Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 5-6 (21.4.1939)
- Date
- 1939-04-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. 5 6, 21!V. 1939 JÜDISCHE WELTRtfNDSCHAt? Seile S Notizen der Woche Jmisalem. 1$. April Ol« Kriejfstfefafir Der Druck, r auf der gunze/t Weit liegt, wird nicht schwächer. Wir sf>hen im Zeichen einer akuten Kriegsgefahr über di" in allen Zungen gesprochen wird. Die Welt hi in Bewegung geraten und Alle fragen, welche Form diese sogenannte „Dynamik", deren Form gewöhnlich der Kri^g zu sein pflegt, in unserem Zeitalter nnhehifieu wird. Alle wissen, welche Katastrophe ein Krieg bedeute» würde. Die Initiative de* Präsidenten der Vereinigten Staaten, der Zusicherungen für die Erhaltung des Weltfriedens anstrebt, ist wohl nur eine Etappe In dem Hingen. Wie gros» immer die Sehnsucht aKer menschlich fühlenden Kreaturen Gottes nach dem Frieden nein mag, niemand kann in dieser Zeit Uberflehen, dasa wir auf alle Möglichkeiten gefasst sein und daher voi tu reitet sein müssen. Emglmmä» Paf«tÜii«.P«fiflfc W».;nn nicht alle Anzeichen trügen, ao wird zu der Zel*. wo die meisten unserer Leser diese« Blatt in die H »nd r,lf|ji<(.1)fl!{Ur»b.chHu bekommen, die Erklärung der britischen Regierung über öinir.Hfeiit in, diixi*. Die letzten Juden in Deutschland" l im: i>\H.vri;u,t n<j i>i;k ,.ti>ii„s * l'nter dem Titel „Die leUi'eit Juden In D-utAelilanii voratTenllleht tle» londoner „Times" vom Ii. April ,eme l>nr- Methmjt itor l der Judtfn im• heutigen DoiiUehbiml. Di- Zeitung st vif. f«?*t. daas in Berlin noch VtV»er tt»M*x, Juden It bcti und drejji die Zahl tWv Juden im AK tvi.|\ von 520 '*V> j im Jnhro mi auf etu-a .5200*v> gefallen Ist. Dl? mdsten | dieser Juden rind über 45 Jahre rdt. du, die junge Generation j :;ei)ü»;llrr in.:i Aush'md k**'langt. Die jüdischen Institutionen in | J?er)iii - •«» fährt die ..Time«" fort sind ein« nach der : anderen ne.-u-Mosae'n worden. Zwei berühmt«» ft.abhln*>ri X> ,>mm< <, duetwa 70 Jahre Um* judtitche («ehd»r»amUeit vvrbrr itef l.ahuti. mii.sah-n ihr»» Arbeit einstellen« l.»»« Kultur- \ Irhr.ti, d,M vvi hrend «it-r ersten .Jahns der Verfolgung- Niehl «nlfnhef hnt, \nt nicht, mehr möglich. Die e i n /. I x 7. «■ i- 'tun», welch« die deutsche Jud*>nheit mi» Informationen | I über di«» Jt>di>eh*n Kr«tgnM.'(e der Au.ssenwelt informierte j i und ihn«»n «in gpw>se>e}» Mhs,i £*>tatigen Trost«» für ein j schwer geurMft«a \'<<lk hedt-uteti: 'K*'nuMn* i*t offenbar di»> \ Anm. d. Beel, der „J.VV.H. . wurde! Va tung, di« jetzt, erlaubt i*t. i«f ein ihre künftige Pat äst inapol iitk bereits veröffentlicht sein.; Bi*tf. w«lcn«« offizielle Ankündigungen der neuen m«*«- Engtaüd hat infolge der fortgesetzten politischen Spsn- | nahmen x<<en die Juden und Annoncen von Kalirkarten und nung - und vielleicht auch aus anderen Gründen --- dia I *i*\K*y**m**u für Kn.ifr«nt«n Mithält. Einige Httmioooen V-rkihidung aufgeachoben. In der letzten Zeit wurde be-1 siml "*vh {W" Verbrennung»» und Vernichtungen de» No- Hehle/:, das« Verhandlungen swiachen Englandern