Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 8 (5.5.1939)
- Date
- 1939-05-05
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ftifo Ii" JÜDISCH« WELTRÜNDSCHAV \ Nr. 8, 5. V. 1930 Vor dem dritten Weltkongress der polnischen Juden KL, D cn Haag 2ß. April. Der Ehrcng« neralffckrcfiir de« Weltvcrbnnde» der polnischen Juden im Auslände, l>r. I. Taube» in Am.sterdnm, gibt Jetzt das Programm de» 3. WeltkonKi'OBHcs de« Verbünde* bekannt, der vom 6. bis 11. September dien«;.* Jahre* in New York nbgchnlten werden *ol! T>ie Verhandlungen werden vor allem der Frag» Kewidmet nein, wie konstruktive Hilfe für das Judentum in Polen geleistet weiden k«un. Am 8. September wird eine kurze Hitzung in den Räumen der Wcltonx*fcllunf/ •Utlflnden. Ein 8itzunK»t»X wlr<« der Hrdcutnng Ercz liraef* f\\n Stützpunkt für die Juden in Polen gewidmet »ein. E» »oll nubenoniiere die bisherige Arbeit de» Weltverbandes für Krtr. |«rnel sowie dio kii'ifURo Tati-keit (Umachlchtung, konstruktive Hilfe, Jugend-AUJnli t'lo.j behandelt Warden. Zur Vorber«iimig de» Wc'Mcongresses wfrd in der ernten Malhiilfte In Paria eine Konferenz der polnlaoh-JOdlschen L«nd*mannMeharten und Vertrfctieriftleule der westeuropäischen f Ander stattfinden, m der f>«?!egiertö au* England, Frankreich, Holland, llrlglnn, Luxemburg und anderen Landern kommen Werden. Vom 24. b\n M. Mal wird die Konferenz der SA polnisch-Jüdischen Landsmannschaften in Südamerika In Buenos Aires stattfinden. Die Konferenz der nordamerikan!.sehen Föderation findet Ende M»i in New York statt und Ist ebenfalle der Vorbereitung des Weltkongresses und den Wahlen daau gewidmet. Auf einer Preseekonferent In Den Haag berichtete der Generalsekretär des Weltverbandc«, Dr. I. Taube», über die Arbeit für die au« Deutschland nucfi Pole n vertriebenen Juden. Au« Anlas* d*r Ereignis.** im Oktober 193* entstanden auf Initiative d<>* Weltverbande.? polnischer Juden im Aiislande. wie <n allen rinderen Landern, so auch In Mollmd Hilfskomitee*. Von den 16 000 aus Deutschland weggeführten polnischen Juden sind im Oktober über 7000 in Zbonszyn geblieben. Das Zentralkomitee In Warschau, da* unter Leitung von Prof. Sc hör r «lebt, war auf die Dauer trotz Erboster Anstrengungen dtn Anforderungen ni.-ht gewachsen. D«* im Januar zwischen Deutschland und Polen geschlossene Abkommen verschlimmerte die Situation noch, well sich dadurch die Zahl im Laufe der Zeit auf 25-24000 erhöhen dürfte. Das Zentralkomitee hat sich in erster Reihe bemüht, «rdorüge Hilfe zu leisten. Ks wurden unter anderem Ucilweiae mit Hilfe des Joint) ein Lazarett, eine Kinderfursorgestelle, eine Rechtsberatungsstelle, Päse- und Poststellen, Lehr* und Unierrlchtskurs* eingerichtet. Sodann