Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 5-6 (21.4.1939)
- Date
- 1939-04-21
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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PALÄSTINA-BLATT # I \lJcn f>lan' 'n"'-r Wälder wieder gross zn ziehen, Ifoule «I«?fSC Iffl J\OrCICn / VcrihNtomif«» tm S«m» mm! IW!^ *:ir *! *• i*"*"* 1510 Von unserem g. I. Mitarbeiter Haifa, An/mg April Verödete» *rul>i.Mh<?» Half« Während der Unruhen hat sich die Stadt Haifa lange Zeit still gehalten. Während Jaffa und Tel-Aviv »ich vom Frühling H>36 an immer mehr voneinander absonderten j SträiKher wurden gepflegt und höhntet, sie erholen «ich und worden stti Baumen. Ks ist nicht die europilisehe I Kiebe. die hier wilehs^ sie haf ein anderes Blatt und die dene Anfang eines Versammlungshauses gemacht worden,! I^l^ % »^™<» «hnwlcr. Aber es sind rieh^ge der Beginn eines sehr viel ehrgeizigeren Planes. Wa« da! *f >7 ' l,r d«n K«ropÄer e.n lang entbehrter Anhhek, ist, sieht ebenso geachmackvofi wie anheimelnd aus und,?5. lm%ehen - ilm ™ta™h«?K*. Ueht und spenden man bekommt, neue Achtung vor diesen Siedlern nim: Deutschland, die hier in dem bescheidenen Saal jede Woche eine neue Kunstausstellung einriehten. ohn» und Jerusalem bald die schwere Hand der Terroristen *u « «^'^ . «• a v ■» '/ »puren bekam, ging in Haifa das normafc Leben weiter. p^'J^/r^^' f^T' " \? T..^ ArLw v»rh*hrt*n n.rh wi« vor miteinander. re8Sttch W™1« *IW Ägyptische Ausstel Juden und Araber verkehrten nach wie vor miteinander, standen in Geschüftsbeziehungen, die Stadt leistete der vordringenden arabischen extremistischen Propaganda erfolgreich Widerstand. Als dann jedoch der Umschwung kam, litt Haifa unter der Terrorwelle fast noch mehr als andere Punkte. Hier bestanden neben den rein arabischen und rein jüdischen auch gemischte Geschäfts- und Wohngegenden und der Proxess der Segregation, der einsetzte, beeinflusste die Entwicklung der Stadt aufs Fühlbarste. Der innere arabische Terror trug stark dazu bei, die Wirtschaft des arabischen Sektors in Haifa zu untergraben. Und wenn man heute, nach einer längeren Zeitspanne, die Stadt wieder besucht, So wirken die Veränderungen gerade in den arabischen Gegenden geradezu erschreckend. Durchfährt man den unteren Teil der Stadt, der von der alten Eisenbahnstation ins neue Geschäftsviertel führt, so hat man den Eindruck, dass ganze arabische Strassen ,.streiken". Dieser Eindruck ist jedoch falsch, denn die Rethen der verrammelten Geschäfte stehen nicht nur einen Tag so da, sondern sind seit Wochen und Monaten völlig verlassen. Das ist die Folge der allgemeinen Jung geplant und die Ägyptenwerke in den Bibliotheken der Siedler mussten ihre Abbildungen hergehen. Mit der Fertigstellung der zweiten Raaseo-SiedUmg kommt eine besondere Note in die Landschaft und die Aufnahme weiterer Kinder im Helm der „Ahawah" wird durch die Einrichtung eines neuen Hauses ermöglicht. In Kitjath Motzkin findet man in einem Häuserblock ein neue« Internat, das sieh AI ha-Saf (Au)' der Schwelle) nennt und mehr als 60 Schüler des Haifaer Technikum« beherbergt, die aus Deutschland hierhergekommen sind und hier Unterkunft und Erziehung gefunden haben. So lassen sich die verschiedenste« neu e n brechen das unbarmherzige Licht Schatten und sie hüten den kostbaren Hoden vor den reisenden Hege n rjl ssen. Hier in dem neu e;<. ...den Wiv l!,..,•*'. I x ' l.dU-u und Baracken eine Gruppe, die in Ein Charod in der i u g e n d a 1 i j a h war, dann hirr zur Ansiedhing ging in weiche Elemente, ins4 *son« :t wurde. Alexander /»•;<'. der ei n\;r alten pnlHsfhu-nV.r-.