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Jüdische Weltrundschau · 1939-05-12 · 9 (12.5.1939) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
9 (12.5.1939)
Date
1939-05-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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.TcmTSrifE WELT-RUNDSCHAÜ Nr. S, 5. V. 1039 ElintVJWfll ASSIMFI \T!ON \0*I Dr f K Liste der jüdischen Konsulenten Wie Oli Jll'i b«k t nt. I r I» t Kl r. unl r, i stall,inrr, /,>', In, \\ ' 1 > rnde in i.'.i r <b, H n I' in dir»,;, h'r st h t <, i tri: f " ' / f / »7 r/r •< Juth ,\i 1 ■■• \'i . t'i'l //. / » » » /i < //» / / 'f.' i u l:< ihr von A-*!.'••« »:*. ( r,/ 7 i i in ,> l i A'i h 1 n I > H >f<> lh i v i if'fl« tt ' >l I I U'll f »If I ni (;t ithuliir ihr fithti'if't V< iiitllwle )•:■ i lr C •■e Rechtsanwälte mehr run eine hw-hrankto Zahl von rhernaiigr-n jtidi letzt neu f?:r:i . Fvonsulentcn" fuhren. Dt i i tfoWin Tr i«V»n b deutil tinc h Pm i ni il ' i «n m i >ci ' 5 ' u Durch das Milieu des Synhednons in ht-r dir Adressen die*er Knnwu lernten ftir 'r tun r nur. was ni»1 onncrre bere.ts iiandlirhe Dekret" hedcu in im I t Au Ii k t de in der .lud. nponi.k i Liberalismus angelegt, und von unterstrichen wnr. Aber das kreis ii 1 * r r < rn nur < t Ar« i mi die \ i r in rrr I e ser i betreiben und da« n praktischer Man Ir'iin wohl ohne t1!»11rt.thmitf •"if/'tt Haust Her Wolfs!.« r?/« tturh mUnho f. die luvten juth ,rl>r,i Prohn iitr »»»..v.« » tut. <tt<: sich h.n« > dir Ol tu hf n i tut! u tl n n >un f. n h I i vrrhn-'irn. bc.rter rrtnnrru t-ird. J.)< ,■ hier verolKnl- Uchte Aturhmtt ist nnr nrUnr-Jr Widciyalae d> hj< ntt/r n Kai>U"l«. Hai In seinefhu r nicht mehr rrroffcnttchtcni b oilsctutui Hif j1iH»*rh* A **\tc HnlttiH ut*hf-xonth.rc t» Deulsehluntl. v>\ l dt,' Hnrnutfoln» »de Periode rff h .<"'<) »rhett Nntionnlfsmnx dcr*lcUt. — Red. Nnch.'.hMtu.ijr. hn nidonkult nuf der olin-n \ui<l Tio<!j^espnhnUjH Sidbfitfc-ufiihl iittf dtir itiidtTi-n Stdt« K>bl en nuvh brl bodcnstandlit« n NatHm«:n. boi S4ta;iti»vrtlk«'rn. Abi-r dif»»T!'rny.oRH'. S< hwarikiiuK«'» um «dim Mitti llmie di'.s riMtionalt n Hr\vii;iMt- »cin» inebl ho tiel. Kr NtrlH nulit die kxir.fm: rine« Voüu'.s in l':-u;c. Aanlnulutlon!>n nidt:ihcn Volk»' wahrend eh i.« DI | >f ida in«, ht kutet! ui i> d» volk^tum1- \ t mi HiK-li niciil. Vi'rzM-hL auf Hiub< Miniint^ kolli kti vihxml.Miz. NhIiodhIi iniiH im tuiiii-'ition Da^cr ist nicht — icdrnfulln dwr KrO'iucn hmtorlschon Icndcnz nach — übtrst> t()rnnut de.-, vnikl- .schert Bcwu.'i»".t;i«lflK. I.e. ist Wicdnrht' rsti fhnoi einer (..t .siiimin« und VorbcreltuiiK der Hcstaur;»tion. der Vensucli. eine KxirwnTform wb dci ziiKcwinnen. (|j(J »Miiem Volk« diu normalen dinguni;( n des Lebens jit wahrt. Zeillieh Knipi iert sieh die Annuitätu>n um den Komplex F, ii ,ptilt<t< Van U< niiit »n t i r jia- und ptsrir»i/i| . torischen i'liasc der Assimilation spreehen. Das ist nieiit nur eine chronologisolie Km.'