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Jüdische Weltrundschau · 1939-05-05 · 8 (5.5.1939) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
8 (5.5.1939)
Date
1939-05-05
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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feite I JOÜTSCrTE WELT RÜNDSCHAÜ Nr. 8, 5. V. 1939 WARUM WERDEN DIE JODEN GEHASST? EINE VERWIRKEND»: 1 \F> ER8CIIt-TTERN'DE UMFRAGE New T o r k , im April In den Vereinigten Stnnf.en wächst der Antf.serriifii.mua. Aus inneren und äusseren Gründen; die äusseren 'sind namentlich in dem F.;ndt inj.:« n und dei Verbreitung frrmdtr Ideologien zu suchen, die Inneren in ner Vermischung anti jüdischer Vorurteile mit im.erpoJitie.-licn Auseinandersetzungen über die eoziale rravfn! ivpolilik des Präsidenten RooseveU. die von •inem grossen Teil entweder tib«-rl«npitnilii»tl»ch oder kleinbürgerlich eingestellter Massen in ihren wahren Beweggründen verkannt wird. Roosevclt und die Männer «einer Administration sind in ökonomischen J-"r i ebensosehr auf das Übermorgen eingestellt, wie in der Beurteilung der europäischen Vorgänge. Aber tum Bück, ihr über da» Morgen hinausreieht, gehört schon eben eine gewinne Einsicht. Doch da> soll iiier nicht e.-urtrrt werden. Sicher J»t, dass di« verantwortlichen Kreise der .Staaten durchaus beunruhigt sind über die WeLlcrzeichcn an der Kassefront. Die Zettflchrift „Fortune", «lie i.eben den M..'illsrischen Umfragen des Doktor Gallup dt« treffsichersten „polls" macht, hat?o< litii durch Ihre kompliziert« «her höchst onjdctiv arbeitende Bcf;agungsmareblneni' fr*:r«l< ih<it J;t»<u. wie es um die amerikanische Stimmung gegtnliber den Juden »teilt. Die Fregc wurde bereit» einmal im November gestellt und jetzt im April Wiederholt. Hie lautete: "Do yuu believe that in tiils eountry hostlllty towards the Jewi*h iKioj.de is growing or not? (Glauben Sie, dass die Feindseligkeit gegen du« jüdische Volk In diesem Lände im VVaehf-en Ist «Hier nicht?;". Di« Antworten •teilten folgende Prozentsätze fest: April 1»39 November 1938 33,2% Wachsende Feindseligkeit Nichtwaehscitd......... ... 45,7 Unbestimmter Ansicht ...... 21,1 Diese Feststellungen bedeuten 22,5',;, ß2,;:i% 15,0% das« sich vom Herbst die vorigen Jahres bis heute eigentlich nur die Zahl dere «ich über d u Thema nicht kiar Mnd, verschoben hat. Au« der Durchsicht der Umfragercsuitate stellt .Fortune" weiter fest, df»»?« geographisch und beruflich die Majorität derjenigen ,die «ich einer nachsenden Feindschaft gegen die Juden bewusst mmh uwter den sogenannten „wbJie-cGjlar worker*" .(Also hauptsächlich dem kaufmännischen und Büropersonal und der Intelligenz) befinden und dass sie im Nordosten und in Städten wohnen, deren Bevölkerungsziffer zwischen 25 000 und Uber 1000 000 achwankt. Das hclssl also, dass die geführdetate Gegend für den Antisemitismus im Bezirk der Staaten Neuenglands, New Yorks, Pennsylvania«, Ohios und Michigans Hegt, stadtmnssig also auf der Linie New York, Pittsburg, Chicago, wo die Akkumulation des jüdischen Element« besonders Klark ist. Nicht weniger interessant ist die Beantwortung der zweiten Frage: "What da you feel i* ihe reason for the hcsttlity towand* Jewi.*!h peopie here and abroad? (Was halten Sie für den Orund der Feindseligkeit gegen das jüdische Volk hier und im Ausland?)", Di* Antworten teilten sich in verschiedene Gruppen: DIE ROLLE ÄGYPTENS IM KRIEGSFALL Von M. Y. Bcn-Gavriel (Jerusalem) Zum er.