und ^mb#r v^^d.r geöffnet worden uju! t* gibt «ueh (.el^:nh*it, .. . . . ' 4 -.7. . r». j,.; Vonr**« r^u hdreii, mei«t uher die Au#*lehten der Adswan- Araoeir. in hatro fortgeführt werden. \V^tiger als die fifrun(f AVf. Vr,rhfh)inih d„ Auflihun{, ,chw,bt über j»«l«.sr:*^«c*r« Arnber aiud dabei RW-ttellos die Nach-; ft„ <|eni< Kw ,-t kIar dHJIJI Jud#nhelt u, Bc.rlil) llIHi Rana baelüiider, deren atrategiaehe Rolle in einem weltpoltti-1 Deut*« h)«»d in einigen Jahren a u » g e 1 <*'» a < h t «ein wird. Sehen Konflikt offenkundig bt. Im /mfc hat der plötzliche j Troiy.a«ni bewMhren die jüdischen %entratnrganUnUon<m »Are- Tod de« KÖDiga Ghazi eine gewiss«- Verwirrung' hervorj Moral und führen ihr* Arbeil mit der alten Energie weiter, 'gerufen, doch scheint der Kurs der Politik, die in den j Die ftri* hu n tn-tunu der Juden i,i LKuUchlund hält Ihr« .Minden de« Ministerpr**: Nur* Pascha bleibt, »ich nicht zu; Ztntralieiten v hufreeht. der 70 Jährig« tMv ändern. In Syrien sind die Verhaltniaee noch gespannt,. doch «cheint sieh gleichfall« eine Lösung vorzubereiten, j z^,.ck^ .wobei den franzöatech-türktoehen Verhandlungen vielleicht | dchHft ui7 Huu^wgo bt: Wie kommt man hermehr Bedeutung zukommt alf den syrischen Verhältnissen j^ttWh? i>e«wmd«-* für die Tavjsend«, dl« in Konaentrutioiu*- ■elbnt. Auch Äg>rpten und Saudi-Arabien «tehen zweife!- j Jägern «it/..-i» und nur befreit teerten, wenn ,-iic «im; Einwanloi unter dem Drucke eines möglichen Kriege«, der auf | derungserl.vubnhi haben. int die ßrHentung eine« /''/»«•*fdaa örtliche Mittelmeer übergreifen könnte. Gerade unter UnyaUtof r.% für vorübergehend- 'dieaen Umstünden könnte England in Palästina seinen ^Willen dürchaeUen. Ea scheint aber, daaa man bei der alten Kompromiaspolitik geblieben ist. Dan Regierungspro« 'ipramm — so erwartet man allgemein - dürfte eine Einu Wanderung von 10 000 Juden jährlich für die nächsten Jahre vorsehen, wozu noch eine einmalige 'Einwanderung rjor H«*rliner; Oemein<ie üeht »uf »einem fönten. J>ie jüdischen Kdr|>«*r« j t.itmtrieln in dienern Jahre meinfür Gt-m»;indej Bedürfnis^ dt-r völlig Vfruruitün tk-mein-; Un{/aUt0frs für vorübergehenden Aufenthalt in tingUtnii vtln eine ^oitiiet-,.; Fü«unx begrüa«t worden.. Kh «rhitdt in L»eut.it:h« land zwei K|iit^namen. Kr.st-ins Aah Kcgufeuer'. weil es eine Purch.<i.!iHT(Jilütiun k.l vor der Err-ichmiK d«.-s i'aritdi*!»«'" (der Au»H"nwe.Ui u«»d %wcitens ,An>jk> »aelnienhwttsun' in AnU-hnutiK ,m den Nhmu-u dt:n Kouv.entrutiori.HlaKfc'r:. Sachayn« hauten in J.K-utst.n.land. wo viele jüdisch«- fmfer aluan. Kim doj letzten Nummern deje ReKierungnanxelgerH Ton 25 000 Flüchtlingen käme. Weiter Ui die Uede von | enthält inu-rea.