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Jüdische Weltrundschau · 1939-04-21 · 5-6 (21.4.1939) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
5-6 (21.4.1939)
Date
1939-04-21
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. «5/6, 21. IV. 1939 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Seite 8 BELGIEN WÄHREND DER WAHLEN JUDENFRAGE IM HINTERGRUND Von Dr. Paul I!? i w a Id, Brüssel. Noch vor wenigen Jahren hätten Belgirr wie Juden das [ Gebieten Vorhandensein einer a n t I s cm i l is c h c n S t r ö tn uns;' fft Belgien ganz entschieden in Abrede gestellt Es gab keine antisemitischen Parteien: die drei massgebenden Gruppen, Katholiken, Liberale und Sozialisten lehnten, von verschiedenen Standpunkten aus. aber mit gleicher Bestimmtheit, den Antisemitismus ab. Es gnb ro put wie keine anti- •emiti.ichrn Zeitungen und der Judenhass als Theorie, wie ihn Edmond Piccard, ein Schüler Gobineau's und Chamherlainü In Belgien vertreten halte, konnte hier nicht das geringste VeTslandnis finden. Auch heute, wo infolge der in grösstem Masstabc geführten deutschen Propaganda eine gewisse Änderung, besonders bei dem flimUchen Teile der Bevölkerung •Ingetreten Ist. sind es keine gefühismässigen und theoretischen Argumente, die verfangen. Der Antisemitismus befindet sich in völliger Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage. Es war die Wirtschaftskrise die der Rex-Partei, der ersten, die sieh antisemitischer Schlagworte bediente-, ihre Erfolge verschaffte. Es war die Prosperität, die ihr die schwere politische Niederlage brachte, von der sie sich bisher nicht erholt hat. Ihre Nachfolgerschaft hinsichtlich der politischen Auamünzung des Antisemitismus hat die Legion Nationrile (nicht zu verwechseln mit der Parti des Anden* Combattnntst angetreten. Mit Versammlungen, Broschüren, Fiugzettein, niles nach deutschem Rezept, sucht sie, besonders die Jugend, gegen die Juden einzunehmn. Im letzten Wahlkampf trat der Antisemitismus nicht in den Vordergrund Ktine Partei hat ihn als maiaffebendc Parole auf ihre Fahne peschrieben. Auch die flämischen Parteien wissen ganz genau, das«? sie? nur bei verschärfter Krise auf Anklang antisemitischer Schlagworte rechnen können. Auch dort, wo der Antisemitismus stärkeren Eingang gefunden hat. spürt man eine gewisse Hemmung, die sich aue dem streng katholischen Charakter des Landes verstehen •aast. In der großen Presse findet man nur vereinzelt judenfeindlicho Artikel. Die Änderung, die man spürt, besteht ,ü>en. Dagegen spielen sie im kulturellen Leben, trotz bedeutender I^cistungen einzelner, keine in d ie Augen fallende Holle, jedenfalls keine, die Anlas* au Angriffen und Kritik gibt. Di* Juden im belgischen Kulturleben Im Zc i t u n g s w e n e n sind sie so reut wie gar nicht vertreten, weder als Verleger noch als Journalisten, Eine einzige grosse Zeitung hat einen jüdischen Chefredakteur. — Ebensowenig treten die Juden Im Theater hervor. Ihr Anteil kommt nur in passiver Hinsicht zum Ausdruck: auch hier stellen sie wie so vielfach ein erhebliches Kontingent des Publikums. Wirklieh aktiv sind die Juden nur im Konzertleben. Dies ist die einzig« Ausnahme, wo judische Künstler, be-! sonders des Auslands, merkbar In Erscheinung treten und j zur Höhe der musikalischen SaLon in Brilsae! erheblich bei- | tragen. Sie erfreuen sieh allgemeiner Beliebtheit und haben ■ ihr festes Publikum. Die begeisterten Ovationen, die Die Lage der Juden in der ehemaligen CSR in richte; chen Zeituntr, wird nu.i Prag fohrend*-* b«»- Menuhim erhalten haben, sikfreundrn. ohne Rücksicht sing de* Künstlers lediglich itürzlich Jchudi und ffepsibah seigen das« es den Brüsseler Mi auf die Herkunft und Ab*t:vmn um die Leistung als solche seht. Auch