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Jüdische Weltrundschau · 1939-03-31 · 4 (31.3.1939) · p. Seite 10

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Journal
Jüdische Weltrundschau
Volume
1 (1939)
Issue
4 (31.3.1939)
Date
1939-03-31
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 19 JOMSCflE t^ELr-RUNDSÖHAtr Nr. '4t si.tiiim TehA oio Spaz/fereii im Von MANFRED GEIS Dan Beth IIa* baliizoth .' Die wichtige Verkehrender, die vom südlichen Jaf'fl her Tel Aviv in nördlicher Richtung durchschneidet, tragt von der Stadtgrenze an biH zu der bekannten Verkehrskreuzung Allenby - Naehlath Benjamin Schelnkinstras.se, die sie gleichfalls Überquert, den Namen C a r m e 1 * t r a n n e. Von dort Ab heisst «ie, seit dem Datum des Regiertnigs-Jublliiums des verstorbenen englischen König». „King G e o r g e - R o a d". Der King George-Rond bildet ein« wichtige Entlastung für einen Teil der Ben .Tehmifi- und r>\v.*r>rrnfrden Verkehr in die Gegend des Zcntralgebäudes der Arbelter- ' Krankenkasse, des Hafen« und de» Messegeländes anlangt, auf «lern sich auch de» Stadion und der Konzertsaal de» Palästina- Orchesters befindet. Mitten auf dem Fahrdamm der „King George", welcher — wie fast alle Strassen Tel-Avlv* — in Anbetracht des heut! gen tarken Betrieb« sowieso recht schmal Int, «teilen — die ßtrasjtt-ribreite fast um ein Drittel verringernd — ein paar nlte Sykomoren, deren knorrige Stilmine mit Steinen um friedigt «ind. Der Tcl-Aviver hebt diese schönen alten Baume. »Sie erinnern an das geruhsame, kleinstädtische Tel Avl in dem es nur wenige asphaltierte Strassen gab, keine zweistöckigen Autobusse, keine eleganten Läden, Cafe« und Kino«, kein« Zentralheizung und Warmwasserversorgung. Dos alles Ist noch nicht lange her. Vor drei, vier Jahren gab est hier in der „King George" nur Sandwege oder bestenfalls Kopfsteinpflaster, von BUrgerstelgen war nicht viel zu sehen, und wo : teilt« moderne Wohnbautan «tehen, standen kleine Holz- oder SandsteinhUtten. Bei d«r „Grossen Aufräumen", da» in der Zelt der sogenannten „Prosperity" begann, blieben die Sykomoren verschont und ihnen zuliebe fahren heute hier die Frössen Prlvatauto* und Taxis, dl« es sonst so eilig hab*n: omu, übermässig Signal zu geben. Im Schritt-Tempo hinter irgendeinem langsamen, die Breit« de* Wegs einnehmenden Fuhrwerk einher, das von einem Maulesel gezogen wird. Der Betrachter, dem es dl« Sykomoren angetan haben, wird auf ein an dieser Stell« stehendes neuere« Gebäude aufmerksam werden, auf dessen klare, moderne Architektur, auf diu vor dem Hau» befindlich« grosse Grünfläche, die von roten Blumen umsäumt wird. Wir treten ein und befinden uns im „Beth Ha c h a 1 u zo t h", das — wie eine Tafel am Eingang besagt— Im Jahre 1936 von der Women's League for Pah ine Inc. New York" In Zusammenarbeit mit der „Moezuth Hapoaloth der Hlstadruth Haowdim" (Arbelterlnnenrut) erbaut wurde. Auch die Pläne ftyr dieses nur von Frauen bewohnt« Haus stummen von einer Frau, der Architektin Gidoni. Dft» „Beth Hachaluzoth" Ist ein Helm, in Tränen des Volkes < Von M a. n f r c d [Jturman n t Allen Giessbächcn der Erde gleich, Rannen die Tränen der Väter. Hie flotsen zurück in die Winde des Herrn, Aus diesem Tränenstrom, reich Wie die Regen alter Jahrhunderte,, Blühte empor die Besessenheit Da zh sein, Wir aber haben die Tränen der Väter Nochmals zu weinen, lasst uns durchwaten Den ewi/jen Träneust renn. Niemand kann sich der Geisncl entwinden. Nur wem das Weinen der Väter Die Brust