Jüdische Weltrundschau
- Journal
- Jüdische Weltrundschau
- Volume
- 1 (1939)
- Issue
- 4 (31.3.1939)
- Date
- 1939-03-31
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seit« 8 JÜDISCHE WELT-RUNDSCHAU Nr. 4, 31. m. 1*39 SORGEN DES EXPORTEURS Die Industrialisierung Palästinas Von Dr. Max B e r n h n r «J t . Jeru>ilem. * i ' \ V'r einiger Zeit hat Dr. R u p j> i n in einem instruktiven Arft ' ■ <No, 6 der Mitteilungsblätter der Hlfaehdvi'h Ole} Gcrtn.'t üK-is.) darauf hingewiesen, Jae/s die Juden in zahlreichen In c,n (Europas u. Amerikas) eine massgebende Stellung elna,. ..i.n und «ich durch besonder* Fähigkeiten auszeichnen, Bodass die ihnen „gewahrte Gastfreundschaft" in rekhem Mas.sc \ Aelten können. Neuerdings erführt man, das« jüdische Flüchtlinge im Frehtaate Irland einige neu*. Indntit'rte», u.a. eine Teppiehfabrik errichtet und tausend* Arbeiter neu eingestellt hätten. A« hntiehes wird au* Holland gemeldet. In London hat vor kurzem bezeichnender Weise eine Zusammenkunft zwischen den Vertretern englischer Arbeitslager und Jüdischer Fluchtlinge .itntigcfundea, die sieh wechselseitige Förderung durch die Errichtung neuer Indusdrleunternehmungen in England erhoffen Man kennt den Anteil der Juden an den Konfektion»* •'imlUHtrif-H Europa«* und Amerik is. ihre führende Stellung in der Tabak-, Testil-, Hchuh- »«d L^df-rfabrikaHon. Die Wiener <Sf-nr.htitttck-tind»mlrir, llron rn. Trikotagen, Lederware», hat durch die Wiener Mensen den Weltrnnrkf. r.w gewinnen gesucht. Der Grunder der Wiener Messen war, was man nicht vergossen darf, ein Jude (Kommerzialrat Ernst Horhmuth). Auch (he c.hcmiwke« t*duntri*n Oesterreich» (Bind zum grossen Teil der Gründung jüdischer Unternehmer zu Vordanken. Auch liierbruuenun (K'uffner. Mautner), die ersten Färbereien (Silberatern >. Papierfabriken (Rüssen) die •Klcirtmr.tnlUcarm-lnduHtrie (.Silberknopf. Karl Bernhardt). Vor allem aber 'ml in diesem Zusammenhang der geniale Chemiker Tng. Isidor Poll aU als Organisator de.s Wetzlar- Konzerna zu erwähnen. Seine Arbeit für die chemischen Rüstungsindustrien der mitteleuropäischen Mächte im Weltkrieg haben ihn nicht davor bewährt, nach dem Umbruch einen tragischen Tori zu erleidet). Die jüdischen Industrieunternehmungen in Gross-Deutschland wurden bekanntlich zur Gänze arisiert und ihr Kapital beK> '•ignahfu'.. Die Früchte jahrzehntelanger Arbeil jüdisch Energie? Klcissvs und Unternehmungslust sind verloren gegangen. Für das jüdische Volk eine bittere Lehre. 'Auch für jene Juden, dl-.' wieder daran gehen, neue Gastland,!' .'Lü.'vi'i-.ichcn und ..die ihnen zu gewährende Gastfreundschaft; durch neue Industriegründungen zu vergelten", Dal Toleranzedikt Kaiser Josef If, hat den Juden, die ..Manufakturen ' im Kaisertum Oesterreich gründeten, die Aufenthaltserlaubnis in Wien und die bürgerliehen Rechte gewährt. Die C;vifreundsehaft, die ihnen eingeräumt wurde, dauerte 150 Jahre. Ungarn hat den jüdischen Industriellen und Grosskaufleuten die G]eichberecivi;viing erst im Jahre 1867 zugesichert, aber zur Quittiernng der Gastfreundschaft keine 150 Jahre Rf-braucht. Die Balkanländer hatten ein noch kürzeres Gedächtnis. Und das Gedächtnis