Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 9 (12.5.1939)
- Date
- 1939-05-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2424658-2424659-2424667--106-2424872- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nr, 0, 12. V. m* Notizen der Woehe Jerusalem,!). Mal 193?) Doppelle Be*nrmMt*n# In einer Zeit, wo a 1 I e Europäer mit unverhohlener MANDATS-KOMMISSIOIV ERST AM 1. JUNI Von Htttcrcm Grnf>r Mitarbeitrr. >' Genf. 7. Mal. tIUtsitaung eine allgemein? Erklärung über Ihre künftige Nervosität von Tnr. zu Tag Knlk>hcidungon von unsng- HTnfo,*c f Spannung In der Internationalen. Lage und der j '""^"J^ j^tlM pjjL,™ Tragweite n,w;,,i,n «in.l die .T„d,n Pntöstinna in ^^^'l^.13"^'^ ^.tischen Regierung Uber Ihre : T?m*Üd Tagung herausgegeben hat, kommt eine der Mandatskommission nicht baivr Trn;;weitr erwarten, sind die Jud^-n Paliijtina« in kUnft ^itlk jn ViiUlHiinn< M aurh dje Emb,rufunR pincr einer besonderen Lage. Genau wie die anderer'Menden! ,JU5,rrordenUkhcn Tagung der Ständigen Mandatskombeobachlrn «te mit gespannter .Sorge den Lauf der Well - (mi.^ion hinfällig geworden. Oma«* dem im Januar 193« Politik, zugleich aber nind sie von schwerster Beunruhi- vom Vertreter der britischen Regirrung im Volkerbundrat gung. erfüllt, über die bevorstehende Wendung in der |••»usgoyprOehcncn Wunsche, sollte diese ausserordentliche Ta- Pa I äs t i 11.1 p o 1 i t i k , die jetzt schon s«-ir Wochen! "urjR J!°rh fri!» K™u« zusammentreten, um der um Jfi. Mai vorausgesagt wird. . Irgendwie; teilt «ich aurh diese zweite ='Ju'*^"nrndf^ TnK"n* d«» Volkerbundrate« ihr Gutachten vor- Sorge den Juden der Welt. mit. Palästina is1 für a 1 1 e I i**™ y*n^ulcn- P* nun d,c P^'immg bisher Juden ein zentraler Punkt ihren Fuhlens und ihrer Sorge, j tuiysrros-drnt' Dio zionistische Bewegung nicht in Palästina d«-n Ort, wo j m(.},r in' l-'n allein das jüdische Volk wieder zu vollem LehW> erwachen j D(,r H a t d|1R ,v ö lkoru n d „;; ,vird wrnn bh kann, und Hie betrachtet, dieses Erwachen als Vorbcdinf dahin keine unv0rge*ehcmn Entwicklungen Phitz greifen ~ gung einer Lösung der Judenfmge. die heute in defv, ver-!am 1.1. Mai, und «iic Mandattdtommlasion am 1. Juni tu schiodensten Formen die Welt beunruhigt. Die nicht* j ihren ordentlichen F rühjahr^tagungcn zusammentreten. ciom.sfi.sr/ioi .luden sind in ihrer Einstellung zu Palästina Auf der provisorischen, vorläufig »ehr Inhalt »armen Tagung gefühlsmäßig abgestuft, angefangen von d< neu, die in der idealen Einschätzung dieses historisch mit dem Judentum verbundenen und heute von einem Teil der besten jüdischen Jugrnd neu besiedelten Landes ein gutes Stück mit den ZionisP'n zusammengehen, ohne sieh in allen politischen Kiir/elheiten mit ihnen zu identifizieren, bis zu den Juden, die Palästina nur nlfl,eines der r>.Uen Länder gelten lassen. wo jüdische'Flüchtlinge untergebracht werden können, in einer Zeit, wo die Unterbringung von Flüchtlingen das drängendste Geschäft, de« ganzen jüdischen öffentlichen Ix'bens ist. Es ist jetzt kein geeigneter Moment für theoretische Dinfcussinnen, aber manche Fragen, die viele Jahre die inner-jüdische Auseinandersetzung beherrschtem, werden auch jetzt noch nicht als eindeutig beantwortet betrachtet. So z. R wird die These das» die; des Völkerbund/;;!es steht als einziger die Mandate betreffender Punkt, die Krage der Ernennung eine« neuen britishen Mitgliedes d«-r Mandatskommission, anstelle des vor einem Monat, zurückgetretem-n Lord Hatley. Allerdings ist ea nicht aUKge:< ogierung — wenn fd.