in Verwaltung und Politik machen sich antisemitische Gesichtspunkte kaum bemerkbar Richtig ist, dass es mir ganz vereinzelt jüdische Richter gibt Dies ist aber vtclmehr auf die Anteilnahme zurückzuführen, die die Regierungsparteien an der Ernennung der Richter hnben. Eher konnte «ich ein Problem ergeben, wann die Anzahl der jüdischen Anwälte erheblich wachsen sollt«. Bis jetzt ist sie nicht sehr bedeutend, in Brüsacl etwa 23, in Antwerpen etwa M'in kann sich aber dem Eindruck nicht verseil Hessen, dass eine Verdrösse rung dieser Zahl Im jüdischen Interesse wenig wünschenswert wäre. In der Politik hat es ebenfalls mit der Wirksamkeit hervorragender Persönlichkeiten sein Bewenden, t Paul Hymana, der jüdischer Abstammung ist. bat jahrelang al; Minister die auswärtige Politik Belgiens vertreten und dabe ..Der tschechische Ktufmjtnn.tverein .Merkur' In Pra.sr hat mit Genehmigung d«-r Behörden 8ch^tife««lerschiidrr zur Kenn.-eiehming « r i s c h e r t s c h e e h I * s e h »* r f; e * c h A f te ausgegeben. Dies ist Hn weiteres Symptom dafür, «n** dt« Incherhisehe Öffentlichkeit der Judenfrage erhöhte Aufmerksamkeit zuwendet. Die Erwägungen, die dabei im Vordergrund stehen, skizziert der Liehechisrhe .Venkov' in einem ausführlichen Artikel, Darin hci«st es: ,A!s einer autonomen Formation unter dem Protektorat des Reiches bleibt es uns überlassen f*le! Red. d. J.W.R ), Ott wir den A r l e r p a r a n r a p h e n einfuhren wollen oder nicht. Der deutliche Willi» der öffentlichen Meinung erklärt diesen Paragraphen für eimr unerläßliche Notwendigkeit und wünscht mit ihrer Verwirklichung nicht zu zögern.' Das duuts.-he Volk, fahrt der .Venkov' fort, habe zum Judentum hvin Vertrauen und sehe in ihm sehten grossten Feind. Wenn also das tsehcf;ht*rhe Volk ein Vertrauensverhältnis zum deutschen Volk'und dessen wirkliche Freundschaft gewinnen wolle, sei es unmöglich, eine so grund.saty.lhh wichtig* Fi;»«« wie die Judenfrage anders zu betrachten als da* deutsche Volk. ' Es ist zwar richtig, dass der „Vcnkuv", das OiHm\ der Agrarier, schon früher öfter antisemitische Anwandlungen | i?ehabt hat. aber wer dl» Verhältnis*.'' unter u>n Tscheche» Lhrsoheinlieh empfinden, d«*n licht f'asn Kenütijft würde, die tsch^chjaehfiVoik mü*a? nunsich |>e! lUn deutschen Macht* die Achtung der weitesten Kreise gewonnen. Jetzt ist er darin, dass, und dies von Zeitschriften, die getreu die Meinung j Vorsitzender de* Kuratoriums der Brüsseler Universität. Im breiten Durchschnitts in Belgien spiegeln, das Beatchen einer Judenfrage festgestellt und zu ihr Stellung genommen wird. Dabei wird im Ganzen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit abgelehnt, in Einzelfrägen aber z. B. der Einwanderung, der Arbeitseriaubni* findet man des öfteren wenig freundliche Bemerkungen. „De wandelnd« Jod" Es wäre aber verfehlt, die.se Strömungen nur unter dem Gesichtspunkt des Tages zu betrachten. Das belgische Volks- «JMwusstsein hat eich stets stark mit dem Heiligen Lande und den Juden selbst beschäftigt, auch während der langen Zeiten, WO es keine oder nur ganz unbedeutende jüdische Gemeinden j hier gab. Manche Erinnerungszeichen bekunden das. In Antwerpen gab es noch vor kurzem eine Strasse und ein Cafe" „De wandelnde Jod". Die Israeli tenstrasse verdankt ihren Namen den Häusern, die je mit den Wappen der Stamme Israels versehen sind. Ein altes Panorama erinnert an die Beziehungen Antwerpens zum heiligen Lande: c:i zeigt die glückliche Rückkehr eines der Pilgerschiffe, mit denen ein Belgier, Vander Paeschen, als erster eine ständige Schiffsverbindung zwischen Antwerpen und Palästina für Pilgerfahrten im Anfang des?5. Jahrhunderte eingerichtet hatte, — Und so findet man auch in Brüssel und Cent manch«? Stätten und Erinnerungen an alte und neuere jüdischen Siedlungen und Verknüpfungen mit der biblischen Geschichte. Aber diese Verbindungen haben kein« Sympathie für die Juden erzeugt. In England kennte d.i.", Studium der Bü.