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Jüdische Weltrundschau · 1939-05-19 · 10 (19.5.1939) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
10 (19.5.1939)
Date
1939-05-19
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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gelte 8 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nr. 10, 19. V. im Palästina-Chronik Wel/.mann nseh London abtirflofcen \>i Weivmann hat wich im Zusammenhang mit der bevorstehenden Veröffentlichung des Weißbuches im Aeroplnn nach I»nd<>n begeben. Einwanderung, Januar—April < Von Januar bis April sind nach Palästina «773 Juden y 1 Ii k <• «' h » J f r t, In dieser Zahl sind 702 Touristen einbegriffen, die die Aufenthaltserlaubnis bekamen. Am sturkj Ijig |t«>oimr Uten war die Einwanderung im Marz. In den drei Monaten; Nuch re)iKj„(ir|ll Rrmi,.), finden im Monnt Ijar keine wanderten 927 „Kapitalisten" ein und 2148 Schüler; der liest j Heiruten statt und nur »m Lag Beomer ist dieses Verbot verteilt -alch auf die übrigen Zertifikntskntegorien.! aurgehoben. Im Rabbi nnt von Tel-Aviv wurden an diesem Luftschutz j M Kbcsr'hIicssun• ■ u vollzöget In den letzten Wochen Ist in Palästina, dio Aktion für j Ausgrabungen In Schrieb Abrek Neue Autohn«-(*arage In Jerusalem Dir GeHfll.srbaft , JUmickascber" in Jerusalem, die die Autobusverbindung in der Stadl besorgt, hat. auf der Strasse nach Reth Hakcrem gegenüber dem neuen Montefiorcviertel eine neue grosse Ornnibusgnra^e eröffnet. Der Plan de« bände« stammt von Hirh»r<\ Kaufmann. Die Ko«-(< r; Unternehmens beliefeu sb-|. n<r LP, 14,000. . Ausheilung «her Jiigcnri-Alijah Ml«»s Henri..He Szold eröffnete in Tel-Aviv ein. Ausheilung, die die Arbeit d«r Jmrendnlijah in den fi Jahren ihre* Bestehens darstellt. Luftschutz verstärkt worden. In Haifa, Tel-Aviv und anderen Orten haben »ich Verbände für Luftschutz gebildet, dJ© Regierung i«t dabei, diu Vornehiüge ihre» Experten auszuführen und cltio Kampagne zur Aufklärung der öffent- Uchkeit hat b<-'Linien. Verteidigung; den (istlichen MitUImeerc* Englische und französische Trupp»-« führten Irl den letzten Tagen Übungen durch, um die Verteidigungskräfte der östlichen Mittclmecrküsto zu prüfen. Die syrische und palästinensische Regierung bereiten Luf! Schutzmaßnahmen vor. In Haifa sind ß Zerstörer, die eine Woche dort vor Anker waren, nbgefahren unc von Anderen Schiffen ersetzt worden. Zwei jtidi«cbe Hilfspolizisten crMho^e-n Am 10. Mai wurden in Haifa zwei jüdische Hllfspoliz iHtcn in der Deutschen Kolonie erschossen, Einer der Mörder ward« niedergeschossen, der zweite verhaftet. < -Eine bevv iffiicto Terrorislenbande wurd'o in Galiläa vom Militär iiberniMcht. Die Terroristen Hessen ihre Uniformen auf der Flucht zurück. Tn London hat »ich eine Zweigstelle der hebräischen Gesellschaft zur Erforschung Palästinas und seiner Altertümer gegründet. Sie hat es übernommen, die Ausgrabungen in Scheich Abrek im Einek weiterzuführen. KrtveltcrunK «1«'« Triefonnetw* Zwischen Jerusalem, Tel-Aviv und .Taffu werden neue Telefonleitungen gelegt, sodass der interurbane Telefondienst, den heute stark liberbelegt Ist. entlastet wird. Am Jarhon An der Mündung de« .Tarkon in Tel-Aviv »oll eine neue Anlegestelle für Segel- und Ruderboote gebaut werden. Krste Ernte In Chlrbfith Zern ach, dem neuen Siedlungspunkt an der libanesisehrn Grenze, der Anfang des Winters gegründet winde, wurde in dieser Woche die erste Gerstenernte eingi-bracht Der High Coiiiiiil?if*ioner in Kiriath Anauhn i Sir Harold Mac Michael stattete der jüdischen Siedj lang Kiriath Anawim bei Jerusalem