.IuHmiik' mit mt<?rt«sjinten kauHHieu ..... };i'.ichicht;ikaus.ii( :i — HeziehunLjen. sondern wirlt am Ii auf Motive, nuf Anstoaso und (i«K'i>nWirkung") Lk ht, Dies« f>yminetrle Ist keine zufällig. Sie Ist trotz der starken von den Juden au •■j'iieiideii Krr'fto weltgtdiend an da* «ewalti^c (,.eheliehen in der r.i-o:-rcnWelt Kekniipft und Kar nicht nur an das politi;:: no bzw. nuiciii politische, sondern aueh an das kulturfilo hz\". jtr-iHte'iü-psi-hnMJthclK-. Ohne die parallelen Vorgänge in Kurodu? Aul.klarting. da.s Humanität«- und Ioleranzzoltalter. oimo die ki'o.smc französische Revolution, die napolooniNChc Ära und die ihr folgende Reaktion, ohne die Romantik etc. warp Verlauf und Kigcnarl de» AsiimilationsprOzesses unverständlich. Dabei war die Aufklärung uU .solche durchau« nicht unmittelbar Rahnbrechcr der Hofroumg der: Juden, krst in der ticstalt Lcxsimm t-rreicht da:* Jahrhundert einen erstminllchen i>ip!el. In ihm erklimmt jenes Zeitalter: «h)«n morahschen Hoh< punkt: der Aufklärung als .solcher aber fehlen die jrrotfse. .sittliche Leidenschaft und darum auch bedeutende sittliche Resultate. ha ist bedeutsam, das« ein kJlnstier. in dem fre.ilieh da.« denkoemeh^ kritische l'.lemnn! Hehr stark au;;«cpfagt isl. Lesiunp. oik erster in i.»esinuung und: Werk die Schinacli der Jahrhunderte, die moralische und gesellschaftliche DüklaMsicrung und DifTamiei unc des jüdischen Volkes, «eine I'anarollc getilgt hat. Auch hier tehU nnturhch i > i * o * > I )w m. lr 1 M,hn uird J^cshiug au« Himer freumisehattiicher hcruhrung eine Hetliuigung und uti le Mahnung, seinen, des Dichters iseitrng. zur: .Lrzlehung des Menschengeschlechts zu leisten. Ls wird nicht : viele Dramen geben, deren Wirkung so sehr ins (»c.sohichthche geht wie .JNnthnn der Wcikc".. Man kann .schon an den cl'clUn,r„c l*i f"i n' hufd i kr Im ,i < i d ( i einen Zciüiiuni von zehn Jahre umspannen, erkennen, wie s»hr du Situ.lu a l »U> t-tHtni i t ' w t 1 h Ii slngi <?ihui pul tntsiluldind w ir 1 *l ITM in 2 AufhjO, lolgt die Schrift, üohuift: ..itber tiie bürgerüche Verbesserung | der Juden', an deren hntstchon Mendelssohn m viel aktivererj W eise Anteil hat. Hier ist er nicht mehr Modell für einen j; Künstler, dem er naiv und nicht heischend entgegentritt, .sondern .Inspirator aus eigenem \\ dien. In diese Reihe geboren! d o Tu ssihiifUn du du «b< i t.uj,on< l ul Adolphi lhitti\ /tl Vtllns ttn liwi i/ie u m}»m in v t lii tu in tu r v* isson .schaften und Künstler in Metz hatte 3?Sä eine Preisfrage ge-1 •stellt: „(iiDt. es Mittet, die Juden in Frankreich glücklicher' und nützlicher z\i machen'" Sie verrat etwas von jener tili Iituristl.sehcn Kmstelhing mltickhch. nut'Jwh'. die das Zoitultor! charakleriäiert und überhaupt von allen assimilatorischen Hoi »nthunaen und allem Rim<en un trennen ist. Der Dritte, der die }- preisgekrönt