Mannheim
Compact Memory

Jüdische Weltrundschau · 1939-05-05 · 8 (5.5.1939) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
8 (5.5.1939)
Date
1939-05-05
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2424658-2424659-2424666--096-2424861
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

r. I, 8. r. i»3i JÜDISCHE WtT.T-rlttNDSCrTAtf Sdtt » EMIGRANTEN IN KALIFORNIEN Wir sind jetr San Kr*nciiro, im April IM» -in Jahr hier Die unvergleichliche Schön- Von Schalom Ben-Chorln (Jon heit Kaliforniens und das wunderbar milde Kltma erleichtern V** Einleben hier? Uns Juden fallt bcs<md#r.H auf das* hier grosse Gruppen der verschiedenen Kasse«, Völker und Religionen eng beieinander wohnen, und bei allem Trennenden, das sich auch hier Vif Spannung, freilich auch mit mancher!«! Bedenken ' nicht verbergen laset, doch friedlich in gemeinsamer Arbeit j erwsr(*tK die Gemeinde Sigmund Freuds das Alteriwerk dos guaammen leben j Schöpfer* der Psychoanalyse „Der Mann Mose* und die mnnow Das Jürtidrhe leben ist vielfältig. Kin Kapitel für j f/irv<fMr*r RrlUjkm'*). Zwei Abhandlungen in Freuds />U- •Ich «st du Leben der einzelnen jüdischen Gemeinden, in denen < »chrlft „Imago",' die »Ich mit diesem Thema befassten. gingen 'Oberhaupt nur etwa 20 Prozent der Jüdischen Bevölkerung' „>,- Buchausgabe vitmn, welch*» nun diese beiden Essay«, ver- SIGMUND FREUD ÜBER MOSES tusammengeschloaaen üind; die anderen 90 Prozent gehören! mehrt F^vlten und den Jahwebekennem und xchltessTlch nahm der Gott Jahwe mehr und mehr die Züge Atnn* an, er wurde von einem Gott unter Göttern der alleinige Gott. IIT. Wie konnte, so fragt Freud, di* Religion de» Moses «loh so nachhaltig durchsetzen, obwohl der Heligionstifter sclbs! keiner der 3ynafc-r>Rcn gemeinden an j Kang!irh macht. t Vortfüge M>tf( VctMimmluntjrn gibt. vor kurcem einen Vortrag von Dr. Kaufnmn gehurt. leider - ihm Arbelt jhypothes« wird) .jia»*$ ein Ägypter". W wir die Zahl der anwesenden Personen kaum mehr als 20. ] veranlagte Freud, mit seltenem Hadikallsrnua die biblische Dr. Bernard Kauf man. einer der bekanntesten Hcrzspezia-! Hsten der StAdt — er selbst hat das beste Herz der Welt, tut fftrEmigranten was In *Hnen Kräften steht und begeisterter einen gewichtigen dritte», der Öffentlichkeit tuerschlagen wurde? Wie ist es überhaupt nvtglich. das» ein einreiner ..grosser Mann" ein halbwildes Volk so stark becln- »onist. brachte, anknüpfend an ein Buchreferat, eine Derftellurtg de« Eirmisrmu» und der Situation in Palästina, dia «in grössere* Forum verdient hatte; denn Kaufmaii ist ein Mann ton Format und ein glänzender Redner. f Stark besucht war ein Vortrag von Dr. Louis Fink eilte in, dem bekannten New Torker Gelehrten. Dieser Vortraf fand im Rahmen eines Spät-Gottesdienste* «m Freitagabend statt. Kr war ab Attraktion aufgesogen, ee wurde vorher in den Zeltungen darauf hingewiesen ttnd das Bild dM Redners war in der Tagespreise cu sehen, w Kin anderer Abend brachte ein «Symposium: sin Engländer, ein Araber und ein Jude sprachen über das Thema. Wer in Palästina herrschen soll. Der Araber erklärte, daas die Einwanderung in Palästina gestoppt werden müsse. Interessant war die Persönlichkeit des britischen Redners — es per der frühere Militürfourerneur von Jerusalem, Sir Ronald 81 o r r s. I In den letzten Monaten haken wir — und nicht nur wir — eine Flut von Briefen erhalten, die uns um Ausstellung Von Affidavita angehen. Die Schreiber, die wir meist gar! picht kennen, haben gar keine Vorstellung davon, dam wi r selbst la einem langsamen, mühevollen Auf viele So habe ich« Am Anfang der Freudechen Untersuchung steht die These ' fiuaet, «las* diese* Volk noch heute, .1500 Jahre nach dem Tode seines ei \«ten Führers, dessen Wüten befolgt und noch immer die Schopfimg jwines Geistes ist. Die Antwort, weicht Oberlieferung Lügen iti strafen* Es ist zunächst die keines-] dl» Religion auf die letzte Franc gibt, dnss es die einmalig« weg* neue Feststellung, dass der Name Moses ägyptisch Ist und I unwandelbare Offenbarung Gottes tat. die dieses Wunder „Kind" bedeutet (Meschu- KlmD Kr kommt, wie Kd. Meyer welche* wir nicht au begreifen vermögen, wirkte, dies« Antwort u a. schon vor einem halben Jahrhundert feetat eilten, httilfig; verwirft Freud K» ist selbstverständlich, daas der Verfasset in Verbindung mit sinera amtaren (Gölter>-Nomen vor, f. B. i <*M Buches „Die Zukunft einer Illusion" Jede religiöse Sinn- Tutmoaea. Dass die traditionelle VolkseÜiyniologi« des Nai nebung der Geschichte verwerfen muss, wenn er sich nlchl mens Moses <Esodus % 10* problematisch ist. erkannten schon 1 Re5bst untreu werden will. die klassischen Kommentatoren. (Vergl. etwa Raschid In-' Zunächst mus» ss uns wundernehmen, dass Freud sur Krdessen haben erst neuere kritische Autoren darauf hlngewle-; i»»rt»m«r seluer, für sein Werk centralen Behauptung, Mosei sen, dass es widersinnig Ist, der ägyptischen Pharaonentochter'9cl erraordet worden, sich ausschliesslich auf den protestantieln hebrkisches Wortspiel in den Mund zu lege« Freud nun, i[ schmn Altl«-. v,«i?ler Ernst S#|l!n und auf den jungen Goethe der sich die Forschungeergebn^se der krltiaeh-htotorlaehen; Hütio Tr«ud sich n:*hf mit der einschlägigen r.iteratut Schule au eigen rnadit. wundert sich, dass kein Vertreter dieser; he'*«et» eo «alle er in BerAptmwMki (Bin Gorion> einen Kldcs- Richtung bisher aus dem ägyptischen Namen des Marmes UmU*r VMI ««''•''^'t winsenschaftllchem Format gefunden. In Moses den Schluss?.og. dass der Träger dieses Nameni e»»enj_»einem 152* eivcMenenen Naehiasswerke „Sinai und Garlzlm" ein — Ä'rwpter war. Wir wur.-.!-cf;n uns 'unsereYscifV""'uTi;<s"7in b'eMrttkte sfca Bcräyo.ewski, der ein ausserordentlicher Kenner so logischer Denker wie Freud diesen Sektu&s ziehen konnte.,' <itr rahblnlschen und MidriU -hUteratur war, an Hand der Tra« Zur ErhHrtung seiner These führt Freud den englisdien! dlt,0ft ****** <5o,? Morsl *'* Mt-mi. angeführt durch Josua, nach« Staatsmann Benjamin Disraeii und den deutschen Dichter : »wwclson. Es ist bedauerlich, dm* »ich Freud nicht die Mühe Adalbert vonChamiaso an: „Wir sind keineswegs überrascht.' n*h»". QueUenschriften. die ihm selbst unzugänglich sind, dass der Dichter Chnmlsso frantosischer Abkunft Ist und daas'. w«nl«at«nR aus «weiter Hand kennen tu fem*». Er beruft sich Benjamin DisraeM wirklich ein litiienisrher Jude ist, wie sein; einige popu!Are Werke über Mose«, wi« die Bücher Name erwarten liast". Js .wenn es aber, so müssen wir ein-; V<MI Sellin und Vout. die ^«yptischen (Jeachlchtswerko von wende«, so einfach wäre und die Namen Immer die echte! Khrroann und Kd. Meyer und —Artikel Im „Jüdischen Lexikon" dann müsrte der 83Jlhrlge d*r »Kn^yckjpedia Britnnn?cA", Naikm ihres 'TtikEtrt andeuteten ... —......