««mt« Bt-traciitungen über die privat« Profit- -tlner mehrjährigen Übergangszeit, an deren Abseniuss: maoherr-i. ule aus der 0b«rtra.sung Jüdiuehen Kl«entuma enteine jüdisch-arabische Kooperation stehen soll, die das; standen ist. Jüdisch»; Unterntmniun^m. so h*.b»t m dort, Entat*-hen eines telbatändigen patästiiten*i*chen Stauten «'»d in vielen Fällen zu einem »ehr biliij-en l'r«i» erworben möglieh macht. Ob diese auf verschiedene Weise in die; ™>**™ hl1 w«r^ ««^l^en. D*r fnt; *Mr#»nrii..hk*it M>lan<rtpn Vr»r«ti«s*fren eintreten werden sUnde",i trofit »"'bt von dem *,ig*iuum«r emgeheiiiwt tmentiichkeit gelangten Voraussagen cinueun veraen, wer<Jtsfl ÄOHtJ<. ,„ die liatl(>lul|tJ K*u«e fih^en. Daher müssen wir abwarten sicher ist, daas die asomatische i w<rden Vorkehrungen getroffen, um de**, u (>bcrtra«'uug an "Bewegung und der palästinensische Jisehuw eine sokhe; den yUial <jurcjuuf unn Lösung scharf bekämpfen werden. Bei den Im w-;h>mi Vrtl uif deM Arfikfls, h-h« Ur-ibt daü UIM.fr dhl Si hirt y}'// e.-/ die ein Jude dureh?.ul-i - Ihui hrtt, e.enn er or atflt > »i will. Man .-»ollte meinen, ho tnxat die Times, du«« tiwn it?ü Juden, zumal wenn .-de nhhts ihren Beslt* ausw-uidt-rn \vofion. keine Schwierti-kciten intieht. Das Gegen« lud i.-ii-drr Kall. Ki fohlt min cinv Darstellung der hUro* krHii»el»iM M»«ehincrie, die «ur Krlnngung eine« l'a^.ip» und dei andt.rea Dokumentu ku patiNieteu l«t. Jetxt «.d vorß»» ftlnsreii, df».i.»* eine neue Körperschaft k< blldt't wird, die die Auswanderung dir Junen und der niehiarlaehfn t-hri-ilen orpanirth-ri., 10in Viertel des jüdischen rligentuma »oll für KeiseapeHon und für An.sehnffur>x von AuHstattuuH^Kntoru treiKegeben werden. Jnnsf Jud<-n sollen /Ui-:.-«t i»(nW(Uidern. wahrend ilie Altmi hoch einige Zeit Keduhlel wurden. „Die metaten von ihnen könnten nur durch WoldtatlKkeit cKUtier*'n. nbw an die.-o-r würde an nieht fehlen, ueun vin Minimum »in Mensehllchkeit luf Seiten iler .Va«in Kehoten wird". Der Artikel .-«oldiefixt mit folgenden Worten ..Die Ranze jiidixehe Uovdlkerunjf. Jun^ und alt, orthodox und assimiliert, nimmt die .Votwendixkelt ihr»»r AiiHWundervinif hin. Hie hahen .drii .-ihgi.fmidt-'ii mit der Auslo.-e huritf der jildiseli»?n (.Jemeinde in Üeilin. Welche im Laben PreiiNnenü .seit den 'lagen KriedrieliM de; (Irofi.ien eine Holle geHpielt liat, eine der posiliv-m KHlturkriide in I>euUthland Rewesen bt und ihren Lt«itrag nieht nur tum Wirtsoh:irtd«beu, «ondern auch' Sur f'h'tf>ioj,hif, W{s;u:n.,rh<tit mi<\ vor ulleiU zur Htttml Huropaß tfcleisdct U»t."; Das jödiwie Vermögen in Memcl f >u:i „M e ut « l « r i > a m p f b o o t", vom HO, Mar/., , veröffentlicht folgende K«#kauntmathurt«: „Dun.-h Verfügung des »tellv. t/berleitunitHkomriiiiMarA für die Wiedervereinigung d«« Men.eüandeH mit dem Deut« '.sehen Keieii vom üT. f4är/. iftiw bin zum Treuhänder l h r d :»^ e h tt m ff j ii f| i;< e h e i'i I g e n i. u m in d (5 r Kf.udt VUrnul behtellt. i Ich buiitiriiiue daher folgende.*!: n!s sind mir »ofort «aJirlftlleii 'Mi meident 1. .SitmUichv jüdische Guthaben bei Banken, Sj-m kahsen und ähnliciem in-iiiluten. 2. äänitliehr /.ahlun«««. die Firmen oder Per»«on«n nn jüdiache Hrtritbe, Geaehäfte und 1 *rivatjarrsumm TM leistrii hi>b«n. .". Allcjj fcajf«;nlurit. .»owi'if ei %'nM noih in jüoirieiiüm HvaiU und alle» jtidiwehe Ki^entum, d-f. :>U h noch Ja; ouleren Mauden befindet, i. Durch die f Jatlsbejdlzer. sändliejev.