> bis dahin ent of poiiey" veröffentlicht haben •btor;«en, dass die englische .'hon n I/>ndon ein „state- ••vährend der j Kommi:.. Gegenstand d#r Verhandlungen der am 1. Juni zu ihrer ordentlichen Tagung zusammentretenden M a n d a t s - K o m ~i i »; i o n «ein. Dio internationale Krisi« hat die Mandatskommission natürlich nicht unberührt gehuMeri, Sie verlor Kukzea; ive ihr. deutsches, italienisches «früherer Vorsitzenden und schliesslich auch japanische:; Mitglied. Da» britische Mitglied, l>ord Hailey, trat vor nicht ganz zwei Jahren als Nachfolger Ix>rd Lügard's* in die Kommission *in, um nie nun wieder zu verbuken. Hein im Mal zu wählender Na eh. folge r wird, Infolge Mangel der nötigen Praxis, wohl kaum sehr aktiv an den im Juni .•taitfindonden Arbeiten teilnehmen können. Die Kommission .setzt «ich jetzt nur noch aus folgenden Mitgliedern zusammen: Orts (Vorsitzender, Belgien». Kappnrd fVize-Vor.Hit;ender, Schweizer», J>ord Ha:!ey «Engländer, demissioniert». Giraud «Franzose). Palncios (Spanier), lenha-fiarcia fPortugirse). Van Asbeck (Holländer». FrU Dannevig 'Norwegerin). Wenver (Rupert de» Internationalen Arbeitsamtes mit beratender Stimme in .sozialen Kragen, Engländer), de Haller (Schweizer. Direktor der Mandatsabtcihing im Sekrei-ent des Völkerbundes, Generalsekretär d<r Küinmissiori». Wenn Spanien aus dem Völkerbund austritt - was bisher mich nicht geschehen ist — so musste v. ahr.«cheinlit h auch Herr Palacios. spanisches Mitgjied der Agr. S. Dyk über jüdische Kolonisation Wie schon gemeldet, ist Agronom Dyk als Mitglied der Kxperten-Kommlssion zur Untersuchung der Kolonif-ation»mfigIlchkt'Uen in Surf n n m abgegangen. Unser ifae.gcr P {.-Korrespondent befragte Agronom Dyk vor ee»M-n Abreiae über »eine Ansichten. Dyk hat be- Ansiedlung von Juden in einem Territorium nur auf der! kanntlb-h bereits im Jahre lf»lO bis zum Ausbruch des Grundlage eindeutiger politischer Rechte möglich ist, be-1 Weltkrieges die Oppenheimersehe Siediungsgenossonachaft atätigt durch die willkürliche Schliessung der Pforten! Mf*chnviai geleitet Später stand er im Dienste der Preussi- 11 j 1 i-. . , 1 »•••ui „ j "Chen Regierung, für die er Moorku turarbeiten durchgeführt aller nnderen tanwa,Hle, Unländer; zugle.ch aber uhlcn | un(| AnsiedIunfrsmnÄf;nahnicn „el.Uel hftt. Diineben £u lnm Wir heute mehr als je im letzten halben Jahrhundert, da.Hsi(lie Bl?rilfWlimfich)chUlnK dcr jüdischen Jugend .ehr am auch politische Hechte nichts Eindeutiges und Fest-; Herzen. Die landwirtschaftlichen Lehratiitten Messingwerk stehendes sind und dass besonder» die Frage, wer der; und Winkel bei Rerlin und Gross-Gaglow bei Kottbu* waren Beschützer und Durchsetzer politischer Rechte in einer zum größten Teil sein Werk. Dyk verhex Deutschland im internat ional anarchischen Welt ist, noch vollkommen i Jahre 1033, um *unächst in Frankreich sich um die Organ»- tingeklärt ii-t. Wie immer aber man zu solchen Kontro-j »'"nng der Berufsutmchichtung und Siedhing der Juden zu versen stehen mag, die Tatsac h e. dass in Palästina i l>«nuhen. um dann nach Palästina überzusiedeln, wo er für heute fast eine halbe Million Juden leben, die zumid^ JcwUsh A«™<? uml »rivp* ^^'«chaften Kolonisation*- ., . , , . . «Ali j *. •. a pbme ausarbeitete, auch für Cypern. 1937 ging D>k im grossen Teil in den letzten 20 Jahren eingewandert sind, ' . , , ' „ . . w *\ , , . .. ... j. 1 ,. . , fl , , Auftrage der polnischen Regierung nach Madagaskar, und dass diese jüdische Gemeinschaft einen starken jum dfinach weilerhin ln Frankreich für die jUdi.che Sied- Lebenswillen hat und darüber hinaus den Wunsch, <Sehn-jluns zxl aroeiten. JeUt wurde er von der ,.Jew-Col zur tausende ihrer Verwandten und Freunde nachkommen *U| Teilnahme an der Surinam-Kommission aufgefordert, lassen, ist ein so zwingender und starker Faktor dcs| Auf unsope Frage wie tr dlc Mögiichkcit(>ri jüdischer wirklichen Lebens, dass dahinter