-hen - •;. ';-, für die •.!•.":; ^.v.'.pß 1 ■ ■[ - et* gefrtl!.1» .;." .;,(:"• n\:t Übergang. Sie r,h:.\ dabei»;^!,v:u«5i"n uhkiu'^u ,:•in lurniHettmrer ,:N£U»e «(.•• \ deutet. Es Ist keine IHcluo Auf* reuen Siedlung. rÄwnr kann und heute durch nnd*i lere aus Polen, versl-tM'-; unvergejjriene l'! der;y<; Garde b;f hier In d-e >*v ee^'ue;'. i'i;.f hl ein v- ], " -. , hit für die Gruppe heiue j 'hren endgiiltieeu Ar;.; K u « k us T a b u n, in Ischen Dorfe« Wnldheim Ii l gäbe, die Errichtung ih \ man hier mit modernen Methoden arbeiten fandet;} als > oben in Chanitaü oder Chirbeth Zemaeh), die Traktoren Unternehmu ngen auföihlen, von kleinenBemüh unV l ^% m«m™ »Mi ™* *>? Er* ^.,n«w^ a»„ ..„..«.. l',i,...s„„*i.......I fnbrung der alten Emeksiedler. Aber aucn me junge gen angefangen bis zu den neuen Kolonisationspunkten in der Gegend nach Akko zu, die mit ihren Wachttürrnen bereits die besondere Note in die Landwirtschaft hineintragen, die heute für das ländliche Palästina überall charakteristisch \at. Im Kmek «leHreel Gruppe hat schon ihre O p t'e r Springen müssen; auf dem Wege, den wir zum neuen Punkte hinauffahren, sind erst vor kurzem mehrere jun^e Menschen einer Lmtdmine zum Opfer gefallen, Das neue Elonim liegt im Wald, au!" einer prachtvollen Höhe, die ersten festen Mauser steigen tu die Höhe, eine Bis Jagur fühlt man sich eigentlich noch im Stadt- ] Steinmauer zieht sieh um .den Hof die FcldiT (ifiu-a werden bestellt. Aber die festen Häuser und die Steinmauer genUgen nicht. Hoch oben auf der gegenüberliegenden flöhe rssigt ein g r o s h e r. bezirk. Hier sind gerade In der Lud Wig-Tiet2 Schulft Unsicherheit in der Stadt, vor allem aber des inneren! CO neue Schüler au* Deutschland angekommen und Uberarabischen Terror«, der in dieser Gegend wieder und j all sieht mau dis; Erweiterung des Betriebes. Grosse. wieder auf seine Opfer gelauert hat. Der grosse G e - | Arbeitsräume entstehen, die Tischlerei »teilt Möbel für; Turm über den Wald, das ist die eigentliche Auslugmüsemarkt .der immer von Käufern und Verkäufern j die Zimmer im Internat fertig, alles hl: in Ausdehnung «nd Wae hat eile des neuen Punktes. Ein Weg von einer wimmelte und einer der buntesten orientalisch anmu-; begriffen, f« Jagur selbst, das auf den ersten Blick nicht tenden Stellen in der Stadt war, ist völlig verlassen. Die i viel verändert scheint, da es mit seinen tausend Mensehen lange Strasse ist leer und auf erstaunte Fragen antworten j auf einen engen Wohnraum zusammengepresst ist, findet die Haifaer, dass zu Fuss gehen in dieser Gegend beinahe j man die grosse Esshalle, seit Jahren im Bau, fast vollj werken, die der enge Turm enthält, sind die Wach! .hl üben, als Selbstmord zu betrachten sei. j endet. Dieser Riesenraum .mit seiner neuartigen Be-j oben eröffnet sieh ein weiter Blick auf die jüdischen Sied- Es ist üh*r»'au')t für den Besucher sonderbar dass! leuchtung und Lüftung, mit seinem grossen Bühnenraum, j Jungen des Emek auf der einen Seite, auf die benachbar- Viertelsd unde durch knietiefe