mancher Juden ist kein lv ''t*s. Sie sitzen als Flüchtlinge irgendwo in der Welt vergessen, dass es ein Land gibt, in dem die Juden nicht als Gäste, sondern kraft eigener Rechte leben. P n 1 ä s l i n a b r a u c h t M e n sehen. Kapital und Arbeit. Es gibt den Industriellen zahlreiche Möglichkeiten gewinnbringender Betätigung, Sicherheiten für KapituS und Arbeit Diese Binsenwahrheit sollte durch eine großzügige Propaganda in alle Welt hinausgetragen werden, und es wäre vor allem Aufgabe und Pflicht der Jewish Agency, die Industrielle Propaganda zu organisieren.' Damit soll die Bedeutung der 1 Ii n d 1 i c h e n Siedlung als der Grundlage des Nutionalheime* nicht verkleinert . wenden. Die Erlösung des Bodens, wird immer die primäre Aufgabe des Zionismus bilden. Aber Landwirtschaft und Industrie sind notwendige Komponente .. ..de£.. J£ntwicklung •^"dfes'l^uTdcsr"Auch dies bedarf keiner Begründung. In einem Lande, in welchem, verbürgten Nachrichten zufolge, von der Orangenernte 1937/38 15 000.. Tonnen Abfälle nutzlos verloren gegangen sind, statt in chemischen Industrien verarbeitet zu werden. Die palästinensischen Landwirte aber leiden Reit jeher durch den Mangel an Vlehfuttor; Sc Isaf wolle wird von den Viehzüchtern an die Händler verkauft und als minderwertige SyrMn-Wool auf den Weltmarkt gebracht. Ks gibt nur vereinzelte vergebliche Versuche, bes.sero Qualitäten zu erzielen und sie für Spinner und Weber ssu verwenden. Ebenso wenig werden die Vorrate an Tonerde, Silikaten etc. genügend verwertet. Vor allein aber rufen die Schätze des Toten Meer >\s nach chemischen Industrien, die Verarbeitung von AV'tuschbromen, Magnesium-Chlorid, Gypso (Anhydrid), Phosphaten, Sulfaten, Salzen etc. Der Industrielle, der mit offenen Augen durchs Land geht, wird zahlreiche Möglichkeiten für seine Arbeit finden. Er wird auch die Handelsbilanz Palästinas und die der Nachbarländer de.s nahen Orients aufmerksam lesen müssen und auch nicht überwehen dürfen, dass die Pipeline in Haifa mündet. Rutenberg hat dem Land das Licht gegeben, ein zweiter Rutenberg oder er selbst hat ihm eine zweite Gottasgabe zu schenken. Die Regenmassen des Winters, die in zahllosen Buchen versumpfen und verschwinden, dürfen nicht weiterbin nutzlos verloren gehen, statt in grossen Reservoirs und Talsperren aufgefangen zu werden. Die salomonischen Teiche sind verschlammt, der Hufen Akaba träumt noch von der Konigin von Saba und wartet darauf, aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden, vielleicht wenn die Gefahr eines zweiten Weltkrieges das bekannte Projekt, der Parallele aum Suezkanal realisieren wird. Mag sein, da*.« das ebenso Phantasie bleibt, wie die Errichtung moderner Talsperren in den Bergen Judiuis, aber iniwischen kann in der Kleinarbeit des Alltages viel Nützliches und Notwendiges geschaffen Werden. Die Rohstoffe des Landes harren vier Verarbeitung und Verwettung. Es fehlt an Maschinen- und Papierfabriken, Spinnereien und Webereien und zahllosen anderen Industrien, die den Unternehmern Gewinn und müssigen Händen Arbeit geben könntenin Errz Israel, das nicht Gaste erwartet, •Ondern wie eine Marter ihre Kinder ruft BANKDEPOSITEN Nach dem statistischen Bankbulletin für März haben sich ÜHe Depositen In den palästinensischen Hanken seit September 1938 von £ 15,912,000 auf £ 18,009,000 erhöht. 