Überlegungen aller; Kolonisation im Hiigemeinen beurteile, wies Herr Dyk darauf Art zurücktreten. Weil Palästina nicht nur eine jüdi-j hin, da*w in d«r Welt genügend gute Gebiete seit», die für sehe Gruppe neben vielen anderen ist, sondern weil wir \; Kolonisation in Frage kämen, jedoch werde die Einwände- CS als notcnücües Eimcanderungszentrum und als Ent-jmng verweigert Er hält es für außerordentlich wichtig, stehungsort eines (ptalitativ anders gearteten Judentums{«h^s für die jiidUehe Siedlung eine öffentlich-rechtliche Gabetrachten, ist es für alle Juden der Welt ein Land bej sonderer Art. Die Entscheidungen, vor die die Judenheit Palästinas sich jetzt gestellt sieht, sind daher im wahrsten Sinne des Wortes eine Angelegenheit des gesamten Judentums und die Judenhcit Palästinas ist sich gewiss auch der Verantwortung bewusst, dass ihre Haltung und ihr Schicksal für die Judenheit der ganzen Welt von bedeutungsvollen Folgen begleitet sein kann. Juden und Engländer Die Grundlage des politischen Lebens in Palästina scheint heute zu wanken. Die Juden, die sich, gestützt auf die Berichte der Zeitungen über das bevorstehende Weissbuch ais preisgegeben, getäuscht und verraten betrachten, sind voll Erbitterung, und es ist nicht zu vor rantie gegeben wird (Autonomie), die nicht nur zur Sicherung des Kolonisationsunternehmens wichtig .sei, sondern vor allem auch, weil das psychologische Moment der ständigen gesicherten Verbundenheit mit dem Boden für den Kolonisten von gn»fl*ter Bedeutung sei. Welche Länder geeignet seien, müsse in jedem Falle nach den objektiven Bedingungen festecHUillt werden. Bis jetzt sei ausser Pa '. ä a t i n a k e i n L o n d f ü r jüdische Massenkolonlsation geöffnet worden. Es müsse daher mit alter Kraft, danach gestrebt werden, die Möglichkeiten in Pasalion kleiner Gruppen tu der größerer übergehen könne. Bei der Auswahl des Landes mlLsse es vor allem darauf ankommen. d&i>s die wirtschaftlichen Verhältnisse dort gut sind; denn es fehle der Hebel des Nationalismus, der in Palästina zur Überwindung der Schwierigkeiten ansporne. Auf die Frage, ob er eine wesentliche K r! e i c h t e r u n g der Flüchtling »frage durch Kolonisation in kürzester Zeit für möglich halte, erwiderte Herr Dyk. dass an sich die Kolonisation für einen bestimmten Teil der Emigranten von Bedeutung sein könne, dass sich aber, eine An- Aiedlung nicht im Handumdrehen durchführen lasse, während für das Handwerk die benötigte Zeit wohl kurzer sei. Landwirtschaft erfordere Vorbereitung des Boden« und des Menschen. Jedoch bei den gegebenen Verhältnissen in der Welt scheine dies die einzige Möglichkeit zu sein, um die Massen zu bewegen. Jede Kolonisation müsse nber technisch, organisatorisch und finanziell gut vorbereitet sein. Besonder« wichtig sei, dass die Menschen bis man ein gecii-.neio« Siedlungsland bekommen hat, eine gründliche Ausbildung erhalten. Denn im Kolonisationsland komme dann noch dazu die AkklimatUierung, die Anpassung an die neuen Verhältnisse, die besonderen beruflichen Verhältnisse für einen Siedler und vieles andere Parallel mit der Vorbereitung des Siedlers müsse rmtürlich die Vorbereitung des Lartdeä gehen Für Freizügigkeit Der neu ernannte britische Botschafter in Washington, Lord Lot hl an (zur Zeit der Friedenskonferenz als Lloyd Georges Sekretär unter dem Namen Philipp Carr bekannt), hielt kürllich in Edinburgh eine Rede, in der er für die Bildung einer starken Front der friedeusliebenden Völker gegen militärische Angriffsakte eintrat Im Verlauf Keiner Rede bezeichnete Lord Lothtan als das Haupt übel der gegenwärtigen Zeit den ökonomischen Nationalismus mit .seinen viek <i Hindernissen für den freien Austausch von Gütern und für freie W a n d e