-d •ine Anteilnahme an dem Schicksal des Bibelvolkes hervorrufen, die sich schliesslich in der aktiven Mitwirkung an •einer Wiederaufrichtung in Palästina äusserte. Das belgisch« Volk hat besonders in seinem flämischen Teil mit zäher Kraft an dem Bilde des Juden, wie es die rnittelaJUrllche Legende geformt hat, festgehalten. Die Vorstellung von ..de wandelnd« Jod", durch zahlreiche Geschichten und Bilder verbreitet, lebt noch heute. Es ist höchst seltsam, wie wenig jedenfalls ein grosser Teil der landlichen Bevölkerung sie der jüdischen Wirklichkeit gegenüberstellt, auch dort nicht, wo jüdisches Leben sich klar vor ihm bewegt. Was diesem Bild nicht entspricht, das sind eben kein« Juden. Die Marranen. das waren kein« Juden, das waren Portugiesen. Selbst beute, wenn ein Belgier seiner Abneigung gegen Juden Ausdruck geben will, heisst es: „Les Poionala". Wie wenigdiese Abneigung mit der jüdischen Wirklichkeit, sondern mit dem Festhalten jener mittelalterlichen Vorsieiiung su tun hat, zeigt die Geschieht« «iner Kapelle von, S t Gudule. Dort, in Belgiens schönster Kirche, verewigt «ünt Rethe von Glaafemt >rgemälden das furchtbare Ereignis, das 1970 die jüdische Gemeinde in Brüssel traf. Zahlreiche Juden wurden damals wegen Hostlenschändur g angeklagt un 1 an der Steinpfort« verbrannt. Jahr für Jahr wurden Prozessionen zu j Belgien der Kapell« veranstaltet, und ein halbes Jahrtausend nach die-; w**r übrigen sieht man weder im Parteileben noch im Parlament, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Juden hervortreten. Interessant ist, dass ein Gebiet, wo sich sonst antlseml- Usche Strömungen geltend au machen pflegen, die Armee, in Belgien völlig frei von antisemitischen Tendenzen hit. Generft! Bentheim ist für Armee wie für Bevölkerung einer der Heiden des Weltkrieges geblieben. Generai Wiener, Mitglied des Consiätoire ist überall geachtet und beliebt. Hier dürfte am wenigsten eine Änderung zu fürchten sein. Haltung zar KmiKrati»« Ein klares Zeichen dafür, dasa Regierung und Behörden den antisemitisch.:-!! Bestrebungen fernstehen, ist die Stellungnahme Belgiens gegenüber der Emigration aus Deutschland und Oesterreich. Allerdings sind heute die Grenzen Belgiens praktisch so gut wie geschlossen. Ab*sr der emsige Ound hierfür sind wirtschaftliehe Erwägungen, die die Kleinheit des Landes und die verhältnismässig grosse Zahl der Arbeitslosen berücksichtigen. Belgien hat VJXi und 1334 alte» getan, um trotz seiner beschränkten Möglichkeiten den Flüchtlingen zu helfen und ihnen wenigstens ein provi^ri^ches Aay! zu bieten. Es hat auch nach Versehürfuüg der Einwandcrungabestimmungen keine Unmenschlichkeit gegen diejenigen begangen die in gröftsler Not illegal über die Grenze gekommen sind, besonders nach den furchtbaren Ereignissen tn Wien und den Novembertager. in Deutschland. In ständiger Zusammenarbeit mit den jüdischen Organisationen hat die belgische Repierung eine menschenwürdige Unterbringung wenigstens eines Teils der Flüchtlinge im feiger von Merxplas ermöglicht. Die endgültige Ixmiiiiii der Frag??.u finden, kann selbstverständlich nicht kennt, mtus es als höchst urv ein ehrlicher Tacheelie, falls oi Meinung vertrete» würde, da mehr die Juden bekämpfen., un habern beliebt zu nvichen Man darf als sicher annehmen, dass bei aufrichtigen Tschechen -iclbst dann, wenn »ie früher antisemitische Neigungen halten, der Antisemitismus deutscher Prägung heute? im Zeitalter der Untenlrückun^pnlMik unpopulärer Ist at* Jemals zuvor. Natürlich wci.