tmisste aber auch kon-, atruktlvc Hilfe geleistet werden. In erster Linie musete man die Jugend retten. Man schuf verschiedene llnrhichnrah- »teilen. Sehon in der ersten Zeit wurde die AHJah von 80 ChahiKim nach PaUutina möglich gemacht. Ferner wurden auf Initiative de* Weltverbandes A4 Kinder aus Polen nach England gebracht. Dae Oesamtbudget für die aus Deutschland vertriebenen polnischen Juden stellt Mich heute noch Immer! auf 50 000 Zloty pro Monat. Vom ersten Tage bis zum Hl. Mär« j hat man 2 32.117« Zloty gesammelt. \ Im Vordergrunde stehe jetatt eine Aktion für da? Hinüberbringen der Kinder nach Palästina und die Devise lautet Jet*t für Holland: 2 0 0 Kinder aus Zboiuzyn n a c Ii Ercz Israel! Die Unterbringung der Kinder soll nach einem bestimmten System erfolgen, sodass man genau wissen wird, wohin Jedes Kind kommt und wo es wahrend der ersten zwei Jahre bleiben wird. Die Kosten hierfür betragen 70 Pfund pro Kind. Mit der Jugend-Alijah sind entsprechende Vereinbarungen getroffen, Familien-Nachrichten aus Deutschfand Verlobungen V'r.n-.i Store -r.it Alf*^«1 tetlack, Mrin«i-rhaz«n I.W t,*<*, — Margot ■alpern n»it Kr «-in Zuck*r»San, VnU*t*<U/ltcrUnP*n'kQW. Vermählung*« — Dr. i:«»ri Jablaneki rr.it Cillr *vb. Ehrlich, U-lMb+rg/PtuiistrU Todeafille. O.rt JTaceh, 3S ,T. Turli*. — 7Wt>,a Wolff Salin fr. f.* X, TU* lin. — Adolf KaataJlSa, 8.1 .f., JWiin. -~ Arf-.K SefctiaaMoa, NÜni* «»♦•»•«. - Tiioroup Wenereketawr ««•».. Ol.-rm.»v#r. Manche« — Amftiie IirMl fh. Kapital, «S .T„ t»re»Ui>. — Kanftr Boker k«K ZadlV, 7J .T,. ftr««Uii. — Alftvd Haraberg, Merlin frii'«-r N.iM. — Ida Boravar g»b. Ffa«kf..rflt»r, .f., Brealati. — «Junta*- Mefer, 70 J., »«rlin früher r,n,i„f. . H„»| Och». '„>! .T„ ir»lsr«TJ.>.-», friiW EHonarh, — <M>» EtSnaC e-h Kolli, n^rlin. - Morst* LoeHback, »anUfwrt *X. — Oarar TXM, Kirl.w. re Kn.il rreaadorff, 7t , f.. tfamb ir«. — J»>-»b Sttiiager, <.:. .f.. K«rl«ru).(. (Hatlon). -- H.-lin* Ulrich £<>b, San.ucl, Brcilau, 1)?? 1*1 J 9 D e'i^rt •»«♦«?"» EINE NEUE HEBRalSCHE FAUST ÜBERSETZUNG Iis der letz.ten Nummer (45/46) der vom palästinensiachen Verband hebräischer Schriftatelier (Redakteur Jakob Flehm an) herausgegebenen Monatsachrlft „Mosnsjim" erschien u. a. eine Übersetzung der zweiten 8tudler»lmmers»ene au* Goethes Faust I. Teil, W>r glauben, dass unsere Le»er sich für dieeen neuen t)ber»etaung*v*r*ucb (es« gibt deren in der liebrUiachen Literatur mehrere) interessieren und geben im folgenden einige kleine Proben mit Gegenüberstellung des Originals. Die Übersetzung gtanimt aus der Feder des hebräischen Schriftstellers und Übersetzer* J. L. Baf UcU. /«t<sL* Werd' Ich zum Augenblicke eggen: Verweile doch! Du bist so schon! Dann