wurde, war Salkind // liier noch die Piolcii.snatur Miratxt dem Charakterbild, in dessen unklarem. unenlKchiedenem Pendeln zwischen »vomgium und Revolution und unstillbarem Lebenshtinger die Stellungnahme zum jüdischen Problem einer der erfreulichsten Zute t.sl Und wiederum ist e.s von hoch» litem Interesse, dass auch die Aktiv ität dieses grossen Politikers oi dm Nniui unl »Un g o »n linduuk du Gestalt Moslsj Mendelssohns anknilpft. Seme Mission in Berlin brachte ihn! mit dem Mend< Lssohiuschcn Kreis in Berührung, und diese o l uhlungnuhme führte zur VerolYenthelumg einer Schrift ^l?^7^: ' Sur Mösts \fm Ulis dui tt u lt v'^iini pohlt t u «'sjutf-* Vielleielu hat diese Publikation nicht jene starke religiöse i Note, die uns bei (iregoiru autfallt. Dafür aber ist der Mtru-! beausche Verstoss ganx frei von Spekulation auf einstmalige! lk ki ni iinj, äuiu Chii niniuvi \oii u» du Abbi. hi^h ».hv freimachen kann, wenmrlcieh er solchen Preis nicht gerade; fordert und den Juden mit Achtung, ihrem Unglück mit Mit-! b. f hi und histon dum t »r t htij ki itssmn btgifcm.1 I; einen Bruch mit dem Libcrn R'-aiitSon. Sein ,yhJ«ttiichcr Dua- ■huf uie Grundlage für die Ab-j <rK-ruiung der F;cchte. die nach 1 h 1.r und noch deutliiher nach! drv Gründung dir heiligen Allianz sich in den wieder befreiten! unl rr sti inn h n Stfi,jt(n duuhet/t Dir siegrti hi l Na w liMiien neigen zur Harte uno nach innen. Der Anti^ennttjonu« al« t, AiHflriu K der Abwehr der Jüdischen delning fo'gl gerade «legn reichen Kriegen; so ltr.J5. j*o 1871. Gerade die Annullierung; J erworbener Rechte nach den Befreiungskriegen erscheint dem ' ' .c,:-?chtigkt'its.iinn unerträglich. Die Opferbereitste liaft und die' EiunnuH. u Opfer, die die Juden In den Kriegen brachten, gaben ihnen ,"iie,r.t; einen Anspruch auf Anerkennung, zumal nicht lediglich politischer Klgenriutz und Verbesserung Ihrer Situation ihre Haltung betdimmte, sondern Inncrc Teilnahme am Schu-ksnl der herrschenden N a 11 o n. it sein kann, geoen wir (auf Wunsi h au.* lern I^escr* h.su'hend o:e Liste der für Berlin und Lmtrebung zu« eU« f nr n bek tr i t »Int« re Jen und auf bevanren », f. f ür drn Ijind^orlchtNfHv/irk llrriiii: )!. .-.!■, ri«»ir ir. Cohn. 1>r EU»«. I>r Arlleir T*1. H.-rlin \ -I l»r»«>t. IKmüh C S'< t ) H.rlifi r W I.V HI.IMr.- i t < j ü r. rl ir* i Beherrnehend bleibt. In milderer (xier krasser»'r Form, die i rftj.v-k',^ I-orderung an die Juden, ihre kiutnort prn*iit(frben. Sprache.! Mcijüim Lrztehung. Natioiialbiwuii.Hlxein sollten die Juden nicht mehr; ara*"" von der Umgebung unterscheiden. V iele Staatumiüuu r und; M. *! Politiker erfdlltf die Hoffnung, die manchmal verhüllt manch- 17 mal unverhüllt zum Aufdruck kam. das» auch die Religion^ S(r kein tretinenfle.s Merkmal in der Zukunft bilden werde. Viele.