1935, am Ende der Prosperity, betrugen die Bankdepositen f 16,000,000, er- \ höhten sich 1936 auf 17,000,000 und sind auf. mehr »U 1« Milj lionen Pfund gestiegen. j Die Schaffung neuer Exportmöglichkeiten Ist unbestritten eines der wichtigsten Ziele für die Entwicklung der jüdischen Wirtschaft, Denn Export schafft Arbeit und damit neue Einwasulcrungsmögliehkeiten und Kapitalzustrorn. Die Schwierigkeiten, die ihm entgegenstehen, sind ebenso wie alle unsere Schwierigkeiten gan* anders gelagert als in allen anderen j Ländern, vor allem auf der Seite des Produzenten. Für ihn besteht geradezu ein Ewnng zum Export. Der Inlandsmarkt ist klein und nur wenig ausbaufähig. Durch ihn allein können -»i de Betriebe nie rentable!* Arbeiten erreichen, denn die Investitionskosten sind im Verhältnis zum maximalen Inlandsumsatz zu hoch, und bessere Preise lns.,en sich bei dem schärfen Konkurrenzkampf mit gleichartiger In- oder Ausj landswme nicht erzielen. Es besteht daher zunächst die Frage, ob der hiesige Fabrikant in der Lage ist. nach Qualität und Preis exportfähige Waren zu produzieren, und ob es in der Welt. Märkte gibt, die erschlossen werden können oder geneigt sind, jüdische Waren zu kaufen. Denn ein Zwang r.um Kauf jüdischer Industrieprodukte liegt leider nirgends vor, und nichts, was wir produzieren konnten, wird nicht schon in irgendeinem Teil der Welt ebensogut, vielleicht sogar billiger hergestellt. Trotzdem besteht zweifellos in manchen Käuferkreisen der demokratischen Länder heute eine Neigung,;n Palästina zu kaufen. Darüber hinaus bestehen auf Seiten vieler westeuropäischer und amerikanischer Konzerne bzw. ihren jüdischen Inhabern auch noch offene Sympathien für den zionistischen Aufbau, den man gern durch Aufträge nn die hiesige Industrie unterstützen will. Diese ohne unser Zutun vorhandenen Chancen zu nutzen, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Für alle anderen Exportmärkte der Welt gilt da« gleiche: «las« wir sie uns Im offenen Konkurrenzkampf, durch intensive Bemühungen und besondere Leistungen mit der Zeit erobern müss-.ten. An Versuchen hat es auch bisher nicht gefehlt. In den letzten Kriscnjnhrtn ist es zuweilen vorgekommen, dass Kaufleute, die hier keine Wurzel fassen konnten, sich bei einer Reihe hiesiger Fabriken und Werkstätten Musterkollektionen zusammenstellen Hessen, um auf dieser Basis au ihrem neuen Reiseziel ihr Glück zu versuchen. Diese Vertretungen wurden vielfach gar nicht ernst beabsichtigt, sondern nur mitgenommen, für den Fall, das» „den sonst in dem anderen Lande nichts Geeignetes findet. Diese verfehlten und für uns verlustreichen Versuche können unsere Waren im Ausland nur diskreditieren, sie führen ausserdem dazu. dass man ausländische Interessenten und Einkäufer nicht mehr mit der Geduld und dem Entgegenkommen behandelt, das sie in den Fällen verdienen. In denen es sich wirklich um die Anknüpfung guter Verbindungen handelt. Und auch solche Fälle kommen erfreulicherweise vor. Die Ansprüche, die