—— ..... ----- *U befriffen sind. und. abgesehen davon, auch nicht die; Verfasser, dsr auf den germardächen Namen Sigmund hört. Gewisa ist Freud einer der reniab^n -^rhrr der ütigen Verbindungen besitzen. Es sind zu wenige derjenigen; Htino Forschungen heute nicht im KxU treiben. menschlichen Seele, die*Je gelebt habe» - aber das kann ihn 'ÄTarTdi;^ omrieHen'Hilf^ni'1 lnd«»** ^tische Name des Moses nicht derj»^ auf dem Gebiete der Exegese de« Alten le^ment* und Ifll ^Vi^^^Jir^!f!lC"o.v"!Lf!r^V D** weitere, komplS«lerter. Bewe.a- R.Hgionswi.sens.hnft legitimiere», »tionen ist begrenet. Wie scdl man einem Rabbiner dazu! entnimmt er den Untersuchungen seines ehemallßen ' Hier einige Beispiel« für die verblüffende verhelfen, hier tätisr m sein der über fiO ist und kein Wort' ,Ä<' ,znHU tr uc" ^mersuenungun seines enrm«iigen «i.r «mge mjsapieie mr Ute vernumemie /■ h>utn>rArmak«it I\ri guun; ^^Ra»|c der ,„ seiner Arb.it ..Der Mythus von der de. sonst tiefschürfenden Gelehrte«: Auf ifelto M t^t er Eissen, raten, nach Kalifornien «u kommen, wo Jeder Moi [r'' . * Heid,e" im J*hfc ,W» e'ne .^hschnltta^a-; das Wesen der nltjüdl.chen Religion S»?.?!0v,dem «at«o *u- ..... rr~h~~ri-*»»!,.;-,.» -J:« ,-uon konstruierte, welche gewissermassen das fdenlschema der Go- «ammen: „Kin grossartig starrer Mo».,ü,eNn ch;;ibt nur ,«^^S^rÄ Babylonicr Gitgamesch und Sargon von; einen Gott er i*t einx... al,n^-h^ „„nah,,, ■: man vertragt nnaererseiü. anerkennen, das. auch Schwierigkeiten beiseite-! t«*?'«"'™™ P*ril*B' i'T "r «n!f i:,^n, ««"«Anblick mehr, darf «ich ke.n IHMvon Ihm m«chen. nicht ferftumt werden, wo es geht: t. B. hat der Gencralstaatsanwalt ^t °AK °}% \ lp^s;,/«^os. Pcraeus. Herakles, einmal seinen Namen aussprechen. Kino *ol.-he Aneinanderentschieden .dass die Entciehung der Lirenr.en. die alle jüdi- Amj" °» und ferauaateUte. tjC ßjjahlung von der re.hung populärer Halbwahrheiten In einem w»^cn,,haftlichen Lt,.M x«»« r\*,.t.,*M.M,i. h~*rirtt «u« \änmmt ,,„™».aI1.1 Geburt, Aussetzung und Rettung des Moses-Kindes entspricht Buche muss peinlich berühren. Kralen» ist, wen» wir un« auf S.rt*n ml ^±nE.!^im£nZn A^h^ t^^m^!ta^\ nun dem R»n*««hen Normalsystem nicht «ur Gan^e, obwohl den Boden der kritisch-historischen Forachun* stellen, der tT^nZn ^r^ ^n^\l^J*L*^!™„ S^!* i h^ . monoti.i^cher : «ond.rn November 1938 begonnen haben, nicht als Hindernis cur Zulassung xutn Staatsexamen und xur Erteilung der Lhcens tür Kalifornien angesehen werden soll. < Im ganzen ist die Zahl der jüdischen Emigranten, die im letzten Jahre in diese Gegend gekommen sind, nicht allcu gross. Es entstehen hier manchmal fast groteske Einaeifälle. iWas fängt man mit einer alten Dame an, die sich den 70 nähert, kein Englisch kann, und die bei den Kindern, die arbeiten,"nicht wohnen kann? Man fand nach langen Mühen schliesslich eine alte polnische Jüdin, die mit ihrem Jiddisch facht gut Deutsch versteht. Diese greise Witwe fühlte sich sehr einsam, und so hat sie mit Freuden die Einwanderin »ufgenoftimen, und die. hat aus «wei Menschen, die sich (inglücklleh fühlten, iwei glückliche gemacht. » Viel« der Emigranten sind Vertreter, eine Reihe davon in der Konfektion. Andere sind Vertreter für Besen, Pursten, Pinsel usw.. gehen von Haus su