«*: ';r' w-ar dabei widerspruchsvoll: die siifngglaublgen Herrscher der heiligen Allianz bevorzugten die orthodoxe Richtung bei I den Juden, wid*>r«.c!7*«n Mcn im Bezirk de.i Gottesdienstes , den bescheidensten Reformen. Lben$o ist die nie verachwun-; der.e, eher gewachsene gesellschaftliche Abneigung gegen [Juden und lauf Innre Ausdruck des reflektorischen Widerj «iiiiidc« geg«.'ii die eigensten Forderungen, die auf Assimilation /.leiten. Aber ihe.se Paradoxien dtirten uns nicht Überraschen Seelisch tief verankerte (Jberzeir'ungen stellen sich politischen; i^o.Hungen und geschichtlichen Maximen entve^en und schaflen Konflikte, die zunächst nur als Schönheitsfehler und! empirische hrschwerungen theoretisch richtig gesehener fcnt-; wickluugsganKc unponieren. bi« dann schliesslich in den Schwierigkeiten und den Oegentendcnzen sich historisch fcrit-; scheidendes ankündigt, unubervvtndbarc Hürden die dann i endlich uns den Blick dafür offnen, das.s ein gut gc-irieintfr I Plan auf falschem Wege zum Scheitern verurteilt ist und eri neut auf anderer Bahn der Verwirklichumr entpevengefuhrt; werden muss. Wir sind Zeugen eines geschichtlichen fcxperi-; meiuf, das sich als undurchführbar erwiesen hat. Die beson- <hrf di sCt/!i( nkt lt unstrtr utginwirt mm i ->icn U « i Abscbluss des Experiments, in der hrkenntnls dass es zur Loaung nun Problems ungeeignet ist. *ir lfm, _ B*er- Banner, I)**..brft BUn, U«rRh«H Ur*ff, Cheim. <\S\r, l<-rlirt i'hur* li.nrf toa-l, FUrlin t h/irt. rt. n-rMn C 2. KonflCdtr. »1 >f»rUn-r.ut>i-r-^tr. '=>. — N'.ti. I>l-.jMr!,.ir 7*. - Enf#Ivi jl ... retlcbanfeld, üavid ..nl(l«i/ A ri)«»t. Iir JuHi» I*rn^l, Herlin ... Or»n. Mr. W**K.r l»r».l, U*rlin-rh*rl/ilt«-nn*nb»rf*r. i»r i»»--.r* T«r».-I. |Ur»'n W 8.1. r M7 — Hol<Jh«lm. I»r K»>t f<^r»»l. H-rlln 4t Hl Hirteta. l-r W/*H-r T»r».l, Bprlio ~ JacobKhn. Kurt T«rm) X' riin-W'ilm*T»dorf, •l. — K*nn. Or i<|.h»r<i l«r»*l. b>rlin W;f>. trro«^»dniil'f^r B7 - K»TD<fli. i'r. Alfrwt T.raol. U-it^' W11Harsdorf, Iii. — K*tt. I»r W»li-! )*rn.l. Ii*rlln ( Ai<-.i»nd"r- - Kuraves. Alfred Im».>). M^rHn-WUfti«-r«d.>rf. iTlr.t« s. _.. X,*M4UberK«r. Dr. Kurt t«r»-l Hm »In \vilm.-md<.H. Mr l ..... I*vy. |.r Kr..i M.-rlin W i.'.. K»l*<-r«lt-'f 17. köfcmirer. i'r i.inuh.r Kr*"l. lirrlii/ \V 1U Mrai.d. nl»nritUiI** -(r s M»m'0 1 ir i rt« i |.-, l H Up ' i! e ">*U»»f ■»tt. -•- MlfvliM. llr. Kf.-hir<! l*r^l. ». riln W Ä2. Kl-lnUtr. JH. .....- M*f. Or I r.'. l H.Mi.1 W;«i Hunbrrg.-t Wir»«.'.* 8f* — MlCbMlt«, \!^\ Ii. ,Iii. W!V Kur(ür.M^nd»HUii . Inn _ MUltr, f»r. slcjih rt txr»,.-i Herlir W! K >irfür'«tf iid*uttn M*4. — Otthlg, Err..»t li.rn»). h. rll» S Ml. K..|it.uf./.. r \>nmm '.. ..... K*lch. Pr. H»n» T«r»»l. Heil!« W |Otl.n.-r PlM« 4 ■ Swhs. Or. K-..-I I«rA. l. n-rlln W P. Ko.n. n»ir Scbiudier. Or .tuiiü.. l»fl,, l lo-rlii, w 511. Amhactirt - lr.;t. .S;hle«iiiier. Or illun* 1 hi m. ) lU rüu W \e I.JnkMr»««« 4'.'. —- Scbftuberf. Or. K»r! hm!. iUrlin W l' Iferrimni. O'orin/ Mr. 7. ........ «•Inw«kv 1 h- }I,rlk^ Ti rl t " » e ( i r *t S»it«H. Or. Fr*i)x i«ra«'l. H«rlin VV an 'rn,i,,>,i..|.i. r Str 1". - »tniOD, Krlch Um.! \tftv llerlin SV T.. KnU*rnllfr! 7 _ Simon, Or H<ir.r!.-h Tursrl V»lt. iVrlln W 35. Vi, u.rlftxlr Ii» - . Simon. Or Munfr.-d Ur»fl. Hu,- ii« rinirn-,.«. f.iM<ni»iiniiir. —. aingsr. n> rh,-n i«r«..|. Hcrtln W S. r r;. .inri.sir. VI ....... ot«lufeJd. f»r. Kt.M Itrue! IUrlW> NW VI. .-Iii.*»* 4* --- Tr»nb#. 0- Alfr-.i!»«.! Ü. rlin W I".. I »»«nrnnt* 7", . . Wertbuuer. l»r. K.n-i l--ra<-l. H.rlii: W .'.<• l'n-Mtü-r Str. '.'4. II. In Berlin für dir I^indgerich >|, -Irke Berlin und Potsdam: vcb)«»tU£er.!{..!.. rt \.!A,-\ II. elln \ *••!■<.1.!•«>•». r All-.» ' 13t. 1 I 1 1 t I I I* rli \ - 1 r» 'tt III. In Berlin für die Land Bericht «Zoe zirke Berlin und Neurtipidn: ' iclis II i v « I r 5t Doch wenden wir uns dem Träger der Lmanzipation. dem ' jüdischen Volke selbst, zu. Wie konnte in verhältnismässig: kurzer Zeit der Wunsch in einem Volke reifen, die Em inzi-i patiou um jeden Preis, d. h. auch um den Preis seines Wesens. I zu erstreben? Wir kennen den besonders von Dubnow herausgearbeiteten Gedanken von der Doppelheit der Antriebe: ein Tl > Mi/r /v i i t ) *./ / » i - i t - - ♦ , . IV. In Berlin für die l^tnduerichtMbe/irk« Bf riin und Frenz lau: Block. W,-,•»..•!• |M ,., I K. rlirt W I •. Kulfite t. t..lau.:,. \M- — Uch. Dr. Hann J^rarl. Berlin U I KiirflKi-»0-ndamio V. In Cottbus fUr die IJüidgerU htsKe/Irke (Otthus, Guben. I rankfurt (Otlfr) und Lanihtberi; (Warthe): Hatntnerscbmidt. ü. re.sKne. l**•&<•! fi.t»s.«* s. m|n»rsir \L In Frankfurt (Oder) für dir tamlueri« hNiirxirke einander liegen, sind am Werke Dass der Ütilitarismus dabei Cottbus Gubtü, rraukfuri »öder), i^aiiUslMT« (Harth«) überwiegt .ist nicht zu bezweifeln. Aber er hatte doch kaum l und Weserit-/ (SnrechtaK)' in einem Volke so grosser religiöser Tra/htionen und so ge-; ctbh-u it t■ ■ i . ( ( ..., ( icstigter Struktur zum Siege kommen können, hatten nicht.:..,, _ ... , edlere, geistesgeschichtlich werthafte, wenn auch historisch? * »• I« lJim»j»b«rR (Harth«) für di« IjnidR«ri< htsW/Jrko unvoHv.sciibaro Motive eine .sittliche Basis geschalTen. Das («t.bus, ittilten, Frankfurt (Oder), Landsbcrt; (Harth«), Humanitaisideal, zu neuem Leben erwacht, wirkte am V\ eb-1 M«sontz und Si'hueidenitibl (S|»r««ht4ie): »tuhle der Zeit mit. I raglos fanden die Juden in der Liasti-j k /.itat ihn die Ankli Denkens, in der Schnelligkeit der Assoziation bald | eno Lehren aus alter Zeit. Damals fand i Brrhu 30 Juni 1HS9 i»t In Bei I »i (IseraLtsbesuK die Lehre von uer Mission Israels, von seiner Rolle inmitten der Volker ihre Grundlegung, Der Messianismus wurde umgeprägt; Israel sou uer Lehrmeister der Volker sein: diese iMiuktion wird nicht an die Ruckkehr Israels nach Palästina, an Zentralheiligtuai etc. geknupit. sondern gerade mit uer Galuthexistcn?. eines seiner Entwürdigung DAVID J. SCIlH'KiTZKK Dieser Tage feierte« in Paris der langjahru M uhn. r. >r ( «lulhiM unr eines suncr Uiusurduung ^iitl kidtcti. cl<r , b Anu.ican Jo.n- Dlsuibution Cot Zinnat n Ud.