geöffnet, der ist oegnadet, Die eigenen Tränen zu mischen In die Tränen des Volkes* Franz Oppenheimer Aua einer handschriftlichen Festschrift paJästlnenxi8ch&r Freunde für Frans Oppenheimer zu seinem 75(en Gchurtataa bringen wir luwhstchend den Beitrag, den Ernst Simon unter dem Titel ,J)cm Dichter" beigesteuert hat. — Red. Sie haben, verehrter Herr Professor Oppenheimer, gelegentlich Gedichte gedruckt und sicherlich weit öfter welche geschrieben; Ihr seliger Vater, meine« Groasvaters Fr«und, war ein „Träumer" und „Märchendichter*', gleich Ihrer Schwester Paula. Richard Dehmels Genossin. Sie lieben es, auch in wissenschaftlichen Zusammenhängen ein passendes Gedichtwort zu berufen, vor allem aber in biographischen Darstellungen, in denen Sie — gerade wegen eines selten fehlenden autobiographischen Einschlag» — lebendigster Meister sind. Da» eigentlich Dichterisch« an Ihnen aber steckt nicht in den Gedichten oder Zitaten, sondern in der synthetischen Kraft Ihre* gelehrten Lebenswerkes: gleichsam in dem — nicht zufälligen! — „med. et phii."; im Ube~ ralen Sozialismus, der die innere Dialektik zwischen „Freiheit'' und „Gleichheit" durch den Geist genossenschaftlicher .Brüderlichkeit'' zu überwinden sucht; kurz: in jener Fähigkeit, die Sie einmal ab Rudolf Vlrchows „höchsten Ehrenkränz" entdeckt haben: „jener Verschmelzung zweier bedem Junge' n^chbarter Zwelgo durch grundlegendes Arbeiten auf den .... , . . . . . <y. .. „ . ur„,- Grenzgebieten", Auch Sie sind ein solcher „Grenzer", und Mädchen «ich in der itbergangsze t aufhalten, die zwischen , ., , u. . ^% , . . . . . * ,, ... ' _. . , , , -r,. » . das heisst immer auch ein Dichter, denn nur die ubergreiihrer Einwanderung und der endgültigen vollen Eingliederung femle U1U, vorausschauend«* Intuition bindet die beherrschten in den Arbcltsprozeas der jüdischen Stadt liegt. Dia Bej Wissenschaftsgebiete zu jener höheren Einheit de* „Reiches dculung eines aolchen Instituts in Tel-Aviv, wo es zwar nicht; d«r Zwecke", in dem „alles entweder seinen Preis oder «eine die „Gefahren der Grosstadt", vielleicht aber die weit realeren; Würde hat". „Gefahren d«r Kleinstadt" zu fürchten gilt, ist evident. Leider Jcann die jeweilige Belegschaft des Hauses keine sehr grosse sein, aber es haben In den letzten 2i Jahren hier Immerhin mehr als 3Ö0 Mädchen für längere oder kürzere Frist nicht nur eine „Unterkunft" sondern ein Heim gefunden. Das Inne.o des zweistöckigen Humes ist nicht weniger gepflegt - und — im besten Sinne — modern wie sein Äusseres. Vor allem ist der bei hiesigen Bauten oft begangene Fehler vermieden, den vorhandenen Raum kleinlichst auszunutzen. Die Korridore, «ind breit und bieten Platz für Sitzecken. Jedes der "S Zimmer ist geräumig, hat Licht und Luft. Breite Liegeterrassen umlaufen da« Haus. In den 15 Schlafzimmern wohw.cn ständig 46 Mädchen. Ein jetzt in Angriff genommener Erweiterungsbau wird die Zahl der Zimmer um etwa 12 und damit die Aufnahmefähigkeit de» Hauses entsprechend erhöhen. In jedem Zimmer befindet »ich für jede Bewohnerin •in eingebauter Schrank. Dl« Wasch- und Baderäume ebenso Wie die Gemeinschaft»- und Lehrküchen sind allen Anforderungen moderner Hygienebegriff« und dem palästinensischen Klima gemäss eingerichtet. Für Leieht-Erkrankte Ist cm Krankenraum vorhanden. Die übrigen Räum« dienen als Ess-Saal, Lesezimmer mit Bibliothek, Klubzimmer, Büro, Wohnung für die Leiterin und als Arbeitsräume. Denn die Übergangszeit im „Beth Hachaluzoth" ist für die Insassen durch