Bergblumen und über Felsen bringt uns zur Höhe hinauf, eine Art Feuerleiter führt hinauf auf die Turnerin.'form. In den zwei Stock- Vierteln man sich frei bewegen kann. In den jüdischen Vierteln, vor allem am Hadar Hakarmel, mit seinem Unverändert lebhaften Verkehr» besteht dieses Problem natürlich ebensowenig wie in anderen vorwiegend jüdischen Gegenden. . In der Bueht Bis vor kurzem war man gewöhnt, in Haifa nach einer kurzen Zeitspanne grosse Veränderungen vorzuden. Besonders in der Haffa-Bucht ging der Fortschritt mit Siebenmeilenstiefeh). Aus einem schöngefärbnoch zu tnn bleibt. ) sieh noch gegen die Wirklichkeit strauben will, -wird Hinter Jagur untersuchen die Hilfspolizisten, die man ] durch eine ganze Gruppe bewaffneter Hilfspolizisten auf» heute auf Oberland fahrten fast immer im Wagen hat - j geklärt, die den Hang herauf klimmen; Ablösung, sie benutzen gern die Gelegenheit die Nachbarschaft auf-! Anstrcn^uugeit der f«e»itmthcit züsuchen — unweigerlich ihre Gewehre, Man kommt iu! fefährlichere Gegenden. Warum sie als solche gelten, ist eigentlich nicht recht ersichtlich, denn oft fährt man auch in der Bucht mit Bedeckung. Aber das ist eine der heute im Lande neu aufgekommenen Gewohnheiten. Dan Emek zeigt sich um diese. Jahreszeit von »einer schönsten Seite, Die Getreidefelder stehen in , , , „. „ ten und geschwungenen aber völlig leeren Dünenstreifen! dickem saftigen Grün nach den reichlichen Regenfidlen; "^^f kinnmern als um che Gründung neuer .Siedlungen Wurde inVn.Ven .Tahr™ ein Wohn-'und Tndunt ei^wni vnm! des Winter« 'o* nniUt MIPr vr,n Hhirnen. »Ii*. Gandnehatt! und den AllSbau der bestehenden, rührt einen Wieder jener Der In der S t a d t hat man heute das Cefühl den Stil 1- Standes. Die Privatinitiative ist umwehen sie wartet ab; Drausßen verliert m a n s o fort d 1 e & e R drückende G ( fllh! der S t a g n a t Ion. Wo der Keren Kajemeth Boden kauft, wo der Heren Hajessod Ihn besiedelt, wo sieh überall Mensehen finden, die «ich um wurde in wenigen Jahren ein Wohn- und Industriezentrum.! des Winters, "es quillt über von Blumen, die LaadschaCt! u,nd dc'« Ausbau der bestehenden rührt einen wieder jener Der Fortschritt hat sich heute verlangsamt, aber er hat (erinnert an alles andere ab an Schüsse und Gewehre. I (,f"m; d;r fcewcgunf: wnd «es V o r w a r t s k » m fä> e n » nicht aufgehört. Von Kiriath Motzkin, einer der drei j Aber in den Siedlungen und auf den Weg*n sieht ea ganz: ^nmtr das Belebende .in ralästifta war. Hier wird Wohnsiedlungen in der Bav, geht heute eine neue, aus-anders aua als früher. Sonst war in diesen Frühlings ^n l»Wwmmen, Wer wird gebaut, hier " - ' CT; . __ ' " i ..i.if/t /IIa / ciin, öy?» fi\»- rs^.i.rt A^^»/lifii»^ titrf Waer die den Karmel hinan: Stadt und das gegenüberliegende Akko, der weiten Sieht i Verteidigung gezwungen waren, in den Zeitungen mitzuaufs Meer hinaus, gehört zu den schönsten Landhchaftateilen, dass sie in nächster Zeit keine Gäste mehr unterbildern Palästinas. Die Pläne zur Errichtung eines grossen bringen könnten. Heute sind die Besucher gezählt. Man Badestrandes an dieser Stelle sind sehr einleuchtend und fährt eigentlich nur, wenn es nötig ist. Und Gewehre sind ' wären in ruhigen Zeiten wohl längst verwirklieht worden, j überall ebenso häufig wie Pflüge und Traktoren. Der grosste Eindruck