von ausländischen Käufern gestellt werden, gehen in den meisten Fällen weit über das hinaus, was für den hiesigen Markt als ausreichend gilt. Auch dies resultiert aus den spezifisch palästinensischen Verhältnissen als jungem Elnwanderungsland. Man bemängelt vielfach die Qualität hiesiger Waren, ohne dabei zu bedenken, dass das Gros des Publikums hierzulande gar keine Ansprüche auf höhere Qualitäten macht bzw. nicht einmal In der Lage wäre, sie von minderen zu unterscheiden. Ein grosser Teil der hiesigen Ladengeschäfte wird — im Gegensatz xu Europa und Amerika — von Nirhtfschleuten betrieben, die sich erst im Laufe vieler Jahre die erforderliehen Branchenkenntnis*» erwerben, und daher im Konkurrenzkampf immer in ernter Linie den Preb entscheiden lawen Das hat ungünstige Rückwirkungen auf die Fabrikanten seihst Wird er In Europ» durch den hohen Standard des Tnismismarkte* erzogen, so wird er hier durch die Mangel unseres Einzelhandels und seiner Käufer leicht für den Export verdorben, und es kostet daher hinsichtlich Qualität und Aufmachung gam besondere | Anstrengungen, den Ansprüchen ausländischer Käufer su genügen. über die ungünstige Lage des hiesigen ProduKcnten gegen« über denen anderer Länder, wo der Exporteur zvllpttitisch firnehützt und staatlich 9*bventioHie.rt wird, und wo durch dirigierten Import auch zwangsläufige Exportmärkte geschaffen werden, soll hier nicht eingehender gesprochen worden. Zweifellos müsnten im Rahmen einer „jüdischen Handelspolitik", wie sie Dr. Feüchenfcld in seiner neuen Untersuchung von der Tmportseiic her erörtert, auch besonders Bemühungen und Umstellungen auf selten der jüdischen Industrie getätigt werden, zur Befriedigung des in den nach' Palästina exportierenden lindern vorliegenden Bedarfs. Doch haben sich einige Voraussetzungen zum Export auch gebessert. Zwar steht dem Uberangebot an Kauflcuten noch Immer ein Mangel an Facharbeitern gegenüber. Doch gibt es viele Artikel, zu deren Herstellung ungelernte. In kurzer Zelt anzulernende Arbeltskräfte benötigt werden, speziell solche, dl« von den grossen Importlandern bisher aus Pforzheim oder Gablonz bezogen wurden. Die Herstellung solcher Waren der Galanterie- und Bljouterlebranche kann In Teilarbeiten «erlegt und in Heimarbeit ausgegeben werden, kann aber Ihrer Natur nach keine grossen Tagesverdienste abwerfen. Bei der grossen Masse ungelernter Leute und dem niedrigeren Lohnniveau müsste es möglich sein, die Herstellung neuer Exportartikel an bestehende Unternehmen anzugliedern. Bei gleicher Qualität und gleichem, vielleicht sogar etwas höherem Preis i könnte solchen Erzeugnissen gegenüber der Konkurrenz wohl der Vorzug gegeben werden, vor allem bei den oben erwähnten, uns geneigten Exportmärkten. Die Schwierigkeit liegt hier vor allem in der richtigen Auslese der Menschen und dem guten Willen des Produzenten selbst, sich solche heranzuziehen. Seine Geduld mag dabei schon im Laufe frühere! Versuche auf harte Proben gestellt worden soin: wenn z. B, Mädchen nach oft monatelanger, mühsamer Ausbildung plötzlich abspringen, weil Ihnen eine Stellung als Verkäuferin oder im Haushalt geboten wird, die ihnen angenehmer erscheint