einen Besuch ab. m^J^^^l der eng,te Mitarbeiter dei Mufti und j ,rwÄ,M! Oherkomm.H*ar für Syrien In Haifa einer der prominenten Mitglieder der Londoner Konferenz,! Gabriel Puaux, der französische Oberkommissar für hat .sich naeh Bahrain begeben, um mit Ihn Saud zu ver- Syrien traf auf seinem Weg von Paris nach Beyruth In handelt:. I Haifa ein und besichtigte die Stadt Haifa und den Carmel. Dr. Daoud Hussein!, der Verbindungsmann. xwiachen dem ■ Konferenz über So/ialarbeit nn'/; fragen, ist von Mufti und den Terroristen bau den in Beyruth nach P c i l t n abgereist Kin deutscher Aeroplnn hat mu h Mitteilung der „Official Gazette" die Erlaubnis erhalten, zwischen dem 20. April und dem 31. Mal über Palästina und Transjordanien zu fliegen. Abdul Kasik in ilagdud Der gefloheno Terroristenführer Ab«lul Rasik wurde an der irakischen Grenze von der Grenzwache in Empfang genommen und mit einem militärischen Export nach Beyruth gebracht. Ilm den wyriwthe.il KüiiigHthroii Seit längerer Zelt tauchen verschiedene Gerüchte auf, die die Schaffung einer Monarchie in Syrien betreffen. Unter anderem wird Emir Saud, der Bruder des Emir Abdullah von Traiwjordanien als Thronpriitendant genannt. Emir Said ist von Baghdad »»ach Paris abgeflogen. KüfMeimachc In »1er Nahe von K i a r W i t U i n, F.mek rhefev, wird eine- Station iiir die Küsfonwaehe gebaut; sie soll diesen Teil .des Strandes vor der Landunp \on Tllepalen bewachen. EaliasHUiii; fler Vhiehtlin^e 1s0 jüdische FlüchtlinRC. dio vor ungefähr vier Wochen Jn Haifa auf einem Segel.-schiff ankamen und in der Quarantane-Statit)ii festgehalten worden waren, sind jetzt von der Puläsiina-Regierung befreit worden. Die Entlassung der Flüchtlinge aus dein Lager in Sarafitnd steht bevor, DI« Einwanderer Werden von der nächsten ZerUfikals-Sch«- _dulc in Abzuu ucbra.ht WLidem ________ Ilonibe in Safed Tn Safed wurde Beamten eine Bombe hUn:.t, Das Amt für So^ialarbeit beim Waad Leumi hat eine Jahreskonferenz der interessierten Instilutionen und Mitarbeiter für den lft. und 20. Juni na« h Tel-Aviv einberufen. Tcxtil-Aufteilung in Haifa In Haifa wurde eine Ausstellung von im Lande hergestellten Textilien eröffnet, die vorher in Tel-Aviv gezeigt worden war. BlumeiiaiiNstelluug Frau Vera Wei/.mann eröffnete in Tel-Aviv~eme 'Blumenausstellung, an der sich die Arbeiterinnenfarmen, die Kibujdm und Amateure beteiligten, Itiidget von Haifa Die Regierung hat das Budget der Stadt Haifa für das laufende Jahr in Höhe von LP. 130.000.— bestätigt, Ehrung für Da\i<! Jelliit i Prof. D a v i d .T e 11 i n wurde zu seinem 75. Geburt«» | tag in Jerusalem ein Empfang veranstaltet, an dem Mit- I glieder der pädagogischen und nationalen Institutionen teilnahmen. di«.f» Werke» wurde der ührig<', ebenfalls hochbedcutcn;k Teil des Konzertes ein wenig l/,i den Schatten geflteilt: das Violinkonzert von P.iisoni, de.H.MUi uniibliche Schwierigkeiten von Rudolf Bergmann mit mel*ter!irh*r Virtuosität beherrscht wurden, sowie Bachs B-moll-Suite. die in selten gehörter Plastik und Durchsh.htlgkeit erklang, zu denen die hervorragowlen Flötisten: S. Engelsmann. H. Hutorskv und E Töplitz das ihre beitrugen Diw dritte Konzert der Jerusalemer Ortsgruppe der ,.InU rr.nliomt Hovu ty für Cmtwuporurfi Musi<>" brachte als Hauptwerk das hinreissende Bläser-Quintett von Ifindnnith (Flöte: William von Biaese, Oboe: Elijahu Thorner. Klarinette: Dr. Fritz Markus, Fagott: Chanoeh Markus, Horn: Wolfgang Levy.j; ferner das überraschend eigenwillige erste Streichquartett von Bela Bartok .sowie da« enttäuschende vierte Streichquartett von Darias Milhatid. beides