantkn) „ . lch fühle einen warmen Hauch,! sonst su -denengateir Frcimdui tjavorden, die Im gemein, j ein Daar sifcternde Lippen auf meiner Stirn und gittern um Eitert», von denen wir fort mussten. Wir verachten die Umwelt, welche Icein Mitleid kennt, lie das tägliche Leben weiterleitet, von dem wir wissen, das es verfault, Unsere Väter werden in Gefängnisse geschleppt (man nennt sie mit dem gedämpften Namen ..Sehulungslager"). Zur gleichen Stunde schwingen sich Verständnislose nach einer kreischenden Tanzmusik im Takte, wir begreifen sie nicht. Wh I" <ii>itn i> . ■ — Wie »ich oben halten in dem rei.ssen- Uen Strom, der alle» mitschwemmt und von dem wir hinab j Zahlen. Und eine» Tages... - Ich ging zum letzten Male gezogen weiden? AVlr sind abhängig von der Zeit und werden i siuteh unser Geschält, damals, in jener Zeit gegründet. E» in dem fliesenden Wasser ihrer Grösse, ihres Schicksals daj war ein kalter Winterabend, nur wenige Kunden standen im eil befähigt, ihr iu'folgen, in ihr *u schaffe«. Folglich werde« ) lallen, die mein Vater, hinter der Theke stehend bediente, wir nicht am Ufer stehen bleiben können, Aber alle veri Xum leUten Male sah ich ihn dort stehen, au einem Ort, der fügbaren Kräfte gilt es aufzuwenden, wenn der Strudel einet j mir Irgendwie vertraut schien, einem Platz, welcher uns verstauenden Masse au den .Beinen Rieht. — Sind wir unereinte, ja, der uns die beglückende Freude am gemeinsamen »amen Schicksal die Pflicht rur Freiheit werden iiessenr Jahre vergingen, der unvcrdrüs&ige Zeitteufel spielt« weiter, die Würfel wirbelten durcheinander und setzten sich wieder zusammen, das neue Krgebubi erlebte Verkündung. Stündlich fügten sie sich zu einer anderen Lage, viele hatten bereit» verforen. jedoch die Spielcrschar verringerte »ich kaum. Manche schieden kurz au», andere gaben von allein alle süssen wir gespannt in der Runde und folgten den Her ilich gelegen «s Krholiinjtftholiii ,.f luix«*r I «rniol" SICHRON J/KOB 40 DUNAM WAID-PARK DIÄT - PFLEGE - ÄUHE LEITUNG , DORA SCHWARZ TEL. SICHRON 15 OOLD-LOMBARD TebAdv, ALLENiY HD. 80» •IlllHUNO, An- und Verkauf vor> Juw«l«n, Goldcn«< Siib«rwaren REELLE IEOIENUNG hlafen. mein Junge, denn morgen wird es spät h dachte wieder an den Laden, vor dem ich vorioh spür« . ein paar zitternde '' ich plötzlieh vergessen, nicht mehr irrte ich durch die dimk-! Um Strasse«. Ich empfange einen ängstlichen, beschützenden.! liebenden Blick. Mir ist. als wenn ich am Wochenend« heimgekehrt wäre, alles Schlechte, alles Sündhafte von mir abfiel, ich eine unermeßliche Befreiung erfuhr, von allem, was mich fürchten lies,. Morgen wird ein Tag der Kuh« >t'm! rief es in mir, wenn ich nach dem Mühen der Woche unter dem hfcHnsuchtsvuHen Blick meiner Mutter einschlief. Morgen wird ei« Tag der Ruhe sein ... nur abend» allerdings ' musste i« h wieder Abschied nehmen, diesmal begann ich eine lang Reise, ohne zu wissen, wann ich zurückkehrte... IXwh daran dachte ich nicht mehr. Ich sehlief ohne Augs', vor dem Murgen, von einer Hoffnung auf den Morgen ertullt, eiiur Hoffnung für morgen, übermorgen ... Monate ... Jahre. ön«r Götterfunken", Ich werde plötzlich daran •inen Ohren dringt die Hymne, die Melodie, mit der der taube Beethoven die Menschheit verbrüdern wollte, mit d«r ein Enttäuschter sieh seibat vergas», über »ich hin» Ich aus wuchs, allen Menschen ein Zeichen ihrer Gemeinsamkeit übergab. Beethoven, der Leidende, spricht in seiner Musik ihnen, die Töne werden zu Worten unerbiuliehtr Wahrheit, sie formen sich SaUen, die unser Leben bereichern wllteii. Zieht der Krieg an uns vorüber, .o klingt doch die mir in langen Jahn-u tu Freunden wurden, von denen ich gleichzeitig das Zarte, Weiche in den gewaltigen, glaubte, abhängig zu sei«. Meine Blicke gehe« «ach hinten; terndea Akkorden, einer^bprsrhe, die «nerkamit ^^"«^ es lieb gewonnen.' Mein Brüder * siL^m« "Tische' «nd liest. ' nomme«. Warum ich gehen muss... es *agt mir \U>v auch für ihn ist der heutige Tag etwa* besonderes.; das glühende Gesicht meines Bruder., sem traurig«. Ladern, auch er spürt, das» heute das tägliche Leben unterbrochener doch ein Blick, so frei, so unverbraucht so •hrlwii ist, er merkt die Veränderung der Mutter, welche ihm bebeempfindend, das* ich ihm gleich tue und auch et« «ei.^ voll durch iht* Haar fährt, als wollte sie sagen: ..Du wirst! lächle, während ich aus dem Fenster sehe. — Uml *V bei mir bleiben. Dich darf Ich noch behalt««." - Ein Mann : das selbe Lächeln, als ich vor wenig*« Höchen am lia-c.i kommt und nimmt die Koffer, jetzt tat der Augenblick ge-| stand, sie wiedersehen durfte, um dt« ieh Tag für »ag^«» — komme«, am de« ich nie denkey wollte, vor «lern ich mich j Auf «euer Erde, UiU neuem Willen, ein gerac.a^m- - ....... ..Freude .**c | Schaffen, am gemeinsamen Handeln su Teil werde; i Der Kassenhebel dreht sich, Ware wird von de« Klngetrei erinnert, zu unea verstsm. mein Vater griks.'t. auch Ich grüs»e, der Gt us> an den letale« Kunde«, den ich kommen sah 1« unser Geschult, das Werk meiner unermüdlichen Eiter«, blicke mich noch einmal um, ängstlich wandern meine Auge« an den grossen Regalen entlang, «och schnell wollte ich alles, einfangen, ehe es mir entrissen wurde. Ich solJle hinaus, allein die Wahrheit erfasse«, g.trennt von den Mensche«,