In dieser Hinsicht ist es oft schwer, dauernde Arbeitskräfte zu sichern. Verwurzeln, bodenständig werden kann man nicht nur auf dem Lande, man kann es au^h in einer handwerklichen Arbeit. Der Wille dazu muss geweckt und gepflegt werden, denn der „Zwang zum Export" brennt uns auf den Nägeln, und er erfordert vor allem die geeigneten und gewillten Menschen. Ernst Kallmann (Tel-AvivV Wirtschaftliche Folgen des Terrors JiidiHche und arabische Wirtschaft Die arabischen Behauptungen, daaa die jüdische Einwanderung der arabischen Wirtschaft Schaden bringt, sind längst als unrichtig erwiesen. Der Bericht der Königlichen Kommission (Peel-Kommission) und ebenso der den Juden nicht günstige Berieht der Woodhead-Kommlas»km hat festgestellt, dass d4o arabische Wirtschaft nicht nur von der jüdischen Einwanderung profitiert hat, sondern zusammenbrechen würde, wenn die jüdische Einwanderung aufhörte. Kolonial-Minister MacDonald hat im Unterhaus am 24. November ms ausführlich dargelegt welchen Aufschwung das Arabcrtum Palästinas gerade in den letzten 20 Jahren genommen hat. Dagegen hat die arabische Wirtschaft in den letzten 3 Jahren außerordentlich unter dem arabischen Terror gelitten. Deutlich zeigen sich jetzt die Folgen. Der mit Weizen besäte Boden der arabischen Wirtschaften ist auf ein Drittel vermindert worden. Die arabische Auswanderung ist zum ersten Mal seit dem Ende dt« Krieges grösser als die Einwanderung und zwar um 12 000 Seelen. Einen ausserordentlichen Tiefstand hat der Import von Produkten, die dem arabischen Konsum dienen, aufzuweisen. Die jüdische Wirtschaft konnte sich dank der gewaltigen Disziplin des Jischuws und der besonderen Anstrengungen der gesamten palästinensischen Judenheit von den katastrophalen Folgen des Terrors freihalten. In den leUten ■1 Jahren hat der Jtschuw um 55 000 Seelen zugenommen. Der jüdische Bixlenbesltz ist um 73000 Dunam gewachsen. Die neuen Investitionen von 171 Millionen Pfund haben die Möglichkeiten auf dem Gebiet der Landwirtschaft, des Häuserbaues, der Siedlungsarbeit vergrü&sert. 36 neue Siedlungen sind entstanden, dazu kommt die Entdeckung neuer Wasserquellen. die bis?"<V\> com die Stunde ergeben und zur Bewässerung weiterer 70 0« Dunam innerhalb der jüdischen Wirtschaften schon dienen können. In SO Siedlungen sind Wasserstationen gebaut worden und grosse Bewässerungsarbeiten sind durchgeführt worden. Die landwirtschaftliche jüdische Bevölkerung ist von 9t 000 auf 120 000 Seelen angewachsen, d.h. von 2if"i auf 2S<'.; der jüdischen Gesamtbevölkefung. Die Gemiw^produktion hat sich auf das Vierfache vergrößert ivon S 000 auf Ii' 000 Tonnen), die Eierproduklion von 23 Millionen auf 550 Millionen, die Milchproduktion von 90 Millionen Liter auf 30 Millionen. Der Export industrieller Artikel hat ».ich beinahe verdoppelt. Ferner sind zehn neue Arbeiter-Wohn viertel in der Umgebung von Dörfern und Städten entstanden. Drei neue grosse Industrieunternehwungen sind geschaffen worden, munlieh die Kali-Fabrik am Südende des Toten Meeres, die asfektriaitätsstaüonen in Haifa und Tel-Aviv. Ferner sind die neuen Flugplätze In Tel Aviv und in Ludd zu erwähnen, sowie 83 km neuer