magst du mich in Feesein schlagen. Dann will ich gern zugrunde gebn! Dann mag «Ii« Totenflocke schellen. Dann bist du deine» Dienstes frei, Dia Uhr mag stehe», der Zeiger fallet Es sei die Zeit für mich vorbei!.., J itephUto: Dat liaei »ich hören! Doch nur vor einem Ut mir bau**. Di» 35»lt tot kurz, die Kunst ist lauf. Ich dacht", Ihr Uesset Such belehren. Assoziiert Buch mit elaem Poeten, Las»! den Herrn in Gedanken schweife«* Und alle edlen Qualitäten Auf Kuren Ehreneoheit«! häufen. Des Löwen Mut, Des Hirsches Schnelligkeit, des Italieners feurig Blut. De» Nordens Dau'rbarkelt. Laset ihn Such das Geheimnis finden, Grossmut und Arglist zu verbinden Und Buch, mit warmen Jugendtrieben, Nach einem Plane, zu verlieb'n. Möchte selbst solch einen Herren kennen Würd* ihn Herrn Mikrokosmus nennen. Wust: Was bin Ich denn, wenn es nicht möglich Ut* Der Menschheit Krone zu erringen. Nach der »ich alle Sinne dringen? Jfeyfctsto: Du W»t am End» —was du bist Beta 'dir Perücken auf von Millionen Locken, Sets' deinen Fuss auf ellenhohe Sockeo« Du bleibet doch immer, was du bist ¥*mt: " Ich fühl'», vergebens hab' Ich alle SchäUa Des Menschengeist's auf mich nerbeigeraffti Und wenn Ich mich am Ende niedersetze, Quillt Innerlich doch keine neue Kraft? Ist hin nicht um »in Haarbreit höher, Bin dem Unendlichen nicht naher..• j SBOWD H«: DV DK l^rno ."m- *VP T«> "i^ 1WH *>i iv> nvri jpwr$ •n^r?toJ>i n* o%n: .mii m «5^ oi^ r?^W ♦».! "öfi i» neo'Be!^ VMf» . l|M| »ttn ^isj nri*? ^1 ^1? •1W •"VwVff *%* n^ .njjo ^10 w •mDi? ^w? öv w m «^»WW Ii? *t W W ip, ^1 r»;^s ^51 W TITO n$ ^13} an^> Jjp"oin IBM •»K TO^ T» .tiW V? *W Wl) npio ov? rin-rna^ JotywW W* «IT« •D^n| Wifae'fi^ w^w^ S^ft W?! v& it^ b ♦W? "191? oSi» ^n iV!t»Utft »WV| V:ik hS dh ,mib»i «;(| .nn »rfjntsi? n« i*»^ .n^ann ön?V l«^fi9 n**ci* '»W neo'sa ij^tj». 1.1 joffly) di»jp n^5) nai itiri •0!W Va> S») •ni%7p Sirtjri ^ri *)b«^ .p «i»n iW«? ^1 ^T»* ,*|1D i» h^k ,]ii»/fi n^ij eit ilV^i *sfi?) r»t 2«^ ehn ]m •Wii if^ wn? 1$ •w^? %W1?*> W»>« Dr. Malter Kahn und Frau Cret geb, Motzenberg zeigen die Gehurt ilires Sohnes Gideon Micha«! an. Tel-Aviv, Cruzcnbergatr, 2« 2«. April 1939 Statt Karten Hella Frankenfitein Znhnnr/t Dr. Halter Maitdel«teiii Verlobte Tri-Aviv, Tel-Aviv, 18, Shmoryahu Levln Str. «9, Ben Jchuda Str. Lag beomer 7. V. 39 27. April 1939 Fritz Danziger Hunt Danziger geb. Sonnabend Vermählte 61, Greencroft Gardens London N. W. 6 UNSER HERR Dr. FRANZ WINKLER STEHT INTER¬ ESSENTEN VOM 4. BIS 10. MAI ZU INFORMATO¬ RISCHEN BESPRECHUNGEN IN ZÜRICH. HOTEL NEUES SCHLOSS (TELEFON Nr. 71650) ZUR VER¬ FÜGUNG. NACHMITTAGS * 5 UHR, SONST NACH TELE KONISCHER VEREINBARUNG. J. 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