<den?vfn* »elf dem Weltkrieg, also seit mehr als zwanzig Jahren, marschiert eine bedeutende englische Truppenmacht durch die Strassen Kai-05. Der Sinn di< Geschehens war der gleiche wie damals: ein Aufgebot von Waffengattungen aller Art. um einen psychologischen Effekt hervorzurufen. Dieser gewünschte Effekt war damals aber ein durchaus anderer als heute. Sollte im Weltkrieg der «nglandfoindlichen Bevölkerung bewiesen werden, dam eine Revolte gegen England auHSifhLilo.^ wäre, so sollte diesmal ds* den Truppen zujubelnden Bevölkerung d.ui Vertrauen gebracht werden, daa* diese* britische Mil.tsir unter jeder Bedingung die vom Westen, vom Süden und vom Meer her bedrohte Unabhängigkeit des Nillandcs schützen wird. Dieser hmserüi h sichtbaren Bestätigung der angk>-ägyptiselien Militarvertriige gingen und gehen parallel groaae, weniger sichtbar«, aber allenfalls wirksame Vorbereitungen von sciten der anglo-ägyptischcn Militärbehörden an der sudaneaisch-abessyni.'chcn Grenze und besonder* am tiuezkana! und im westlichen, ans Italienische Lybien grenzenden Wüstengürte!. Avsf dieses Stück de» ägyptischen VerteldldigungssystemH wird besonders Gewicht gelegt, da es immer klarer wird, d.-^s ein italienisch-deutscher Angriff »Ich in erster Mnte gegen Ägypten und weniger gegen da» französische Tunis richten würde. Vor allem aus dem Grund, weil die weite ägyptische Grenze weniger befestigt und daher schwerer verteidigbar ist als die Grenze von Tunis und nueb weil der Angreifer annimmt, das» das ägyptische Militär schwächer ist da.-i französische in Tunis. Da» wiederholte überfliegen ägyptischen Hoheitsgebiets durch italienische Flieger nun Lybien und die grosse Truppenparade an der ägyptisch-lybifc<-hcn Grenze in Anwesenheit Hörings sprechen für die besondere Gefährdung Ägyptens vom Westen her. Die Vorfalle der letzten Wochen, so vor allem die Besetzung Albaniens und der Besuch Göbbels in Kairo haben dazu beigetragen, die Stimmung im Nilland unbedingt englandfreundlich zu machen. Die Bedeutung de« Negev England baut die Verteidigung des für das British Empire und fjehic Verbindungswege lebenswichtigen NllUils natürlich nicht nur im Westen, sondern »uch im Osten, von der» Verteidigung der Häfen und der Kanalzone selbst g*r nicht zu sprechen, in sehr bedeutendem Masse aus. Vor allem wird eine neue Strecke von Palästina nach Ägypten gelebt und, entlang der in den letzten Jahren gebohrten Brunnen, durch den Negev, die südliche Wüste Palästinas, ein Verkehrsweg nach Akaba am Roten Meer fertiggestellt Diese Strejwe. respektive di« Wü te Weg**. Tmfln in einem künftigen Krieg von geradezu ausschlaggebender strategischer Wichtigkeit werden, denn sie ist geeignet, einen vom Feind oder vom Freund geschlossenen Suezkanai su einsetzen. Das heisst nichts anderes, als das» indische und australische Truppen und der Verkehr iwiaeben London und Indien ärn Nefiev tpird pausiere* mn**en. Auf Grund dieser Tatsache sollt* man annehmen, daas dem ab und su auftauchenden Gerücht, daas England in Palästina JMtsrn« ftepimentrf zum Schutjt des Negev ausheben will, sachliche Glaubwürdigkeit zuzubilligen wäre. Solchen R crimen lern wUntft* eine umso wichügere Rolle »ufnllen, als ja die Verteidigung Ägyptens sweifeilo« das getvunte. In Paiäsüna «nwe*ende Militär beanspnichm würde, darüber hinaus aber Auch die engtischen Truppen im Ir*q und di« Frattrrwen in Syrien. In diesen Ländern würde dann vielleicht türkitchr* Militär die Sorge für Sicherheit und Verteidigung übernehmen. %\ Die Wichtigkeit des Ostlichen Teils des Mittelmeerraum« wird von Tag tu Tag grösser. Dl« englischen Vorbereitungen in diesem Gebiet werden sicherlich Ihren Zweck erfüllen; aia stehen aber weiUus grosseren Schwierigkeiten gegenüber ab <Me des Angreifers, denn die Länder Arabiens und Palästinas sind noch immer votl voa un^mltitien Probhrmrm und Gegensätzen. Wenn auch der Meldung, daas König Ibn Sa'Qd