Absolvierung eines umfassenden Arbeitsplanes ausgefüllt. Auf theoretisch« und praktische Anleitungen wird dabo! abensogrosser Wert gelegt wie auf kulturelle Eingliederung der Neueingewanderten. Obligatorisch sind der Hebräisch- U n t e r r i c h t und das Absolvieren der K o r hu n d H a u s. h a 11 u n g s - K u r s e, nach deren Beendigung die Möglichkeit rur Weiterbildung in einem Wahlfach gegeben wird. Unter diesen Wahlfächern waten u a. bis jetzt zu registrieren: Säuglingspflege. Schneiderei, Erlernen der Diätküche, Pharmazie, Schuhmacherei rnd — Literatur. Oberhaupt h»t ein starkes geistiges und künstlerisch«« Interesse vorhanden, was «ich nicht nur darin äussert, dasa gegenwärtig eine» ß*r Mädchen Bildhauerei und eine» Malet>«l studiert, sondern was durch starkea Frequentieren der Bibliothek, durch häufige Museums-, Theater-, Kontert-, natürlich auch Kinobesuche tum Ausdruck kommt. Vorträge über Wirtschaft, Politik, Kuiust, Problem* dei» Tages werden regelmässig arrangiert und eine Reihe von Seminaren abgehalten. Der Freitag-Abend bringt nicht mir das gesellige Zusammensein Hausbewohner, fandern auch Aussprachen und Diskussionen und selbst verständlich Einführungen in den Gei.n des Tnach, der jüdischen Feste usw Ein sehr Wesentliches unterscheidet aber das „Beih Haehaluzoth" von ähnlichen ausländischen Institutionen: von der „Moesath Hapoaloth** wurden tiniga Kooperativen ins Leben gerufen, die von den Mädchen im Hause selbst belri«ben werden. In einer H a u d w ebarei werden Möbel-, D«cken-, Kissen*toffe gewebt. Eiue S c h n e i d e r w e r k - Ii alt, übernltumt Aufuräsö Privater und 4« Konfektion — Sio haben die Würde gewählt und so nicht immer Ihren Preis erhalten: der Soziologe der echten Bodenständigkeit muss nun, in der Mitte des achten Lebenajahrzehntes, in die fernste Ferne ziehen; der Künder des freien, nur sich selbst bindenden Bauerntums hat nicht In eigener Person, nur durch seine Kinder, Schüler und Werke Anteil an dem neuen Leben im Judsnland«, das ihm den ersten praktischen Kolonisationsversuch zugleich ermöglichte und verdankt. Der den Antisemitismus Ins Licht der Soziologie gesetzt und auf nie vorher oder nachher erreichter Höhe abgehandelt hat, muss nun vor ihm fliehen, weil die Voraussage buchstäblich eingetroffen ist, da&s hier ein „tödliches Gift'* wirkt, „an dem jedes Gemeinwesen zugrunde gehen muss"*. Was darf der jünger« Verehrer zu diesem tapfer getragenen Schicksal sagen? Nur, dass der Geist immer und überall im Exil ist — auch hier in Erez Israel —, das» es für ihn aber den einen Trost gibt, der dem Dichter gilt: ,£vlbst erschuf er sich den Wert.'* ' v In tiefer Verehrung Ihr5 Emst Si»ion Bronlslaw Hubermann spielte zum ersten Male nach seinem in Nicderländisch-Indien erlittenen Flugunfall wieder in Holland. Als er den Konzertsaal betrat, erhob sich das Publikum und begrüsste ihn demonstrativ. (Hubermann hat inzwischen auch in Palästina konzertiert. — Anm, d. Red.) Neues hebräisches Drama Mitn Bnt-Dori, die Autorin des In Polen und »'nrrh' den Berliner Kulturbund mit grossem Erfolg aufgeführten palästinensischen Stückes „Dos Gericht", brachte ihr neues, soeben fertiggestelltes Drama ,,t>mmn im Sturm" zur Vorlesung, dessen Hechtebenso wie di* des erstgenannten Stückes der Tcl-Aviver Bühnenverlag „Moadim." erworben hat. Von den R Bildern des dreiaktigen Werke« spielen ftll« mit Ausnahme des ersten und letzten auf dem kaum noch seetüchtigen Schiff ..Delphi", das acht jiidischo Flüchtling«, an Bord hat, die