des „Neuen" in der Bucht sind1 Da liegt den Hügeln benachbart?!H a s o r e a \ die; natürlich die grossen K a f f i n e r i e• A n i a gen der? »Siedlung der „Werkleute" (des aus Deutschland 'stam- ] Irak Petrol, die mit atemberaubender Schnelligkeit: tuenden Jugendbundt-s), dicht neben einem arabischen; erbaut werden (vgl, den Artikel „Haifa 1939'' in Nr. 2; Dorf, das höiier den Hang hinaufgeht. Die Verteidigung der J.W.R." — A. d. R.). Eines der Gespräche in den\ hier ist keine Kleinigkeit, aber nicht etwa darüber redet vorbeifahrendei» Autobussen ist die tägliche Veränderung; man mit uns im unserem kurxen Aufenthalt. Das Zentrum auf dem Bauplatz. Hier sind Hunderte von Arabern und des Interesses ist djus neue Kinder haus, das eiste Juden beschäftigt und ausserdem hat sieh die Gesellschaft I Haus am Platztüberhaupt. Sein Pia«, seine Einrichtung amertJtantacAer Facharbeiter kommen lassen. Sie erhalten j beschäftigt di*= Siedler aufs stärkste. 15 Kinder sind bisfür Palästina ungeheuerlich hohe Löhne und haben einen j her am Ort, Uber sehr bald wird dk Zahl steigen. Sie entsprechenden Lehensstandard. St» sieht man denn —-s müssen ihr Hau» haben und sie bckoniruen es. es macht einen geradezu symbolischen Eindruck — vor An allen Orten, wohin man kommt, ijeHoiuiers in den dem Zaun eine R^ihe von Au tos stehen, nämlich die m den letzten Jahren entstandenen Punkten, findet man der amerikanischen A/heiter, während auf der anderen i diese» selbe Drängen tum Auabau, zum Vorwärtskommen. Seite des Eingangstores in Reihen die Fahrräder der In Hasorea ist es das Kiaderhaus, in „E ioni m", auf der Einheimischen aufgestellt sind. Im Übrigen sieht die anderen Seit^ de« Tales gelegen, ist es der Aufbau des Bucht auf den ersten Blick ziemlich unverändert aus,: neuen Punkte», der als Wichtigstes dem Besucher vorge aber nur auf den ersten Bück. Bei näherer Betrachtung' trage» wird. r,Eio«im4* heisst „Eichen*', denn hier auf findet man fast liberal: Fortschritt und Ausbau, wenn er; den Bergabhängen liestanden die Reste alter EichenwÜld"»- »ich auch mit dem Vorwärtsstürmen der ersten Jahre nicht die vernachlässigt und herangekommen waren, bis die vergleichen lässt. In K i r j a t h B i a 1 i k finden wir eine grossen Bäume zu khrine« Sträuehem verwilderten, die von grosse Sytugo x e in. Bau. Ausserdem ist der oescheiden Zieg.rn P.-i.':igt wunden. Vor vielen Jahre/,- fa.iste mau a r b e i t war, mit dem Gewehr in dt Hand m tun. Aber mit dieser Tatsache muss man sieh abfinden. Da?s aber trotz alter Änderungen da draussen von den Vortrupp» <Ue Siedlung vonvärtsget ragen wird, ist ein grosser Trost in der Verwirrung des Heute. Diese Vortrupp« werden aber nur dann stand halten, nur dann sich durchsetzen können, wenn ganz Palästina, wenn auch das Galuth hinter Ihnen steht. HOLLAND PALESTINE COMP. LTD. HAIFA 17, Maritotr. I.e!?0! TfL-AVIV 70, MfNi M. ro.i. *oi JIHUtALlM %, tfcMMlStttf. T.i. aa«s An-und Vtrkeul von Goldmönitr» w. Borr«n l6r Anlagszwsck« Ankauf alltr Art»n a!t«r Edelmetall« u Abfäll« ANZEIGEN ANNAHME?ur Iii«; „JUD, WELT - Ht-St).SCiJAr in f>ala«itK«i: J«ru*i*i«rtii, & Her Yehudaatr. / T^I-AvP'. -1 Mlkv, W«ü«r, Amt H. O. G. für Einwood«r#ra'jt \n l.ih* un4 Kitt«« HAUSMANN TRANSPOST CO. f. i t « a t i a n a I Spediteurs M«if«. SslitfrU.H*«»« »• AUsnsy m«mS, t$7f Y«t. nn