--.-.Bvtrleba-vT"''C*i!i; «e.häftaun<i Lagerräume, soweit «le-tw Jüdische Gewerbtd.ri;ibendcvermietet waren oderuoel» sind, ii. Alle Forderungen «n judbehe Betriebe, Ch.-Hehafis« und frivatper^men. /ah Inn «en an j fid 1 n e h e Glü ubigvr dürfen n! e h t. e r f o 1 g # n. Hei Nielitbefol^ung obiger Auordnung iht Hestrnfun^ zu «•: »v^rten. - W. tk-tke Hr»r,*ei»- ^tru^f T." pchnellen Veränderungen, die sich m der Welt heute .vollziehen, muss man damit rechnen, daas sieh weitere rinnen Opfer der Vertretbuug haben neben ftirem anderen Möglichkeiten für eine kluge, entschiedene und sdelbö-1 Unglück noch die psychologtscUo Last zu tragen, dass j jrusste jüdische Politik in Pulastina ergeten, besonders nun unverschuldet als Bittsteller auftreten müsseu. was £teim-.m dem Gedanken festgehalten wird, den i>r. VVeiz- Uie niemals aus freien Stücken getan hätteu. Für die j mann so oft — auch der englischen Regierung gegen-! anderen Juden weiden die*»» Flüchtlinge allmählich eine; über betont hat, dass wir Juden eine Ausgleich mit Laar, «ine immerwährende Beanspruchung der Wohl-; 'der arabischen Welt im Rahmen der gesamten vorder- [ tütigkeit und Mahnung des Gewissens. Dies ist keine Orientalischen Gruppierung anstreben und dafür unsere; angenehme Rolle für die deutschen Juden, aber ein Los, i besten Kräfte einsetzen wollen, wo«u freilich eine Hilfe dein man ins Auge seilen muss. Der Jude aus Deutsch-, und Garantie Englands notwendig ist. Alle Kragen der jttn(i braucht heute in der ganzen Weit ein xroHtum Mnan I Weltpolitik sind heute miteinander verwoben. Und in j von innerer Haltung und T a p f e r k e i t. Eine übt-i -' fiesem nun. einmal gegebenen Rahmen muss das jüdische i gangszeit zu iÜK«rstehen ist immer «chwet . Wir müssen Volk seinen zähen Kampf um das Nationalheim, das dal es in dem BewussUrtn, das** auch für uns und unsere; Zentrum seber nationalen Renaissance int, fortsein, j Jugend eine Zeit wiederkommen wird und sie kann; W*H flllldlichg« nicht lern sein wo alle die brachliegendeti Kraft»- zu i < Niemals war der Blick der Juden so sehr in a 1U , »u f b a u;e n d e r Arbeit und Schaffen eingesetzt!!mril„. („.ut.him Witnn (4V .4lI,.h tli4>h. 51li, dem Teile der Welt itenehtet wie in dieser Zeit J werden können. Denn die deutschen Juden und dk: | L»«<«'"« ^me. g« geben wenn ei auch mui mit dem wie ÜSoJd« beT den d.«~* " Juden diter ] Flüchtlinge sind nich« freiwillig Almosenempfänger; sie f« v-rgl^ h, u ist, was heute mit diesem Gebiet rnwd.ru von einer richtig geleiteten Einwanderung haben könnte, wenn erst die politischen und rinderen Bedingungen erfüllt ware.tu Die Lag* in der Tachtchoxtovake'i Ein gewisses Dunkel nehwebt für die AiMwnweH übr der Lagf< in der ehemaligen Tscheehmduvakei, ijtsond«rs wa» das SchickMai der Juden betrifft. Wir hören von Verhaftungen, wir .boren von aib-riei ökonomischen Massnahmen naeii dem Munter D-ulsehlaiidM, wir iiör»n. dass der Ausreise j;rr»ss*f S«d»wi»-i1gkeiten eoi^egeiigeHe-Ut werde!!. Die f/igc ist i>es<»ndeis ita.iiirch kompliziert, dan« man ücirAvr beurteilen kann, Wie weit die lHche<-hinhi- Bevölkerung i>»'- reiis in die anti-jUdiache. KuinpaKh" h«'r.dnw**Z"gwi wurde. Einen Antiseudiiamus hat *?m in böhmischeu tiiid ..... .