Haus, wie in alten Zeiten unsere Urgroßväter, nur mit dsm Unterschiede, dass 4ie flotten Jungs heute die Tour mit dem eigenen Auto machen. Und sie verdienen cum Teil über 100 Dollar im Monat. Wenn dann die junge Frau noch in einem Haushalt titig ist und Mann und Frau ein möbliertes Zimmer bewohnen, das im Jahr nur 15 Dollar kostet, dann kann sogar schon an das Sparen gedacht werden. Ein anderer junger Mann mit ausgexeichnetem Englisch und sehr witzig, hausiert mit Golfbäilen und Telefon- •chnüreo. Wer nicht Golf spielt, der kann vielleicht die Schnur la seinem Büro verwenden, die ihm Arger ersparen soll. Er verdient manche Woche 40 Dollar. Em Möbelkaufmann war hier in einem Geschäft »einer «Ken Branche angestellt und wurde entlassen Kr kaufte einen kleinen 5- und 10-cent-Store <» la Woolworth). Ein anderer Mann mit Mut und etwas Geld hat sich In einem kleinen Orte der Nachbarschaft mit etwa 7C00 Einwohnern ein , , kleines Möbeigeschaft eingerichtet. Andere Kaufleute ..suchen",! de* B"ch*» r^^f*« Cannes Moae.. wrt Ob si».etwas Geeignete, finden können. Auch .Gelegenheiten-» f^"^^ sind. So fehlt nicht da» geschlossene Binsenkörbchen, das! cfn'„masotatiisti.«cher" <d.h. ein oberster, mär.hü&ster Gott wird nach Freud den Mutterleib symbolisiert, und nicht der Fluss, I verehrt). Beweis; Exodus 12,12, is,tU 18.13, 20,.% 23,1% Deut, der an die Stelle des natürlichen Fruchtwassers tritt Aber | 10.17 und xahlrelche andere Stellen. < Verblei..-he hicrar: Oskar das Schema selbst ist trotadem im Falle Moses durchbrochen.; Goldberg, Die Wirklichkeit, der Hchriter, Benin 102,1'. Hush der Nicht, wie in allen anderen.Sagen, tat hier der Held ein Königs* ] Gott des Pentatcuch „unnahbar" int, widerlegen »amtliche söhn, der ausgesetzt und von niedrigen Leuten gefunden und < Opfer-Ritual-Steiien. Zweck des Opfer«, .Korban' ■•• Darnahung err.ogen wird, vielmehr erxählt die Bibel den Hergang der : tBuber-Rwseniweig» ist es Ja eben sich der Gottheit tu nähern, Sache gerade umgekehrt, Freud nimmt nun nicht das Nahe-! Ebenso falsch Ist es generell behaupten su v/oü-yn. d»** man liegendste an, nämlich den Durchbruch der Historie, die das \ den Anblick Gott»:» nicht ertrage. Die : u wenig beachtete Mythen-Schema zerstört, sondern er legt die Gebwrtsgeschichta Stelle Exodus 24,9 11 ist immerhin die Ausnahme der Regel. des Moses auf das Prokrustesbett der Hankschen Theorie und zerrt und schneidet so lange, bis der „Normalmythos" glücklich auch im Falle Moses hergestellt ist. Der dritte „Beweis" für das Ägyptcrtimi des Moics iat, dass dieser von sich bekennt, „ich habe eine schwere Zungs" Gäxodua 4, 10). Die ^bwere Zunge', deduciert Freud, ist ein Synonym für „fremde Sprache", d.h. der Ägypter Moses war für die Hebräer ein Fr4;»daprr.chiger, ein Mann „achwerer Zunge". Ober die Unwissenschuftlichkeit eines solchen Verfahrens ist sich wohl jedermann im klaren .nicht ruletxt Sigmund Freud, der seine „verdrängten" wissenschaftlichen Skrupel verratend, auf jeder Seite seines Buches »eine eigene Inkompetent demütig bekennt und alle Verantwortung den Historikern und Theologen wie Eduard Meyer, Ehrmann und Sellin suschiebt. Freud bekennt offen, das« seine Theorie ,ein ehernes Bild auf tönernen Füssen' ixt und es daher rätsam sei. dass „alle weiteren Schlüsse aua der Einsicht, das« Mostes ein Ägypter war, besser unterbleiben". n Diesen löblichen Vorsat* von Seite Vt vergisvt der Autor bereit* auf Seite 2f Dis zweite Abhandiuns? tr ißt die »Tbersehrift: „Wenn äfoses esn Ägypter vcmr..." Der Wriachsettel Wir haben diese» Preiswerten nichts hlncu?.ufügen. Mit jei Dass man den Namen Gotte* nicht au^prechen dürft« ist auch unrichtig: nur der Mlasbraucifi de.