*i jeder, dass die Tschechen heuSß i- Böhmen und Mähren nichts zu .i»»«« habe n. Die Politik v.drd Viru andrrer Seite gemacht. Die Macht in Böhmen wurde einem „Ausschu«s der nationalen Volksgemeinschaft" übergeben, dem meist P^räonert ungehören, die bisher keine Holl« spielten. Dieser Auaschuss, der offenbar nach deutschen Weisungen zu arbeiten hat. hat «rtU-r andere|a. wjo die deutschen Zeitungen berichten, „die. Regierung nVifftcfordert, für das rjebict dm Protektorats Böhmen und Mähren .'/ine Verordnung zur Judenfrage zu erlassen. Der von dem Ausachuss ausgearbeitete Entwurf dieser Verordnung verbietet (in Anlehnung un eine bereits von der Zollverwaltung des Inhuber;» der vollziehenden Gewalt irn Lande Mähren erlassene Weisung) alle Verfügungen über Vermögensobjekte und Besitzrecltte von Nichtariern. Verfügungen, die in dieser Hinsicht bereit« fielt dem 1.1. Man« getroffen worden sind, sollen <l«r nnchtritgfichen Genehmigung ».•dürfen Die bisherigen Besitzer d^r Betriebe und die leitenden Organe soller. den Betrieb bis auf weiteres in vollem Umfang weiterführen und persönlich für den ungestörten Gang des Betriebes verantwortlich sein Bis spätestens zum 1». April soll eine B e <> t a n d;i a u f n a h m « de* »»samten rtiebtarischen Vermögens auf dem Gebiet des Protektorates durchgeführt werden, Als Nichtari'jr im Sinne dieaes Entwurfes gelten Personen, die selbst oder deren Vorfahren bis ins dritt« Glied nichtarischer Abkunft sind/' I)ie;ie Verfügung verhindert ah»o den Verkauf Jüdischer Geschäfte an Arier, offenbar um zu verhüten, dass die jüdischen Eigentümer eine günstige, dem wahren Wert Ihres Geschäftes entsprechende Transaktion durchführen. Wie weiter gemeldet wird, werden aus dem Uchechischen Filmwesen alle Juden entfernt. DJj Ateliers auf dem Barandov bei Prag haben bereits alle Juden entlassen. f>er vom slowakischen Wirtschaftsminister mit der Vorbereitung des slowakischen G c t r e I d e m o n o p o l s botrauto AusachufiS hat den zuständigen Sellen Massnahm««! In jenem Bereich des Getreidehandels vorgeschlagen, der sieh bisher in jüdischen Händen bofand. Die Behörden werden für die einzelnen jüdischen Firmen Vertrauensleute ernennen. Den jüdischen Firmen wird der selbständig« Handel verboten; sie können die Aufgaben des Monopols nur mit Zustimmung der V<;rtrauen:i!eute erfüllen. Vorbot dor ontif •mitischen Propaganda in Frankreich? Unser Pariser K.-Beriehterstattcr schreibt: In der fran-?.Of*i»chen P(«sse wird lebbstft und nieist in zu.v uniütndeBn Sinne ein Artikel be^priMmen, den dur Rechtaanwaii. am Pa- Aufgabe eines einzelnen kleinen Landes sein, dies ist nur einer' riser Appellationsgerichtshof Mattr» Maurice Hamburger internationalen Zusammenarbeit möglich. Was würden die Inj in den „Cahlers de la Presa«", der Vierte!jahrxrevu« des s*uf«en des Lagers von Merxplas darum geben, wenn man | Presseinstitutes der Pariser Universität, veröffentlk ht hat. In ihnen sagen könnte: in 6 Monaten oder selbst in einem Jahr j wwem Aufsatz fordert Maitre Hamburger ein Gestta, wonach könnt ihr sieher das I^a^r vwla«#en Aber nicht die EviandÄ* l>!,kt 'Ur fi»Woi«»»«« un<1 timT Verleumdung gege» •in* konferenz, nicht die Novemberverfolgung in DeuUcbland. °/U,f?7 lte^6^* . unter Straf. . ..... . . . . . .... , > «teilt wird. Mattre Hamburger weist, unrauf mn, uass dl« nicht die Katastropne der Judengeme.nden In Mitteleuropa , imh,me «hre,v.Ge„etzgohung ganz auf individualistiaeh«fhaben vermocht, die Tore grosser Einwanderungsländer weit . sUhl und ,uüv.r imr ,iai KinzHÜndividutmi von Bel«4« zu offnen und für eine Verteilung der Flüchtlingumaasen. die j fügung und Verleumdung schützt, i'itn Gesetzentwurf, d«# such nur bei geringer Aufnatomebereiuchalt keine «Schwierig- ' diesen .Schutz auch auf Bevölkerung** r u p p e n ausdehnt. Weit bieten könnte, zu sorgen. | würde daher eine wichtige Lücke in der französischen Geaats* Nach seiner ganzen Vergangenheit war eine menscbUch«! ausfüllen. Als Beispiel für einen derartigen Sehnt« Einstellung Belgiens zur Fluchtiin«»frage m erwarten ein«! wt[M. Mf/r# , Hamburger auf das Ge»-ta hin. das Im Jalrt i is«4 in Holla» i vom Pa.