vom Hauserquartett stellenweise sehr fein interpretiert. Jospeh Grünthal spielte drei eigene Klavierstücke, die sich durch Klarheit der Form und Reinheit des Stils auszeichneten. Gelegentlich des dritten Jahrestags der EroiTnun« des Hafens in Tel-Aviv brachte das Radio JeruMihm eine IJafnnkuntaltvon Abraham Dum zur Aufführung. Für dio Entwicklung des Komponisten sind dio Anklänge an Milhaud, Wcill und Hindcmitb, die leider nicht zu überhören sind, weniger /esentlich, als dass er sich mit diesem Werk den modernen Kiintatenstil erobert hat. Da.« Libretto wurde von Edith Blum verfasst: Mitwirkende: Lottie Kristall (Sopran), Vittono Weinberg (Bariton), die beiden sehr auf der Höhe waren, der Rechaviachor und da.? P.B.S.-Orchester. Dirigent des wirkungsvollen und repräsentativen Konzertes: Hans Schlesinger. Im „InMifutc of Music" fund das letzte diesjährige Kammerkonzert statt, das diesmal ein slawisches Programm bot: das C-dur-Triü op. 74 und das F-moll-KJaviertrio op. 65 von Dvorak, sowie die Violin-KlavIer-isulte „In modo antico" von Gretschaninoff. Die aus dem Lehrerstab gebildeten Ensemble« entwickeln sich zu schönem Zusammenklang, Eine Woche vorher fand das 18. Schülerkonzert statt, das eine Reihe gutdisziplinierter Leistungen aufwies. Die Jerusalemer Erstaufführung von ..//«/>luaunn Kr zählunytsn" zeigte, dass das neue Opernensemble und sein erstes Experiment einen nicht unbeträchtlichen Schritt weitergegangen ist in der Entwicklung der Palästinensischen Oper. Die Sänger sowie der gut disziplinierte, aus Dilettanten zusammengestellte Chor, sind zum Teil vorzüglich und fraglos entwicklungsfähig. Weniger eindrucksvoll waren die Leistungen de« Orchesters, auch mü«ste das Gesamtensemble kräftiger zusammengehalten werden. Der dritte Akt war eine anerkennenswerte Regieleüjtung, son.st. aber mü.s.ste alles freier, leichter, stimmungsvoller esprithafier und romantischer hc rauskommen. A. J.-L. DR. ROBERT LACHMANN l in dar» Büro des arabischen Districtsge'wOrtVn. Die Sperrstunde wurde ver- Verkehr*iinf{»H j> M . G l i H«ar*'tÄ und Dr. Tel- Aviv w»irdcn bei Chi<Jerah schwer vorli a h n, der frohere Chef-Redakteur des BogräschOw vom Herziia-Oymnasjum in inem A\»to-I'ntrtU in der Nähe von ■aK, J» Gravttxki und A. Jesserow er¬ Instituten des „Medizinischen Zentrums", das der Hebräischen Universität auf dem Skopusherg in Jerusalem angeschlossen ist, anstelle einer grössere« Feier nur eine Eröffnungssitzung statt. Bei dieser Gelegenheit wurde Henrietta Szold ein silberner Si.iiiü»»ei /.um Portal (Iva Kudiissah-Krankenhauscs von Dr. Yasski, dem 'Leiter des Hospitals überreicht. Bekanntlich ist Miss Szold, als frühere Präsidentin in der „Hadassah" und Initiatorin des jetzt zur Realisierung gelangten Projekts, vor alk-in die Errichtung des ..Medizinischen Zentrums" zu dünken, mit dem ihr Name verbunden bleibt wie mit zahlreichen anderen grosszüülgen sozialen Einrichtungen im Lande. Im Namen des Kuratoriums der Universität sprachen Präsident Dr. J, L. M agnes und S. Schocken, Dr, Feigenbatim ergriff als Vorsitzender der bisherigen medizinischen Prae- Fakultät das Wort. Der Architekt des Bauwerkes Erich Mendelssohn dankte für die Mithilfe und das Verständnis, die ihm von den in Frop.e kommenden Steilen zuteil wurden und erwähnte besonders die wesentliche Tätigkeit seines engMen Mitarbeiters Dr. E. Kemplnski. Musik in Jerusalem Dr. Il> rntnun Seht rrhen. aus Frankfurt, Berlin und Königsberg als konsequenter Vorkämpfer neuer Musik und eines modernen Diriglersiil» rühmiti'hst in Erinnerung, wiederholte sein erstes Konzert in Jerusalem. Seit