r u n g. Durch, diesen ökonomischen Nationalismus würden die Völker zu der Vorstellung getrieben, dass sie ihre wirtschaftliche Lage nur durch Vergrösserung ihres Gebietes erbessern können. Daher, so sagt Lord Lothian, kann die Instina /u erweitern, auch durch Heranziehung der Nachbar- \ übertriebene Bedeutung' der Grenzen nu" dann wieder auf ihr litnder. in zweiter Linie wäre dann nach anderen geelg- »natürliches Mass zurückgeschraubt und der Weg zur Abneten Gebieten Ausschau zu halten. Cypern zum Beispiel J rüstur.g nur dadurch geöffnet werden, dass man allgemein zu sei aus verschiedenen Gründen, vor allem wegen seiner engen (einer grösseren Freiheit des Handels und der Wanderung« wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu Palästina | d. h. zu persönlicher Freizügigkeit zurückkehrt, besonders geeignet, wie auch Syrien und Trans Jordanien. J Zum Schluss seiner Rede erklärte Lord Lothian auch, dass ein Madagaskar, das er im Auftrage der polnischen Regierung j gewisses Maas der Beschränkung der absoluten Souveränität wundern, wenn die Propaganda derer, die alles Unglück! besucht hatte biete gewisse Möglichkeiten, aber es gehöre j der Völker notwendig sei, weil sonst die internationale Anarchie 1 _ _ . _ _ . . ) . » ____^„ -U» »«am st»»» Ivftlrf^ni« I l^orKikMi^tn »v*!r < I «-vi rl<uiarnili)n Wut I rü^löh 11 1* »•.»r tn ■ ■? \ \ \\ S j Tl Cj, dazu viel Kapital und Energie, ehe man von der Kokoni- I verbunden mit dem dauernden Wettrüsten un\ nur auf das wiederholte „NaehgetK'n4' der Juden schieben willige Ohren findet. Während die Araber aktiven Widerstand leisteten, so kann man immer wieder hören, haben die Juden sich mit jedem gegen ihre Rechte geführten Sehlug abgefunden, und daher nehmen heute die Engländer mehr Kucksicht, auf die Araber als auf die Juden. Es ist für die Wirkung gleichgültig, ob die Logik dieser Darlegung angesichts der gegebenen Tatsache richtig ist oder nicht. Wichtig ist, dass in einer Gruppe, die so isoliert und abseits vom grossen Gesehehen lebt wie die palästinensische Judenheit, solche Gedankengänge leicht Eingang linden. Zwischenfälle wie die Abweisung der illegalen Immigranten verschürfen noch die Stimmung. Gefühlspolitik behält die Oberhand. Leider kann man be-! obachten, dass die Spannung nicht nur eine einseitige ist. j Wahreliü :r. 11 auf judischer Seite den Engländern zum' Vorwurf hinter denen alte isruenen aogeoroenen suiu, er aar- >. |£nt»iäudern m Palästina gezeigt mungsloa vom Ufer des jüdischen Nationalheims ins Meer; i^ijebsamen Konsequenzen führte. Gerade in diesem Mozurück! reiben, wird von englischer Seite darauf hinge-1 ,ueVit ist 'die geqenseiUge 'Beziehung zu Juden und Engwiesen, dass eine unbegrenzte Landung illegaler Immi«! jäut|orn im Lande äusserst gefährdet und man hat manchgrauten die bestehenden Gesetze völlig illusorisch machen! rnal l]cn Eindruck, dass nicht alle sich über die Tragenglischen Kreisen die Meinung hören, dass es unmöglich j verlässigen Eindruck und hat anscheinend auch eine gute sei mit jüdischen Stellen auf gesetzmässiger Grundlage! Beziehung zu den englischen Kameraden und Vorgesetzzufiammenzuarbeiten. Ähnlich wie bei der illegalen Im-,' ten, Jüdische Polizei und jüdische untere Beamte sind migration ist es auf anderen Gebteten, Die Position der; viel häufiger anzutreffen als jemals früher, die hebräische Jewish Ageiiey ist heute bei der Regierung viel schwächer! Sprache ist die selbstverständliche Umgangssprache bei als noch zu Zeiten Wauehopes (an den wohl viele jetzt j Begegnungen mit Polizei und anderen Amtsstellen, was mit Sehnsucht zurückdenken). Die Entfremdung ist also j noch vor einigen Jahren keineswegs der Fall war. Es sei eine beiderseitige. Ein Buch, das