nach Palästina gelangen wollen. Jeder dieser; acht ist Repräsentant einer besonderen jüdischen Gruppe — der Zionist, der Orthodoxe, der As&'m'W, der Indifferente usw. Man erwartet im Drama ö-xh Aufe inanderprallen dieser verschiedenen jüdischen Ideologien, daa jedoch ausbleibt. Dagegen gelingt es der Autorin, den einzelnen Typen, Gestalt und Umriss zu verleihen, Anteilnahme an ihrem quäl« vollen Schicksal zu erwecken, dem sie auch auf der „Delphi** nicht entrinnen zu können scheinen: <'enn im Moment da das ersehnte Land der Zuflwcht nach woehenlangcr Irrfahrt erreicht scheint, rciaaen die Anker und das morsche Schiff mit den entkräfteten Menschen ist dem Sturm preisgegeben. Das Symbolhafte des Themas ist offenbar, und es berührt uns zutiefst, dass die Realität, wie sie sich uns in diesen Tagen der Gerichtsverhandlung darbot, die gegen 17 iilegai Eingewandert« vor einem palästinensischen Richter st(*ttfand und in dem Verbot des Landens für ein Flüchtlingsschiff mit 270 Personen nn Bord, ein noch erschütterndere» Bild heraiifboKUWor, «1* der Dramatiker es zu zeichnen de.ft Mut Iau«4 M, o', ^bsflfife of Mäste" Jerusalem Das fünfte der diesjährigen Kammerkonzerte war jüdi* scher Musik gewidmet. Im Zentrum stand die „Kindersuite" von Joseph Achron, die auf den Motiven der Thora* rezitation aufgebaut ist. Am Anfang wurde ein Klaviertrio von Ernest Bloch gespielt. Kleiner« Klaviarstilieke von Aiescandre Gregoir« und Julien Krcin und Joseph Achron sowie Kinderlieder von Engel, Edel und Rappaport, „Simchat ...Thora.'* au* dem „Baal Schern** von Ernest Bloch und die „Kleine Rhapsodie" für Violine von Saminsky bildeten eine Auflockerung des mittleren Teils des Konzertes, das am nächsten Tage für die Schüler des Institutes in verkürzter Form wiederholt wurde. Lie Ausführung stand auf hohem Niveau. Mitwirkende waren die Lehrer der Anstalt. 4 lico Jacoi>- hf>c. wensoHt^ Tel-Aviver Konzerte Das sechste Abonnementskonzert des Palustina-Orch'#* sters, wiederum unter Issay Dobrowen'« Stabführung, brachte je eine Ouvertüre von Glinka und Mussorgski und als drittes Werk russischen Ursprungs Borodin's »Polowetzer Tänze'", die bei der Tel-Aviver Aufführung so lebhaft akklamlert wurden, das» ein Satz zur Wiederholung gelangte. Im Mittelpunkt des Programms stand Dvofak's Symphonie „Au« der Neuen Welt" und die Uraufführung des 1937 geschriebenen Werkes ,,Evocation&" von dem jüdisch-amerikanischen Komponisten Ernest Bloch. — Dobrowen wird am 4. April noch ein Sonderkonzert von seiner Abreise dirigieren, das im ersten Teil zeitgenössische jüdische Musik (Werke von Ben Chaim, Leo Weiner und Marc Lavry), im zweiten Teil Tschaikowsky's Symphonie „Pathötique" bringt, — Das A-Dur Quartett für Klavier, Violine, Viola und Cello von Brahms, Mozart'« Forellen-Quintett standen auf dem Programm de* letzte« Muscumskon*«rt«s, das ein« ao starke Anziehungskraft ausübte, da*3 es zweimal vor ausverkauftem Saal zu Gehör gebracht werden konnte. Ausführende waren R. Bergmann (Violine), R. Galimir (Viola\ T. kahmann (Cello) und W. Brcicr (Kontrabass\ die erstmalig gemeinsam mit dem Pianisten Dr. James »Simon konzertierten, der uns von seinem Auftreten in Deutschland hvr und durch seine Kon> Positionen kein I!jnh«ka.nm»'r ist. M, i»f " in ralii.stina befindet sich Jetzt der eher-ialJare Wiener* Professor Friedjuny, der in Wien Leiter der Ktnderabteiiunf der Krankenkasse war. Professor Friedjung, der 72 Jahr« alt ist. hat. Palästina bereist und sich besonders für die Frag:« der