einen europäischen Krieg angeblich dasu ausnützrn würde, Akaba zu besetzen und sogar gegen Baghdad vorzustossen, sehr wenig Glauben beizumessen ist, da der Wahhabi viel zu real« politisch denkt und allzu stark an England gebunden ist, gibt es doch eine Unzahl von Fragen, welche die Lage östlich des Suezkar.als erschwert: so besonders das noch immer nicht gelöste jüdisch-arabs^che Problem in Palästina, die Bewegung gegen das Herrscherhaus im Iraq Oder die undurchsichtige Haltung des Imam von Ycmen, von der Situation im französischen Syrien gar nicht su sprechen. Ägypten selbst aber, das mit England steht und fällt, weiss, das» innerhalb seiner Grenzen ein grosser Teil des Konfliktes ausgetragen würde, wenn es England nicht gelingt, die Grenzen des Nillandes seitgerecht vor jedem Eindringen angreifender Truppen zu schliessen. Das isi der Grund, das» heute, anders als 1914, die Bevölkerung Kairos den durch die Strassen ziehenden Trägern der Tropenhelme und den britischen Tanks zujubelte.' Wie gros« auch die tnnerpoittischen englisch-ägyptischen Gegensätze sein mögen, He schweigen In den Dingen der AussenjK>!itik, die eine gemeinsame sein muss. denn die Lebensbedingungen der beiden Länder sind identisch. Ein Angriff gegen Ägypten ist nicht allein ein Angriff gegen die Unabhängigkeit dieses Landes, sondern vor allem ein Angriff gegen die wichtigste Reichsstrasse des British Empire. y Total OrUnde KÜnnti^ für Juden Eifersucht und Neid auf jüdische Erfolge.................. Juden sind zu geschickt und erfolgreich, verstehen zu gut, Geld KU machen.................. Juden-Gegner sind engstirnig u. Unwissend ... ,.. ... ... ...... Sonstige günstige Gründe...... Ungünstige Gründe für Juden Die Juden — Kontrollieren und monopolisieren das Geschäft, häufen Geld, haben auviei Macht ............ Sind unfair im Geschäft ...... itatfen zu viel und sind geizig ... Haben zu charakteristische Eigenschaften und Manieren Bleiben zu sehr unier sich, sind kein« guten Bürger, nur an der eigenen Itasse interessiert...... Sind zu aggressiv und energisch Sind zu lärmend u. aufdringlich Sindffaul, parasitär, wollen keine Handarbeit leisten............ Ändert ungünstige Gründe Äussere und neutrale Ii runde Religiöse und Rassenvorurteile ... Deutschland, Hitler............ Gottes Wille, verfolgte Itasse...... Propaganda, Agitation, politische Ablenkung ............... ... Deutsche Finanzgründo......... Andere Gründe. ............... Unbestimmte Ansicht ......... Jüd. Antwort allein J?,2 e,7 12,8 10,8 6,1 M 6,4 5,6 L3 «.9 3.2 4.4 2,6 1,9 1,3 2,5 1,1 £4 42,3 LS 19,1 3,7 2,6 2,1 3,2 S.1 0,6 3.1 2,0 2,6 16,1 19,1 8,3 6,4 44,6 DIE ILLEGALE IMMIGRATION ERKLÄRUNG DES KOLONIALMINISTERS Im englischen Unterhaus wurden an den Kolonial« minister eine Reihe von Anfragen gerichtet, die sich auf die Einwanderung nach Palästina beliehen. Kolonialminister Macdonald erklärte, dass die jüdische Einwanderung nach Palästina im Umfang von ungefähr 1000 im Monat weitergeht Die Regierung habe mit den jüdischen Flüchtlingen stärkstes Mitgefühl; in den letzten Monaten aber seien von fremden Schiffen Versuche gemacht worden, Illegale Einwanderer in Palästina zu landen und daher habe die Regierung spezieile Polizeimassnahmen dagegen ergreifen müssen, Die Regierung betrachte die Versuche, die I m m i - grationsgese tze zu umgehen, mit ernster Besorgnis und sei entschlossen, die illegale Immigration zu v e r h i n d e r n. Der High Commissioner — so fuhr Mr. McDonald fort ist autorisiert worden, bekannt zu geben, dass di« Zahl jüdischer illegaler Immigranten, die trotz der Massnahmen der Regierung im Land gelangen und nicht deportiert werden können, ven der künftigen