-i f'.ot'.e.mamea«» ist verboten IKk. 30,7 und Deut :>!)>, Auf S. 44 stellt Frwud die Ijttut.nlni?u-hl:eil von ..Aton" und „Adonni" fest und versucht folgende groteske Rekonstruktion: ,,Höre Israel imh<t <;ott Aton (Adonsi) ist ein einziger Gott* Mit Hyinr.aM),••-!>-.•: r.»-!'-!)eidenhe}t fährt er fori: „Ich bin leider i o//if/ tnknhip'-/• »'. um Fr 4g«; zu beantv/orten «gemeint ist die Venvand:frh.'ift von At<m und Ado»ah. konnte auch nur wenig in der Literatur darüber finden " Letztere Behauptung stimmt nun nicht Der hervorragend* Altteatamentler Gust. Dalmann licis «;iMe Arbeit „Der Gottesnarru: Adonaj und seine Geschichte" erscheinen, die Freud hinlänglich belehrt hätte. Ks ist freilich allgemein bekannt, daj»s Adonai nur die verhüJJte Aussprache des Gottesnamens Jahwe ist und bestimmt zur _Z*it Moses nsch unbekannt war. Freud stützt seine Rekonstruktion vorwiegend auf p»yeh(>~?Of»wrae Einsichten. Woher nimmt er aber das Wim^n um vorgeechlchtttche Krelgnlsae, für die es keinerlei schriftliche oder andere Quellen ßibt? Aus den analytischen Befunden unserer Kinder. r>?s> Kind ist für Freud «in Primitiver, an dem er die mutmassliche Geschieht« unserer Oreltern studiert. Vnd hier glaube ich, muss ein Einwand gestattet aein. Wer sich mit der Entstehung der Mythen befaßte, weisa, dass es neben dem primär sexuellen Tsiebleben der Manschen noch andere Quellen «ibt, aus denen die Mythe» gespeist wurden. Vor allem ist es« der nächtliche HimmH. ilie Kfwhei- Ob gibt es. So liat in einem anderen kleinen Städtchen la der Nähe - es hör: sich wie ein Märchen an - eine jüdische: ^heenschen * reihe« d:e dem gelehrten Verl ... Dame die sh-h zur Ruhe setzen wollte, ihr Kleidergeschäft' wissenschaftlichen Buches nicht gut zu Gesicnt« sieht, erzählt; nunjr «jftr Gestirne, die die Phantasie der Pmiutiven anregte Emirranten'übcr^eben. ohne auch nur die geringste Entschä*; nun »einen Moses-/*,.»««. Zur JWt des Phurao Lch-:un4 zur Mythetibildung führte. Igna/ <hMMh,-r hat in seinem diffuritr. m herur.uruchen: mir der Flm-a und mit dem Ver-j nanth0n In Ji>r P?«eitsrsehule zu On ein vornehmer j gMllakm Jugendwerk „Der Mythus bei den Hebräern" diese rhen alles «u tun. um die Nachfolger mit der alten Kuud*! A.pPter-.- Mow"- |,ha?,° Kchnanthon räumte wie »He | Erkenntnis auf das .Schrifttum des Alten Testament« «nge- : Weh weiss - mit den Gottern Ägyptens gründlich auf und} wandt. Wenn Goldziher freilich oft Uber d*s Einleuchtende : setzte an ihre Steile den eine» und einzigen Sonnengott Athon,; hinausging, so ist es dennoch verwunderlich, dass Freud die Nach dem Tode; schwerwiegenden Erkenntnisse dieses ausserordentlichen' Oe. Mono - , th»jute/i. serstiirtei» die empörten Osirisprieatur d^ Werk de« religiösen Reformator». Mo.