-jsmf.nt sn^enomman wurde und j erhebiieh zur Mnasigung der a/tttseriilUaehaa Kamps^rne in | diesem Lande beigetragen hat, (Auch in Deutnchirnnd wunto schaft *uf *in*r *t(mi v0<* 110 m B^'i-1*«" größter Strafe, j VOr <kT »tUtc-Mm die«e4 Problem der „Kollektiv-Belaldlder Avenue des Nation*», errichtet sein wird, und ein neuer gung" lebhalt diskutiert. A <i. R ) Propagandastrüm j-äch Uber day Land ergiessen wir«l, wird i D-t in letzter Zeit im Zuaummer:h»ng mit der Versteifung? Land des Antisemitismus werden, i dor franzoa:-'.ehen Haltung gege:if.;ber Dcuu<:h!ai»d auch «in« dem Fremdenverkehr offen, es bat stew Emi- : ^türkere Renktion der französischen Behörden gegenüber Belgiens zur Fluchtiinüp^frage m erwarten eine Einstellung, die auch dem bealfittanaicrten importsuitissuiüsmua seine Grenzen setzen, wird. Auch wenn die nstte Botstets Kapital mit Bedacht an ai*.h gezogen. — zu seinem gröbsten ] Vorteil. Gerade in diesem Lande erscheinen dlö Kinsehranaen Vorgängan, im Zeitalter der Naturwissenschaft und Technik, j granten aufgenommen, ja fremde Mäuschen und fremdes 1S70, konnte ain grosse* Kirchen fest gt piant wurden, bei d&ra die grasslichen Vorgangs amenisch dargestellt werden sollten. Heftiger Widerspruch verhinderte das „Fest", aber nicht ohne dasi es zu weitreichenden politischen Konsequenzen, tu antisemitischen Störungen und Demonstrationen kam. Und dk$ geschah zu einer Zeit wo es in Brüssel nur ein« kleine Gemeinde durchaus assimilierter Juden gab. Bei der Beurteilung der Lage kann man diese dunkle Untcrströmuiig unmöglich ausser Acht lassen, auch wenn sie selten offen zu Tag« tritt. Di» Angriffsfkicke, die die Juden In Belgien dem Anti itarkere der 7,u einem grossen Teil von Deuta«h!and finanzierten — antisemitischen Propaganda festzust*llfc« ist so ist es rntigf- I Heb. da*.* in abäsehbarer Zeit ein derartiges Gesetz im franf zdsisehen Parlament eingebracht und votiert werden wird, kungen der freien Niederlassung, zu denen es »ich angesichts; Jm jA!itit!fe32 bat btsmits d*>r i'rufe.iaor Guido T «de sc hl der weitwirtsrhafti.chen Situation gezwungen sieht, Unnatur» j von dwr Universität in Rom «ui« internationale Konvention lieh u?»d seinem Charakter widersprechend. j der ata^tien zur legalen Bekämpfung der aiitU«mi«Usch«ii Hinzukommt seme geographische Lage. Trotz de.« kleinen j Propaganda vwge»*:h!<tgen In diosem Zusammenhang sei Gebietes hat es 4 Nachbarn, — den« auch England raus* seiner - sin Vorfall erwähnt, der nlch vor einigen Tagen in der Pa- Nähe und seinem Einflusa »ach dazu gezählt werden. Das \ Stadtverortfnetenversammiung ««-eignet hat. Wachsen oder Nachlassen antuemiüscher Strömungen in diesen Landern lat natürlich unter den gegebenen Umstände»;^ ^n 'mmn fraa2oai^h««^iro««rabbin*r kritisiert«, wurd« vo« «rosser Bedeutung. Belgiea wird auch in der Juden- 9f VOß dsm yorstUenden des Stadtrat»« Provost de Launay rdnetenversammlung ereignet hat, Ais der! Fahrer der Pariser Antisemiten der .Stadtverordnete Dsmjuier sNNnitismus bieten, ist begnenzt: si« b*at«iit l«di«iich in den j fr*«« kaum ein« Stellung einnehmen, die in «rbthiiebam j i« der schärfsten W«lse zurückgewiesen und seine Tätigst«!! wirt ze'- e n Positionen, di« si« auf verschiedenen j Gegensau zu der Frankreich» und Engtands steht | «jg ecbJ««ht und veiijäagnlivoii bezetenne»

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