Toseaninl ist es wohl j der gros.sarttaste und wesenüichste Orehesterabeud gewesen:! Krütimmg des Hadassah-Krankenhauses aul dem Shopus. hat ilu vierte Bruckner-Symphonie wurde mit so überlegener' di* in Jerusalem erscheinende „Paiestinc Post" eine umfang- } geistiger Gewalt und, zugleich mit so tierhafter Vehemenz zu ■ rtTclie illustrierte Beilage herausgegeben. Die Arbeit der Haj einem so unerhört magischen Ereignis gespannt, dass die Roj dassah wird ausführlich geschildert. Eine Reihe von Photoi mantik der „Romantisehen" den umfassenden, wekhafien Sinn grnphieu beleuchten die Entwicklung der Organisation und {bekam, der Bruckner üb?r den ihm so verwandten Nachfahren geben einen Begriff von den neuen BaulU-hkeiteu auf dem!(ki;Uv Mahl«r herauszuheben seheint. Für Palästina war es babcu Beitrüge für dio Beilage geliefert |eignU von ungeheurem Atiwnass. Durch das Eiemeatarereignis In Jerusalem starb 47-jährig der bekannte Musikwissenschaftler Dr. Robert Lachmann, der .seit 1934 das dem orientalischen Univer^itätslnstitut angeschlossene 8c hall platten" archiv geleitet und im Zusammenhang damit viele Platten orientalischer und jüdischer Musik (Samaritaner!) aufgenommen hat. Es ist sehr bedauerlich, dass dieses ausserordentlich wertvolle Werk Lachmanns so schnell abgebrochen werden musste, zumal diese Aufnahmen einen unentbehrlichen Beitrag für die MäterialsammJung und -Erhaltung dargestellt hätte, wenn ihm eine Vollendung beschieden worden wäre -— auch über das Gebiet der Musik hinaus. Dr. Laehmann hatte Vorträgeüber orientalische Musik gehalten (auch im Radio Jerusalem) und war gerade im Begriff, die bereits in Deutschland begonnene „Zeltschrift für vergleichende Musikwissenschaft' wieder aufleben zu lassen. Dr. Lachmann zählte zu den repräsentativsten Erscheinungen dieser noch jungen Wissenschaft. Zu den charakteristischsten früheren Veröffentlichungen Dr. Roberl: Lachmanns gehören: „Mu:(ik des Orients" („Jederf:-tnd am!♦. Mai anlässlich des Arbeitsbeginns in den drei j manns Bücherei-, Verlag Ferdinand Hirt, Breslau); „Musik Eröffnung des „Medizinischen Zentrums44 Wie .J.W.R." im Rahmen unseres in der vorigen Ausgabe der veröffentlichten ausführlichen Berichts mitgeteilt,! der aussereuropäischen Volke zahlreiche Beiträge u den eins (Potsdam 1929) etc., sowh :hlägii$er Zett.-»ehriften. Ii tum leichtert Verletzungen. >' ZoH-Verhandlungen PHlibdiim—Syrien Der ökonomische Berater der Palästina-Regierung, der -Leiter vies Zoll Departements, der Leiter der Abteilung für LandwirtsehafL und Fischerei, and der "tellvertretendo Zoll- Direktor sind vom High Oommisüioner als Mitglieder einer Delegation ernannt worden, die mit den syrischen Behörden über X:ui-run{ien dt* hohhi tuh u /o/MW.Whwoi.-* zwischen Palästina und Syrien zu verhandeln hat, Die Kontmission hat sich zu diesem Zwecke nach Beyruth begeben. GesutulhcHMvoch« Anläßlich der ,,Gesimdheitswoehc", die jetzt In Palästina \mU» den .Auspizien des Waad Leumi stattfindet, und der .und «r Ist dech d»r b*it« 1 si i ATARA' KA FFEE rtttrt HASSNEH INSURANCE CO, Gegründet 1924 Die älteste Verticherungtgetelt- »ehalt des Landes Betreibt alle Versicherung»* weige INCASSO VON AUSSENS TANDEM Dr. Walter Fischer HAIFA I, J»rusa(«mttr. Tel. 1711 'iL WOHNUNGEN Luden, Wohnungen Büroräume, Häuser, Hypotheken, Grundstücke, Immobilien. Transaktionen jeder Art durch die älteste Fir ma dieser Branche im Lande. I. ÜCHTENSTEIN HAIFA Tel. 223 Had. Hakarm . Herzbt. 5T Mt. Car/nel, Haus Ben Ami neben der Apotheke. Diese Adressen- Mitteilung kostet sh. 3 ~

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