Landstraßen, die den Verkehr innerhalb des jüdischen Gebietes erleichtern. Unnötig ru erwähnen, welche Bedeutung dem Tel-Aviver Hafen zukommt. So steht die jüdische Wirtschaft nach drei Jahren von Terror und Unruhen gefestigt da, wenn wach anerkannt werden muss .das* durch die dauernde Unsicherheit und Beunruhigung die grossere Entwicklung fühlbar beeinträchtigt wurde. Aus Palästinas Wirtschait öffentliche Arbeiten der Regierung Das Department der Palästina-Regierung für öffentliche Arbeiten hat den Bau einer dritten Volksschule In Jaffa beendet. In Haifa ist eine neue Polizeistation und Wohnungen für verheiratete Polizisten fertiggestellt worden. Di* Chaussee zwischen Gaza und Bcerscheba ist jetzt ausgebaut und für alle Jahreszeiten fahrbar gemacht worden. Ballten für die neuen Siedlungen in der Jordansenke Die Grundsteinlegung für drei Häuser in der neuen Siedlung „Massad' und von fünf Häusern in „Akiba" hat In diesen Tagen stattgefunden. öi-IJzenzea. Die Palästina-Regierung hat an die Iraq Petrol Company, die für die Entwicklung der Ölfclder in Moasul und die Anlage der Röhrenleitung nach Haifa verantwortlich ist, elf Lizenzen zur Untersuchung des Geländes ou? Ö! «»"gegeben. Die Lizenzen laufen auf vier Jahre und umfassen den Süden und die Sinai-Grenze, den Haifaer Tut Karm District und die Gegend der Libanesischen Grenze. Günstige Ernteawifcichten Nach dem Erntebericht der Regierung von Mitte Mars habet: die in der zweiten Februarhälfte einsetzenden starken Niederschläge zur Oberwindung der ungünstigen Folgen der Trockenheit im Januar und Anfang Februar geführt, sodass im grösöten Teil des Landes alle Aussichten für eine günstige Ernte bestehen Die Weizenernte verspricht bis auf einige Teile des Beerschebadlstriktes gute Resultate, die Winteraussaat ist teilweise etwa« im Rückstand. Auch di« Aussichten der Gerstenernte sind bis auf die trockenen Gegenden im Beerschebadistrikt sehr gute. Die Hülsenfruchternte las st gleichfalls grosse Erträge erwarten, ebenso die Heuernte. Das Gemüseangebot ist auf allen Märkten sehr gross. Die natürlichen Weideverhäüni.«** *md sehr gute. Kali und Rrom Der Kall- und Bromexport der Palestine Potash Ltd. hat im Jahre 19X8 eine Gesamthöhe von LP. 322.961 erreicht gegenüber LP. 2l6.<?98 im vorhergehenden Jahre sodass sich ein« rund 50^-ige Steigerung des Exportwertes ergibt: Meng« La To. Wert la LF it>38 i3:r; lass 1937 Während der Kaliexport mengen- und wertmassig sich um rund 63% erhöhte, hat sich der Bromexport im letzten Jahre reduziert N*fh dm Ziffern <i-.-r t;ala.2,Jiu,T,iisj)un Il*o«!.-!»*ta{t^rk *jr.d ^tJm^^eu1' IH^rr lljulr! VallLuV UU \. Utr» * Won,:, <i*. l-tn-fs .Ui.r.s. HrUßiulifl« wur.Je Kr*chHHen».|i Kd*l»t^iii-n si.UWfr.dl. um di« liSliftl Hl TTOMSlkh«.». I)*r ^»HfH tmsch* S c h v e i e l * * p .Iii».- SH'i<£-riitii,- erUhron und »tetit - tich a Wrn* von 1.1» « TiS. (»»3T **« To U»upUbn*huuT w»r«a K»*U«<i Indic». n„t*- Vrm*r Wfi,ht*t <U« Stolpe ««rri*. Ltd Bfiui'OB das -U Mti-iev» in l'alittin* di* S<»iur£«-i-iiU für »ulphur hat dass 50? T« In Wnem Uessftrtw«»' nm LP. '-MÖ5 is» J*br* lsil ISro"« wur.lro. 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