kollektiven Kindererziehung interessiert. In mehreren Kibbuzlm hat er Referate gehalten, die gros*« Interesse gefunden haben. Professor Friedjung hat auch in Jerusalem an der Universität einen Vortrag gehalten. Er meint, das» diu Kindererziehung im Kibbuz die Möglichkeit der Anwendung wissenschaftlicher Methoden gib'. Einer der wichtigsten Faktoren der Erziehung sei die Umgebung, in welcher das Kind lebt, das lebendige Beispiel. Aua diesem Grund biet« der Kibbuz eine ideale Erziehungsmöglichkeit. und ist durch die obligatorische Einführung der Einheitskleider für Schulkinder gut beschäftigt. In der Strohflechte r e 1 werden di« Holzgestello von Stühlen, Tischen usw. bespannt. Die Wäscherei schliesslich arbeitet seit Gründung des Hauses zufriedenstellend. Nach Beendigung des Erweiterungsbaues soll eine» Tischlerei angegliedert werden. Ausserdem wird noch ein Kooperativ- Res ta u'- rant im Parten« des Hauses bewirtschaftet, das an Arbeitslose und Minderbemittelte zu s«hr billigen Preisen reichliche, wahr- und schmackhaft» Mahlzeiten' verabfolgt und das manchmal in saisonmässlg auftretenden Zeiten starker Arbeitslosigkeit von 600 Personen täglich frequentiert wird. Ein besondere» Verdienst erwarb man sich mit der Einrichtung von Zuschneide- und Schneider-Kursen für jährige „Externe", Mädchen nus mittellosen Schichten, die sonst kaum Gelegenheit sur Erlernung eine* Handwerkes hätten. Durch die Mmel, die hierfür von der „Moezath Hupoaloth", dem ,.ArbeiisUtf«nfouda,i und der Arbeitsabteilung der Soehmith bereit .-stellt werdan, Sit e.$ möglich, gegen, wftrtig 20 dieser Mädchen eins gediegene Ausbildung zukommen zu lassen, ihnen Essen zu geben und eine geldliche Unterstützung für die- Eltern, um diese dafür zu „entschädigen", da»« dtis Kind einstweilen nicht auf Erwerb ausgehen kann. Im Juhre l&3s* wurde Im Rahmen des regulären Hausbetriebes für sozial« Zweck« unter Beihilfe des Hilfsfond* „Mischan" (letzt« insbesondere für solch* Fäll«, in denen vc>4 den. Midien auch, der *j"hr ««üng«..Beitrag i'1»* Miete nicht geleistet werden k«nnto) 172 Pfund ausgegeben, für Kulturz wecke (Unterricht. Besuch von Veranstal- Hingen. Bücher, Zeitungen etc> ltö Tfund. Im September im bekam die „Moezath Hapoaloth** dt« ers-en Zertifikate für An Wärterinnen auf frei werdend« Plätze im „Beth Haehaluzoth". im Oktober-November trafen dann die ersten 15 Einwanderinnen aus Deutsehland und Österreich ein. die für ein Jahr im ..Beth Haehaluzoth* verbleiben werden. Damit wurden nicht nur diese jungen Maachen ge^ttet, sondern die Aufgabenerfüllung des Instituts bekommt einen neuen Sinn: nicht nur di« Übergangszeit IU erleichtern, sondern «rste und gründliche Hachscharah zu geben die im Ausland nicht mehr absolviert werden könnt«. Es wird betont, dasa diese Gruppe sich im allgemeinen ausgezeichnet eingegliedert hat. Von den 36 Bewohnerinnen d.« Beth Haehaluzoth" stamm,n heute 50", au, Deutschland ,3* aus Polen, der Rest aus Litauen. Russland. Rumänien und «in Müdchen aus — Jemen. Es ist selbstverständlich, das« gros** pädagogische und organisatorische Fähigkeiten auf sehen ^'^J^""*"^ Lehrerinnen erforderlich sind, die hier ..teilweise lieh» tätig *>lnd. Ctwalg« Schwierigkeiten, d*e sich innen «ntg^nlX aomen, werden sicher gering .racht.t wer^n U Sem Gefühl, ein. bedeutend« Aufgabe im arbeit überhaupt und der Vorbereitung d«r vmbhchen Jugend in Eres Jisracl insbesondere su erfüllen. Weiter* Artikel fotje»-* .

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