„ui Volkes in /usamnu ntiang „tb,uht Die/.! m ttte D,w, j S(h,fl./tJ scinn'0 idm u ' und «»r a. au*. diesem Anlass Gegenstand zahlreicher Ehrungen und Sympathiekundgebungen. Schweitzer ist seit 1920 einer der Repräsentanten des American Joint Distribution Committee in , , ... . ........ ,.. ,....! rairopa. Vielen deutschen Juden ist er aus der Zeit, als er las GiluthdcMin hlorlfi,umi und m. volk, Sin ih i tigkcit m x m JnnB fQ ftntIilt| XV(h,u,lUlU umi em „ leciioiii — ein fuhren*les Symptom des Messtanismus, in ihm kiloxiniu genannt ...... wird zum Kriterium d*# goldenen Zenakeis *11 in üt r Zukunft lugt Mtssianismus wiid sta»f *» e» /ities utd /u»-»apcks t 1 I> e \ ni',t 1 Sutiizm dit ) « i «tnn nie 1 t zu rage behandelte und mich incif:. /ai nennen ist aber ms. m dessen schwankenausstatten. erhalten nun eine zentrale Bedeuttimr Vbnsens wird ahis TdtOio„is«.ht 11 st spat s^ stt mu liiert t rst Rn^^t und deiner betrrunden die Asssnukuion in abgerundeter \\us< Abu d> h hego i <}. den f ilnn Vc tossti oi iu disilui StitL btwusst odir unbewuss si tlu C idanktiiKan0» zugrunde, wie sie auch wieder betont werden, als gegen Ende des h,maiiz.ipationszeitalters von juuischer und nschtjudischer Seite die Losung auf dein Wege der Assimilation in ihrer Mangelhaftigkeit durchschaut und deshalb beseitigt wird. derer Teil der deutschen Juden hat nachher in der Zeit der Emigration mit dem Joint und mit Schweitzer' persönlich n tun gehabt. Aber weit entfernt davon, die Tätigkeit, eine., solchen Mannes nur vorn deutsch-judischen Standpunkt z? betrachten, "wissen wir und alle, die ihn kennen, seine at t opfernde Tätigkeit für das Judentum des europäischen Ost*!*-- zu würdigen. Auf einen wichtigen Posten gestellt, der ihr-, grosse Macht und Verfügung über grosse-Mittsly-ab, hat diese* nescheidene. sachlich denkende Mann in rastios.tr Arbeit tv Im Will. Jahrhundert setzt sich siegreich alles bei den helfen und planen versucht, wo Not sich zeigte. Leider ist ix. Nationen durch, was den Juden mehr oder weniger aas ihrem; der Penode. die Schweitzers lutigkett in huropa bezeichnet Schicksal im Exil vertraut erschien: Welthandel .Weltburgerdie Not nicht kleiner sondern grosser ge wurde« und so kan;. tum. W eltliteratur. Toleranz, ein weltgehendes Abschleifen des mar. sagen, dass einem Mann von den Erfahrungen Schweitzer. Bisondutn! rt uußigkeit Dir Siegeszug du W i-.'