___^_____ ^„ . .. _________ - . __________ Zeit. Die Diaspora der deutschen Juden ist noch neu.' wollc» Arbeit, aber gerade dies«? ist ihueu verwehrt, und wir fühlen-sie noch mit aller Intensität den leben-111 tJs?n Ländern, *o ihnen Arbeit offen steh! digen zuckenden Herzeng. Familien und Freundesj gehört vor allem Palästina - wollen sie os?h&Weber kreise sind zerrissen, Post- und Verkehrswege haben eine; da«s sie ein neues Leben aufbauen können, nie geahnte Bedeutung für uns bekommen, und selbst - r. , 'die Juden, die irgendwo wieder Fuss gerasat. haben - < «er Zinwan4*m*g '%. B. die Juden in Palästina, deren Kraft dem Aufbau! . Ei«e Judenwauderung die»»;« Ausm.us...-s hat ihr eines neuen, ihres eigenen Gemeinwesens gilt, •........ können! kulturellen und ökonomischen Seiten auch für die nicht nicht umhin, ihre Blicke rund um die Welt schweifen) i ü d l» « h ** W«U. Es> wurde oft darauf hingewiesen ist. In der zionistischen Literatur z\\<t Itlaifsisch»! I " "j^ y i Aufsätze von Theodor llträ, die «ich mit -Jen aidijüdi- ' sehen Demonstrationen in Böhmen in den!*>!* Jahren ivs vergangenen Jahrhundert* beschäftige». Charnkr ist weh war1 daU'i immer ein Umstand, der heut»?--wie tragische Ironie wirkt: T»er Htias der Tschechen gegen die Juden heiuhto uHXuYuh vor allem dnauf, da/is itmn die Juden <\\a Kvp>äwntanl''ii iff-a T>vut.?rhiiini!> tjetfach' tele. Die Juden in Böhmen hielten die meinlen deutniciii moiun. uiik diicic ruitu uoi tue »»cit Kimcuoi; - —...........n>'-•». > , i i tu Ij-^en Wie «»,iha» Kab— 1 im gewusst in weicher! welche grossen wii tschaiiiiche» Folgen die Austreibung kulturellen Institutionen autrecht und vmt^u d«* plastischen Weise sich dei- NanVe unserer'neuen Zeitung! Bevölkerungsteilen in nndere Lün^r gehabt hat! »» oeste.rreiehischer Z*..ii von den Tschechen alt Sofort in Realität umsetzen wird: Was den Jude« heUt^ Kürzlich hat unser Londoner Berichterstatter in einen, ..<^m,anisatoren 'betrachtet. Das hinderte natürlich •ofort in Realität umsetzen......... ^„ .........^ .. . . n,. ,...... not tut. ist wahrlich eine „Welt-Rund-Schau". So int; H^tormchen Ruekblick dies erwähnt; m untrer heutigen "es nicht zu verwundern, dass Berichte von Ost und West,; ^^r..^,rLmt unser ^.diandischer Berichterslatt. ' von Süd und Nt rd hei uns eintreffen (und unseren Lesern sukzessive mitgeteilt werden). Die Juden, ü't er deren Wanderung da berichtet wird, haben gewiss ihre 'eigenen Schicksale, und doch können wir uns nicht verhehlen, dass in allen den Berichten etwas Gemeins a m e s steckt. Überall hat man Mitgefühl. mit d-n Juden, aber überall merken wir auch, wie delikat die Situation ist, in die der Einwanderer gerät. Es Ist nur menschlich, das:? Interessenten sich zur Wehr setzen. Wenn sii* meinen, dass Einwandeier ihre Kreise stören. Dies wirkt auf die