regulären lümii^rutiourvquote in Abzug gebracht wird. An die Erklärung des Kolonialministers schloss sich eine. - „ - _ A . w kleine Debatte mit mehreren zusätzlichen Fragen und Ant-! Pw*»«"1««der ftU'«eWuh,t«n ^«U*um Trotz, noch die Mögliche worten an. Der Abgeordnete Mander fragte, ob die Regie-1 «"U die Frage der Rasse und der lUasenunteraoblede wisrung in Anbetracht ihrer neuen Aussenpolitik, insbesondere i •enachaftlich tu behandeln. Auf Einladung des * orwefftseten ihrer Verpflichtung gegenüber Polen und Rumänien, prüfen! Verbände* gegen den Ras»<mhaa» und der Norwegis<5aen Sekwolle, ob so viel Juden als möglich aus diesen Ländern nach I üon der WeUnatnmlung für Frieden hielt der berühmt« das Recht, falls Schreckschüas« vergeblich sind, derartig« verdächtige Schiffe zu beechlessen. >' Die arabische Handelskammer in Jerusalem hat der Regierung ein Memorandum vorgelegt, worin TodesttraJ* für die Kommandanten von Schiffen, die illegale Immigranten nach Palästina schmuggeln, gefordert wird. Das Memorandum fordert scharfe Strafen auch fegen alle Organisatoren dieser illegalen Einwanderung. Weiter wird vorgeschlagen, dass für Jeden illegalen Immigranten fünf Zertifikate von d«i legalen Quote der Jewish Agency abgezogen werden. Wie aus Tel-Aviv berichtet wird, ist dort bei der Aufstellung von ReisebewiiUgungen für Palästina (ohne die ein männliches Wesen in Palästina kein« Übcrlandfahrten machen darf) die Vorlage Ihrer Pässe erforderlich. Bisher genügte die Vorlage einer Identitätskarte. Auch die« ist offen? bar eine Massnahme gegen die illegalen Immigranten, di« keine Pässe besitzen. BÜCHER UBER GEORG BRANDES fToa unserem norwegischen BerichterstatterJ. Oslo, im AprlL ' In der .luhigen Ecke" Europas findet man, allen andere« 43,3 22,0 Nichts zeigt die verwirrende Vielfalt des sogenannten „antisemitischen" Problems besser als diese amerikanische Umfrage mit ihren vielen inneren Widersprüchen, Interessant ist auch die Haltung der jüdischen Beantwortet', die sich ganz deutlich in ihrer Meinung über die Gründe ihrer Gegaer auf vier Motive konzentrieren *.Neid, Unwissenheit,, zu starke Geldkonxentratiou und Propaganda, al.so auf drei fremde und einen eigenen Fehler) und dass weiterhin 43,3 Prozent der Gesam taut worter »ich über die eigentlichen Ursachen nicht klar sind. Dle._. Wochenschrift "The n«w RcpubUc" weist in ihrer Besprechung j dts Palästina gebracht werden können. Der Kolonialminister antwortete, dass die Frage im Lichte der letzten Londoner Konferenzen betrachtet werden müsse und dass er nicht die bevorstehende Regierungserklärung über die künftige Politik präjudizieren könne. Auf wettere Anfragen, ob eine Rücksendung der jüdischen Flüchtlinge in die Konzentrationslager ihrer Ausgangsländer nicht verwerflich sei, antwortete der Kolonialminister, die Verantwortung liege bei denjenigen, die die illegale Einwanderung organisierten. Der Minister fuhr fort: „Palästina leistet seinen Beitrag zur Lösung des jüdischen Fluchtlingsproblems, aber es gibt einen Punkt, über den man nicht hinausgehen kann. Wenn die Regierung die Verschiffung illegaler Immigranten zuliesse, würde sie bald einem völlig unlÖMbarcn Problem gegenüberstehen. Bei all ihrom Mitgefühl für die jüdischen Flüchtlinge muss die Regierung sich sagen, uvan eie dio Landung timr Schiffsladung zuliesse, unirdvn sofort mehrere folgen." Neue iieseize vorgenehUgen Die Palästina-Regierung plant neue scharfe Massnahmen zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung di< des „Fortune-Polls" ferner darauf hin, dass man eigentlich Jedem einzelnen Antisemiten auf Grund dieser Umfrage ein« Art Spezialbekehrung zuteil werden lassen müsete. Im