dieser Tage im j übrigens erwähnt (was viele unserer Leser interessieren Verlag der Hitaehduth Olej Germania Tel-Aviv erschien, j durfte), dass sehr viele junge Juden aus Deutschland macht den Versuch, dem jüdischen Publikum England j auch in der Polizei Dienst tun, und man kann häufig u ttor und die Engländer zu erklären, es hat Norman Bertivttch! Jet Latumtc-llsnratze cir.es solchen palästinensischen, zum Verfasser, der viele Jahre einer der obersten Beamten j „Sehoter" (Polizist) unverhofft einen alten Bekannten der Palästina-Regierung war und heute aktiv in der jüdi-1 aus dieser oder jener Gegend Deutschlands entdecken, che« Flüehtlingahllfe steht. Bentwich charakterisiert j Die Organe der öffentlichen Ordnung, die Verkehrsregu- ■ ----- .....------- --------- — . '■• „;„".. ä wie« r uu.niuuija;H»ic »ium. ueumu» ukuaMwi^.^^ "i6a.iv «v* u""^"'-"1" v. —- ......— «- gomaeht wird, dass sie gestrandete Fluchiimge, | ,:um scniuss Gegensatz, der sieh zwischen Juden und! lierung und andere Dinge des öffentlichen Lebens sind i'uen alie Brücken abgebrochen sind, erbar-jläutjenl -u paUhtina gezeigt hat und manchmal zu ganz auf der Vorstellung aufgebaut, dass Juden und Engwürde und in den Augen der Araber, die von der Regierung als ein wichtiger Vertragspartner betrachtet - werden-i die Macht Englands, du» gegebenen Gesetze durchzuführen, in Zweifel stellen würde. Manche Engländer weisen darauf hin, dass England sich in der Flüchtlingsfrage sehr hilfsbereit gezeigt hat, sowohl was die Aufnahme von Menschen in England betrifft als auch bei der Zuteilung von Zertifikaten für Palästina, aber wenn durch illegale Handlungen grossen Stils alle Gesetze und Regelungen dieser Art durchbrochen werden, müsse die Regierung dies, nach englischen Begriffen, als ..illoyal!" betrachten. Angesichts der Tatsache, dass alle Organe der jüdischen Öffentlichkeit ~— wa3 nur begreiflich ist — für eine bedingungslose und «ahlenmässig unbeschränkte Landung jüdischer FiüchUinge eintreten, kann man in wette dieser Spannung und ihrer Folgen irn Klaren sind. Wendung um 180 Cradt iänder zusammen für die Ordnung des Landes verantwortlich sind. Man fragt sieh bei solchen Beobachtungen, immer wieder, wie diese Tatsachen des wirklichen Lebens in Einklang zu bringen sind mit Reden und Bemerkungen der oben geschilderten Art, die man im Publikum hört. Man fragt sich weiter, ob es beabsichtigt ist. diesen «$«md zu änd*r.!> und die Juden in eine Wenn man durchs Land fährt, würde man nicht auflan(f'ere Position hineinzumanövrieren als sie heute inne die Idee kommen, dass diese Überlegungen unmittelbare! haben. In der letzten Seit haben Erfahrungen bewiesen, Aktualität haben. Reisen in Palästina ist jetzt mit allens dn^s hei plötzlichen politischen Änderungen, die auf diese möglichen Vorsichtsmassregeln verbunden. Jeder Mann* — - " : - - - ~ 1 muss einen Reisepass für das Befahren der Landstrassen besitzen, bei der Ausfahrt aus jeder grösseren Stadt sind Barrieren errichtet, die die Autos aufhalten, dort und an anderen Stellen gibt m polizeiliche und militärische Kontrollen, Bei allen diesen Kontrollen sind Juden und Engländer gemeinsam tätig. Die jüdisehePolizei spielt ler jene Weise erfolgen, ein System der inneren Ordnung zusammenbrechen kann, auch wenn es auf festen Positionen und sorgfältig ausgedachten Sicherungen beruht. Auch Festungen werden wertlos, wenn man sie ausliefern muss. Worauf es daher ankommt, ist eine gute Ges a m t p 0 1 i t i k , die vorausschauend und unter richtiger Einsehätzung aller trirklieh wirkenden Faktoren die rocs« als Ordnungsfaktor eine gewaltige Rolle im Lande. Sie Wehste Sicherung der eigenen Leb*v»*h*»dinr.: bewährt sieh ausgezeichnet, macht einen guten und zustiebt.