allgemeine Stimmung im Lande. Es ist daher von grösster "Wichtigkeit, überall eine kluge organisierende Hand wirken zu lassen, die für eine richtige Einordnung der ankommenden Juden Sorge trägt. Dies wird uns durch alle Berichte bestätigt. Die Katai atrophe der deutschen Juden hat auch den Juden - heitert des Auslände! ungeheure materielle Lasten •ttferlegt. Niemand von uns vermag abzuschätzen, was Üiese Wanderung»- und Flüchilingsfüraorge noch für Summen verachiingen wird. Juden Zusammenhang mi! der jetzigen Kinwanderungawetl« nach Hpil'tnd darauf zu sprechen. Ähnliches wie für Holland gilt auch anderwärts. Man kann schon nach den der Juden zwi-e le-n Deutschen und Tscheche« wenigen Jahren die Vorteile abschätzen. Das holländische Wirtschaftsleben wurde schon einmal von einer jüdischen Kinwunderungswelle befruchtet, Bekanntlich hat Born- > Ä« ^dgcp, dass die nart den Niederyang Spaniens und das Aufblühen der r'k' betreiben mi!?>,< nicht, dass die Juden in immer höherem Masse auch von de» Deui^elie/i ausgesionsen wurden. Di..* deutsch* völkische Bewegung hat, was nur w -ni^s.: wUscn, ihru Heimat in Böhmen. Diese* Hin- und H*/igeworfiuiwerdeti ine ute Schule für die Krkentitnis der Judeufrsgc. Dar« um hat ilerzi auch auf dieses Beispiel hingewiesen, Uta Juden ihre eigen« konstruktive PoU* nd nicht in gemischt-nationalen. Niederlande airi-feinde des Mittelalters in Zusammenhang : Bezirken tm .Schk-pptuu anderer NatkinalitHt*»ri bleiben gebracht mit der Vertreibung der Juden, die damals in sollen. Sidtdem ist fast ein halbes Jahrhundert verde« freien Niederlanden Aufnahme fanden, Gewiss haben gangen und einschneidende Änderungen haben sich vollsich die Zeiten geändert, auch sind die Dimensionen der heutigen Juden Wanderung viel gewaltiger, Vber ex besteht kein Zweifei, dass man dem traurigen Geschehe«, über dessen Tragik sich alle einig sind, auch eine« Nutzen abgewinnen könnte, wenn Jüan die Sache kühn und vorurteilsfrei in Ang-äff nimmt. Wir anerkennen, dass ei» gewisser Kgoismus ck-r Kinwanderungsiander bei der Behandlung dieser Dinge gerechtfertigt rst; wir könnten ihn yx solcher zöge. Die Tschechen hatten i« der Zeit ihrer Selbständigkeit einej, (leisr der Humanität und Toleranz entwickelt. Jetzt zieht der deutsche Eroberer in Zeichen eines aggressiven Antisemitismus in die ismmiHCheu Lande ein. Die Juden, der Willkür jireiagegebe«, haben .Schwerem zu erdulden. Abgesehen v<>« der selbstverständlh hen Ffticht, den bedrängten MeiiM-ht-u zu helfen, verlässt uns nicht der (;edaoke.: dieses Hchwere, das übef nscrem Verbündeten machen. Bei der i^ktüre unser Volk hereinbricht, muss einen tiefen .Sinn für unsei* ... Schilderungen wi« uiwer holländischer Beticht- Lehen und für unsere Volksgva»-hichte habe« einen Hin«, fänden Äin,l o„r,hw R„k, f«<:«««n*^0;:««»tat^f «/« K*^L ^schleicht einen auch der Gedanke, der uns heute noch verargen aeiu mag und. so sind UmLm. sind aus ihrer Ruhe aufgestört worden. Diej wk viel die judische Wirtschaft PalfiaUna» aoeh wir überzeugt, «ich morgen ejthülhm wird