>es nun, ein Anhänger Echnanthons, der dessen Werk verloren nah, wandte »ich an die •chsft bekanntsumachen. Es gibt sogar einen jüdische« Theaterdirektor hier, der,; allerdings in bescheidenem Stil versucht hat. .einer alten; d*ni ,»*in "^rbUcher Hymnus «Widmet M Leidenschaft und Begabung hier ein neue* Feld zu eröffnen.1 de» Keuchen I hwM' *r",U" a^-.wetal>are: Obwohl Emigranten-Vereinigungen in Sftn Francisco und: Oakiand bestehet!, ist der ZhipmimrmhnT.Q unter den Emi'/ranfen nicht allzu stark. Das ist natürlich. Denn die Schaffung: lehrten ganz ausser Betracht Hess. Der Mensrh der mythiachen j{e!t .d.h. der Zeit, in welcher die Mythen *nlstsrid-?n und lebeni dig waren, lebte in innigster Besiehung zum Gerjtirnhimmet. der ihm Quelle der göttlichen Offenbarungen war Unseren Kin« neuer Exist^nz-bedingungen eist dem Ankömmling den Weg hebräischen Fremdsttimme in Ägypten, um an ihnen das, dem, zumui den westeuropäischen, die Freud und seine Schüler tu den Alteingese, en in der neuen Heimat. Auf Anregung ameriknuischer Lehrer hat der *.f«cci< srht Unttrrirhlxmmiatcr angeordnet, d;t.HB «He Reden, d otheistischc Experiment durchzuführen, das in Agypt ] mis.Mlan^. Er benutzte d»e iierrscherlo.se Zeit der Wirren, die; auf den Tod Echnanthon* folgte, und führte die hebrül/ichen . j Stamme um Ägypten nach Kadcs-h, wo er «v-inen Gotte.i.itaat! ' aufzurichten gedachte. Der Ägypter Mose« vermittelte abto analysierten, ist der Hurnhi.'nfnel keinesweif« inni« vertraut. Erstens weil der Stadtmensch nicht wie der Beduine unter dem offenen Zelt des N'achthimmels lebt und /.weiten* wwil unsere Kinder die Nacht meist srhlafend verbringen und nicht wie der urzeitllc-he Hirte am Feuer wachend, Dum* simple Tatsache, die von Freud mit keinem Worte berührt wird, genügt worden »lad, auf Schati* j Freunde and Diener - die Leviten waren ihm bei der; m*um um da« Vlndlishe Zeugnis für dis L'rsccchlshtc der um der Aufj Durthführttag dieses fäc^rimentas im Volksrmasaub behilf- [ Mensehen und die Entstehung der Mythen überaus fraglich su den letzten Wochen unter der Devise „Wir Amerikaner sind j H«Dfäern «\* ägyptische AtonrcHglon. Seine ägyptirichen alte Emigraattn" im Radio gchai?< piuiten in uei. Schulen vorgeführt werden, — — ---- „ reizung zum P.a^enhass in Amerika entgegenzuarbeiten und; ilcn- »em ein gegenseitiges Verständnis alter amerikanischer Bevoike* I «trauten Atoiäk rungsgruppen untereinander zu fördern. Vom 7.-14. Mai finde» m den Vereinigten Staaten von Amerika die Jaiirvafeier der „Jüdutrhi n jBuz'äwocär* statt, die gewöhnlich mit Ijig Beomer beginnt. Die „W'ocac" wird dasu benutzt, d>;m jiidischen Publikum durch Vortrage. Ariwerehj , machen. Ks i»t nicht möglich hü ,,h auf Detail. Midlwiiter, weich* einen Vulkangott verehrten. Moses selbst; j6S Frcudschen Buches einzugehen. Diese Andeutungen mögen urde t-r.*i'ht-tgen. Erst ein halbes Jahrhunden später kam genügen um zu erweUen. das; der intime Kenner der Psyche 1 es zu einem Kompr zwischen den Aton-Anhängern, den odemen Menschen »ich hier *uf ein Gebiet begab das! ihm eine terra incogmu bleiben rnusste. Diese Orenauberj......^MV.. . u... .w.v.««v. w , Sigmund Freud, ..Der Mann Mo»e* und die monötheisti.'. schreitung werden am meisten diejenigen fesdauero, die wie tikal in der Pre*Sv-, AussteUungea et«, die jüdische Buchproj sehe Religion-. Drei Abluutdlungeav Amaterdam Ii», Verlag -• der Schreiber dieser Zeilen dem «rossen Seetenaftt tiefe Verduktion nahexuhringeu. ) Aiicrt de Lange* Sil & j «hrung zoiien ,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.