übrigen berechnet „Fortune" die Zahl der Amerikaner, die „Träger von Symptomen eines latenten Antisemitismus" find, auf 18,4 bis 33,7 Prozent, Manfred Gcory Dr. Albrecht Buschke, (früher Berlin, jetit 200, Hart Boulevard, West New Brlghton. State« Island. N.Y.) hat In New York im April «In« Ausstellung „Sitae* in Wu»*nscnufi und hunsi" veranstaltet, die grosses Interesse erregte. Die Presseberichte heben hervor, das« ein« derartig« Ausstellung bisher in Amerika nicht g«a«|gt worden ist. Sie enthält ua ata Manuakript aus d«m 11 Jahrhundert. Schach- }ikch«w aller Art, A^ngraisa«, «m sVh«fts\m«4iUr»\ Bil- Fall des Schiffes „AssSml** und andere derartige Vorkommnisse der letzten Tage zu einem aktuellen Diskussionsthema geworden Ist, Das palästinensische Amtsblatt veröffentlicht einen neuen Entwurf der Regierung als Ergänzung tum Klnwanderungsgesetx. Darin Warden die Strafen für die Verletzung der ImmitraUonsvorachriften erhöbt, und «war von LP.*» oder ein Jahr Gefängnis auf IP. 1000 oder zwei Jahre Gefängnis Die bestehenden Vorschriften Uber dt« Beschlagnahm« von Schiffen, di« illegale Immigration beförti^y», werden von Schiffen von 200 Tomum muf Schiff? VCn KXiS Tv&üän "mit »u*#vücüul. Die dem 8cWffseigentunter aagedrciM* Strafe wird von £P.i0O0 auf iP. 10 000 «ad 5 Jahr« Ckifängni» erhöht. Schiff«, die verdächtig sind, illegal« Immigranten su b«färd«ra. können an- #säalkm uad in den H*f«a gebracht w«rdea. Ihr« Eigentümer und KnnisBsadantsa k*HU*m v«rhtit«t ward««. Dahai ist di« Aawaadugf «am tJcwali auHartg. Mg Bsiit»r<ssi arhalUa, Sprachforscher Professor Alf Sommerfelt fünf Vorträge über, da« Thema „Was ist Rasse?" Die Vorträge hatten einen um geheuren Pubiikumserfolg, wurden in der wissenschaftlichen Vortragsreihe des norwegischen Rundfunks wiederholt und sind jetzt in Buchform erschienen. Es ist das be*ondere Verdienst Sommerfeld, die Resultate der Sprachwissenschaft füg die Behandlung des Prcblcma ausgewertet ru haben. Einen stütEmUchen Erfolg errang der berühmt« Negersänger Paul Robcäohn, der in Ergriffenheit den „nordi« sehen" Menschen für ihre Vorurtetkfrr'.heit und Menschlich«! keit denkte. Auf dem Repertoire des Küiutlera fanden wil u. a. den „Kadiseh des Rabbi Levi Jizchak von BerdiUchew^ in der Bearbeitung von Joel Engel. *r. Die gross« und tragische Gestait Georg Brandes beschäftigt in diesen Tagen di« norwegische Kuu*t~ und G*Utes~ weit Das norwegisch« Theater führt ihn auf der Buhn* vor in dem erfolgreichen Stück des dänischen Pfarrer-Po«*' t»n Ka] Münk, „In der Brandung", da» freilich u. E, dar menäcidkben Persönlichkeit Brandes' nicht ganz gerecht wird. Deutlioher kommt neben dem geistigen Titanen <kf Mensth G^org Brandes zum Vorschein in den beiden Bänden des Brief wechseis zwischen Georg Brandes auf de: eintet Saite und Björnson. Ihren, G*rhorg, Kielland Lie. Elster u.a. auf der anderen Seite* die Professor Francis Bnll herausg«- geben hat, (Die Brief« der grossen Dichter an und von Sdvard Brandes sind in Vorbereitung.) Besondere die Brief« an Jonas Lie zeigen in ihrer Innigkeit Brandes als einen warrsieben und sympathischen Menschen. „Unser Marschall" war dar Ehrenname, dkm Alesander A'iciia«4 dem einsamen Menschen Brande« gab. Wann wir bedenksn, daag Brandes nicht nur an di« groasen Norweger ichneb — gleich« asiüg soü Min tirtefWechsel mit dänsacben und «chwediech«« Dichtern erscheinen — gewinnt dieeer Titel seinen riohtigm Sinn. Wir Juden von IM» ^*ben alten Grund, daran su erinnern dasa es *ia Jude war, der den Grossen d«a Nord««j| di« Faiek«l reidäto, di« um dk» Jahrhuadbrtwende da« Dunk«! erheilen «aUt« aia JUdst aua dem Norden'.

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