-tn-.chaft uuh htuu gröbst. \ufgibtn bt\or«*'t hm 1 s ist wol 1 dt war wie ein Svmbol: sie hatte wirklich em« internationale i beste Glückwunsch zu seinem Geburtstag, wenn man die Sprache, besonders soweit sie sich der Svmbole bediente, wie i Hoffnung avisspru-tu. dass es ihm gelingen nwü»', durch seir in dem Prototyp aller Wissenschaft, der Mathematik, die ja Eingreifen so vu-kn jüdischen Opfern *a j/.c;. -!.,, wie irgend nient nur für die Phvsut. sondern auch für dse Philosophie: möglich, immer meiir uas laeal tler VV isseuscnait unu uueu «ier Weis-' hoitslehre wurde. So stand vieles im Zeichen der Angleichung. KltflflC fVacfiricfclvn Vereinheitlichung und Vereinfachung, und auch das entsprach dem Wege der Naturwissenschaft, ine das Gesetz, das All'je- Churaktenatiiieh Kind tiie Phasen der HeaklivH. die alles ctukgangig machen wollen, was gewöhnlich mir unter Druck ücvmuui wuruf. tiei auer r.rnaoenheil uer grossen numanen Antriebe der fran?osi*chea Revolution und der zwcifeüos bewundvinswcrten Aktivität einiger weniger Männer erfolgte die Emanzipation mihi unter mm Zwingt du g»osstn Oes \mt c^ituerung menschlicher Gemeinschaft und nunschlichen c;e- «neinwesens als aus unmittelbarer Svmpathie für die Juden. Pie Grundidee der ■ Revolution erzwang die Befreiung des Paua>0lkeo tbenso wit des dtittm Stande lul vkJ >» »r cUt Befreiung keine vollständige. Aber gesehen vom stand-i uijuktt der hbu»!UtIsmen AUschauunt w ir sie rruiuh e.n 1 » , i Mt i i s ai flu nb i\ b „ d v - »nl iss» uli dt- Bi i Ii* \ n Dr idi ulit bu einem Piosumpfutg indische Jounishsf.cn erklärten, es bestehe eine starke Abluigung jL.t>,tn DuitSkhlaud \Mnen der g-ausan en Juden\erfoiguntui und dus ^htde nul tlem deutsuien k \[ ort -»muht e \idi i t lud Kids ir ubu ' r Ant kiiii ti mui h», 'fit null» nur in Dt t.t>i 1 Un l, somlun vu 1 m meine im Besonderen suchte. Dein Volke, das überall lebte. \'ilfaihe Verbindungen /wis<hen d< Getn intm hfstilltt. ilso st huksnlsh ift goussi kosmop^1'isme I-unk'oiun tr füllte, schien es. als ob die Entwicklung sich ihm und seinen Bidiutnissui seinen gebumst'n Wünschen nabele Tra^isth und verhängnisvoll war. dass man nicht erkannte, wo die Grenzen der Umformierung der Welt lagen. Der Wunsch, sich, *"* ° *" : n/ughed m fuhrt rHusAi's 'u>- Notw enaigkut -i h in i ln l«""din fumu if.umiti. \»i-" *■ lur«, dei dt i ein»i«iun Si-u m t.u tinzc'n m mtbiis itm »i'uufuRtn ^u^nbunf en m Bt h Shtanm tMuik Abi kh «-'alt In md dünn «zum Fmk d . t^uillltlun ÜalutnfunktK n Man Btlh SheaMm *u-dm bikannthelt uiu dt« P »Ji und t kr hat »irktsiin diss A Jüdin bisher al» l . I* mt» - üt . ' "» mle t^nti (mlstat'en nibgefc.rat>tn die t \»Usei dss^ uuugu autonom au'-suhdb dis Im r is jeeks Stantts kbindjdnt eint nlttt judisehi Kultur^tit'i \ r üt Bi u« ke ss\» ist hui ki \ fionen bilduct Dt virbuukidtj In Ph»i gast t n nutt tig das jidu mt b u stkriitui ktn» tü>ti Kiuuu»at-.u us atn Mumm tum 4,b«*mlu»a thealer unt t Luim \on Mtuntt Sthwarz im Theater An wo man den ParaUehsmu» zwischen der eigenen lendeus und {tome. Die Tiuppe halt« mit dem btuck »Der \\ as^vriragt-i der geschichthchen Knifaituiig jener Zeit sah. i unen grossen Krfolg.

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